Punktestand bei gelungener Medienarbeit:
Kronenclub 1 - redrum 0
Diese Studie hatte ich schon ein paar Seiten vorher verlinkt. Da ging sie aber in einem Wust von Text unter.
Ich zweifle das Ergebnis der Decker-Studie, dass etwa 30 Prozent der Leute latent mit Nationalismus und Rassismus liebäugeln, nicht an. Solche Studien gab es schon öfter und die Ergebnisse waren immer in etwa die gleichen. Das Potential ist groß und gleichbleibend und deswegen wollte F.J.Strauss auch jede Partei rechts der CSU marginalisieren.
Das betrifft jedoch nicht nur "rechte", sondern auch Leute die sich "links" verorten. Da sieht dann die Argumentationslinie anders aus. Die Grenzen müssen dann beispielsweise nicht wegen Terroristen geschlossen werden, sondern es fällt der Satz, "wenn wir noch mehr Leute aufnehmen, wie sollen wir die dann adäquat unter bringen?" Die Intention ist die Gleiche: Die Flüchtlinge sollen bleiben, wo der Pfeffer wächst. Es geht diesen Leuten eben nicht darum, dass wir dann die strukturellen Voraussetzung schaffen, - egal ob auf europäischer oder deutscher Ebene - damit diese Menschen hier adäquat untergebracht werden können. Da geht es um mangelnde Solidarität, um Besitzstandsängste und um Angst vor den Fremden.
Aber man hat sich ein humanistisches Mäntelchen umgehängt. Wenn man diese Leute dann damit konfrontiert, sind sie ganz empört.
PS: Diese "linken Rassisten" würden nie die AfD wählen, denn sie können durchaus in allen anderen Lebensbereichen überaus aufgeklärt sein. Aber in ihrer strukturellen Haltung zur Flüchtlingsproblematik sind sie eben nicht weit von ihr entfernt.