7837 Beiträge

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Ja würde ihn schon empfehlen, wenn auch in meinen augen kein Meisterwerk.
Aber interessant und unterhaltsam.
Die allende/pinochet zeit ist anfangs groß thematisiert und später halt im Hintergrund zwar allgegenwärtig, aber danach dreht sich die Handlung schon um das camp und die bekloppten Führer darin
Don't criticize what you can't understand

fkAS
Benutzeravatar
Halbdaggl
Glückwunsch zum Oscar, di Caprio. Es trifft jedenfalls nen guten Schauspieler. Und die Message in der Dankesrede ist auch wichtig.
Zuletzt geändert von fkAS am 1. März 2016 11:56, insgesamt 1-mal geändert.

sturgtr
Benutzeravatar
Granadaseggl
Das Beste war Morricones Oscar Gewinn.

Zum einen hats einmal mehr gezeigt wie oft die Academy daneben liegt, denn das war sein erster echter Oscar nach über 400 Filmen :lol: .

Und zum andern war es wunderbar zu sehen wie er und John Williams Sitznachbarn waren und Williams so wirkte, als ob er sich mehr freue als wenn er selbst gewonnen hätte :) .

Leo hätte seinen Auftritt übrigens sehr episch machen können, wenn er einfach hoch wäre und dann gesagt hätte "hmm nah, I don't want one of these" :mrgreen:
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."

fkAS
Benutzeravatar
Halbdaggl
Hätte ihm aber keiner geglaubt. Da ist es besser er freut sich ehrlich, dass er am Ziel ist.
Übrigens, hier ne Analyse, ob er den Oscar auch verdient hat bzw. wer sonst eher einen verdient hätte (wobei ich das Kriterium mit der Qualität des Films nicht so passend finde. Schließlich kann man auch in einem schwächeren Film eine oscarreife Darstellung abliefern): http://fivethirtyeight.com/features/doe ... rrogation/
Aber nach jeder Beurteilung hätte wohl Amy Adams einen Oscar verdient... auf jeden Fall einen in der Kategorie "Auswahl der Filme, in denen sie mitspielt"


sturgtr
Benutzeravatar
Granadaseggl
@fkAS

eigentlich sollte es halt komplett egal sein wie die vorigen Leistungen waren. Es geht um die beste Leistung des Jahres.

Ein viel größeres Problem hat die Academy aber damit aus ihrem Schema F auszubrechen, das ist der Grund warum weder Alfred Hitchcock noch Stanley Kubrik noch Charlie Chaplin je einen Oscar gewannen (Kubrik nur für SFX aber das zählt kaum und Chaplin hat den Ehren-Oscar der immer dann verteilt wird wenn die Academy selbst merkt, dass sies verkackt haben).

Schauen wir uns mal vergangene Best Picture Gewinner an. Vorab, klar sind Filmgeschmäcker subjektiv, aber hier mal ein paar eindeutige Fehlentscheidungen:


2006: L.A. Crash gewinnt gegen Brokeback Mountain. Crash ist mMn nicht mal ein guter Film.

2003 Sieger: Chicago. ordentlicher Film. Aber er kam im selben Jahr raus wie Herr der Ringe: Die zwei Türme. Peter Jackson musste schon 3 Meisterwerke machen um für den dritten dann abzuräumen.

1999: Shakespeare in Love gewinnt gegen Der Soldat James Ryan ...

1995: Fairerweise war '94 ein verdammt gutes Jahr für Filme. Aber unter Die Verurteilten, Pulb Fiction, König der Löwen und Forrest Gump ausgerechnet letzteren auszuzeichnen ist schon etwas seltsam. Unter den hier gelisteten aber wohl noch der verdienteste Sieger.

1991 Sieger: Der mit dem Wolf tanzt. Toller Film, aber die meisten sehen ihn wohl nicht auf einer Ebene mit Goodfellas

1986 Sieger: Jenseits von Afrika, guter Film keine Frage. Aber ich denke die wenigsten zweifeln daran, dass der beste Film des Jahres Zurück in die Zukunft war. Aber weder Komödien, noch Science Fiction Filme haben i. d. R. eine Chance bei der Academy, Zurück in die Zukunft war beides. Dazu war der Film auch noch finanziell extrem erfolgreich. Deshalb wurde er auch nicht mal nominiert.

1981 Sieger: Eine ganz normale Familie. Gewinnen sollen hätte wohl ziemlich sicher Das Imperium schlägt zurück (nicht nominiert), oder aber wenigstens Raging Bull.

1982 Sieger: Die Stunde des Siegers. Nicht gewonnen: Jäger des verlorenen Schatzes

1978 gewinnt der Stadtneurotiker gegen Star Wars :lol:

1969 Sieger: Oliver - nicht mal nominiert war 2001 - A Space Odyssey


Mein persönlicher Liebling: 1942 gewinnt Schlagende Werter gegen Citizen Kane :mrgreen:


Festzuhalten bleibt, dass recht wenige großartige Filme tatsächlich Best Picture gewannen und das ist auch auf viele andere Kathegorien so übertragbar. Morricone gewinnt für The Hateful 8, sein Score für The good, the bad and the ugly wird aber immer der sein mit dem man ihn am meisten in Verbindung bringen wird
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."


Mit zunehmenden Jahren fühlt sich das Spektakel immer seltsamer an. Die Oscars genießen eine unglaubliche Aufmerksamkeit, obwohl das nach wie vor eine Industrieparty ist, zu der wir als Publikum in keinster Weise dazugehören – außer dass von uns halt die Kohle kommt. Ist ulkig: eine geschlossene Gesellschaft mit X Millionen Zusschauern.

Hasenrupfer
Benutzeravatar
Grasdaggl
sturgtr hat geschrieben:Das Beste war Morricones Oscar Gewinn.



Sowas von überfällig, aber zeigt halt auch was man von dieser Vereinigung halten kann.
Hab den Maestro letztes Jahr live in der Schleyerhalle gesehen, ein Traum! Obwohl dieser Ort wohl kaum unpassender hätte sein können. Bin nun wahrlich kein Freund von diese ganzen gestelzten Ritualen der klassischen Musik, aber die Atmosphäre war bescheiden.
Er mag leider mittlerweile nichts mehr von seinen Western-Hymnen wissen, aber Ecstasy of Gold hat er gleich zweimal gebracht, komplett mit voluminöser Opernsängerin. Hab ich heute noch im Ohr... :D


fkAS
Benutzeravatar
Halbdaggl
sturgtr hat geschrieben:@fkAS

eigentlich sollte es halt komplett egal sein wie die vorigen Leistungen waren. Es geht um die beste Leistung des Jahres.

Radio Eriwan... im Prinzip ja, aber wenn man das Gefühl hat, dass ein Schauspieler jahrelang übergangen wurde, steigen seine Chancen.
Auch über die "Eindeutigkeit" der "Fehlentscheidungen" kann man sich streiten. LA Crash bspw. hat mir nicht so gefallen, aber da kann man aus US-Perspektive anderer Meinung sein, weil er ein politisches Thema anpackt. Genauso hat Forrest Gump mit der US-Geschichte einen stärkeren Effekt in den USA und vielleicht deshalb leicht die Nase vorn. Daher ist es eher verwunderlich, dass es Private Ryan nicht wurde. Ich fand den eh nicht so gut, bis auf den Anfang. Und Shakespeare in Love widerlegt deine Komödienthese.
Es wäre naiv anzunehmen, dass da irgendwie objektiv wirklich "der beste Film" oder die beste Leistung ausgezeichnet würde. Da werden immer sachfremde Argumente mireinspielen. Würd ich daher auch nicht zu hoch hängen.

Southern Comfort
Benutzeravatar
Grasdaggl
Wenn man heute "Raiders of the lost Ark" sieht, fragt man sich vielleicht auch, wofür es da eine Nominierung gab, aber im Kontext von damals war das einfach ein großartiger Film. Im höchsten Maße unterhaltsam...

... und das gilt so auch für "Back to the future..." Leider eben eine SciFi-Komödie. Da fehlt's den Herrn in der Academy eben an künstlerischem Anspruch.

Ich muss sagen, ich komme mit den Golden Globes besser klar. Trifft halt eher meinen Nerv, was da so prämiert wird.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

sturgtr
Benutzeravatar
Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:einen oscar für "zurück in die zukunft" ?
:shock:



warum nicht? Ganz ehrlich warum nicht? Weils nicht dem Oscar-Schema F entspricht? Wer mag denn bitte Zurück in die Zukunft nicht und wer kennt einen nur ansatzweise besseren Film aus dem Jahr 1985?

Tifferette hat geschrieben:
1978 gewinnt der Stadtneurotiker gegen Star Wars :lol:


Ja. Und?


Der einflussreichste Film aller Zeiten. Star Wars Fan hin oder her, dieser Film ist ein Meisterwerk.

@fkAS, sagte ich ja zu Beginn. Aber wenn man sich heute mal die allgemein herrschende Meinung anschaut (Kritiker, wie allgemeines Publikum), dann gab es schon arge "Fehler". Guckst du Rotten Tomatoes, IMDB, diverse Filmzeitschriften etc.
Zuletzt geändert von sturgtr am 1. März 2016 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."

Sunny
Benutzeravatar
Granadaseggl
Der Soldat James Ryan war beklemmend weil man sich vorstellen konnte dass der Beginn
ganz real genau so abgelaufen sein kann.
Ansonsten war das ne ziemlich flache Geschichte, langatmig und eher langweilig.

Auswurf
Benutzeravatar
Grasdaggl
für mich ist "zurück in die zukunft" einfach nur unterhaltsam und sonst nix.
Über schauspielerische leistungen, hab ich bei dem film noch nicht mal nachgedacht.

Aber eigentlich sollte ich mich raushalten.
Die amis bestimmen den fußballweltmeister, fände ich eine ähnlich relevante auszeichnung wie den oscar
das ist doch keine Musik

sturgtr
Benutzeravatar
Granadaseggl
Southern Comfort hat geschrieben:Wenn man heute "Raiders of the lost Ark" sieht, fragt man sich vielleicht auch, wofür es da eine Nominierung gab, aber im Kontext von damals war das einfach ein großartiger Film. Im höchsten Maße unterhaltsam...


Raiders war kein großartiger Film, es ist ein großartiger Film!

@Auswurf es geht nicht um best acting, es geht um best picture.

Back to the Future ist nicht nur unterhaltsam, er ist in jeder Szene unterhaltsam. Quasi zu unterhaltsam, zu witzig, zu charmant um noch als guter Film angesehen zu werden von der Academy
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
sturgtr hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:
1978 gewinnt der Stadtneurotiker gegen Star Wars :lol:

Ja. Und?


Der einflussreichste Film aller Zeiten. Star Wars Fan hin oder her, dieser Film ist ein Meisterwerk.


Ob es der einflussreichste Film aller Zeiten war, sei mal dahingestellt (vgl. 2001 und andere). Dass sich daraus mal solch eine Popkultur entwickeln würde war damals nicht abzusehen. Das sollte man besser nicht aus der Sicht 40 Jahre später bewerten. Man kann Star Wars (gerade A New Hope) genauso gut als ein albernes Märchen mit völlig hanebüchener Story und flachen Charakteren bewerten. Erst mit den Teilen V und VI kam da mehr Zug, Tiefe und Düsternis dazu.

Aus Sicht der Jury in den 70ern halte ich es für völlig vertretbar, den Stadtneurotiker zum besten Film zu wählen. Das kann man gerne anders sehen. Es mit einem lachenden Smilie zu verzieren, als sei das völlig abwegig, das halte ich für unangebracht.

Und ja - ich liebe Star Wars. Aber Liebe sollte nicht blind machen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


sturgtr
Benutzeravatar
Granadaseggl
Tifferette hat geschrieben:
sturgtr hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Ja. Und?


Der einflussreichste Film aller Zeiten. Star Wars Fan hin oder her, dieser Film ist ein Meisterwerk.


Ob es der einflussreichste Film aller Zeiten war, sei mal dahingestellt (vgl. 2001 und andere). Dass sich daraus mal solch eine Popkultur entwickeln würde war damals nicht abzusehen. Das sollte man besser nicht aus der Sicht 40 Jahre später bewerten. Man kann Star Wars (gerade A New Hope) genauso gut als ein albernes Märchen mit völlig hanebüchener Story und flachen Charakteren bewerten. Erst mit den Teilen V und VI kam da mehr Zug, Tiefe und Düsternis dazu.

Aus Sicht der Jury in den 70ern halte ich es für völlig vertretbar, den Stadtneurotiker zum besten Film zu wählen. Das kann man gerne anders sehen. Es mit einem lachenden Smilie zu verzieren, als sei das völlig abwegig, das halte ich für unangebracht.

Und ja - ich liebe Star Wars. Aber Liebe sollte nicht blind machen.


Star Wars war 77 schon ein Phänomen. Und ich hab nicht gesagt, dass du den Best Screenplay Oscar hättest vergeben müssen. Aber was George Lucas da geschaffen hatte (und für diesen Film bekommt er von mir auch noch die ganze Anerkennung) war größer als alles andere in diesem Jahr.

Und 1981 Empire dann nicht mal zu nominieren, zeigt ja auch, dass fehlender Kontext nicht der Grund war.

Danke Auswurf, von dir ist der mehr wert als von der Academy ... also auf persönlicher Ebene :vfb: :mrgreen:
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Jau, wenn Du meinst. :-)

Ich habe das Gefühl, dass wir da grundsätzlich unterschiedliche Kriterien anlegen. Star Wars und LotR sind tolle Sachen, haben aus meiner Sicht nichts mit den Oscars für beste Filme zu tun. Da kommen wir nicht zusammen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


sturgtr
Benutzeravatar
Granadaseggl
@Tiffi Aber mit welcher Begründung?

Mir schon klar, der gemeine Academy Voter denkt ja auch so. Aber wenn das die in dem Jahr sowohl von Kritikern, als auch normalen Zuschauern, als auch Filmemachern am besten bewerteten Filme sind, dann sollten sie doch auch als solche ausgezeichnet werden.

Wir reden hier von FILM da gehört mehr dazu als eine erschütternde Geschichte zu erzählen mit guten Schauspielern. Nicht das dabei nicht auch der beste Film rauskommen kann, aber ich verstehe dieses sich quer stellen nicht.

@Nice klar ist alles in Star Wars irgendwo geklaut. So funktioniert Kunst auch. Bediene dich von Sachen die dich inspirieren.

Und Star Wars hat unter anderem die Herren Nolan, Abrams und Fincher nach eigenen Aussagen dazu inspiriert Filme zu machen. Fairerweise beziehen die sich dabei sicher auf die gesamte Trilogie, aber dennoch.

Und mir geht es nicht um Star Wars. Es geht generell darum, dass ein Film bei der Academy ins Profil passen muss.

Mir konnte bisher ja auch noch keiner nen besseren 85er Film als Back to the Future nennen.

Auf die Tatsache, dass Hitchcock, Kubrik und Chaplin Oscar-Frei blieben ist auch keiner eingegangen.

Und klar wird ein einzelner auch immer ne andere Meinung haben, ist ja auch okay. Es geht auch nicht drum, dass Filme die ich oder sonst wer gut findet ausgezeichnet werden und mit Rückblick wirds immer Filme geben die sich besser gehalten haben als andere. Aber die Menge an "Fehlentscheidungen" aus den selben Gründen ist bedenklich. Was anders ist wird ungern gewählt.
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Wieso quer stellen? Meines Wissens sind zB Filme wie Titanic oder Return of the King mit Oscars überhäuft worden, inklusive Bester Film. Ist nach meinem Dafürhalten auch okay, wenn das mal passiert, auch wenn es überhaupt nicht meiner Idee von "Bester Film" entspricht. Und in einem anderen Jahr sind es dann halt etwas... anspruchsvollere Materien.

Deine Hingabe für Star Wars in allen Ehren, aber gerade Episode IV wurde bei Erscheinen sowohl von Kritikern als auch von anderen Filmemachern NICHT als bester Film gefeiert, im Gegenteil. Der wurde in der Luft zerrissen. Box Office war top, gar keine Frage.

Und nochmals - ist völlig okay, wenn Du den Film als würdigen Preisträger siehst. Worum es mir geht: Wenn man ausblendet, dass die Gefechtslage in den 70ern eben eine andere war, und der Film eben alles andere als wohlgelitten, dann macht man es sich zu einfach. Verbissen zu argumentieren, warum es albern (siehe: Smilie) war, dem Stadtneurotiker (!) den Oscar zu geben, das ist in dieser Absolutheit engstirnig und auf mehreren Ebenen pubertär. Fällt Dir ein Zacken aus der Krone zu sagen "Jo, ich hätte ihn eher Star Wars gegeben, aber auch für den Stadtneurotiker spricht einiges"? Ernsthaft?
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
sturgtr hat geschrieben:Mir konnte bisher ja auch noch keiner nen besseren 85er Film als Back to the Future nennen.


Jenseits von Afrika. :)

Ich finde Zurück in die Zukunft klasse. Aber Jenseits von Afrika ist – für mich – ein großer Film.

sturgtr
Benutzeravatar
Granadaseggl
Tifferette hat geschrieben:Wieso quer stellen? Meines Wissens sind zB Filme wie Titanic oder Return of the King mit Oscars überhäuft worden, inklusive Bester Film. Ist nach meinem Dafürhalten auch okay, wenn das mal passiert, auch wenn es überhaupt nicht meiner Idee von "Bester Film" entspricht. Und in einem anderen Jahr sind es dann halt etwas... anspruchsvollere Materien.

Deine Hingabe für Star Wars in allen Ehren, aber gerade Episode IV wurde bei Erscheinen sowohl von Kritikern als auch von anderen Filmemachern NICHT als bester Film gefeiert, im Gegenteil. Der wurde in der Luft zerrissen. Box Office war top, gar keine Frage.

Und nochmals - ist völlig okay, wenn Du den Film als würdigen Preisträger siehst. Worum es mir geht: Wenn man ausblendet, dass die Gefechtslage in den 70ern eben eine andere war, und der Film eben alles andere als wohlgelitten, dann macht man es sich zu einfach. Verbissen zu argumentieren, warum es albern (siehe: Smilie) war, dem Stadtneurotiker (!) den Oscar zu geben, das ist in dieser Absolutheit engstirnig und auf mehreren Ebenen pubertär. Fällt Dir ein Zacken aus der Krone zu sagen "Jo, ich hätte ihn eher Star Wars gegeben, aber auch für den Stadtneurotiker spricht einiges"? Ernsthaft?


Fangen wir mal von oben an. Return of the King hat aus einem simplen Grund gewonnen, weil Jackson drei Jahre hintereinander ein Meisterwerk in die Kinos gebracht hat. Da besteht dann auch sowas wie Druck für die Academy. Die zwei Vorgänger, die RotK in eigentlich nichts nachstanden wurden nicht nominiert, sondern mit den technischen Oscars abgespeist, so wie dieses Jahr Mad Max. Titanic war ne kleinere Revolution. Ich behaupte ja auch nicht, dass die Oscars immer falsch liegen.

Und nochmal es geht mir nicht um Star Wars, es war ein Beispiel und mMn ein durchaus angebrachtes, zumal der Stadtneurotiker zwar ein netter Film ist, aber mMn kaum der beste Film 1977. Und klar kann man hier anderer Meinung sein. Mich ärgerts vor allem da er auch noch beste Regie gewann, was nun wirklich Lucas für dieses Monster verdient gehabt hätte, denn Star Wars war die wesentlich größere und schwierigere Aufgabe.

Es ging mir mit der Liste nicht darum einzelne Filme runter zu machen, sondern allgemein zu zeigen, dass die Oscars eigentlich eine Farce sind, da Thema und Schema des Films fast immer die Hauptkriterien sind. (Siehe bspw. 12 years a slave vs. Gravity).

Dabei geht es bei einem Film doch darum welche Emotionen er wie trifft. Mich ärgert hauptsächlich, dass etwas in der Art von Zurück in die Zukunft niemals eine Chance haben wird den größten Filmpreis zu gewinnen. Egal wie vollkommen das Filmerlebnis ist. Eben weil diese anders-als-wir-Denke herrscht.

Und in Folge dessen wurden in der Vergangenheit Werke und Künstler, die die ganze Branche voran gebracht haben, oft nicht ausgezeichnet.
"I ... I don't believe it"

"That is why you fail."