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Tifferette
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Grasdaggl
thosn hat geschrieben:
Aleksiander hat geschrieben:ich wäre glücklich, wenn Hitz mit einer Rückkehr liebäugelt, das wäre wenigstens eine sinnvolle Rückkehr-Aktion

Hitz hatte eine unterschriftsreife Vertragsverlängerung auf dem Tisch. Diese hat ihm Vogt zusammen mit einem Geschenk höchstpersönlich vorbeigebracht. An Vogt lag es ganz sicher nicht, dass Hitz am Ende nicht mehr wollte. Any ideas?

Was bist Du denn für ein ulkiger Vogel?
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

tbd aka Rufus
Schoofseggl
Gibts des hat geschrieben:Lang und hart
Gibt's des.
...teilweise (zumindest was Herrn Ungemach anlangt) wirklich neu (mir zumindest) und lesenswert, weil scheinbar ziemlich komplett:

https://rundumdenbrustring.de/arsch-auf-grundeis

Danke, interessant, wie er Wohlgemuth und Brunos Arbeit mit Hilfe von Insidern aus den jeweiligen Clubs zusammengefasst hat,.

Auf den VfB bezogen, finde ich folgendes interessant, sprich das trifft wohl leider immer noch zu:
Vermutlich, weil auch fünf Jahre nach der Ausgliederung und drei Jahre nach der Einführung eines Sportdirektors und eines Vorstandsvorsitzenden die Strukturen beim VfB immer noch auf bestimmten Personenkonstellationen beruhen und nicht auf klar definierten und abgegrenzten Aufgabenbereichen. Hat mittlerweile mal jemand geklärt, wer für die Akquise neuer Investoren zuständig ist?




Spielgerät
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Halbdaggl
Man muss Sauerwald wirklich zugute halten, dass er versucht, durch Statements anderer Blogger bzw. Podcaster etwas Licht in diese diffuse "oh Gott, mit den beiden wird das doch nie was"-Suppe zu bringen.

Andererseits war er halt auch einer derjenigen, die wirklich keine Gelegenheit ausgelassen haben, Misl an den Karren zu fahren. So hat er mehrfach angedeutet, es sei Misl, der Internas an die Bild durchsteckt. Jetzt isser weg und die Bild bekommt immer noch Internas geliefert. Selbstkritik gleich Null. Und man muss es auch schaffen, einen so langen Text zu schreiben, ohne ein einziges Mal die Wörter Vogt und Präsident zu benutzen. Da weiß man, aus welcher Richtung der Wind weht.

Am besten gefällt mir aber der Schluss:

Ich habe es schon mal geschrieben: Falls wir im Sommer absteigen, hat der Misserfolg viele Väter. Ein Schwarz-Weiß-Denken wird der aktuellen Situation nicht gerecht und jeder, der jetzt behauptet, Erfolg, auch nachhaltig, wäre einzig und allein mit Sven Mislintat in verantwortlicher Position zu erreichen, lügt sich selbst in die Tasche.


Da wird schonmal mit rhetorischen Tricks aus der Bloggerkiste vorgebaut, falls es mit Bruno dem Wunderheiler nicht klappen sollte. Niemand wird ernsthaft behauten, dass Erfolg "einzig und alleine" mit Misl zu erreichen wäre. Angesichts der nun präsentierten Alternativen die Kritiker des eingeschlagenen Kurses pauschal zu diskreditieren, ist eben gerade keine sachliche Auseinandersetzung sondern zeigt, dass auch sein Kopf ziemlich weit im Prasidentenarsch steckt.
"Das war so nicht abzusehen"

RedBlues
Halbdaggl
Ich bin ja davon überzeugt, dass die Unruhe die in den Verein kam einen Anteil an der sportlichen Entwicklung hat.

Als, warum auch immer, Hitzlsperger seinen offenen Brief vor einem Jahr veröffentlicht hat, war dies auch der Anfang von Ende des neuen VfB.

Dass der sonst so überlegte Thomas einfach so aus dem Nichts diese Vorwürfe niedergeschrieben hat war schon immer ziemlich unwahrscheinlich. Dass der President eine andere Vorstellung vom VfB hat wie sein Vorgänger, kein Geheimnis.

Mit der Verpflichtung von Wehrle wurde schnell offensichtlich, dass Mislintat beim VfB einen schweren Stand haben wird. Die dann immer wieder verschobenen Vertragsverhandlungen haben das nur offensichtlich gemacht.

Und all diese Themen haben natürlich auch einen Einfluss auf die sportliche Seite.

Dass man jetzt mit Wohlgemuth evtl einen ganz ordentlichen Nachfolger gefunden hat stimmt positiv, dass dieser aber einen Trainer vor die Nase gesetzt bekommt den er nicht selbst ausgesucht hat, oder dass er schon in Personalentscheidungen eingebunden war bevor er beim VfB einen Vertrag unterschrieben hatte bzw seinen alten Arbeitsvertrag aufgelöst hatte, hat schon wieder einen negativen Beigeschmack.

Und zu Labbadia, naja, natürlich ist er nicht der schlechteste Trainer, dass er sich einen Bonus bei Nichtabstieg verhandelt hat, während sein neuer Chef auf Gehalt verzichtet im die Ablöse für ihn zu finanzieren, ein weiteres Geschmäckle.

Der VfB bleibt halt leider was der VfB schon immer war, ein Club mit viel Potenzial und einen Führung die auch in einer Bananenrepublik nicht herausstechen würde.




Strafraumgitarre
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Halbdaggl
higgi hat geschrieben:Wie schnell ihr euch einlullen lasst. Erstaunlich

Labbadia und Wohlgemuth :lol:
Muss immer noch lachen. Darauf muss man erstmal kommen
:lol:

Wieso, hat der Vogt doch schon lange so versprochen gehabt.

Ein Mittelmaßbündnis, oder so ähnlich... :cyclops:
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

thosn
Seggl
RedBlues hat geschrieben:Ich bin ja davon überzeugt, dass die Unruhe die in den Verein kam einen Anteil an der sportlichen Entwicklung hat.

Was meinst du mit Unruhe? Erinnere dich mal an die Zeit mit Wolfgang Dietrich - schon da gab es vereinsintern turbulentere Auseinandersetzungen, falls du das mit Unruhe meintest.

RedBlues hat geschrieben:Als, warum auch immer, Hitzlsperger seinen offenen Brief vor einem Jahr veröffentlicht hat, war dies auch der Anfang von Ende des neuen VfB.

Hitzlsperger war damals eben noch jung und wild naiv. Er hat sich leider von Leuten zu diesem Schritt überreden lassen, die (zu recht) um ihren Job bangten, falls Vogt Präsident bleiben würde. In Hitzlspergers Interesse war dieser Brief sicherlich nicht, alleine schon deshalb, weil sich jeder danach fragte, wie er denn gleichzeitig VV der AG und Präsident des eV sein wolle (per Satzung ist das unmöglich). Hitzlsperger hat dann aber recht schnell kapiert, dass er nur benutzt werden sollte.

RedBlues hat geschrieben:Dass der President eine andere Vorstellung vom VfB hat wie sein Vorgänger, kein Geheimnis.

Meinst du das "Fair-Play"-Geschwafel? Vergiss es! Vogt hat (leider) überhaupt keine Vorstellung davon wie er sich den VfB in 5 oder 10 Jahren vorstellt. Aus seiner Sicht sind solche Visionen Sache der AG.

RedBlues hat geschrieben:Mit der Verpflichtung von Wehrle wurde schnell offensichtlich, dass Mislintat beim VfB einen schweren Stand haben wird. Die dann immer wieder verschobenen Vertragsverhandlungen haben das nur offensichtlich gemacht.

Nein, das ist auch nur eine weitere Legende die in SM gestrickt wurde. Mislintat hatte ein hohes Ansehen bis zu dem Tag als er meinte, er müsste sich öffentlich in das Bewerbungsverfahren für den neuen VV einmischen und dabei Vogt und Adrion bloßzustellen. Ab dem Tag hatte er Widerstand aus allen Gremien des eV, völlig unabhängig vom Thema.
Der VfB wurde ja schon vor Lahm, Khedira und Gentner beraten. Sowohl von ehemaligen Spielern, als auch Professionellen aus der Branche. Nach Mislintats Foulspiel wurde deren Kritik an Mislintat lauter, beziehungsweise wurde diese Kritik dann anders gehört. Die Kritik blieb aber bis zum Schluß dieselbe: Mislintat mag ein guter Scout sein, aber er ist nicht in der Lage eine Mannschaft zu erstellen, die auch als Mannschaft agiert und funktioniert. Dieser Kritik musste er sich auch intern stellen.

RedBlues hat geschrieben:Dass man jetzt mit Wohlgemuth evtl einen ganz ordentlichen Nachfolger gefunden hat stimmt positiv, dass dieser aber einen Trainer vor die Nase gesetzt bekommt den er nicht selbst ausgesucht hat, oder dass er schon in Personalentscheidungen eingebunden war bevor er beim VfB einen Vertrag unterschrieben hatte bzw seinen alten Arbeitsvertrag aufgelöst hatte, hat schon wieder einen negativen Beigeschmack.

Das wurde sehr kontrovers diskutiert. Nicht Wenige im Verein sind alles andere als glücklich über die Wahl von Labbadia. Ich hatte bis zum Schluß gedacht, dass diese Personalie nicht durchkommt, gerade weil man bei uns eben sehr genau die Stärken und Schwächen des Trainers kennt. Am Ende haben sich wohl die durchgesetzt, die unbedingt einen finanziellen Crash, verbunden mit einem Abstieg vermeiden wollten. Die Wirtschaftsleute haben sich quasi gegen die Strategen durchgesetzt. Dass das möglich war, hat leider auch mit der aktuellen finanziellen Situation zu tun.

RedBlues hat geschrieben:Der VfB bleibt halt leider was der VfB schon immer war, ein Club mit viel Potenzial und einen Führung die auch in einer Bananenrepublik nicht herausstechen würde.

Das ist totaler Quatsch.

RedBlues
Halbdaggl
@toshn

Zur causa Labbadia ging es mir weniger um Labbadia, sondern dass Labbadia eigentlich nicht Wohlgemuths Wahl sein darf.

Einfach weil er zu dem Zeitpunkt der Entscheidung NICHT beim VfB eingestellt war und noch nicht von seinem bisherigen Arbeitgeber freigegeben war.

Zur causa Mislintat
Und wie genau hat er sich bitte in das Bewerbungsverfahren eingemischt?

Zur causa Vogt
Wer hier längere Zeit mitliest weiß, dass ich von Clausi Vogt noch weniger halte als von Dietrich.

tbd aka Rufus
Schoofseggl
Ich denke, hier muß man zwischen Wohlgemuth und Labbadia trennen:
Wohlgemuth hat bisher schon gezeigt, dass er einen Kader aufbauen kann, auch mit wenig Mitteln und dass er durchaus auch junge (entwicklungsfähige) Spieler verpflichten kann.

Dass "unter seiner Regie" Labbadia verpflichtet wurde, kann man ihm sehr sicher nicht ankreiden:
Das war schon vorher klar, nur wollte Wehrle halt den Schein wahren "der neue Sportdirektor verpflichtet den neuen Trainer".
Damit komme ich wieder zu einem entscheidenden Satz in dem Artikel:
Vermutlich, weil auch fünf Jahre nach der Ausgliederung und drei Jahre nach der Einführung eines Sportdirektors und eines Vorstandsvorsitzenden die Strukturen beim VfB immer noch auf bestimmten Personenkonstellationen beruhen und nicht auf klar definierten und abgegrenzten Aufgabenbereichen.

Das hier ist mMn auch interessant:
Dass es aber einen Sportvorstand gibt, der die von seinem Sportdirektor getätigten Transfers ledigliche bestätigt oder ablehnt und gegebenenfalls eine grobe Ausrichtung der Transfer- und Kaderpolitik vorgibt: Das gibt es erst, seit Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat im Frühjahr 2019 ihre Posten antraten. Die Rollenaufteilung zwischen Vorstand und Direktor ergab sich bis letzten Mittwoch vor allem aus der Personenkonstellation: Der Sportdirektor plante den Kader und verpflichtete und verkaufte Spieler, der Vorstand leistete die Unterschrift und gab vielleicht Leitlinien vor, hielt sich aber sonst mangels Expertise raus aus dem Tagesgeschäft. Das war so lange mehr oder weniger sinnvoll, wie Sven Mislintat die Aufgaben eines Sportvorstandes quasi mit erledigte, inklusive des öffentlichen Auftretens in sportlichen Fragen, während sich sowohl Thomas Hitzlsperger als auch Alexander Wehrle vor allem auf ihre Rollen als Vorstandsvorsitzende zurückzogen – mit Nuancen: Hitzlspergers Erfahrung als ehemaliger Spieler holte sich Wehrle durch Sami Khedira und Philipp Lahm von außen.

Ich hoffe, dass Wehrle sich auch zurückhalten wird aber ich bezweifle, dass Sami da nur beraten wird.
Aber ich lasse mich gerne überraschen.

So wie in dem Artikel mehrfach beschrieben wird, ist Bruno eher ein Feuerwehrmann, langfristig hat er, außer bei uns, noch nie gearbeitet.
Das hier, aus seiner WOB-Zeit, läßt mich ein klein wenig optimistischer in die Zukunft schauen.
V.a. das "hammerharte Training" lässt aufhorchen, denn allein, dass es eine Diskussion über die Fitness gab, ist schon ein Armutszeugnis für einen Proficlub:
"Qualität kommt halt doch von Qual" auch wenn der Urheber dieses Spruches natürlich trotzdem ein "Liebling" ist.
Sportlich schaffte er nach einem vor allem für die Spieler schweißtreibenden Abstiegskampf laut Leonard den Übergang zum Ballbesitzspiel, dieses “gehörte zum Besten, was die Liga zu bieten hatte. Die Automatismen saßen, jeder wusste, was zu tun war.” Auch beim VfB müssten sich die Spieler auf intensive Wochen mit “hammerhartem” Training einstellen, “aber wenn die Grundlagen sitzen, geht es ans Spielerische – und auch da hat Labbadia viele, viele Lösungen, die sehr attraktiv sein können


Und auch in Bezug auf junge Spieler gibt es vielleicht ein bischen Hoffnung:
Aus seiner Berliner Zeit:
So schafften in seiner Zeit mit Jessic Ngankam, Marton Dardai und Lazar Samardzic den Sprung in die Bundeslia, während der Nachwuchs unter seinen Vorgängern kaum Beachtung fand. Natürlich war auch Labbadia angesichts der sportlichen Situation gezwungen, den Fokus auf die Gegenwart zu legen. Trotzdem ließ er nach dem Restart der Bundesliga viele Jugendspieler mittrainieren, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Mal schauen, ob er das auch hier machen wird.
Bei Sven und Rino waren wohl (mindestens einmal) wöchentliche Besprechungen mit Thomas Krücken der Normalfall.
Ich hoffe, das bleibt so und es wiederholt sich nicht, dass bald auch Krücken geht, so wie bei Brunos 1. VfB-Amtszeit Schrof und Albeck.

Mein Fazit bisher:
Mit Wohlgemuth kann ich viel besser leben als mit Bruno.
Aber man sollte eben zügig neue Trainer scouten, um auf Brunos (baldigen?) Abschied vorbereitet zu sein.

Und nein: Brunos Nachfolger sollte nicht der Kategorie Gisdol, Slomka und Weinzierl zu finden sein.

Nichtsdestotrotz:
Wehrle, Voigt und auch Adrion MÜSSEN TROTZDEM lieber heute als morgen weg :!:
Zuletzt geändert von tbd aka Rufus am 11. Dezember 2022 17:33, insgesamt 1-mal geändert.

RedBlues
Halbdaggl
thosn hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:

RedBlues hat geschrieben:Der VfB bleibt halt leider was der VfB schon immer war, ein Club mit viel Potenzial und einen Führung die auch in einer Bananenrepublik nicht herausstechen würde.

Das ist totaler Quatsch.



Wie kommst du dazu, daß das totaler Quatsch sein soll?

Der VfB ist das Musterbeispiel dafür wie man gute Randbedingungen, manchmal durch glückliche Verfügung hervorragende Mannschaften, am Ende des Tages mit dem Arsch wieder einreißt.

Sei das nach der Meisterschaft 92 gewesen, oder beim magischen Dreieck, oder die jungen wilden mit Magath, oder die Meistermannschaft von 07.

Immer wenn man mal ein paar Bausteine Zusammen hatte, ging es wieder in die gegenteilige Richtung.

Das einzige was sich kontinuierlich entwickelt hat, ist die Menge an Mitgliedern, die ist gestiegen und gestiegen.

Wirtschaft ging es schon lange vor dem ersten Abstieg abwärts, sportlich dann auch, und obwohl man ja jetzt Investoren sucht, scheint man näher dran zu sein den Ankerinvestor zu verlieren wie einen neuen zusätzlichen zu finden.

thosn
Seggl
RedBlues hat geschrieben:Zur causa Labbadia ging es mir weniger um Labbadia, sondern dass Labbadia eigentlich nicht Wohlgemuths Wahl sein darf.

Ja, das hatte ich schon verstanden. Ich persönlich teile diese Ansicht und bin nicht der einzige! Aber wie gesagt, trotz solcher Einwände, haben sich letztlich die durchgesetzt, die eine solch große Angst vor den finanziellen Folgen eines weiteren Abstiegs hatten, dass sie unbedingt den aktuellen verfügbaren Trainer haben wollten, mit dem man glaubt das bestmögliche gegen einen Abstieg getan zu haben. Dass Labbadia nicht der Trainer für eine langfristige Zukunftsstrategie ist, ist ja kein Geheimnis und war allen Beteiligten vollkommen klar. Natürlich kann man es sich als Fan hier einfach machen mit der Kritik. Aber obwohl ich selbst auch nicht überzeugt bin von Labbadia, verstehe ich durchaus die großen Bedenken derer, die einen Abstieg befürchten. Sollte der VfB nämlich abstiegen diese Saison, dann werden ohnehin alle schönen Entwicklungsstrategien Makulatur sein. Das muss man sich eben auch klar machen.

RedBlues hat geschrieben:Zur causa Mislintat
Und wie genau hat er sich bitte in das Bewerbungsverfahren eingemischt?

Hast du das nicht mitbekommen? Das stand doch in allen Zeitungen. Mislintat hatte der Stuttgarter Zeitung gezielt ein Interview gegeben, indem er Vogt und Adrion dafür kritisierte nicht mit ihm die Nachfolge von Hitzlsperger abzustimmen. Das war völlig an den Haaren herbeigezogen, denn zum damaligen Zeitpunkt dieses Interviews (Ende November 2021) befand man sich noch in der Kandidatensuche und Mislintat wußte wie jeder andere den es betraf wer die aktuellen Kandidaten waren, mit denen man sprach. Das wurde intern mit den Vorständen ganz offen und transparent besprochen. Es zeigte sich ja dann auch, dass es Mislintat gar nicht um das aktuelle Verfahren ging, sondern dass er bewusst hineingrätschte, um seine Vorstellungen von einer internen Lösung durchzudrücken. Das war eben auch so eine typische Mislintat-Aktion, wo er vielen Leuten vor den Kopf stieß.

RedBlues hat geschrieben:Zur causa Vogt
Wer hier längere Zeit mitliest weiß, dass ich von Clausi Vogt noch weniger halte als von Dietrich.

Vogt ist doch nur die Figur, auf die unzufriedene VfB-Fans ihren Unmut projizieren. Claus Vogt ist im Wortsinne völlig harmlos. Der wäre am liebsten Präsident eines Friede, Freude Eierkuchenvereins, wo er den öffentlichen Strahlemann geben könnte. Mit den Entscheidungen die in der AG getroffen werden müssen, will Vogt gar nichts zu tun haben. Die Entscheidung für Wehrle haben auch ganz andere durchgedrückt! Vogt hat dem zugestimmt, wie er auch jedem anderen zugestimmt hätte.

PS: Sorry, hatte hier zuerst einige Formatierungsfehler, jetzt sollten die Zitate korrekt sein.

thosn
Seggl
RedBlues hat geschrieben:
thosn hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:


Das ist totaler Quatsch.



Wie kommst du dazu, daß das totaler Quatsch sein soll?

Der VfB ist das Musterbeispiel dafür wie man gute Randbedingungen, manchmal durch glückliche Verfügung hervorragende Mannschaften, am Ende des Tages mit dem Arsch wieder einreißt.

Sei das nach der Meisterschaft 92 gewesen, oder beim magischen Dreieck, oder die jungen wilden mit Magath, oder die Meistermannschaft von 07.

Immer wenn man mal ein paar Bausteine Zusammen hatte, ging es wieder in die gegenteilige Richtung

Sei mir bitte nicht böse, dass ist aber so eine ganz typische Perspektive von Fans. Wenn du 07 Meister warst, dann heißt das nicht, dass du es 08 wieder wirst, sondern dass das Jahr 08 eine noch größere Herausforderung wird, weil sich deine Spieler nun selbst ganz anders sehen, aber auch andere Vereine anders auf dich schauen.

Fußball ist ein Sport, der unglaublich stark von Zufällen, Erwartungshaltungen und Psychologie beeinflusst wird und kein Arbitragehandel. Bayern München brauchte 35 Jahre, bis sie aus sehr vielen Meisterschaften, basierend auf den damaligen Bedingungen im Profifußball, die Grundlage für ihre Marktführerschaft legen konnten. Da müssen ganz, ganz viele Dinge zusammen kommen. Außer den Bayern ist das bis heute keinem mehr gelungen, auch nicht Leverkusen, dem BVB oder Leipzig. Es ist also erstmal das normalste der Welt, dass der Erfolg im Fußball nicht planbar ist.

Sicherlich hat man nach 07 auch Fehler gemacht, war selbst zu euphorisch, was die Zukunft des VfB betrifft. Aber nichts, wirklich gar nichts hat etwas damit zu tun, dass der VfB eine kleine Bananenrepublik wäre. Wenn man den VfB mit anderen Bundesligisten vergleicht, was da so abgeht, gehört der VfB seit jeher ganz klar zur seriöseren Sorte. Das heißt natürlich nicht, dass Fußball nicht auch beim VfB ein knallhartes Geschäft ist, wo du entweder abliefern musst oder gehen musst.

Wie viele Vereine, die sich als Traditionsvereine sehen, hat der VfB aktuell immer noch ein Kostenproblem. Das weiß man intern auch, aber es ist in gewachsenen Strukturen gar nicht so einfach das zu ändern. Der VfB müsste in den Strukturen noch so ca. 15-20 Millionen € rausquetschen, um nicht nur beim Vergleich der Gehaltsausgaben für die Spieler zurück ins Mittelfeld der Tabelle zu kommen.

Jetzt schaun wir doch einfach mal, ob Wehrle das hinbekommt. Falls nicht, wird Wehrle auch bald wieder Geschichte sein und der nächste muss sich an die wirklich unbequemen Dinge heranwagen. Aber klar ist auch: wenn sich da jemand ranwagt, wird das zuerst intern und dann auch nach Extern für mächtig Reibung und Konflikte sorgen. Vermutlich werden die Fans dann aber wieder glauben, das sei eben Ausdruck dessen, warum es beim VfB nicht stimmt, obwohl dann genau das Gegenteil der Fall wäre.

RedBlues
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thosn hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:
thosn hat geschrieben:



Wie kommst du dazu, daß das totaler Quatsch sein soll?

Der VfB ist das Musterbeispiel dafür wie man gute Randbedingungen, manchmal durch glückliche Verfügung hervorragende Mannschaften, am Ende des Tages mit dem Arsch wieder einreißt.

Sei das nach der Meisterschaft 92 gewesen, oder beim magischen Dreieck, oder die jungen wilden mit Magath, oder die Meistermannschaft von 07.

Immer wenn man mal ein paar Bausteine Zusammen hatte, ging es wieder in die gegenteilige Richtung

Sei mir bitte nicht böse, dass ist aber so eine ganz typische Perspektive von Fans. Wenn du 07 Meister warst, dann heißt das nicht, dass du es 08 wieder wirst, sondern dass das Jahr 08 eine noch größere Herausforderung wird, weil sich deine Spieler nun selbst ganz anders sehen, aber auch andere Vereine anders auf dich schauen.

Fußball ist ein Sport, der unglaublich stark von Zufällen, Erwartungshaltungen und Psychologie beeinflusst wird und kein Arbitragehandel. Bayern München brauchte 35 Jahre, bis sie aus sehr vielen Meisterschaften, basierend auf den damaligen Bedingungen im Profifußball, die Grundlage für ihre Marktführerschaft legen konnten. Da müssen ganz, ganz viele Dinge zusammen kommen. Außer den Bayern ist das bis heute keinem mehr gelungen, auch nicht Leverkusen, dem BVB oder Leipzig. Es ist also erstmal das normalste der Welt, dass der Erfolg im Fußball nicht planbar ist.

Sicherlich hat man nach 07 auch Fehler gemacht, war selbst zu euphorisch, was die Zukunft des VfB betrifft. Aber nichts, wirklich gar nichts hat etwas damit zu tun, dass der VfB eine kleine Bananenrepublik wäre. Wenn man den VfB mit anderen Bundesligisten vergleicht, was da so abgeht, gehört der VfB seit jeher ganz klar zur seriöseren Sorte. Das heißt natürlich nicht, dass Fußball nicht auch beim VfB ein knallhartes Geschäft ist, wo du entweder abliefern musst oder gehen musst.

Wie viele Vereine, die sich als Traditionsvereine sehen, hat der VfB aktuell immer noch ein Kostenproblem. Das weiß man intern auch, aber es ist in gewachsenen Strukturen gar nicht so einfach das zu ändern. Der VfB müsste in den Strukturen noch so ca. 15-20 Millionen € rausquetschen, um nicht nur beim Vergleich der Gehaltsausgaben für die Spieler zurück ins Mittelfeld der Tabelle zu kommen.

Jetzt schaun wir doch einfach mal, ob Wehrle das hinbekommt. Falls nicht, wird Wehrle auch bald wieder Geschichte sein und der nächste muss sich an die wirklich unbequemen Dinge heranwagen. Aber klar ist auch: wenn sich da jemand ranwagt, wird das zuerst intern und dann auch nach Extern für mächtig Reibung und Konflikte sorgen. Vermutlich werden die Fans dann aber wieder glauben, das sei eben Ausdruck dessen, warum es beim VfB nicht stimmt, obwohl dann genau das Gegenteil der Fall wäre.



Bin dir ganz und gar nicht böse, arbeite selbst in einem Unternehmen in dem ich regelmäßig sehen kann wie Einscheidungen getroffen werden, auf welcher Grundlage, mit welchen Annahmen, und dann leider auch mit welchem Ergebnis.

Ich weiß, dass Erfolg nicht planbar ist, dass die Rahmenbedingungen und das Gehaltsgefüge sich in einem Kader mit einem Erfolg sofort verändern. Dass dies dann, wenn die Einnahmen nicht so weiter sprudeln sofort zum Problem entwickelt.

Ich sehe als Fan (der ein ganz kleines bisschen Ahnung von Marketing und Merchandising hat) aber auch, wie stümperhaft der VfB seine Einnahmequellen außerhalb von Ticketing und Sponsoring bearbeitet. Es wird langsam besser, aber lange Zeit war da wenig mit dem man wirklich Geld verdienen konnte. Und einen mittelfristigen Plan wie man internationale Quellen erschließen kann hat es leider nie gegeben. Das ist wie in der sportlichen Planung, da ist keine Konstanz drin, und so wird das auch nichts.

So gut wie überall muss man investieren um Einnahmen generieren zu können. Beim VfB hat man (Sicht von außen) sich meistens erst aufs große Geld ausgeben gestürzt, und dann aufs Sparen. Getreu dem Motto, wir ziehen jedes Jahr 2 Nachwuchsspieler hoch, die so gut sind, dass sie unsere Abgänge kompensieren können.

Dass man mit Hoffenheim einen sehr attraktiven Konkurrenten in direkter Nähe bekommen hat, darauf hatte man keine Antwort.


Nun gut, so sei es. Ich sehe hier leider nicht viel das Hoffnung auf Besserung verspricht. Und rechne deshalb auch damit, dass innerhalb der nächsten 3 Jahre mal wieder die zweite Liga Grüßen wird.

Spielgerät
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Halbdaggl
Das größte Problem, das Traditionsvereine haben, sind Dummschwätzer, die glauben, es sei "ihr" Verein. Die einen Präsidenten, der jede einzelne verfxte Entscheidung, die getroffen wird, mitgetragen hat und ihn damit verteidigen, der sei doch eigentlich harmlos. Die angeblich Sorge um "ihren" Verein haben, aber dann fordern, man solle Wehrle doch erstmal machen lassen. Realsatire.
"Das war so nicht abzusehen"

thosn
Seggl
RedBlues hat geschrieben:Ich sehe als Fan (der ein ganz kleines bisschen Ahnung von Marketing und Merchandising hat) aber auch, wie stümperhaft der VfB seine Einnahmequellen außerhalb von Ticketing und Sponsoring bearbeitet. Es wird langsam besser, aber lange Zeit war da wenig mit dem man wirklich Geld verdienen konnte. Und einen mittelfristigen Plan wie man internationale Quellen erschließen kann hat es leider nie gegeben. Das ist wie in der sportlichen Planung, da ist keine Konstanz drin, und so wird das auch nichts.


Das ist alles soweit korrekt, läßt allerdings einen ganz entscheidenden Umstand, der für den VfB jedoch sehr bestimmend ist, außer acht: Der VfB muss nicht nur den VfB verkaufen, sondern auch noch die Mercedes-Benz-Goup. Wäre die Bindung zum Hauptsponsor nicht so wie sie ist, dann könnte der VfB wirklich auf dem freien Markt sondieren und insgesamt im Marketing auch anders agieren.

Wenn, dann wurde dieser Fehler aber schon viel früher, weit vor der Ausgliederung von ganz anderen Leuten gemacht.


thosn
Seggl
Spielgerät hat geschrieben:Das größte Problem, das Traditionsvereine haben, sind Dummschwätzer, die glauben, es sei "ihr" Verein. Die einen Präsidenten, der jede einzelne verfxte Entscheidung, die getroffen wird, mitgetragen hat und ihn damit verteidigen, der sei doch eigentlich harmlos. Die angeblich Sorge um "ihren" Verein haben, aber dann fordern, man solle Wehrle doch erstmal machen lassen. Realsatire.


Kann sein. Am Allerschlimmsten sind jedoch die, die sich zu lange in den Blasen der SM aufgehalten haben und das inhaltliche Argumentieren zugunsten platter Schmähungen verlernten.

RedBlues
Halbdaggl
thosn hat geschrieben:
Spielgerät hat geschrieben:Das größte Problem, das Traditionsvereine haben, sind Dummschwätzer, die glauben, es sei "ihr" Verein. Die einen Präsidenten, der jede einzelne verfxte Entscheidung, die getroffen wird, mitgetragen hat und ihn damit verteidigen, der sei doch eigentlich harmlos. Die angeblich Sorge um "ihren" Verein haben, aber dann fordern, man solle Wehrle doch erstmal machen lassen. Realsatire.


Kann sein. Am Allerschlimmsten sind jedoch die, die sich zu lange in den Blasen der SM aufgehalten haben und das inhaltliche Argumentieren zugunsten platter Schmähungen verlernten.


Wenn es VOR Sven Mislintat anders im Verein gewesen wäre...

Aber es ist jetzt ja nicht erst seit ihm so. War bei allein seinen Vorgängern ja nicht anders, auch unter den vielen anderen Präsidenten.

Manchmal wünscht man sich tatsächlich MV zurück

Edit stellt fest, dass mit SM was anderes gemeint war :oops:


RedBlues
Halbdaggl
thosn hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:Edit stellt fest, dass mit SM was anderes gemeint war :oops:


:lol:
Ich finde die abkürzende Gleichsetzung von Social Media und Sado-Masochismus sehr treffend. Sorry, für die Konfusion.


Oder CV für den Lebenslauf den er wo anders abgegeben könnte.

Oder AW, wobei wir immer noch auf Antwort warten :mrgreen: