Den Wiener TATORT fand ich ganz gut. Moritz und Bibi sind halt echt gut, Wiener Schmäh und Grantlertum.
Moritz und Bibi hören sich die Aufnahme der Alibi--Verhörs des schmierigen Rationalisierungs-Yuppies an, der (zu?) ausführlich sein Alibi herunterbetet inklusive des Espressos, den er im Transit getrunken habe. "Kann des sein, dass der sich gern reden hört? Gleich erzält er, was er gegessen hat, und wie sein Stuhlgang war... Best of PVS, Best of Tafelspitz und das ganze Bullshit Bingo."
Moritz und Bibi verhören ein Opfer des Rationalisierungs-Optimierer, der zugibt, dass er den Burschen, der ihn wegrationalisiert hat, umbringen wollte, sich dann aber in einem Beisel die Kante geben hat.
Bibi: "Heißt dass, dass Sie nach Wien gfarhn san, um den Marlon umzulegen, und dann haben Sie sich stattdessen besoffen?"
Verdächtiger: "Ich weiß, des klingt total unglaubwürdig."
Moritz: "Gar nicht unglaubwürdig. Wir sind hier in Österreich."
Und wenn ihnen die neue Assistentin sagen will, dass sie alles in die Cloud hochgeladen hat, was beide sichtlich nervt. Dummerweise weiß sie nicht mehr, was die grüne 4 hinter dem Namen eines Verdächtigen bedeuten soll. Eisner und Bibi, eher old-school, können damit gar nix anfangen.
Und der Kreisky-Song ist auch sehr cool.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).