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Seren Dipity
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Schoofseggl
halensee hat geschrieben:@Seren Dipity,
Sollten wir in der Lage sein klimaneutral zu werden, müssten andere Länder aber auch in einer vergleichbaren finanziellen bzw. technologischen Lage sein. Sollten wir diese Länder dazu in die Lage versetzen können, dürfte dies wiederum zu Lasten unserer Interessen gehen. Wo bliebe da die Motivation der Handelnden?

Naja, Technologien wie die Windkraft oder Solaranlagen, die Nutzung von Erdwärme, die Elektrolyse usw., sind ja ohnehin weltweit verfügbar. Wenn jetzt in naher Zukunft z.B. Bauern mit Stahlwerken zusammenarbeiten, um auf derselben Fläche sowohl, Landwirtschaft zu treiben, Energie zu gewinnen und die Wasserversorgung sicherzustellen, dann sind das solche Kombinationslösungen, die andere Staaten übernehmen können, ohne dass das unsere Wettbewerbsfähigkeit tangiert.

halensee hat geschrieben:So, ich mach mich jetzt politisch wieder für geraume Zeit vom Acker.

Schade.

higgi hat geschrieben:Wenn Deutschland klimaneutral ist, wird der Rest der Welt das genauso zu wollen haben werden müssen

Wenn der Rest der Welt sieht, dass man gar keine fossilen Energieträger braucht, werden sie selbstverständlich an den wesentlich günstigeren regenerativen Energieformen und Technologien interessiert sein. Zumal die fossilen Energieträger endlich sind und in Zukunft immer teurer werden, alleine schon wegen des Emissionszertifikatehandels.

Local Zero
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Grasdaggl
halensee hat geschrieben:Sollten wir in der Lage sein klimaneutral zu werden, müssten andere Länder aber auch in einer vergleichbaren finanziellen bzw. technologischen Lage sein.
Es sollten in dieser Frage aus Gerechtigkeitsgründen

1. die Länder in Vorleistung gehen, die in den letzten Jahrzehnten den größten Anteil am Klimawandel hatten und bei denen es
2. die größten Effekte hat. Zur Vermeidung des Klimawandels ist es nicht notwendig, dass Länder wie Tuvalu oder Taka-Tuka-Land auf 0 Emissionen runtergehen.

halensee hat geschrieben:Sollten wir diese Länder dazu in die Lage versetzen können, dürfte dies wiederum zu Lasten unserer Interessen gehen.
Nein, wenn "wir" es geschickt anstellen sind "wir" als Technologieführer Hauptnutznießer dieser Entwicklung. Eines der besten Solarpaneele das es momentan zu kaufen gibt kommt nicht aus China, sondern aus Dresden. Wohlgemerkt Fertigung der Zellen, nicht nur Montage der Module.

halensee hat geschrieben:Wo bliebe da die Motivation der Handelnden?
Quasi kostenlose Autarkie ist die maximal vorstellbare Motivation.

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Meine These: Im Idealfall ist Strom in 50 Jahren weltweit kostenlos verfügbar. Man wird lediglich für die Technik etwas bezahlen müssen. Und diese Technik wird zu 100 % regenerativ sein. Bitte beim ETF-Shoppen für die Enkelkinder beachten. :mrgreen:
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Aleksiander
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Tamasi hat geschrieben:halensees Analyse macht deutlich, dass die Welt bald insolvent sein wird.



nicht die ganze, aber ein weiterer Teil. Sind global betrachtet nicht alle Menschen, die Hunger leiden müssen schon insolvent?
Nichts muss, aber alles kann.

Tifferette
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Seren Dipity hat geschrieben:Dass Habeck nicht wissen soll, was Insolvenz bedeutet, darf man getrost als unsachliche Unterstellung ansehen.

Nein, das darf man sehr sachlich unterstellen. Was er da erzählt hat ist so ungefähr wie bei einem Foul im Mittelkreis "Elfmeter!!!" zu schreien (wie meine Frau Mutter anno 1990 bei Deutschland-Holland).

Bei aller Sympathie für Habeck: da hätte er sich besser briefen lassen müssen, oder halt den Mund halten. Wobei die Aufregung ziemlich albern ist. Die Details werden in den zuständigen Referaten ausgearbeitet, und federführend ist da das Justizministerium (bzw muss konsultiert werden). Das weiß auch jeder der Beteiligten, aber politisch ist das natürlich ein Gottesgeschenk.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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Tifferette
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Angry Wasenhuhn hat geschrieben:Vielleicht klären wir jetzt erstmal, was eine Insolvenz ist... und danach kann dann jeder den Auftritt von Robert so souverän finden, wie er möchte.

Verschiedene Ministerialbeamte aus dem BMWi werden den Auftritt live verfolgt und sich dann gefragt haben, on sie zum Single Malt oder gleich zum Strick greifen sollen.
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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Vor einem halben Jahr hätte er auf die Frage vielleicht geantwortet:

"Tut mir leid, aber ich bin noch nicht so lange Wirtschaftsminister, als dass ich die Frage korrekt beantworten könnte."

Jetzt meinte er vielleicht, einen professionellen Auftritt hinlegen zu müssen. :arr:

Aber immerhin hat er nicht gesagt, "ich gehe doch davon aus, dass.....".

Horcherl war da etwas geschickter:

https://de.wikiquote.org/wiki/Hermann_Höcherl
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


Goofy
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Ihr habt ziemlich über Iron und seine Standpunkte, vor allem zu Habeck, hergezogen.

Ich finde das nicht ganz fair und muss Iron hier mal verteidigen.


Iron wurde hier gefragt ... lest selbst:


Seren Dipity hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:Hallo, es geht um den Videobeitrag. :roll:

Offensichtlich traut sich wohl keiner das Gerede von Habeck zu themasieren, und warum nicht?

Bei Lindner und Scholz traut man sich offensichtlich mehr zu bashen, sind ja keinen Grünen. Schon auffällig ...


Dann führe doch mal aus, für was du Habeck kritisiert sehen willst?


Und da verstehe ich Iron.

Die Antwort hätte ich genauso gegeben wie er:

Iron hat geschrieben:https://www.sueddeutsche.de/medien/robert-habeck-maischberger-tv-kritik-1.5652001?reduced=true

Bei "Maischberger" kommt Wirtschaftsminister Habeck ganz schön ins Schlingern. Und als es in der Debatte um Bäcker-Insolvenzen geht, wird es peinlich.


https://www.stern.de/politik/deutschland/robert-habeck--denkwuerdiger-auftritt-bei--maischberger--32702622.html
Was ist eigentlich eine Insolvenz? Robert Habecks denkwürdiger Auftritt bei "Maischberger"


https://www.n-tv.de/politik/Beim-Baecker-geraet-Habeck-ins-Schwimmen-article23572015.html
Wegen der steigenden Preise und sinkender Konsumlaune fürchten Ökonomen eine Pleitewelle - doch Wirtschaftsminister Habeck winkt ab. Bei "Maischberger" erklärt er, dass Firmen zwar aufhören könnten zu produzieren, deshalb aber nicht insolvent seien. Nicht nur die Moderatorin wirkt irritiert.



Denn, abgesehen von diesem recht wirren Moment, fällt mir auch nicht viel ein, für was man Habeck und seine Arbeit kritisieren sollte.




So.

flux
Mich würde gerade echt mal interessieren, was Habeck bei Maischberger denn Falsches gesagt hat. Kann mir das jemand erklären? Dass die Aufgabe eines Betriebes mangels Rentabilität nicht zwingend das Gleiche ist wie eine Insolvenz, ist doch nicht falsch, oder?

PS.: Mir deucht, dass diejenigen, die sich geade am lautstärkstesten darüber mokieren, dass der Wirtschaftsminister angeblich nicht wisse, was der Begriff "Insolvenz" bedeute, es selbst am allerwenigsten wissen....

jagdhuette
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Als wäre es in den letzten Jahren so leicht gewesen insolvent zu werden.
Die GroKo hatte die Möglichkeit einer Insolvenz bei temporärer Einstellung der betrieblichen Aktivität ja auch längere Zeit ausgesetzt.
Wieso sollte die Ampel nicht etwas ähnliches machen. Wir schlittern ja von einer Krise in die nächste.


jagdhuette
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Tifferette hat geschrieben:
Seren Dipity hat geschrieben:Dass Habeck nicht wissen soll, was Insolvenz bedeutet, darf man getrost als unsachliche Unterstellung ansehen.

Nein, das darf man sehr sachlich unterstellen. Was er da erzählt hat ist so ungefähr wie bei einem Foul im Mittelkreis "Elfmeter!!!" zu schreien (wie meine Frau Mutter anno 1990 bei Deutschland-Holland).

Bei aller Sympathie für Habeck: da hätte er sich besser briefen lassen müssen, oder halt den Mund halten. Wobei die Aufregung ziemlich albern ist. Die Details werden in den zuständigen Referaten ausgearbeitet, und federführend ist da das Justizministerium (bzw muss konsultiert werden). Das weiß auch jeder der Beteiligten, aber politisch ist das natürlich ein Gottesgeschenk.


Das nennst du sachlich argumentieren?
Sorry aber das kannst du besser.

Tifferette
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Was gibt es da zu argumentieren? Mal abgesehen davon, dass ich bei Dir jetzt auch nichts Argumentatives finde: Schauen wir uns das mal genauer an. Wenn man "erst einmal aufhört zu produzieren" (O-Ton Habeck), dann ist das Unternehmen "nicht automatisch insolvent", da hat er ja spitzfindig betrachtet sogar Recht. Aber man soll mir mal das Unternehmen zeigen, das dann nicht binnen kürzester Zeit in die Insolvenz fällt. Und rechtlich sind wir in sehr vielen Fällen bereits bei einem Insolvenzgrund. Die Aussage ist rechtlich abstrus und faktisch an der wirtschaftlichen Wirklichkeit vorbei.

Das hat Maischberger ja explizit nachgefragt; sie hat darauf hingewiesen, dass man dann in kürzester Zeit in die Insolvenz fällt und es sich dann um Insolvenzverschleppung handelt (und dann sind wir bei einer Straftat; rechtlich muss man es sogar unverzüglich tun, nicht in zwei Monaten, dazu aber gleich noch). Und dann hat er weiter rumgeeiert, mit dem Ende, dass das dann ja keine "klassische Insolvenz" sei. Es ist ein Super-GAU, wenn ein Wirtschaftsminister von etwas erzählt, das allenfalls im absoluten Ausnahmefall mal zutreffend sein wird.

Rechtlich ist es viel schlimmer, wenn man es mal kurz durchdenkt. Einer der Insolvenzgründe ist die drohende Zahlungsunfähigkeit, das ist zeitlich vorgelagert. Wenn man seinen Laden zusperrt und sieht, dass es nicht lange reichen wird, dann wird man SEHR schnell Insolvenz anmelden müssen. Und wenn man das nicht macht, dann bewegt man sich bereits sehr nah am strafrechtlich relevanten Bereich. Ich kann es mir nicht anders erklären als dass Habeck das nicht im Ansatz überblickt. (Edit: Und daher ist es in keinem Fall unsachlich zu behaupten, dass Habeck nichts von Insolvenz versteht - DAS war mein Bezugspunkt, nicht mehr und nicht weniger).

Ich nehme gerne an, dass er auf ein echtes, drohendes Problem hinweisen wollte. Aber wie er es gesagt hat, war rechtlich kenntnisfrei und politisch saudumm. Und somit zitiere ich mich selbst: "Bei aller Sympathie für Habeck: da hätte er sich besser briefen lassen müssen, oder halt den Mund halten. "
Aber sag Du doch mal was zum Thema. Scheinst da ja bewandert zu sein und auch argumentativ so stark verwurzelt zu sein, ohne eigene Aussage zum Thema rumzubewerten. Bin gespannt. :P
Zuletzt geändert von Tifferette am 8. September 2022 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Goofy
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Tifferette hat geschrieben:Aber man soll mir mal das Unternehmen zeigen, das dann nicht binnen kürzester Zeit in die Insolvenz fällt.

Die Kneipe hier nebenan.
Mehrfach sogar, die letzten Jahre.




Habeck :?:




Tifferette
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flux hat geschrieben:Mich würde gerade echt mal interessieren, was Habeck bei Maischberger denn Falsches gesagt hat. Kann mir das jemand erklären? Dass die Aufgabe eines Betriebes mangels Rentabilität nicht zwingend das Gleiche ist wie eine Insolvenz, ist doch nicht falsch, oder?

PS.: Mir deucht, dass diejenigen, die sich geade am lautstärkstesten darüber mokieren, dass der Wirtschaftsminister angeblich nicht wisse, was der Begriff "Insolvenz" bedeute, es selbst am allerwenigsten wissen....

Und mich deucht, dass das ein politischer Verteidigungsreflex ist, mehr nicht. Man kann den Habeck gut finden und trotzdem sagen, dass er da Quatsch erzählt hat.

Und übrigens: alle Insolvenzrechtler, die ich kenne, schlagen über seine Aussagen die Hände über dem Kopf zusammen. Lässt sich über LinkedIn etc sehr gut beobachten.
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Angry Wasenhuhn
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Granadaseggl
Habeck, am 23.9.2019:

Habeck nannte die geplante Erhöhung einen "Anreiz", möglichst weite Strecken zu fahren. "Wenn man den Benzinpreis um drei Cent erhöht, die Pendlerpauschale aber um fünf Cent erhöht, dann lohnt es sich eher, mit dem Auto zu fahren als mit der Bahn", sagte er. Darauf angesprochen, dass die Pendlerpauschale für alle Verkehrsmittel gelte, kam der Grünenchef ins Stottern: "Dann ist es ja nur die Erstattung des Bahntickets, und die... oder wird die dann... das weiß ich gar nicht."


Einfach mal so einen raushauen, ist halt eine schlechte Idee. Das gilt für das aktuelle Thema eben auch.
Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!

higgi
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:... Man kann den Habeck gut finden und trotzdem sagen, dass er da Quatsch erzählt hat.
...

Aber was genau findet man denn gut?
Seine Politik?
Seine Rhetorik?
Sein Aussehen?
von daher

Tifferette
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Grasdaggl
Ich weiß nicht, was "man" gut findet. Merkwürdige Frage. Du schaust ihm bestimmt auf den Hintern, ich halt nicht. Sehr subjektiv, halt. In beiden Fällen kann man seine Aussagen trotzdem doof finden. Geht alles.
Zuletzt geändert von Tifferette am 8. September 2022 09:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Mustermann
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Halbdaggl
Mir ist jedenfalls ein Politiker „lieber“, der mal (möglicherweise) Stuss erzählt - ich bin kein Insolvenzrechtler - als z.B. einer, der sich an gewisse Sachverhalte sehr grossflächig nicht erinnern kann.
„I guess that concludes negotiations.“

Tifferette
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Grasdaggl
Siehe edit, higgi. :P

Ernsthaft: Habeck ist ein begnadeter Erklärer und kommt sehr integer rüber. Mir gefällt das, und das ist auch der Grund, warum er in den Umfragewerten so gut da steht. Wenn er noch lernt, mal einen oder zwei Sätze weniger zu sagen, wenn er fachlich nicht ganz trittfest ist, dann wäre das aus meiner Sicht perfekt.

Aber vielleicht ist das den meisten Leuten auch egal, wer weiß. Denn es stimmt ja auch - ein guter Politiker muss nicht alles selbst im Detail wissen. Er muss sich beraten lassen, es sich erklären lassen, und dann entscheiden. Und Fehler sind menschlich, schon klar. Nur sollte man sie halt auch benennen und nicht aus Sympathie oder politischer Nähe weglächeln. Aber ein Minister ist halt nicht nur Pressesprecher, wenn man es mal böse formulieren will.
Zuletzt geändert von Tifferette am 8. September 2022 09:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Spielgerät
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Halbdaggl
Tifferette hat geschrieben:Was gibt es da zu argumentieren? Mal abgesehen davon, dass ich bei Dir jetzt auch nichts Argumentatives finde: Schauen wir uns das mal genauer an. Wenn man "erst einmal aufhört zu produzieren" (O-Ton Habeck), dann ist das Unternehmen "nicht automatisch insolvent", da hat er ja spitzfindig betrachtet sogar Recht. Aber man soll mir mal das Unternehmen zeigen, das dann nicht binnen kürzester Zeit in die Insolvenz fällt. Und rechtlich sind wir in sehr vielen Fällen bereits bei einem Insolvenzgrund. Die Aussage ist rechtlich abstrus und faktisch an der wirtschaftlichen Wirklichkeit vorbei.

Das hat Maischberger ja explizit nachgefragt; sie hat darauf hingewiesen, dass man dann in kürzester Zeit in die Insolvenz fällt und es sich dann um Insolvenzverschleppung handelt (und dann sind wir bei einer Straftat; rechtlich muss man es sogar unverzüglich tun, nicht in zwei Monaten, dazu aber gleich noch). Und dann hat er weiter rumgeeiert, mit dem Ende, dass das dann ja keine "klassische Insolvenz" sei. Es ist ein Super-GAU, wenn ein Wirtschaftsminister von etwas erzählt, das allenfalls im absoluten Ausnahmefall mal zutreffend sein wird.

Rechtlich ist es viel schlimmer, wenn man es mal kurz durchdenkt. Einer der Insolvenzgründe ist die drohende Zahlungsunfähigkeit, das ist zeitlich vorgelagert. Wenn man seinen Laden zusperrt und sieht, dass es nicht lange reichen wird, dann wird man SEHR schnell Insolvenz anmelden müssen. Und wenn man das nicht macht, dann bewegt man sich bereits sehr nah am strafrechtlich relevanten Bereich. Ich kann es mir nicht anders erklären als dass Habeck das nicht im Ansatz überblickt

Ich nehme gerne an, dass er auf ein drohendes Problem hinweisen wollte. Aber wie er es gesagt hat, war rechtlich kenntnisfrei und politisch saudumm. Und somit zitiere ich mich selbst: "Bei aller Sympathie für Habeck: da hätte er sich besser briefen lassen müssen, oder halt den Mund halten. "
Aber sag Du doch mal was zum Thema. Scheinst da ja bewandert zu sein und auch argumentativ so stark verwurzelt zu sein, ohne eigene Aussage zum Thema rumzubewerten. Bin gespannt. :P


Du fragts, was es da zu argumentieren gibt und antwortest dir dann praktischer Weise selbst, in dem du argumentierst ;)

Das hier ist falsch:

Rechtlich ist es viel schlimmer, wenn man es mal kurz durchdenkt. Einer der Insolvenzgründe ist die drohende Zahlungsunfähigkeit, das ist zeitlich vorgelagert. Wenn man seinen Laden zusperrt und sieht, dass es nicht lange reichen wird, dann wird man SEHR schnell Insolvenz anmelden müssen. Und wenn man das nicht macht, dann bewegt man sich bereits sehr nah am strafrechtlich relevanten Bereich. Ich kann es mir nicht anders erklären als dass Habeck das nicht im Ansatz überblickt


Aus unterlassener Antragstellung bei drohender Zahlungsunfähigkeit resultieren eben gerade keine Haftungsrisiken. Aber egal. Die Aussage Habecks war dumm, weil sie die wirtschaftlichen Gegebenheiten komplett ausblendet, wie du zutreffend schreibst. Nicht aber, weil er einen Schmarrn zum InsolvenzRECHT erzählt hätte. Darauf reiten nun aber alle genüsslich herum. Vermutlich, weil sie selbst nicht die geringste Ahnung davon haben. Ist ja nicht schlimm, aber dann sollte man halt seine Klappe halten. Und genau deshalb habe ich oben etwas provokant gefragt, was an Habecks Aussage falsch sein soll. Und vom Lustige-Tweets-Poster natürlich keine Antwort erhalten ...
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

higgi
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@Tiffi
Das ist genau mein Punkt
Auch viele meiner Bekannten finden den "gut" und darauf angesprochen kommt dann meistens nichts objektives sondern subjektives Zeug.
Er fällt nun leider nicht zum ersten Mal negativ nicht positiv auf
von daher