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Spielgerät
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Halbdaggl
Tifferette hat geschrieben:Der Business Insider (mit a weng mehr Know-how als der Spiegel) behauptet, dass die Sache nicht vorbei ist und dass die Versteigerung bevorsteht.


Wenn die Vereinsjuristen bei Abfassung der Satzung nicht gepennt haben, sollte die Zwangsvollstreckung in die Anteile die Möglichkeit eröffnen, den unliebsamen Gesellschafter Windbeutel zu kicken. Problem dürfte für Hertie aber sein, dass sie die Abfindung nicht zahlen können. No cash no kick. Bleibt spannend.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."








Tamasi
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Allmachtsbachel
Nochmal leicht verständlich und weil's eh schön ist:

Wer sich bei einem Kredithai Geld gegen Wucherzinsen leiht, pfeift finanziell erfahrungsgemäß aus dem letzten Loch. Was den Schluss zulässt, dass sich der Investor und Hertha-Großaktionär Lars Windhorst mit seiner Investment-Holding Tennor in einer ziemlich prekären Lage befunden haben muss, als er am 21. Juli 2020 mit der in der britischen Steueroase Isle of Man registrierten Gesellschaft S4 Limited einen Darlehensvertrag schloss. Windhorst, respektive Tennor, lieh sich 25 Millionen Euro, rückzahlbar nach 30 Tagen mit zwei Millionen Euro Zinsen obendrauf. Zuzüglich 65 000 Euro Verzugszinsen pro Tag, falls Windhorst die 27 Millionen nicht pünktlich überweist. (...)

Was Windhorst nun in die Defensive bringt: Er sicherte den Wucherkredit 2020 mit Anteilen an Tennor-Tochtergesellschaften ab. Darunter auch von Peil Investment, wo er unter anderem seine Hertha-Anteile deponiert hatte. (...)

(...) die Zwangsversteigerung von Peil Investment und damit auch von Windhorsts Hertha-Anteilen (...) Das habe ein Gericht in Amsterdam bereits am 1. April 2021 angeordnet.

Windhorst habe nämlich seine Schulden beim Kredithai S4 Investment nicht pünktlich und vollständig zurückbezahlt, sondern zunächst nur zehn Millionen Euro überwiesen, weshalb die Gesellschaft ihn, respektive Tennor, verklagt hatte. Das Urteil (Az. C/13/698706) ist rechtskräftig und liegt der SZ vor. Die Frage allerdings ist, ob es nicht längst überholt ist.

Denn nach Informationen aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen haben sich S4 und Tennor im Nachgang zu dem Richterspruch außergerichtlich geeinigt; zu welchen Konditionen, ist unbekannt. Durch den Vergleich ist die Zwangsversteigerung überflüssig geworden. Gut möglich, dass es in dem damit beauftragten niederländischen Notariat eine Kommunikationspanne gab und die Nachfrage bei Hertha von voriger Woche zeitlich überholt war. (...)

Erst Ende März versicherte Windhorst dem Verein schriftlich, seine Anteile nie verpfändet zu haben und dies auch nicht zu planen. Das sei auch nicht falsch, heißt es aus dem Team des Investors. Denn es sei das Gericht gewesen, von dem die Pfändung ausging. Inzwischen aber sei das Thema vom Tisch, mithin also alles geregelt. Windhorsts Argumentation zeugt indes einmal mehr von jener Unerschrockenheit, die der Seiltänzer in Sachen riskanter Investments häufig und erwiesenermaßen meist erfolgreich an den Tag legt. Frei nach dem Motto: Was wollt ihr denn? Ist doch nichts passiert, alles gut gegangen.

https://www.sueddeutsche.de/sport/herth ... -1.5562884

Tamasi
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Allmachtsbachel
Ich hätte es nicht gemacht.

Sagt der Fredi und meint das Trikot-Ausziehen. Was für ein Held!

Da fand ich Matthäus empathischer, als er bei Sky gemeint hat, dass er das Trikot wohl auch ausgezogen hätte. Die Fans, zu aggressiv.

Übrigens waren wohl nur die Jungspunde um Lotka und Mittelstädt in dieser unangenehmen Situation. Die erfahrenen Cracks hatten sich schon in die Kabine verzogen. Eigentlich richtig, sich diese Büßerei nicht länger als nötig anzutun; wenn überhaupt. Aber dass Bobic mit seiner Aussage ausgerechnet die überforderten Bürschchen blöd aussehen lässt, ist sicher nicht sehr schön.

Aber zurück zum Sportlichen:
Felix Magath doing Felix-Magath-things?

In seiner Fulhamer Kuriositäten-Liste steht auch der Fall eines Spielers, den er völlig überraschend auf eine ihm unpassende AV-Position gestellt hat. Ging komplett nach hinten los.

So wie gestern mit dem 17-jährigen Julian Eitschberger (Korrektur: seit März 18-jährig :lol: ) in seinem ersten Bundesligaspiel. Nicht nur dass Eitschberger gegen den abgezockten Trimmel spielen musste, er hatte auch noch Maolida vor sich, der defensiv nicht unterstützt. Vor allem aber: Eitschberger ist Rechtsverteidiger. Gestern musste er Linksverteidiger spielen.

Okay, Plattenhardt ist verletzt und Mittelstädt, keine Ahnung, vielleicht nur mit Luft für 45 Minuten?? Marton Dardai ist zwar auch kein optimaler LV, er hat das aber schon öfter gespielt. Saß aber auch nur draußen.

War das so eine Philipp-Lahm-Idee von Magath? Ein Rechtsfuß als LV? Vielleicht, weil er mit dem starken rechten Fuß die Flanken von Trimmel abblocken sollte? Dafür müsste er halt hinten stehen und Trimmel auf sich zurennen haben. War aber immer andersrum, Union hat den Raum freigezogen und dann Trimmel geschickt. Eitschberger ist hinterhergerannt. Natürlich alleine, ohne Unterstützung von Maloida, einem rausrückenden Achter oder gar dem rausrückenden linken IV Kempf.

Auch ansonsten:
Nur zwei offensive Feldspieler (Maolida und Jovetic). Der Rest rein defensiv. Auf der rechten Seite zum Beispiel hinten der alte Pekarik und rechts vorne der alte Darida, der eigentlich ZM ist. Beide langsam, aber wenigstens erfahren und defensivstark. So eine Konstellation wäre auf links gegen Trimmel vielleicht besser aufgehoben gewesen.

Trotz dieser defensiven Idee hat Union die Hertha hergespielt, Chancen um Chancen. Und mit Serdar und dem Kampfschwein Richter waren zwei Spieler mal wieder außen vor, die im Saisonverlauf wenigstens ab und an positive Akzente gesetzt haben.

Hoffen wir mal, dass die Mannschaft genau so murrt und Magaths Holzhammer-Psychologie in der jetzigen Verfassung auch nicht hilfreich ist. Streng genommen hat Magath bisher übrigens 0 Punkte, gell? Der Sieg gegen Hoffenheim gehört dem Co-Trainer. In jenem Spiel engagiert an der Außenlinie, im gestrigen Spiel apathisch neben Magath auf der Bank.

Die nächsten Gegner sind natürlich wirklich andere Kaliber als Union oder letztens Leverkusen. Natürlich kann Hertha da eher punkten. Aber wenn sie das Augsburgspiel vergeigen, könnt's interessant werden...

Ach so, eins noch:
Felix Magath doing Otto-Rehhagel-things?

Bei seiner Verpflichtung war die bange Frage der Hertha-Fans: Schafft's Magath wie einst Funkel? Oder wird's ein Desaster wie bei Rehhagel? Highlight bei Rehhagel war, dass er sich einen Spielernamen nicht merken konnte.

Gestern im Sky-Interview schien Magath nicht einzufallen, wie sein junger LV hieß: "Sie meinen den... den jungen Mann auf links?" (in etwa so)



Goofy
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Grasdaggl
"Es ist schwer zu erklären, was mit den Fans besprochen wurde, sage ich lieber nicht. Es war einfach eine Geste, das Trikot auszuziehen. Ich habe auch nur gehört, dass wir das Trikot ausziehen und vorne hinlegen sollen. Nach dem Spiel ist natürlich klar, dass die Fans sauer sind. Deswegen habe ich es auch gemacht", sagte Maximilian Mittelstädt


Da kann man jetzt wunderbar spekulieren, was da "besprochen" wurde.
Wäre was passiert, wenn sie es nicht gemacht hätten?


de mappes
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Spamferkel
Tamasi hat geschrieben:Bobic hat seine gestrige Aussage zum Glück korrigiert:

kicker hat geschrieben:Auch wenn er selbst sein Trikot nicht ausgezogen hätte: Die Spieler, die auf die Forderung eingingen, etwa der 18-jährige Linus Gechter oder der 20-jährige Marcel Lotka, nahm Bobic in Schutz. "Ich kann sie nicht verurteilen", sie seien davon beeindruckt gewesen.


Auch kleine Korrektur zu deinem längeren Post darüber: mittelstädt mit 25 und über 100 Bundesliga spielen ist jetzt auch kein jungspund mehr; im Vergleich zu uns beiden vielleicht :mrgreen:
Don't criticize what you can't understand

Iron
Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:Aber zurück zum Sportlichen:
Felix Magath doing Felix-Magath-things?


Was ist die Basis deiner Häme? Seine Meisterschaften, internationale Titel als Sporter, als Trainer? Magath kann sicher mehr erzählen, alles alle hier selbsternannten Experten und dürfte auch deutlich mehr Ahnung haben.

Tamasi hat geschrieben:In seiner Fulhamer Kuriositäten-Liste

:lol: Da wurde auch sehr viel Bullshit verbreitet.

Tamasi hat geschrieben:Eitschberger ist Rechtsverteidiger. Gestern musste er Linksverteidiger spielen.


:lol: steht das in der Gebrauchsanweisung von Eitschberger?



Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Also, ich bin ja - wie hier immer wieder dokumentiert - kein Freund der Ultras. Diese Attitüde "WIR sind der Verein!" (Sind sie nicht, oder nur teilweise, so sie zahlenede Vereinsmitglieder sind) und "WIR entscheidet, wer es wert ist, das Vereins-Trikot zu tragen" ist wieklich anmassend. Genauso, wie sie bei VfB.Heimspielen keije Leute in Lederhosen im Staduion dulden (und der der Verein gibt dem nach). Ich besitze keine Lederhose, will keine kaufen und ergo keine tragen. Auch nicht im Stadion. Aber prinzipiell kann man das nicht verbieten. Und, ja, die jungen Spieler waren sichtlich eingeschüchtert davon. Und auch hier: Eine Mannschaft spielt nicht besser, weil sie Angst vor den eigenen Fans hat, das ist kontrproduktiv. Andererseits ist es ja nicht unkomisch, dass dieser Herr Windhorst mit seinen hochtrabenden "Big City Club"-Plänen so abschmiert. Über 300 Millionen hat er in diese Truppe gesteckt? Mahlzeit, das hat sich gelohnt, dass hat nocht mal der Reschke hinbekommen, mit soviel Geld einen Abstiegskandidaten zusammenzustellen. Und für die Zusammenstellung dieses Kaders können die jungen Spieler auch nichts, den hat Bobic zu verantworten nebst einiger Altlasten von Michael Preetz. Das passt halt hinten und vorne nicht (war 2019 bei uns ähnlich). Mancher Trainer ewürde jetzt das Weite suchen, aber Magath ist da komplett schmerzfrei, der zieht das durch bis ans bittere Ende.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Ich baue fest auf ihn. Die Mission Abstieg in Fulham war so ein durchschlagender Erfolg, dass ich ihm das auch in Berlin zutraue. Von seiner gründlichen Arbeit in Würzburg gar nicht zu reden.

So vom Typ her habe ich mich lange amüsiert gefragt ob ihm ernsthaft was fehlt, oder ob er Vereinsverantwortliche vorführen will, indem er sich einen Spaß nach dem anderen als Liga-Troll erlaubt – aber seit seinem hässlichen Auftritt im Sportschau-Club, als er Mertesacker auslachte, ist der Rolladen unten.

Dass ihn der Verein, die Spieler oder der Ausgang der Saison interessieren, sollte man auf keinen Fall annehmen – er nutzt das als Bühne für sich selbst.

Ich distanziere mich ja gern vom Fußball, aber Herthas Abstieg ist für mich nun tatsächlich eine Herzensangelegenheit.