Nilkheimer hat geschrieben:Mein Punkt ist: Wie grenzt Du Moral von Ethik ab? Das fällt schon vielen Philosophen schwer. Ich behelfe mich immer mit der Formel: Ethik ist angewandte Moral. Das ist natürlich auch verkürzend, aber es verdeutlicht den Punkt: Ethik und Moral sind nah beieinander, so dass ein Satz, der hier eine klare Trennung vornimmt (und damit eigentlich was? verdeutlichen will) mich verwirrt.
Moral als festes Wertesystem mit unabdingbarem Gültigkeitsanspruch. (Innensicht von Moral)
Ethik als Wissenschaft der Moral hinterfragt einzelne Moralen nach z.B. Logik der Argumentation (Aussensicht von Moral)
Ethisches Problem: Ist das Töten von Menschen immer schlecht? (vgl. z.B. Utilitarismus)
Moralisches Problem: Ich habe jemanden getötet.
Da in der Flüchtlingsfrage keine einheitliche, europäische Moral vertreten wird (Aufnahme: ja, nein; nur Bestimmte: Muslime/Christen, mit/ohne Ausbildung etc.), sollte man von der Innensicht einer bestimmten Moral, z.B. der christlichen Moral , heraus treten und das Problem "ethisch" hinterfragen.
Auswurf hat geschrieben:vielleicht ist das ne mögliche antwort?
...alle menschen sind brüder, nur sie sind zu blöd dies zu begreifen.
Das ist die Einstellung eines Philanthropen.
Beachte jedoch. Der erste, allererste Mord geschah unter Brüdern (Kain u. Abel).