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Angry Wasenhuhn
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Granadaseggl
Es geht um die Größe der Pufferzone zu Russland. Davon profitieren wir frelich, kämpfen aber nicht dafür (sondern schicken ein paar Gerätschaften im Kreis). Das tut nur die Ukraine. Das angestrebte Ziel: Russland verliert die Lust und die Mittel für weitere "Operationen". Davon profitiert nicht zuletzt das Baltikum => Nato => Wir.
Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!

Plan B
Grasdaggl
Eigentlich will ich ja nichts zu diesem Thema schreiben, weil ich das zu heikel zum Diskutieren und des Forumsfriedens sehe, aber entweder ist Iron schon komplett desillusioniert oder schriebt absichtlich kompletten Bockmist. Das bezieht sich vor allem auf seinen letzten Satz.
Carpe diem.


Local Zero
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Grasdaggl
Iron hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:Meiner Meinung nach haben die Ukrainerinnen und Ukrainer das nobelste und edelste zu bieten, was für uns - verglichen mit dem was Putin und sein Russland aufrufen kann - von Interesse sein könnte:

Den absoluten Willen, ihre und unsere Freiheit verteidigen zu wollen.


Sie kämpfen für ihre Unabhängigkeit, für ihre Selbstständigkeit, aber ganz sicher nicht für unsere Freiheit.

Ommmmmhhhhh, kurz durchatmen... und trotz Allem glauben, dass Deine lieben Mitmenschen nicht nur Angst um ihren kalten Arsch im Winter haben, sondern weiter denken können als ein Schwein scheißt.

Los geht´s: Im Budapester Memorandum von 1994 hat Russland in Art. 1 der Ukraine Souveränität, die Unverletzlichkeit der Grenzen und der territoriale Integrität garantiert. In Art. 2 hat Russland die Pflicht zur Enthaltung von Gewalt betsätigt. Wohlweislich der Ukraine von 1994, also inklusive Krim und Donbas. Muss ich mehr sagen, oder bist Du up to date was den aktuellen Stand "legale Aufenthaltsgenehmigungen für russische Armeeangehörige auf dem Gebiet der Ukraine März 2014 bis Juli 2022" angeht?

Ok, weiter. Russland droht jetzt bereits den baltischen Staaten mit der "Rückholung russicher Erde", siehe https://www.tagesspiegel.de/politik/ero ... 14152.html . Der Duma-Abgeordnete Jewgenij Fjodorow aus Putins Partei "Einiges Russland" hat vor vier Wochen ein Gesetzespaket ins Parlament eingebracht, welches die 1991 VON RUSSLAND offiziell anerkannte Unabhängigkeit Litauens wieder aufheben soll (https://www.euractiv.de/section/eu-auss ... -in-frage/). Der fordert das übrigens nicht erst seit dem Ukrainekrieg, sondern seit 2015.

Btw: Besagter Fjodorow fordert seit Jahren auch ein "Russland in den Grenzen von 1945" (https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 03099.html). Iron, hast Du in Deiner Schulzeit Geschichtsunterricht besucht oder abgewählt? Anders gefragt: Muss ich noch erklären, was dieses "Denken in Einflusssphären" für Millionen Deutsche ganz konkret bedeuten würde, übersetzt man Putins aktuelle politische Praxis "ins Deutsche"?

"Und, what´s next?" wirst Du, Iron jetzt zu Recht fragen. Ganz einfach: Schau auf das Muster, Iron. Putin kassiert eine multi- und/oder bilaterale vertragliche Vereinbarung der letzten 30 Jahre nach der anderen, erst Ukraine, dann das Baltikum. Warum sollte er, wenn er beim eskalieren nicht militärisch gehindert wird (für andere Optionen lässt er keinen Spielraum), nicht einfach irgendwann mal sagen: "Schoigu, Scherge hömma: Dieses 2+4 da, wegen dingsbums, na, Deutschland, nech, ich hab mir das nochmal überlegt. Zumindest diese Ostzone, die will ich wieder haben. Wir machen das so wie in Ukraine und Baltikum. Schick da doch mal ein paar Jungs hin. Ach, und sag dem Iron, dass er leider Pech gehabt hat. Das Leben ist kein Segglforum."

"Ironischerweise" wäre das Arguemnt mit den Nazis diesmal - zumindest was weite Teile Sachsens angeht - gar nicht mal so falsch. :mrgreen: Späßßßgen. Denn: Diskutiert wurde dieses Szenario in Putins Staats-TV bereits (https://www.berliner-zeitung.de/politik ... -li.238620)

Wenn also momentane zehntausende Ukrainer (und Ukrainerinnen!, man darf das nie vergessen!) ihr Leben dafür riskieren, das Putin mit seinem Krieg keinen Erfolg hat und sich so auch nicht die miltärische und wirtschaftliche Basis für weitere Überfälle und Kriege sichern kann, dann tun sie das natürlich zuallerst für sich ud ihr Land. Ein Kollateralnutzen aus diesem Fakt wäre aber auch, dass diese Menschen damit eben auch unsere Freiheit und unsere Ärsche gerettet hätten. Das nicht zu sehen oder nicht sehen zu wollen ist entweder hochgradig naiv und dumm oder manipulativ und zynisch.

Iron hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:Und dabei nicht Gefahr laufen zu müssen, für das bloße Hochhalten eines leeren weißen Blatt Papiers willkürlich verhaftet, misshandelt und jahrelang in einem sibirischen Straflager weggesperrt zu werden.


Der Krieg in der Ukrainer wird das auch weiterhin nicht verhindern. Genausowenig wie viele andere Ungerechtigkeiten in diversen Staaten.

1. Teil: Der Krieg in der Ukraine wird nicht verhindern, dass man "für das bloße Hochhalten eines leeren weißen Blatt Papiers willkürlich verhaftet, misshandelt und jahrelang in einem sibirischen Straflager weggesperrt" wird? Hä? Iron, auf Basis welcher Logik hast Du diese Aussage getätigt? Merkst Du selber, hoffe ich jedenfalls für Dich.

2. Teil: Blanker Whataboutism.
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Iron: Ich kann nachvollziehen, dass Du Angst hast. Hab ich auch. Aber das gibt Dir nicht das Recht, die Motivation von Menschen, die die ihrige überwinden möchten/überwunden haben, zu diskreditieren. Zumal Wir - Du, Ich, wir alle im "Westen" - ja noch vergleichsweise gut dran sind. Bisschen Wirtschaftsflaute, Inflation, halt mal kein Urlaub: Immer noch besser, als mit dem nackten bloßen Leben dazustehen.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Local Zero
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Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Blöd halt dass die Ukraine den Krieg im Osten verliert.
Im Süden vermutlich auch.
Waffenlieferungen hin oder her

Nicht Krieg. Kämpfe um Städte/Trümmerhaufen. Hinten kackt die Ente.
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factotum
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Granadaseggl
Iron hat geschrieben:

Die Ukrainer haben eigentlich relativ wenig zu bieten außer Mitleid.



In aller Kürze, weil es so entsetzlich viele HornochsInnen gibt, die nicht raffen, was gerade passiert:

Die Ukrainer sind bereit, reichlich viele Leben zu geben dafür, dass auch der Iron plus EU weit irgendwelche 400 Mio. andere Wolkenkuckucksheimer ihr Watteleben weiterführen können. Wenn man die Ukrainer ausreichend unterstützen würde, was man bisher nicht tut, im deutschen Falle nicht mal ansatzweise tut, könnten sie diesen Krieg sogar gewinnen. Es wäre für uns alle von überragender Bedeutung, daß das passiert.

Die Sache ist nämlich die... der aktuelle US Präsident ist aller Voraussicht nach der letzte, der sich noch um den Schutz Europas im Rahmen der Nato kümmern wird. In 2,5 Jahren kommt dort jemand an die Macht, der sich diese Verantwortung entweder sehr, sehr teuer bezahlen lassen wird (best case), oder aber die Nato verlassen wird. cost of empire ist zu hoch, Isolationismus wird angesagt sein.

Keine 5 Minuten später sind wir am Arsch, alle miteinander. Wir sind dann nämlich auf unserem schönen Wertekontinent alleine mit dem Herrn Putain. Das wird sehr lustig.

Merke: Putain greift genau so lange keinen Nato - Staat an, wie das bedeutet, US - Soldaten töten zu müssen, und damit den finalen Krieg an der Backe zu haben.
Wenn in Europa keine US Soldaten mehr stehen, ist hier Sabbat. Die Balten und Ukrainer werden es als erste merken. Aber wir kommen zügig auch dran. Vermutlich muss Putain in ein paar Jahren gar keinen Krieg gegen uns führen, weil wir auch bis dahin militärisch nicht satisfaktionsfähig sein werden. Aber in den Arsch gefickt werden wir, nachhaltig und auf Dauer.
Mir ist klar, dass viele meiner Landsleute gar nicht so schlimm fänden, ins System Putain integriert zu werden. Jedenfalls, bis sie es dann genauer kennenlernen.

Ich hab da aber keine Lust drauf.
The shit that used to work, won`t work now.

factotum
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Granadaseggl
Iron findet, die Ukrainer kämpfen:

ganz sicher nicht für unsere Freiheit.


Das ist sogar für deine Verhältnisse erstaunlich ignorant.
The shit that used to work, won`t work now.

Iron
Grasdaggl
Auf deine Provokationen Local Zero habe ich nicht so große Lust.

Aber zu glauben die Ukraine rettet unsere Ärsche ist blanker Unsinn. Das werden wir ... hoffentlich nicht ... zur gegeben Zeit selbst tun müssen.

Wenn man dann liest:

13:25 Uhr
Russland macht Schritt in Richtung Kriegswirtschaft

Das russische Parlament hat den Weg geebnet für den Umbau einer auf den Krieg ausgerichteten Wirtschaft. Das Unterhaus billigte in erster Lesung zwei entsprechende Gesetzentwürfe. Diese würden es der Regierung ermöglichen, die Unternehmen zu verpflichten, das Militär mit dringend benötigten Gütern zu beliefern. Die Beschäftigen könnten zudem zu Überstunden und Urlaubsverzicht gezwungen werden, um die russische Invasion in der Ukraine zu unterstützen.

Vize-Ministerpräsident Juri Borissow sagte in der Duma, die Maßnahmen seien nötig, um dem Militär in einer Zeit zu helfen, in der Russlands Wirtschaft unter "kolossalem Sanktionsdruck" des Westens stehe. "Die Belastung für die Rüstungsindustrie ist erheblich gestiegen. Um die Versorgung mit Waffen und Munition zu gewährleisten, muss die Arbeit des militärisch-industriellen Sektors und der Firmen, die Teil der Kooperationsketten sind, optimiert werden", sagte er.


sollte auch klar sein, dass die Russen nicht gewillt sind, da frühzeitig wieder rauszugehen.

Wenn wir der Ukraine wirklich helfen würden, dann hätte wir schon längst Soldaten und Waffen entsendet. Jeder weiß warum wir das nicht machen...

Iron
Grasdaggl
factotum hat geschrieben:
Iron findet, die Ukrainer kämpfen:

ganz sicher nicht für unsere Freiheit.


Das ist sogar für deine Verhältnisse erstaunlich ignorant.


Die Ukrainer haben ein Haufen Probleme, sie als Kämpfer der Freiheit der westlichen Zivilisation hinzustellen ist blanker Hohn. Für mich klingt das eher nach ... macht euch mal die Hände für uns schmutzig... wenn es euch gelingt, winkt euch vielleicht die Aufnahme in die EU ...

PS Viel Glück :roll:

factotum
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Granadaseggl
Iron hat geschrieben:

Die Ukrainer haben ein Haufen Probleme, sie als Kämpfer der Freiheit der westlichen Zivilisation hinzustellen ist blanker Hohn.


Das, was wir machen, nämlich sie mit Ihren Problemen weitgehend alleine zu lassen, das ist tatsächlich blanker Hohn.

Iron hat ausserdem geschrieben:

Aber zu glauben die Ukraine rettet unsere Ärsche ist blanker Unsinn. Das werden wir ... hoffentlich nicht ... zur gegeben Zeit selbst tun müssen.


Sie täten es, also unsere Ärsche retten, wenn man sie dazu ermächtigen würde. Die gegebene Zeit ist genau jetzt. Wir sind im Krieg, und wir sollten diese Realität dringend zur Kenntnis nehmen und uns danach verhalten.
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Local Zero
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Grasdaggl
Iron hat geschrieben:Auf deine Provokationen Local Zero habe ich nicht so große Lust.

Wofür ich allergrößtes Verständnis habe. Würde ich in Deiner Position auch als nachteilig empfinden.

Iron hat geschrieben:Aber zu glauben die Ukraine rettet unsere Ärsche ist blanker Unsinn. Das werden wir ... hoffentlich nicht ... zur gegeben Zeit selbst tun müssen.

Der Witz ist nun aber gerade: Wir müssten dass dann - "zur gegebenen Zeit" - gar nicht mehr, wenn wir der Ukraine JETZT das liefern, was sie GERADE braucht. Merkst Du was, Iron? Du betreibst genau das neokoloniale, überhebliche frühwestliche Denken, über dem Du zu Dich zu Stehen wähnst. Du glaubst zu wissen, was ein anderes Land zu brauchen hat, wie es sich zu verhalten hat, womit es sich in seiner Not an uns zu wenden hat.

EIN SEGGL, DIE HERKUNFT SEINER BELEGE UNTERSCHLAGEND hat geschrieben:Wenn man dann liest:

13:25 Uhr
Russland macht Schritt in Richtung Kriegswirtschaft

Das russische Parlament hat den Weg geebnet für den Umbau einer auf den Krieg ausgerichteten Wirtschaft. Das Unterhaus billigte in erster Lesung zwei entsprechende Gesetzentwürfe. Diese würden es der Regierung ermöglichen, die Unternehmen zu verpflichten, das Militär mit dringend benötigten Gütern zu beliefern. Die Beschäftigen könnten zudem zu Überstunden und Urlaubsverzicht gezwungen werden, um die russische Invasion in der Ukraine zu unterstützen.

Vize-Ministerpräsident Juri Borissow sagte in der Duma, die Maßnahmen seien nötig, um dem Militär in einer Zeit zu helfen, in der Russlands Wirtschaft unter "kolossalem Sanktionsdruck" des Westens stehe. "Die Belastung für die Rüstungsindustrie ist erheblich gestiegen. Um die Versorgung mit Waffen und Munition zu gewährleisten, muss die Arbeit des militärisch-industriellen Sektors und der Firmen, die Teil der Kooperationsketten sind, optimiert werden", sagte er.


Das diese Nachricht bei Einsatz einer geringen Menge an Hirnschmalz aus ukrainisch/westlicher Sicht durchaus auch positiv konnotiert sein könnte: Diese Lesart ist bis in Deine plüschig-bigotte Salonpazifisten-Sitzschnecke vorgedrungen?

Iron hat geschrieben:Wenn wir der Ukraine wirklich helfen würden, dann hätte wir schon längst Soldaten und Waffen entsendet. Jeder weiß warum wir das nicht machen...

Für die Dauer einer Femtosekunde dachte ich: Jetzt hat er´s, Iron ist noch nicht verhärtet! Dann habe ich das Wort "Soldaten" entdeckt. Und jetzt frag ich mich natürlich: Warum weiß jemand, der sich so keck aus seiner windschiefen Meinungskate reckt so wenig über das Bescheid, was Völkerrechtler so sagen?
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Hasenrupfer
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Grasdaggl
factotum hat geschrieben:
UWe hat geschrieben:

Für den Diplomatendienst ist er völlig ungeeignet.


Er war perfekt. Ich vermisse ihn jetzt schon.


So perfekt, dass er relativ schnell abberufen wurde...

Sorry, aber so plump-undifferenziert kenne ich dich gar nicht.

Melnyk war erfolgreich als "Rufer in der Wüste", der durchaus der deutschen Gesellschaft den Spiegel vorgehalten hat, aber als Diplomat eine Fehlbesetzung, dessen Verhalten man als kontraproduktiv - da Wasser auf die Mühlen all der Russland-Apolegeten - charakterisieren könnte.

Alleine, den Regierungschef seines Gastlands zu beleidigen, ist prinzipiell ein diplomatischer Affront höchsten Grades, der wohl auch in Kiew/Kyiv genau als solcher wahrgenommen wurde.

Local Zero
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Grasdaggl
Iron hat geschrieben:Die Ukrainer haben ein Haufen Probleme, sie als Kämpfer der Freiheit der westlichen Zivilisation hinzustellen ist blanker Hohn.

Das ist reinstes Wagenknecht/Varwick/Guérot/Precht/Weimer-Gewäsch, ganz ehrlich. Ja, die Ukraine hat - verglichen mit uns (und wir sind selbst sehr defizitär aufegstellt) - einen Haufen Probleme: hohe Korruption, bspw. oder eine stark verbesserungswürdige Sprachenpolitik oder stellenweise Demokratiedefizite. Aber: Rechtfertigen diese Tatsachen den Umstand, dass man einfach überfallen werden darf, Iron? Was ist das bitte für eine maximal zynische Rache/Gewalt/Straf-Argumentation? Man muss es sich gefallen lassen, dass man angegriffen, getötet, vergewaltigt wird, weil man seine Korruption nicht in den Griff bekommt oder Demokratiedefizite hat? Und das dann noch von einem Land, das selbst zu den korruptesten und demokratiefernsten in Europa gehört? Interessante "Logik".

Übrigens: Die Ukraine wurde genau zu dem Zeitpunkt Opfer Russlands, in dem z.B. damit begonnen wurde, das Problerm des Demokratiedefizits anzupacken, Stichwort "Euro-Maidan". Der war von November 2013 bis Februar 2014. Nur wenige Tage später hat Putin die Krim besetzt.
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Spielgerät
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Halbdaggl
Hasenrupfer hat geschrieben:
Melnyk war erfolgreich als "Rufer in der Wüste", der durchaus der deutschen Gesellschaft den Spiegel vorgehalten hat, aber als Diplomat eine Fehlbesetzung, dessen Verhalten man als kontraproduktiv - da Wasser auf die Mühlen all der Russland-Apolegeten - charakterisieren könnte.


Ich glaube nicht, dass man das trennen kann. Wäre er kein Diplomat, hätte ihm vermutlich keine Sau zugehört.

Und wenn es die erste Aufgabe eines Botschafters ist, seinem Land - und nicht dem Gastland! - zu dienen, hat er das perfekt gemacht. Ist natürlich müßig, über seine Wirkmacht zu spekulieren, aber vielleicht würden wir ohne ihn heute noch die 5000 Helmchen als brutalstmögliche Unterstützung der Ukraine abfeiern.

Klar sind die Putintrolle von so einem Typen angepisst. Aber auch das spricht eigentlich für ihn.

Ich vermute, dass der Mohr jetzt seine Schuldigkeit getan hat (darf man das noch sagen?) und gehen darf. Denn mittlerweile braucht es keine Pöbeleien mehr, um den deutschen Waffen abzuringen. Und dass er sich nun auch noch mit den Polen wegen Bandera überworfen hat, war in der Tat ziemlich unschlau.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

Iron
Grasdaggl
Spielgerät hat geschrieben:Und wenn es die erste Aufgabe eines Botschafters ist, seinem Land - und nicht dem Gastland! - zu dienen, hat er das perfekt gemacht.


Gerade das kann man bezweifeln. Vergleich das mal mit Klitschko und seine Forderungen.

Local Zero
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Grasdaggl
@Iron: Es spricht übrigens Bände, dass Du Dich zu den historischen Fakten, die ich in meinem Post von heute um 19.31 Uhr im ersten Teil aufgezählt habe (von Los geht´s: bis erst Ukraine, dann das Baltikum) überhaupt nicht äußerst. Feigheit? Argumentationsarmut? Weltanschauliche Leerstelle? Hemmt ein AfD/Linke-Parteibuch eine klare Positionierung?
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Tamasi
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Allmachtsbachel
factotum,
ja. Aber ich meine, dass der Zeitpunkt vorbei ist, an dem die Ukraine durch eine bessere Unterstützung gewinnen konnte. Das wäre wohl nur in den ersten Wochen möglich gewesen. (Es sei denn, „bessere Unterstützung“ beinhaltet ein Eingreifen der NATO.)

Jetzt hat sich die Russische Schlächterarmee „eingegroovt“. Und Zahlenmäßig sind sie eh endlos überlegen.

Allgemein:
Formulierungen wie „Die Ukraine kämpft für uns“ finde ich mühsam. Zu indirekt. Ehrlicher wäre die Erkenntnis, dass WIR gegen „Team Putin“ kämpfen müssen. Wenn wir nicht am Ende gefickt werden wollen.

„Team Putin“ schließt China mit ein. Die bekämpfen uns auch schon länger und wir wollen es nicht wahrhaben.

Spielgerät
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Halbdaggl
Iron hat geschrieben:
Spielgerät hat geschrieben:Und wenn es die erste Aufgabe eines Botschafters ist, seinem Land - und nicht dem Gastland! - zu dienen, hat er das perfekt gemacht.


Gerade das kann man bezweifeln. Vergleich das mal mit Klitschko und seine Forderungen.


Ich sage ja, dass es schwer messbar ist.
Und good guy (Klitschko) bad guy (Melnyk) ist bestimmt nicht die schlechteste Kombi, um in D zu punkten.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

Local Zero
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Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:factotum,
ja. Aber ich meine, dass der Zeitpunkt vorbei ist, an dem die Ukraine durch eine bessere Unterstützung gewinnen konnte. Das wäre wohl nur in den ersten Wochen möglich gewesen.

Defintiv nein.

Tamasi hat geschrieben:Jetzt hat sich die Russische Schlächterarmee „eingegroovt“. Und Zahlenmäßig sind sie eh endlos überlegen.

Auch nein. Allein die Tatsache das Putin die Waffen gewählt hat, die er gewählt hat, spricht Bände.

Tamasi hat geschrieben:Ehrlicher wäre die Erkenntnis, dass WIR gegen „Team Putin“ kämpfen müssen. Wenn wir nicht am Ende gefickt werden wollen.

Es wäre nicht ehrlicher, sondern auf fatale , die Kriegspraxis der letzten Jahre leugnende, Weise der größte Fehler, den man begehen könnte. Weil man Putin damit ex post Recht geben würde.

Tamasi hat geschrieben:„Team Putin“ schließt China mit ein. Die bekämpfen uns auch schon länger und wir wollen es nicht wahrhaben.

Da wäre ich mir jetzt überhaupt nicht sicher. China findet den ganzen Trouble, den der alte Mann mit den Erektionsstörungen so verursacht, eher hinderlich für´s eigene Streben nach hegemonialer Größe. Putin vermasselt den Chinesen die neue Seidenstarße, die Vorrangstellung in Afrika, wenn´s blöd kommt den Wert der amerikanischen Staatsanleihen.
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Auswurf
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Grasdaggl
china ist china und in keinem team ( und wenn, höchstens so lange, wie es für Sie passt) - denke ich und stimme da local zu
das ist doch keine Musik

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Spielgerät hat geschrieben:
Hasenrupfer hat geschrieben:
Melnyk war erfolgreich als "Rufer in der Wüste", der durchaus der deutschen Gesellschaft den Spiegel vorgehalten hat, aber als Diplomat eine Fehlbesetzung, dessen Verhalten man als kontraproduktiv - da Wasser auf die Mühlen all der Russland-Apolegeten - charakterisieren könnte.


Ich glaube nicht, dass man das trennen kann. Wäre er kein Diplomat, hätte ihm vermutlich keine Sau zugehört.


Ja, dann wäre es leichter gewesen, ihn zu ignorieren, bzw wäre er seltener zu Will und Co. eingeladen worden. Obwohl er auch gerade wegen seiner krawalligen Art dort immer wieder auftauchen durfte.

Und wenn es die erste Aufgabe eines Botschafters ist, seinem Land - und nicht dem Gastland! - zu dienen, hat er das perfekt gemacht.


Seinem Land als Diplomat zu dienen, bedeutet eben in erster Linie nicht, alle möglichen Entscheidungsträger zu verprellen, oder gar zu beleidigen. Zudem hat er's sich in Bezug auf mögliche Waffenlieferungen durch seine große Klappe soweit verdorben, dass er irgendwann out of the loop war, und ihm schlicht keinerlei vertrauliche Infos mehr zugesteckt wurden.

Klar sind die Putintrolle von so einem Typen angepisst. Aber auch das spricht eigentlich für ihn.


Komm mal bitte wieder davon runter, den Begriff so inflationär zu verwenden.

Mir ging's um auch eher den Normalbürger, Apolegeten war zu weit gegriffen, denn Sätze wie "Warum soll das mein Krieg sein?" hab ich schon öfter erlebt, und diese Einstellung wird durch einen pöbelnden obersten Repräsentanten der Ukraine leider nur verstärkt.

Hinzu kommen freilich auch gewisse Formulierungen der Medien (der Medien, denn das zieht sich durch die Bank) von wegen: "Zelenskyi fordert dies!", und "die Ukraine fordert das!", was gefühlt in Dauerschleife zu hören ist.
Dabei ist das nix anderes, als das verzweifelte Flehen um Hilfe...

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Angry Wasenhuhn hat geschrieben:Es geht um die Größe der Pufferzone zu Russland. Davon profitieren wir frelich, kämpfen aber nicht dafür (sondern schicken ein paar Gerätschaften im Kreis). Das tut nur die Ukraine. Das angestrebte Ziel: Russland verliert die Lust und die Mittel für weitere "Operationen". Davon profitiert nicht zuletzt das Baltikum => Nato => Wir.


Dies.
Und so schwer zu verstehen sollte das an sich auch nicht sein, denn wenn die Russen mit ihrem ursprünglichen Plan - die Ukraine innerhalb kürzester Zeit zu besetzen und einen Vasallenstaat zu errichten - durchgekommen wären, hätten wir spätestens nächstes Jahr "Manöver" an gleich sieben NATO-Grenzen gehabt.

Hasenrupfer
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Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Blöd halt dass die Ukraine den Krieg im Osten verliert.
Im Süden vermutlich auch.
Waffenlieferungen hin oder her


Was heißt denn eigentlich "verlieren" im Kontext dieser Invasion? Solange eine Regierung mit kampfbereiten Streitkräften existiert, hat die Ukraine gewonnen.

Im Süden passiert gerade kaum was, und im Osten haben die Russen unter Aufbietung all ihrer verbliebenen Offensivkräfte einen Zipfel erobert, der nur noch nominell einen Oblast darstellt, und aus zerstörten und entvölkerten Gegenden besteht.
Schau mal auf ne Karte, von der großangekündigten Donbas-Offensive sind nach 90 Tagen Geländegewinne von nicht mal 100 Kilometern übrig geblieben.

Edit mal ne Karte:

Bild


Iron
Grasdaggl
Hasenrupfer hat geschrieben:
Angry Wasenhuhn hat geschrieben:Es geht um die Größe der Pufferzone zu Russland. Davon profitieren wir frelich, kämpfen aber nicht dafür (sondern schicken ein paar Gerätschaften im Kreis). Das tut nur die Ukraine. Das angestrebte Ziel: Russland verliert die Lust und die Mittel für weitere "Operationen". Davon profitiert nicht zuletzt das Baltikum => Nato => Wir.


Dies.
Und so schwer zu verstehen sollte das an sich auch nicht sein, denn wenn die Russen mit ihrem ursprünglichen Plan - die Ukraine innerhalb kürzester Zeit zu besetzen und einen Vasallenstaat zu errichten - durchgekommen wären, hätten wir spätestens nächstes Jahr "Manöver" an gleich sieben NATO-Grenzen gehabt.


Viel besser wird es jetzt auch nicht. Die NATO stockt ihre schnelle Eingreiftruppe massiv auf und die USA will weitere Verbände nach Europa legen und in Polen ein neues Hauptquartier aufbauen.

Zu hoffen, dass die Russen ihre "Lust" verlieren wird nur durch Abschreckung gelingen.