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Frank N Furter
Obwohl der Halle-Attentäter auch noch ein Judenhasser und ausländerfeindlich war, würde ich nicht das Wort "mischen" verwenden, um diesen diffusen ideologischen Hass-Cocktail zu beschreiben, der in den Gehirnen dieser Leute Nahrung gefunden hat. Gerade bei diesem Stephan B. aus Halle wurde klar, dass er sich selbst ganz offen als Lebensversager verstand, der nie eine Freundin abbekommen hatte, der unter unzähligen Komplexen litt und deshalb am liebsten wegen seines eigenen persönlichen Unglücks eine Art Kollektiv-Selbstmord begangen hätte. Kategorie Breivik-Amokläufer. Ein enormer Hass auf die Gesellschaft, in der diese Menschen glauben keinen Platz finden zu können, gepaart mit einem enormen Selbsthass (Also ganz andere Motive als die Columbine-Amokpersönlichkeiten, die aus Lust an der Gewaltverherrlichung handelten).

Ich weiß nicht mehr welcher Soziologe das Buch mit dem vielsagenden Titel: "Die gesellschaftlichen Leiden und das Leiden an der Gesellschaft" geschrieben hat, aber dieses Buch fällt mir immer wieder beim Thema Incels ein. Incels sind die Metastasen einer kranken Gesellschaft.

vivafernanda
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Granadaseggl
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Kleine Jungs werden meiner Meinung nach zu selten bedingungslos geliebt. Sie sind zu wild oder zu brav oder zu sensibel oder zu aggressiv oder zu faul oder zu umtriebig. Immer müssen sie irgendwo reinpassen und irgendwas sein. WEil Mädchen sehr viel anpassungsfähiger sind und außerdem häufig über die Gabe verfügen, sich der Umwelt angenehm zu machen, werden Jungs schon im Kindergarten -und Grundschulalter auch von ihren Erzieherinnen und Lehrerinnen benachteiligt. Vielleicht gar nicht mit böser Absicht, aber weil man es mit ihnen schwerer hat, geht dass dann leicht.
Ist ganz allein meine Meinung und nur aufgrund von BEobachtungen, Erlebnissen und Gesprächen mit Eltern von Söhnen.

Mir kommt es vor, als wären die Incels Mangelkinder.

Das entlässt sie natürlich nicht aus ihrer Verantwortung, ganz klar.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.


Goofy
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Grasdaggl
witzfeld hat geschrieben:Isch hab heut wieder Blähungen, woher das kOmmt?


Das ist ohne genaueres Wissen schwer zu beantworten. Warum stellst du die Frage im Frauen und Männer Thread?

Wurde es seit Donnerstag besser?
Hattest du am Mittwoch Verkehr, und wenn ja, pupst du seitdem besonders häufig und unkontrolliert?







Southern Comfort
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Grasdaggl
Qualität könnte man ja dann auch im Kulturthread posten, anstatt diese Ätzegese schon wieder mit neuen Batterien zu befüllen, die halt nicht von Duracell sind
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


Auswurf
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Grasdaggl
ich hab in die kommentare reingeschaut

da findet sich auch was ich so bei mir denke.
Die haare sind ja nur ein sinnbild, die für eigenständigkeit stehen.
Eine frau, deren oberstes gebot nicht ist, jedem gefallen zu wollen.
Eine, die die welt droht einzureissen "hol Dir Dein bier selbst aus dem keller, i han heid gnuag gschaffd"

- ziemlich dreist also.. :banane:


wie wohl Patrick Moster das fände?
das ist doch keine Musik






vivafernanda
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Granadaseggl
Ich lese zur Zeit einiges über sexuellen Missbrauch.

z. B.
https://www.sueddeutsche.de/sport/jan-h ... -1.5640973

Dann fand ich kürzlich zu meinem Entsetzen heraus, dass ein Pfarrer aus Norddeutschland, der in den 80/90igern einen großen Einfluss auf die evangelikale Jugend in ganz Deutschland hatte, auch nicht untätig geblieben war. Zum Glück nicht bei Kindern, aber mindestens ein Teenager war dabei und ansonsten von ihm abhängige junge Männer, manches wohl einvernehmlich, aber es bleibt ein dichter Schatten, weil er seine Position ausnutzte.

Im Lesen über ihn fiel mir ein Megachurch - Pastor aus den USA wieder ein, auch in der evangelikalen Szene hierzulande sehr angesehen, der zurücktreten musste, wegen Vorwürfen einiger Mitarbeiterinnen.
Und im Stöbern auf den amerikanischen Seiten kam ich dann hierauf:





Die Damen beeindrucken mich schwer.
Zuletzt geändert von vivafernanda am 25. August 2022 21:19, insgesamt 1-mal geändert.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.

zappaf
Granadaseggl
Meine Eltern schickten mich zweimal, damals war ich 6 und 8, in den sogenannten Erholungsurlaub für Kinder. Das war 1960 und 1962. Mein Vater arbeitete damals bei der Post, dadurch fiel es ihm leichter, mich zu verschicken.
Wir waren damals Buben und Mädchen. Viele Assi-Kinder aus dem Pott.
Das war die härteste Zeit meiner Kindheit. Brutal, rücksichtslos, sinnlos.
Was ich da alles erlebt habe, grausam und furchtbar. Ich verdränge es bis heute.
Hinterher fing ich an, mich von meinen Vater langsam zu entsagen.
Die Pflegerverbrecher waren Männer und Frauen,
Trumpf ist die Seele vom Spiel!

jagdhuette
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Halbdaggl
Das klingt fürchterlich. Die vom dritten Reich geprägten Menschenfeindlichen und vollkommen Empathie befreiten Erziehungsmethoden haben nur ein Ziel und sind im Grunde die Wurzel aller Konflikte. Es ist so schade, was bei Kindern aus purem Egoismus und Überforderung angerichtet wird.
Gibt ja eigentlich keinen Zwang welche zu bekommen, wenn man keine Lust auf die Arbeit hat.


schwaebi
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Grasdaggl
Liebe Nurse, da fehlt leider was über die Damen.

@all
Da wird's mir ganz anders, wenn ich das so lese. Und es tut mir sehr leid, dass Ihr sowas erleben musstet. Ich schicke mein Kind auch auf Ferienfreizeiten - und ja, man hat immer ein mulmiges Gefühl, wenn man von den Betreuenden niemanden kennt. Aber selbst wenn man sie kennt, weiß man ja nicht... genau wie im Sportverein - oder tatsächlich in der Kirche.

Gibt ja eigentlich keinen Zwang welche zu bekommen, wenn man keine Lust auf die Arbeit hat.

Ganz ehrlich? Wenn man nicht mit kleinen Geschwistern aufwächst, hat man keinen Schimmer wie viel Arbeit die Zwerge machen. Noch ehrlicher: Wenn ich damals gewusst hätte was ich jetzt, nach 12 Jahren, weiß, hätte ich mir möglicherweise die Sache nochmal überlegt.

Ich liebe meinen schwaebi Junior heiß und innig, aber es gibt tonnenweise Sachen, mit denen ich mich rumschlagen muss, und auf die ich wahnsinnig gut verzichten könnte. Bin fest davon überzeugt, dass Tätlichkeiten gegenüber Kinder (ich rede nicht von sexuellem Missbrauch!) ca. 80% von Überforderung kommen. Und ja, genaugenommen müsste es einen Kinderführerschein zur Vorbereitung geben.

Gibt ja eigentlich keinen Zwang welche zu bekommen, wenn man keine Lust auf die Arbeit hat.

And now to something completely different: Sag das mal den Frauen in den USA, denen gerade die Abtreibung verboten wurde... :puke:
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Seren Dipity
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Schoofseggl
jagdhuette hat geschrieben:Das klingt fürchterlich. Die vom dritten Reich geprägten Menschenfeindlichen und vollkommen Empathie befreiten Erziehungsmethoden haben nur ein Ziel und sind im Grunde die Wurzel aller Konflikte.


Jedenfalls sehr vieler Konflikte. Diese Erziehungsmethoden waren aber leider nicht nur auf das Dritte Reich beschränkt, auch wenn sie unter dem Begriff „Schwarze Pädagogik“ im deutschsprachigen Raum prominenter diskutiert wurden, als in anderen Gesellschaften. Der autoritäre Erziehungsstil war über Jahrhunderte in allen mir bekannten europäischen Kulturen dominierend. Oftmals war es schlichtweg den wirtschaftlichen Umständen geschuldet, dass ein liebevollerer Erziehungsstil gar nicht erstrebenswert schien.

Im viktorianischen Zeitalter Englands war es aber selbst bei wirtschaftlich sehr wohlhabenden Familien Gang und Gäbe, dass die Mutter eines Kindes sich höchstens am Nachmittag mal für eine halbe Stunde zur Tea-Time mit ihrem Kind und dessen Amme traf, um etwas Konversation zu üben.

Will sagen: es ist also noch viel trauriger. Dieser lieblose Umgang mit Kindern betraf nicht nur Deutschland, nicht nur arme Familien oder nur einen kürzeren Zeitabschnitt, sondern er war über Jahrhunderte allgemein verbreitet.

Seren Dipity
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Schoofseggl
Local Zero hat geschrieben:Solche Traumata sind häufig transgenerational. Für mich war das - u.a. - ein Grund, selbst kinderlos bleiben zu wollen.

Mein Vater war auch in so einem Verschickungsheim, wie sich das damals nannte. Was er uns erzählte war furchtbar und deckte sich mit den Berichten vieler Betroffener. Mein Vater war 4 und 5 Jahre alt, als er das erlebte.

Ich bin bis heute jeden Tag dankbar diesen Vater zu haben! Er ist so ein unfassbar einfühlsamer und liebevoller Mensch!

Es hängt also schon noch von ein paar anderen Faktoren ab, ob jemand solche Erlebnisse verarbeiten und sogar daran wachsen kann oder nicht. Selbstverständlich keine heldenhaften Dinge, im Sinne rein selbstbestimmten Handelns, sondern auch eher zufällige Dinge. Aber es gibt eben auch Menschen, die nicht nur eine transgenerationale Weitergabe ihrer eigenen Traumata bewusst verhindern konnten, sondern sogar für sich daraus den Schluß gezogen haben, die eigenen Kinder besonders einfühlsam und liebevoll zu behandeln.

Damit will ich natürlich in keiner Weise bestreiten, dass die negative trangenerationale Weitergabe zu enorm viel Leid geführt hat.

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