Monitor hat geschrieben:Vertreter der russischen wissenschaftlichen Diaspora sind empört über die militärische Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine
Das Problem ist leider, dass Putin Wissenschaft und Wissenschaftler quer am Horizont vorbei gehen. Das sieht man z.B. auch daran, dass Wissenschaft in Russland extrem bescheiden finanziert ist. Letzteres ist wiederum der Grund, warum so viele wissenschaftliche Karrieren in Russland an der Kooperation mit westlichen Kollegen hängen, die finanzielle Mittel stellen. Und das ist wiederum der Grund, warum die Wissenschaft in Russland jetzt viel zu verlieren hat.
Die DFG hat übrigens schon gestern verlautbart, dass sie zwar wisse, wie wichtig die wissenschaftlichen Kooperationsprojekte auch in einem gesellschaftspolitischen, friedensstiftenden Sinne sind, aber dass man sich entschlossen hat, bei den ca. 300 Kooperationsprojekten die aktuell laufen nicht zu differenzieren.
Wie - sehr vornehm ausgedrückt - eindimensional Putin wirklich ist, sieht man tatsächlich daran, dass er bis heute nicht kapiert hat, dass er keine innovative Wirtschaft im eigenen Land aufbauen kann, wenn er den Wissenstransfer aus einer starken Wissenschaft in die Wirtschaft nicht mindestens so sehr fördert wie sein Militär. Ohne diesen Transfer bleibt Russland ein reiner Rohstoffliferant. Aber so etwas kapiert er eben nicht, dazu reichen seine intellektuellen Fähigkeiten nicht aus. Und alleine deshalb wäre den Russen eine wesentlich klügerer politische Führung in der Zukunft zu wünschen.