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Der Zeitpunkt, um Putin durch aktives Eingreifen in den Konflikt zu stoppen, dürfte imho vorbei sein. Das hätte man vor Beginn der Invasion durch Stationierung von Truppen in der Ukraine oder was auch immer tun müssen. Das Risiko jetzt ist völlig unkalkulierbar.
Das heißt aber nicht, dass die Ukraine deshalb verloren ist. Jeder Tag, den Putin Krieg führt, schadet ihm selbst ja auch ganz erhebllich. Natürlich hat er einen langen Atem, ihm ist das Leben der eigenen Soldaten ebenso scheißegal wie das wirtschaftliche Wohlergehen seiner Bürger. Trotzdem glaube ich, dass er dieses Desinformationsding nicht ewig wird durchziehen können. Nur ein Beispiel: 10.000 gefallene russische Soldaten bedeuten 10.000 Soldatenmütter, die es einen Scheißdreck interessiert, ob Sie das Wort "Krieg" benutzen dürfen oder nicht. Wenn auch nur ansatzweise publik wird, wie viele Opfer die "Spezialoperation" tatsächlich fordert, könnte sich die Stimmung in RUS drehen. Angeblich gibt es in RUS nichts unpopuläreres als eigene tote Soldaten. Darüber hinaus gibt es hunderttausende Russen, die Verwandte in der Ukraine haben. Aus den gesperrten Medien werden Informationen durchdringen. Und und und.
Irgendwann wird der Druck dann so hoch, dass Putin einen Exit braucht. Und nein, einen Grund dafür muss ihm der Westen nicht liefern. Der Kriegsbeginn hat sich ausschließlich auf Lügen gestützt, also kann er auch das Ende mit einer Lüge begründen.
Vielleicht bin ich auch einfach nur zu naiv ...
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."