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rasenheizung
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Schoofseggl
Feuer-Wehrle hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Dass die Ausbildung der eigenen Jugend die DNA des VfB sein soll, ist eine immer wieder gern erzählte Legende.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_ ... A-Junioren


Herr Wehrle, die letzte A-Junioren-Meisterschaft des VfB war 2005 ... seitdem hat sich das VfB-Erbgut aber deutlich verändert ... dies sollten Sie beachten, wenn Sie die Meisterschaften als positives Beispiel heranziehen.

Mago
Granadaseggl
thosn hat geschrieben:Am besten finde ich diesen Thread, wo ihr schon mal aufgeteilt habt, wer von euch welchen Posten einnimmt, wenn ihr den VfB endlich unter eure Kontrolle gebracht habt.

Ich frage mich, warum sich manche Trolle so gar keine Mühe geben. Das muss doch besser gehen.


Mustermann
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Halbdaggl
thosn hat geschrieben:... Am besten finde ich diesen Thread, wo ihr schon mal aufgeteilt habt, wer von euch welchen Posten einnimmt, wenn ihr den VfB endlich unter eure Kontrolle gebracht habt. Das ist Reichsbürgertum pur.
Sauer, weil Du für nix vorgesehen bist :mrgreen: ?
„I guess that concludes negotiations.“

Feuer-Wehrle
rasenheizung hat geschrieben:
Feuer-Wehrle hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Dass die Ausbildung der eigenen Jugend die DNA des VfB sein soll, ist eine immer wieder gern erzählte Legende.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_ ... A-Junioren


Herr Wehrle, die letzte A-Junioren-Meisterschaft des VfB war 2005 ... seitdem hat sich das VfB-Erbgut aber deutlich verändert ... dies sollten Sie beachten, wenn Sie die Meisterschaften als positives Beispiel heranziehen.

Das ist sehr gut erkannt. Deswegen schrieb ich ja auch : Wir müssen wieder besser werden. Damit dieser Satz weiterhin Gültigkeit hat: "Rekordmeister ist mit zehn Meisterschaften der VfB Stuttgart."

Feuer-Wehrle
Mago hat geschrieben:Die Heldt'sche Propaganda dürfte gerade bei jüngeren Fans verfangen, die sich an seine Amtszeit beim VfB gar nicht mehr erinnern. Und wenn sie ihn googlen, erfahren sie, dass er als Manager mit dem VfB Deutscher Meister geworden ist. Der wird schon recht haben.

Und wie viele Profi-Titel haben alle Funktionäre, die auf Horst Heldt beim VfB folgten (egal, ob AG oder Verein), zusammengerechnet gerechnet gewonnen?

Nur ein Sextett hat mehr: VfB knackt Mitglieder-Marke
Trotz des einmal mehr drohenden Abstiegs hat der VfB Stuttgart den Meilenstein von 80.000 Mitgliedern erreicht.

https://www.kicker.de/nur-ein-sextett-h ... 06/artikel

“Präsident Vogt bedankt sich für "unglaubliche Zahl"” – weiß er nicht, dass die alle beigetreten sind, um ihn abzuwählen?

Jetzt ma ohne Scheiß, ge: Mitgliederzuwachs gibt’s normalerweise nur in sportlich guten bis sehr guten Zeiten, oder aufgrund anderer Sympathiewellen, was man beim VfB momentan als Grund ausschließen kann. Oder weil man beschließt, Eintrittskarten vorzugsweise (=nur noch) an Mitglieder abzugeben. Daher halte ich es nicht für aus der Luft gegriffen, den Zuwachs mit vereinspolitischen Gründen zu erklären. Oder hat der VfB jüngst Nichtmitglieder noch rigoroser vom Kartenverkauf ausgeschlossen?

Feuer-Wehrle
thosn hat geschrieben:Ich nehme euch zunehmend wie eine Gruppe von Reichsbürgern wahr. Alle beim VfB haben nur schlechte Absichten (pfui: jetzt auch noch Horst Heldt). Ihr alleine kennt jedoch die Wahrheit.

Das ist jetzt aber nicht nur ein Merkmal von Reichsbürgern. Auf Funktionsträger und Anhänger von Religionsgemeinschaften trifft das ja ebenso zu. Und Altherrenmannschaften. Apropos: Die einzige Kategorie, in der das Segglforum mit den Reichsbürgern übereinstimmt, dürfte wohl der Altersdurchschnitt sein.

Vielleicht sind einige ja schon so alt, dass sie selbst sich noch als Bürger des Königreichs Württemberg empfinden.

thosn hat geschrieben:Am besten finde ich diesen Thread, wo ihr schon mal aufgeteilt habt, wer von euch welchen Posten einnimmt, wenn ihr den VfB endlich unter eure Kontrolle gebracht habt.

Also ich kann mich diesbezüglich nicht beklagen. @Gibts des hatte das damals schon sehr klug und nachvollziehbar geregelt.


Plan B
Grasdaggl
Mustermann hat geschrieben:
thosn hat geschrieben:... Am besten finde ich diesen Thread, wo ihr schon mal aufgeteilt habt, wer von euch welchen Posten einnimmt, wenn ihr den VfB endlich unter eure Kontrolle gebracht habt. Das ist Reichsbürgertum pur.
Sauer, weil Du für nix vorgesehen bist :mrgreen: ?


Für Vollpfosten ist sicher noch Platz als Vollposten. Das ist beim VfB üblich.

@gibts' des: Haben wir das schon? Trollbeauftragter/Vollpfosten: thosn. Wenn nicht bitte ergänzen. Danke.

:arr:
Carpe diem.

Feuer-Wehrle
Bundes-Jogi hat geschrieben:
thosn hat geschrieben:Ich nehme euch zunehmend wie eine Gruppe von Reichsbürgern wahr. Alle beim VfB haben nur schlechte Absichten (pfui: jetzt auch noch Horst Heldt). Ihr alleine kennt jedoch die Wahrheit. Am besten finde ich diesen Thread, wo ihr schon mal aufgeteilt habt, wer von euch welchen Posten einnimmt, wenn ihr den VfB endlich unter eure Kontrolle gebracht habt. Das ist Reichsbürgertum pur.


Gehts noch, Herr Vogt? :evil: :evil: :evil: :puke: :puke: :puke:

Wenn man jetzt noch den argumentativen Unterschied zwischen "beleidigen" und "beleidigt sein" kennen würde... Bzw. den inhaltlichen Unterschied zwischen Beleidigung und Meinungsfreiheit.

Da fällt mir glatt der große F.W. Bernstein ein:

Spoiler
Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.


Wobei die Einschränkung "früher" in diesem speziellen Fall hier ja immer nur temporäre Gültigkeit besitzt.
Zuletzt geändert von Feuer-Wehrle am 12. Mai 2023 21:50, insgesamt 1-mal geändert.


Feuer-Wehrle
Nice Weather hat geschrieben:Nur ein Sextett hat mehr: VfB knackt Mitglieder-Marke
Trotz des einmal mehr drohenden Abstiegs hat der VfB Stuttgart den Meilenstein von 80.000 Mitgliedern erreicht.

https://www.kicker.de/nur-ein-sextett-h ... 06/artikel

“Präsident Vogt bedankt sich für "unglaubliche Zahl"” – weiß er nicht, dass die alle beigetreten sind, um ihn abzuwählen?

Jetzt ma ohne Scheiß, ge: Mitgliederzuwachs gibt’s normalerweise nur in sportlich guten bis sehr guten Zeiten, oder aufgrund anderer Sympathiewellen, was man beim VfB momentan als Grund ausschließen kann. Oder weil man beschließt, Eintrittskarten vorzugsweise (=nur noch) an Mitglieder abzugeben. Daher halte ich es nicht für aus der Luft gegriffen, den Zuwachs mit vereinspolitischen Gründen zu erklären. Oder hat der VfB jüngst Nichtmitglieder noch rigoroser vom Kartenverkauf ausgeschlossen?


Spoiler
Der Claus hat die vielen Eintrachtfans mitgezählt, die sich im Rahmen der Mitglieder-Marketingaktion zu einer Online abgeschlossenen Mitgliedschaft entschlossen hatten, weil es dafür ein Vorkaufsrecht auf Pokaltickets gab.


Die Mitgliedschaft wurde dann im Rahmen des 14tägigen Rücktrittsrechts natürlich fristgemäß wieder gekündigt. Der Claus hat natürlich ebenso fristgemäß "stop the count!" gerufen.

flux
thosn hat geschrieben:Alle beim VfB haben nur schlechte Absichten (pfui: jetzt auch noch Horst Heldt).

Also ist der jetzt auch wieder an Bord, nur die Öffentlichkeit weiss es noch nicht. Und @thosn ist ein Insider aus dem Vogt-Zirkel, der sich verplappert hat... :mrgreen:


566642
Lombaseggl
Nice Weather hat geschrieben:Jetzt ma ohne Scheiß, ge: Mitgliederzuwachs gibt’s normalerweise nur in sportlich guten bis sehr guten Zeiten, oder aufgrund anderer Sympathiewellen

Der HSV hat während seiner Zweitliga-Zugehörigkeit auch viele Mitglieder dazubekommen.
Aber vielleicht ist der Club ja deswegen sympathisch geworden, weil er immer so knapp scheitert.

schwaebi
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Grasdaggl
Feuer-Wehrle hat geschrieben:
Nice Weather hat geschrieben:Nur ein Sextett hat mehr: VfB knackt Mitglieder-Marke
Trotz des einmal mehr drohenden Abstiegs hat der VfB Stuttgart den Meilenstein von 80.000 Mitgliedern erreicht.

https://www.kicker.de/nur-ein-sextett-h ... 06/artikel

“Präsident Vogt bedankt sich für "unglaubliche Zahl"” – weiß er nicht, dass die alle beigetreten sind, um ihn abzuwählen?

Jetzt ma ohne Scheiß, ge: Mitgliederzuwachs gibt’s normalerweise nur in sportlich guten bis sehr guten Zeiten, oder aufgrund anderer Sympathiewellen, was man beim VfB momentan als Grund ausschließen kann. Oder weil man beschließt, Eintrittskarten vorzugsweise (=nur noch) an Mitglieder abzugeben. Daher halte ich es nicht für aus der Luft gegriffen, den Zuwachs mit vereinspolitischen Gründen zu erklären. Oder hat der VfB jüngst Nichtmitglieder noch rigoroser vom Kartenverkauf ausgeschlossen?


Spoiler
Der Claus hat die vielen Eintrachtfans mitgezählt, die sich im Rahmen der Mitglieder-Marketingaktion zu einer Online abgeschlossenen Mitgliedschaft entschlossen hatten, weil es dafür ein Vorkaufsrecht auf Pokaltickets gab.


Die Mitgliedschaft wurde dann im Rahmen des 14tägigen Rücktrittsrechts natürlich fristgemäß wieder gekündigt. Der Claus hat natürlich ebenso fristgemäß "stop the count!" gerufen.


Oh Schiet, ich habe dasselbe wie unser Brandschutzhelfer gedacht :oops:
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Feuer-Wehrle
schwaebi hat geschrieben:
Feuer-Wehrle hat geschrieben:
Nice Weather hat geschrieben:Nur ein Sextett hat mehr: VfB knackt Mitglieder-Marke
Trotz des einmal mehr drohenden Abstiegs hat der VfB Stuttgart den Meilenstein von 80.000 Mitgliedern erreicht.

https://www.kicker.de/nur-ein-sextett-h ... 06/artikel

“Präsident Vogt bedankt sich für "unglaubliche Zahl"” – weiß er nicht, dass die alle beigetreten sind, um ihn abzuwählen?

Jetzt ma ohne Scheiß, ge: Mitgliederzuwachs gibt’s normalerweise nur in sportlich guten bis sehr guten Zeiten, oder aufgrund anderer Sympathiewellen, was man beim VfB momentan als Grund ausschließen kann. Oder weil man beschließt, Eintrittskarten vorzugsweise (=nur noch) an Mitglieder abzugeben. Daher halte ich es nicht für aus der Luft gegriffen, den Zuwachs mit vereinspolitischen Gründen zu erklären. Oder hat der VfB jüngst Nichtmitglieder noch rigoroser vom Kartenverkauf ausgeschlossen?


Spoiler
Der Claus hat die vielen Eintrachtfans mitgezählt, die sich im Rahmen der Mitglieder-Marketingaktion zu einer Online abgeschlossenen Mitgliedschaft entschlossen hatten, weil es dafür ein Vorkaufsrecht auf Pokaltickets gab.


Die Mitgliedschaft wurde dann im Rahmen des 14tägigen Rücktrittsrechts natürlich fristgemäß wieder gekündigt. Der Claus hat natürlich ebenso fristgemäß "stop the count!" gerufen.


Oh Schiet, ich habe dasselbe wie unser Brandschutzhelfer gedacht :oops:

Das ehrt mich natürlich. Oder war es das gleiche?

schwaebi
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Grasdaggl
thosn hat geschrieben:Ich nehme euch zunehmend wie eine Gruppe von Reichsbürgern wahr. Alle beim VfB haben nur schlechte Absichten (pfui: jetzt auch noch Horst Heldt). Ihr alleine kennt jedoch die Wahrheit. Am besten finde ich diesen Thread, wo ihr schon mal aufgeteilt habt, wer von euch welchen Posten einnimmt, wenn ihr den VfB endlich unter eure Kontrolle gebracht habt. Das ist Reichsbürgertum pur.


Ach herrje.

In unserer VfB-Segglbürger-Demokratie darf man übrigens völlig problemlos die Tür ganz leise hinter sich zumachen, wenn man nur Misserfolge bei der Vogt-Fangewinnung zu verzeichnen hat. Schönes Leben noch!

*ignore-Funktion an*
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Hallo thosn,

Mit Deiner Agenda hätte ich kein großes Problem, aber…
  • Du beantwortest wohl grundsätzlich keine Fragen (Ich hätte da noch ein paar bezüglich Deinen Zahlen zum Thema „Stadion ist nicht profitabel.“)
  • Du bringst da ganz komische Vergleiche („Reichsbürger“)
  • Du gibst Dir keine große Mühe, überhaupt einen Dialog zu führen

Wilkommen in meiner ignore-Trainingsgruppe. Diese Saison wirst Du kein Spiel mehr für mich machen.

:P
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


muffinho
Meine Fresse, der Reichsbürgervergleich ist mit Abstand das dümmste, unverschämteste und mieseste Beispiel seit ...... Franky. Wie kann man Fans, die die Vorgänge kritisch sehen, die um Vogt und Wehrle seit einiger Zeit ablaufen, mit gewalttätigen Antidemokraten vergleichen?

Ehrlich, sofern Du ein privater Troll bist, kannst Du einem nur noch leid tun. Solltest Du im Auftrag von Vogt und Co agieren, ist das nur noch mehr Grund zu hoffen, dass Vogt und sein Gefolgschaft so schnell wie möglich abgewählt wird.

Davon abgesehen, wenn es hier so scheiße ist, pack Dein Zeugs und geh ins VfB Nachfolgeforum, oder ist es da auch schon contra Vogt?

Komm, weil es so schön war:

Das System Claus Vogt – VfB Präsident
oder VfB Stuttgart – „Verein für den großen „Bluff“
von Sebastian Müller
Seit langen Jahren kommt der VfB Stuttgart nicht zur Ruhe. Sportlich bleibt er allzu oft weit unter den Erwartungen und vor allem den eigenen Ansprüchen – und intern geben mehrere Verantwortliche ein Bild ab, das der aktuellen sportlichen Leistung und dem Tabellenplatz 18 entspricht. Für diesen Beitrag wurden Unmengen an internen Dokumenten, E-Mails, Protokollen und verschiedene Schriftwechsel ausgewertet. Darüber hinaus wurden Gespräche mit aktuellen und ehemaligen Gremienmitgliedern, Angestellten und ehrenamtlich Engagierten des VfB geführt. Daraus ergibt sich ein Bild über den VfB Stuttgart, das schlimmer kaum sein kann: Das „System Vogt“.

Seit Beginn der Präsidentschaft von Claus Vogt wird der Verein in einer Art und Weise geprägt, die in anderen Branchen vielleicht sogar als kriminell bezeichnen würde. Drohungen, Einschüchterungen und Angst, die vom Präsidenten und seinem engeren Umfeld ausgehen, sind beherrschend für dasKlima in Teilen des VfB. Dabei bezeichnet sich Claus Vogt selbst als „Fan-Präsident“, er will der Präsident der Aufklärung und der Transparenz und von hoher ethischer Moral sein. Das gehört zu seinem Markenauftritt, dem sorgsam gepflegten Image Die Wirklichkeit zeigt allerdings, dass Claus Vogt genau das Gegenteil von dem ist, was er nach außen kommuniziert. Und in letzter Zeit immer öfter in öffentlichen Stellungnahmen aufrechtzuerhalten er versucht.

Das von ihm selbst öffentlich geformte Bild hat rein gar nichts mit dem freundlich grinsenden und winkenden Präsidenten zu tun, den die Öffentlichkeit kennt. Die Wahrheit ist brutal: Mitarbeiter haben teilweise Angst vor ihm und bestehen bei Personalgesprächen darauf, diese nur in Begleitung weiterer Zeugen oder gar durch einen Anwalt begleitet zu führen. Vor allem wenn Vogt diese Gespräche unter vier Augen führen möchte oder gar die VfB Gespräche nicht auf dem Vereinsgelände, sondern in seiner Firma in Waldenbuch führen will. Selbst Lisa Lang hat es abgelehnt, ihr Personalgespräch allein in seinem Büro in Waldenbuch zu führen. Alles, was Thomas Hitzlsperger in seinem offenen Brief ansprach, trifft nach unseren Recherchen nicht nur zu 100Prozent zu, sondern war damals fast noch viel zu harmlos formuliert. Er lebt getreu dem Motto: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich – und wer gegen mich ist, wird vernichtet.“ Ernsthafte Kritik darf nicht geäußert werden. Da trifft einen der Zorn des Präsidenten.

Schwer verdauliche Kostprobe

Eine für den Anfang noch fast harmlose Kostprobe: Ursprünglich war für den VfB intern ausgeschriebenen Posten als Vereinsmanagerin nicht Lisa Lang, sondern Charlotte Hutt vorgesehen, also eine langjährige und erfahrene Mitarbeiterin des VfB und nicht die berufsunerfahrene Lisa Lang. Die damaligen Präsidiumsmitglieder Bernd Gaiser und Rainer Mutschler hatten bei den beiden Bewerberinnen Hutt und Lang für Hutt votiert. Vogt wollte Lisa Lang, die er bereits aus dem von ihm gegründeten Verein „FC Play Fair“ kannte.

Vogt wollte diese Abstimmung im Präsidium für Hutt nicht akzeptieren. Gegenüber den Präsidiumsmitgliedern, der Personalleiterin des VfB und den beiden Vorsitzenden des Vereinsbeirats wurde Claus Vogt in einer Sitzung deutlich: Er verkündete den Anwesenden, sollte Charlotte Hutt tatsächlich das Amt antreten, dann würde er ihr „das Leben so zur Hölle machen“, sodass Frau Hutt nach spätestens zwei Wochen kündigen würde. Aufgrund dieser Ansage, die durch mehrere Teilnehmer in der Wortwahl bestätigt wurde, suchte Bernd Gaiser als Präsidiumsmitglied das Gespräch mit Frau Hutt und erklärte ihr, dass man aus reiner Fürsorge die bereits zugesagte Stelle ihr wieder entziehe und sie weiter in der AG im Business-Team beschäftigen würde. Inzwischen hat Frau Hutt nach fast 17 Jahren Tätigkeit auf eigenen Wunsch den VfB als festangestellte Mitarbeiterinverlassen.

So wurde Lisa Lang von Claus Vogt zur Vereinsmanagerin gemacht. Lisa Lang ist im April 2021 mit großen Ambitionen angetreten und war dem Präsidenten anfänglich treu ergeben. Aber auch hier hat sich das Blatt inzwischen gewendet: Im Laufe der Zeit wurde Lisa Lang klar, was Thomas Hitzlsperger in seinem Offenen Brief aus dem Dezember 2020 meinte. Denn Claus Vogt führt den VfB nicht, so wie es das Amt eines Bundesligisten erfordert. Wie Thomas Hitzlsperger schon geschrieben hatte: „Er führt nicht, er informiert zu wenig, er fällt selten Entscheidungen, er pflegt keinen offenen Austausch und keinerlei Streitkultur.“ Am besten beschreibt Thomas Hitzlsperger ihn im folgenden Satz: „Der Profilierungswunsch eines einzelnen bedroht so die Existenz des ganzen Vereins.“

Unter solch unprofessioneller Vereinsführung durch den Präsidenten ist es für eine junge unerfahrene aber engagierte Vereinsmanagerin extrem schwer, ihre Rolle vollständig auszufüllen. Denn eine Vereinsmanagerin ist auf die Zuarbeit des Präsidenten angewiesen. Die ehemaligen Präsidiumsmitglieder Gaiser und Mutschler schrieben im Dezember 2020 an den Vereinsbeirat, wo die Probleme mit Claus Vogt liegen:

„Mangelhafte Beiträge des Präsidenten Claus Vogt zu Arbeitsprozessen, z.B. verzögerte oder unsachgemäße Erstellung bzw. Verabschiedung von Protokollen, mangelhafte Mitwirkung an wichtigen Weichenstellungen in Strategieklausuren etc.“

„Zur Agenda gingen von Claus Vogt kaum bis keine Beiträge ein. In der Klausur wurden gemeinsame Schwerpunkte in der Präsidiums-Arbeit festgelegt. Im Nachgang wurden Themen durch Claus Vogt nicht konsequent abgearbeitet.“

„Keine Beiträge von Claus Vogt zur Agenda trotz mehrmaliger Aufforderung…“

„Mangelhafte Sitzungsleitung bei Präsidiums-Sitzungen und präsidiumsinitiierten Sitzungen mit dem Vereinsbeirat und den Abteilungen“

„schwache weil passive Sitzungs-Führung“

„mangelhafte inhaltliche Vorbereitung“

Im Aufsichtsrat ging es nicht besser zu. Der Aufsichtsrat sah sich sogar gezwungen, in einem „Brandbrief“ folgendes gemeinsam an Vogt als Aufsichtsratsvorsitzender zu schreiben:

„Um unserer per Gesetz auferlegten persönlichen Verantwortung nachzukommen, müssen wir vor allem notwendige Beschlüsse und Stellungnahmen zum Wohle der VfB AG aber auch treffen können. Die gestrige Sitzung hat aber wieder gezeigt, dass Sie uns das als unser Vorsitzender allerdings massiv erschweren und in Teilen unmöglich machen. Wir können das in dieser Form nicht weiter akzeptieren und behalten uns für den Fall, dass sich das nicht kurzfristig ändert

weitere Schritte ausdrücklich vor.

Es kann nicht sein, dass man uns Tagesordnungen in veränderter Form vorlegt, Sitzungen nach Belieben abbricht oder verschiebt und notwendige Beschlüsse verhindert, …


Wir rufen Sie deshalb auf sich umgehend zu einer konstruktiven Arbeitsweise zu bekennen und uns dies auch zu erklären.“

In einer weiteren Mail des Aufsichtsrats an Vogt heißt es: „…bis zum fehlenden Basiswissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen einer ordnungsgemäßen Corporate Governance, in der Summe über Ihre fehlende Qualifikation für diese Aufgabe in vielerlei Hinsicht.“

Dennoch hat sich Lisa Lang in ihre Aufgabe gut eingearbeitet. Allerdings sind die Rahmenbedingungen als Vereinsmanagerin für sie inzwischen so belastend, dass auch sie ihren Abgang als Vereinsmanagerin bereits eingeleitet hat – und das ist vorrangig in der Person Claus Vogt begründet.

Hierzu folgender Hintergrund: Natürlich hat Lisa Lang inzwischen erkannt, wie Vogt den Verein wirklich führt – und von dieser Art der Führung ist sie, vorsichtig ausgedrückt, nicht begeistert. Intern hat sie sich diesbezüglich gegenüber Kolleginnen und Kollegen sehr freizügig und kritisch sowienegativ über Claus Vogt geäußert. Solche Äußerungen haben dann auch direkte Konsequenzen. In Lisa Langs Fall sollten es finanzielle Konsequenzen sein. Denn Lisa Lang wurde vom Präsidium gebeten, als Co-Trainerin der 1. VfB Frauenmannschaft auszuhelfen. Aufgrund der nunmehr aufgebrachten Fahrkilometer bekam Lisa Lang einen Dienstwagen. Der reduzierte allerdings steuerlich ihr netto Monatseinkommen um rund 300 Euro. Da sie für die Leistung als Co-Trainerinkeine Vergütung erhält, hatte man sich im Präsidium darauf geeinigt, ihr Gehalt so anzupassen, dass die Dienstwagensteuer im Nettobetrag ausgeglichen werden soll. Vor dem Hintergrund der zeitlichenMehrbelastung und Aufgabenerweiterung eine für den VfB sehr „günstige“ Lösung.

Aber die Erhöhung ließ dann plötzlich auf sich warten. In einer E-Mail an das VfB-Präsidium erinnerte Lisa Lang dann an die eigentliche Absprache. Die Antwort von Vogt dauerte nur wenige Minuten undbestand auch nur aus einem Wort: „Abgelehnt“.

Inzwischen hat Lisa Lang mit Alex Wehrle eine Vereinbarung getroffen, dass sie hauptamtlich und in Vollzeit vom e.V. in die AG wechselt und sich ganz auf die Frauenmannschaft konzentriert, die inzwischen nicht mehr zum e. V., sondern zur AG gehört. Somit verlässt Lisa Lang den e. V. zum 31.März 2023. Ein Wechsel, der nach außen als Gewinn für die Frauenmannschaft verkauft wird sowie als logische Konsequenz aufgrund der persönlichen Präferenzen von Lisa Lang. Wäre das Verhältnis zu ihrem ehemaligen „Fürsprecher“ inzwischen nicht so unterkühlt, hätte dieser Wechsel wahrscheinlich so nicht stattgefunden oder wäre zumindest in anderer, ehrlicherer Form erfolgt. Um es in der Außendarstellung aber nicht weiter eskalieren zu lassen, hat sich Lisa Lang entschieden, die restliche Zeit sich einfach zu fügen und keine weitere Kritik zu äußern und ihr Engagement im e. V. jetzt langsam auslaufen zu lassen.

Diese Vorgehensweise in der Personalführung gab es bereits früh nach der Wahl vom 15.12.2019. Der damalige Generalsekretär des Aufsichtsrats, Patrick Wehnhardt, hat Claus Vogt bereits am 17.12.2019 angekündigt, dass er ihn sofort entlassen wollte, quasi als erste Amtshandlung. Der Aufsichtsrat und die AG stellten sich allerdings quer, doch nach einigen Wochen gab Wehnhardt auf und unterzeichnete nach acht Jahren VfB-Zugehörigkeit einen Aufhebungsvertrag. Hartmut Jenner holte ihn zu Kärcher, sein „Nachfolger“ wurde Moritz Müller. Aber auch dieser zog es im April 2021 nach drei Jahren Vereinszugehörigkeit vor, zum FC Augsburg zu wechseln. Gegenüber Vereinsbeiratsmitglieder deutete er bereits Ende 2020 seine baldige Kündigung an, die Arbeitsbedingungen unter Claus Vogt seinen ausserhalb dessen, was man von einer Vereinsführung sonst gewohnt wäre.

Die Anfänge des Endes

Blickt man zurück auf die Anfänge des populären, man möchte schon fast „populistischen“ Höhenfluges

von Claus Vogt sagen, wird mit dem heute nötigen Abstand zur damals aufgeheizten Stimmung rund um den VfB einiges klarer. Zu einer Zeit, in der damals wild spekuliert, öffentlich angefeindet und attackiert wurde. Ein Blick, der vor allem mit dem heutigen Einblick in alle damaligen Gutachten, Gerichtsprotokolle und Unterlagen ein sehr erhellendes Bild über die „VfB-Datenaffäre“ gibt – also über den echten Ausgangspunkt für Claus Vogts heutige Machtbasis im Verein.

Eine entscheidende Rolle sollten hier die drei Gutachten von Esecon und dem von Esecon bei der Kölner Kanzlei Seitz beauftragten vierten Gutachten darstellen. Ganz abgesehen davon, dass die Esecon Beauftragung durch Claus Vogt vermutlich widerrechtlich geschah, da er sie alleine, ohne Beschluss des Präsidiums erteilte und die Beauftragung nur seine Unterschrift trug. Im Prinzip war dieser Auftrag also sein Privatvergnügen.

Der Aufsichtsrat der AG und die AG selbst haben ebenfalls Gutachten bei Gleiss Lutz und Osborne Clark in Auftrag gegeben. Das Ergebnis dieser Gutachten war nur nicht ganz so skandalös, wie Claus Vogt es gerne gehabt hätte. Ihm war klar, dass er bereits nach den ersten drei Monaten seiner Amtszeit von fast allen im Präsidium, Vereinsbeirat, Aufsichtsrat und Vorstand der AG so „angezählt“war, dass er selber erahnen konnte, dass man ihn Ende 2020 nicht für eine zweite Amtszeit nominieren würde. Retten konnte ihn nur ein Skandal. Ein Skandal, bei dem er vermeintlich im Sinne der Mitglieder die Mitgliederrechte gegen alle verteidigte, gegen die, die beim VfB angeblich doch so „unanständig“ sind und sich ihm und seiner „ehrlichen“ Aufklärung nur in den Weg stellen. Denn er will angeblich (!) aufklären und das Ansehen des VfB retten, wobei alle anderen angeblich ihr „unlauteres“ Handeln zum Schaden des VfB vertuschen möchten. So die Ausgangslage in der öffentlichen Wahrnehmung der Datenaffäre. Eine Wahrnehmung, die Vogt selbst als Informant zahlreicher Medien überhaupt erst gerierte.

Wie man das mit einem Skandal am besten hinbekommt, hatte ihm Michael Astor im Frühjahr 2020 verraten. Astor, der als Bundesbetriebsprüfer beim Bundeszentralamt für Steuern amtlich bestellt ist.Die beiden kannten sich noch aus den ehemaligen Mitgliederausschüssen des VfB. Im Grunde war Michael Astor der „Ideengeber“ dafür, wie man die „Datenaffäre“ richtig groß machen könne. Das schadete zwar dem Verein, aber es half Claus Vogt, sich als „edler, weißer Ritter“ im Kampf gegen die Etablierten im Verein und als Kämpfer für die Mitgliederrechte zu positionieren. Genau das hatte nämlich Esecon als „eigentlichen“ Auftrag: Den vermeintlichen Skandal erst recht zu einem Skandal zu machen, nachdem die beiden anderen Gutachten nicht zum großen Skandal taugten. Das wird auch aus einer weiteren Mail des Aufsichtsrats an Vogt deutlich: „Die Beauftragung von Esecon hat für verdammt viel Geld zur Aufklärung überhaupt keinen Beitrag geleistet. Das war weder vom Prozess her noch vom Ergebnis her ein professionelles Vorgehen, im Gegenteil.“

Um was ging es eigentlich bei dem „Datenskandal“ noch einmal? – Die Öffentlichkeit ist sich sicher: Es wurden 2017 Daten an Dritte weitergegeben, um gezielt Mitglieder zu bespielen und diese bei der Abstimmung zur Ausgliederung des Profifußballs in eine AG „positiv und zustimmend“ zu beeinflussen. Das wurde als fester Fakt kommuniziert und der damalige Dienstleister brüstete sich in einem Podcast mit dieser Leistung. Allerdings ist diese Darstellung mehr als fragwürdig: Weder der Landesdatenschutzbeauftragte noch die ersten beiden Gutachten konnten Beweise erbringen, anhand derer dieser Vorgang tatsächlich rechtswidrig zu belegen gewesen wäre. Die im Zuge der Datenaffäre 2021 entlassenen fünf Personen aus Vorstand und Führungsebene bei der VfB AGgewannen alle ihre Arbeitsgerichtsprozesse oder erzielten Vergleiche. Das Gericht konnte bei keinem der entlassenen VfB-Funktionsträger einen Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen aus dem Jahr 2017 oder nachfolgend feststellen, der eine Entlassung 2021 gerechtfertigt hätte. Entsprechend hohe Abfindungen als Millionensummen mussten vom VfB als Entschädigung an die Entlassenen gezahlt werden.

Das Bußgeld, das der VfB zu bezahlen hatte, resultierte daraus, dass die damalige Datenschutzvereinbarung mit dem Dienstleister nicht umfänglich formuliert und in Teilen gar nicht unterzeichnet war, was einem groben Verfahrensfehler entspricht, der mit einem Bußgeld belegt werden musste. Der Imageschaden des VfB hätte aber deutlich kleiner gehalten werden können, wenn man nicht Vermutungen zu Tatsachen erklärt hätte. Denn hier spielte ein zeitlicher Umstand Claus Vogt in die Karten. Der ganze Vorgang ereignete sich zu einer Zeit, in der noch die alte, rein deutsche Datenschutzverordnung galt. Diese war damals nicht so umfangreich gestaltet wie die im Mai 2018 in Kraft gesetzte Europäische Datenschutzgrundverordnung. Somit trat diese also erst fast ein Jahr nach dem vermeintlichen „Datenmissbrauch“ in Kraft. Viele Fans und Mitglieder, die sich damals (Ende 2020) ärgerten, brachten das aber nicht zwingend in den richtigen zeitlichen Zusammenhang. Denn das vermeintliche Vorgehen des VfB mit den Mitgliederdaten wäre nach der alten Gesetzeslage möglich gewesen, wenn man die Formalitäten eingehalten hätte. Mit der Gesetzeslage, die seit Mai 2018 in Kraft ist, wäre ein solches Vorgehen nun unzulässig. Moralisch kann man das generell diskutieren, juristisch wäre es aber nicht zu beanstanden. Hätte es den Aufschrei der Fans und Mitglieder wirklich in der großen Form gegeben, wenn es am Ende juristisch lediglich um einen gravierenden „Formfehler“, nicht aber um einen möglichen echten datenschutzrechtlichen Skandal ging? Hätte man das Wohl des Vereins im Auge gehabt, dann hätte der Vorgang sicherlich ein nüchternes Ende gefunden. Und ganz nüchtern betrachtet, nach Durchsicht aller sechs Gutachten, kann man sagen, dass hier große Summen aufgebracht wurden, die am Ende nicht wirklich ein brauchbares Ergebnis lieferten. Das einzige wirkliche Ergebnis lieferte das „siebte“ Gutachten des Landesdatenschutzbeauftragten. Das war und ist für den VfB das einzig bindende und auch das einzige mit Konsequenzen und das hat als Gutachten nicht einmal etwas gekostet, außer das auferlegte Bußgeld, wegen Formalfehler.

Hier ging es aber nicht um den Verein, hier ging es um die Geburt des „Mythos Claus Vogt“. Einer, der davor stand, die kürzeste Amtszeit in der VfB-Geschichte zu erreichen und der zugleich möglicherweise nach einem Jahr Amtszeit nicht für eine zweite Amtszeit zugelassen worden wäre.

Mit der von ihm erzählten Geschichte war er plötzlich immun gegen alle Kritiken. Die Pfeilspitze drehte sich. Die Gremiumsmitglieder waren über Nacht machtlos, die Fanszene tobte und Claus Vogt war der „edle, weiße Ritter“ im Kampf gegen alle anderen. Echte Argumente und klare Fakten zählten nichtund sollten auch nicht zählen. Die Fans, vorrangig die Twitter und Podcast Welt legte sich fest, einzig der Präsident sagt die Wahrheit und alle anderen lügen.

Ein Umstand, den Thomas Hitzlsperger und alle anderen Führungspersonen in Verein und AG am Anfang völlig unterschätzten und der sie selbst am Ende aus allen Ämtern drängte. Denn ihre Strategie war es, das Image des Vereins nicht zu beschädigen, den gesamten Sachverhalt sehr ruhig und besonnen anzugehen und vollumfänglich aufzuklären. Sie rechneten nicht damit, dass Claus Vogt der Verein egal war und er in zerstörerischer Absicht nur seine persönliche Agenda zu verfolgen schien. Dieses Vorgehen war für alle weit außerhalb dessen, was sie sich vorstellen konnten. Und genau diese Vorgehensweise machte sie am Ende alle machtlos – oder wie hatte es Thomas Hitzlsperger im offenen Brief noch einmal formulierte: „Der Profilierungswunsch eines einzelnen bedroht so die Existenz des ganzen Vereins.“

Wie subtil Claus Vogt auch hier agierte, zeigen folgende Punkte. „Mister Transparenz“ bzw. der selbsternannte „Fan-Präsident“ Claus Vogt spielt (!) immer nur diese Transparenz. Exemplarisch dafür ist der Umgang mit den Gutachten. Er verkündete mit großer Geste, er wolle die Gutachten aus Transparenzgründen veröffentlichen. Damals aber ging das angeblich nicht, Grund: Die damals laufenden Arbeitsgerichtsprozesse.

Die Veröffentlichung aller drei Gutachten war aber offensichtlich nie sein Plan, denn sonst hätte erlängstens nach Einigung in den Arbeitsgerichtsprozessen und dem geschlossenen Vergleich die Gutachten veröffentlichen können. Dass er dies nicht tat, hat gute Gründe. Wären alle sechs Gutachten veröffentlicht worden, dann hätte jeder lesen können, wie groß der Unterschied zwischen den Gutachten von den zwei renommierten Kanzleien („Gleiss Lutz“ und „Osborne Clark“) zu der im Markt umstrittenen Kanzlei Esecon ist. Hierzu schrieb der Aufsichtsrat an Vogt, nach dem er sich als großer Aufklärer hat feiern lassen: „Damit übergehen Sie bewusst, dass wir als Aufsichtsrat der AG und Thomas (Anm. Red. Hitzlsperger) für den Vorstand, gemeinsam dieses Kapitel aufgearbeitet haben… Übrigens mit Hilfe von seriösen Anwaltskanzleien. „

Interessant ist auch, dass nur das Esecon-Gutachten an einzelne ausgesuchte und Vogt gewogene Pressevertreter geschickt wurde – im Gegensatz zu den anderen beiden Gutachten. Genau so lief auch das Procedere zwischen dem DFB und Esecon ab. Es gibt hier in der Skandalisierung einige interessante Parallelen zwischen VfB und DFB, beginnend mit der Beauftragung von Esecon.

Das Gutachten hilft immer nur dem direkten Auftraggeber in Person und vernichtet die Gegner des Auftraggebers. Beim DFB half es anfänglich Reiner Koch – und beim VfB half es am Ende nur Claus Vogt. Die Ähnlichkeiten zwischen beiden in ihrem jeweiligen Verhalten sind auch hier erstaunlich ähnlich. Erwähnenswert ist noch, die Veröffentlichung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem Claus Vogt beim VfB der Einzige war, der das Gutachten hatte. Und so ist es beim VfB ein offenes Geheimnis, dass Claus Vogt selbst die Informationen an die Presse durchgestochen hat oder hat, durchstechen lassen. Denn es nützte nur ihm in seiner Strategie, nicht dem Verein.

Dazu gehörte auch der besondere Winkelzug, wegen der Veröffentlichung des Esecon-Gutachtens in der Stuttgarter Zeitung und im Spiegel medienwirksam zeitgleich einen Aufschrei zu konstruieren und sofort die Staatsanwaltschaft ins Spiel zu bringen – wegen „Geheimnisverrats“.

Die vermeintliche und durch Vogt öffentlich kommunizierte Anzeige ging nie bei der Staatsanwaltschaft ein. Man kann es auch mit folgendem Bild beschreiben: Der Ladendieb schreit auf der Straße: ‚Haltet den Dieb“, um von sich selbst abzulenken. Dieser ganze Vorgang von Vogt war, wie vieles bei ihm, reine Show und trieb seine vermeintliche Sicht der Dinge weiter voran. Der Aufsichtsrat formulierte es in einer Mail an Vogt so: „Ihr Programm besteht nur noch aus geschickt inszenierten Diffamierungskampagnen aus Ihrem Umfeld gegen anders Denkende und dem Herausstellen Ihrer sich selbst zugeschriebenen Rolle in der Datenschutzaffäre.“

Vogt war der strahlende und inzwischen populäre Präsident, der VfB als Verein hingegen der große Verlierer.

Offene Geheimnisse – versteckte Tricks

Aus dieser Gemengelage und Verzweiflung heraus darf man die offenen Worte von Thomas Hitzlsperger einsortieren. Natürlich war er der falsche Absender dieses Briefs, als Vorstandsvorsitzender war er dazu nicht berechtigt. Es muss die reine Verzweiflung gewesen sein, die ihn zu diesem Schritt trieb. Man kann über Thomas Hitzlsperger vieles sagen, aber ganz sicher nicht, dass er sich nicht für den Verein einsetzte und dass ihm der Verein nicht am Herzen lag. Das Gegenteil war und ist der Fall! Er hatte damals die Hoffnung, dass seine Popularität in der Fanszene ausreiche, um das Ruder wieder in die Hand zu bekommen. Dass er damit Vogt indirekt in seineStrategie hineinspielte, konnte er auch nicht ahnen. So musste das kommen, was kam: Vogt wurde von der Fanszene in ungeahnte Höhen katapultiert, wie es noch nie ein VfB-Präsident bis dahin geschafft hatte. Im Vereinsbeirat, der ursprünglich Vogt gar nicht mehr zur Wahl zulassen wollte, kam es zur Rücktrittswelle. Die Stuttgarter Nachrichten formulierten es so: „Wochenlang hatte es so ausgesehen, als habe Claus Vogt keine Chance, für eine Wiederwahl nominiert zu werden. Im letzten Moment hat sich die Vogt-Fraktion um André Bühler, Marc Nicolai Schlecht und Rainer Weninger durchgesetzt – auch weil Claudia Maintok und James Bührer schon vor der entscheidenden Sitzung am Sonntag ihre Mandate niedergelegt hatten. Auch der Vorsitzende Wolf-Dietrich Erhard ist auf dem Rückzug – dass er sein Amt vorerst nur ruhen lässt, liegt daran, dass er die Geschäftsfähigkeit des Gremiums nicht gefährden will.“

Das Spiel endete aber nicht an dieser Stelle, es ging geradezu weiter im anstehenden Wahlkampf2021. Schon bei der ersten Wahl im Dezember 2019 hatte der Geschäftsführer der Filialkette Osiander, Christian Riethmüller, als Herausforderer die unschönen Seiten erlebt: Er brauchte bis zum Ende des Wahlkampfs, bis er verstand, wie Vogt mit seinen strategischen Anhängern auf Twitter und in diversen Internetblogs jede kleinste ungeschickte Äußerung zum veritablen Skandal aufbauschte. Denn Skandale sind Vogts Sache – so etwa das angebliche Facebook-Posting von Christian Riethmüller über den damaligen VfB-Spieler Ascacibar, in dem er sich negativ über den Spieler äußerte. Riethmüller sagte damals zur Presse: „Irgendwer will mich aus dem Spiel haben.“

Im Wahlkampf 2021 hatte der Herausforderer Pierre-Enric Steiger in der ersten Pressekonferenz betont, er hätte Maßnahmen ergreifen und sich professionelle Unterstützung holen müssen, da es bereits erste Angriffsversuche auf seine Accounts auf Facebook und auf Instagram gegeben habe. Auch bei Steiger wurden künstliche Skandale erzeugt. Einem bis dahin integren Präsidenten einer renommierten gemeinnützigen Stiftung wurde plötzlich nach einer Podcast-Sendung aus dem Fanumfeld Rassismus vorgehalten, da er sich über den Zusammenhang der christlichen Nächstenliebe und der Qualität der Notfallrettung ausließ. Dieser Vorwurf wurde als erstes von der Stuttgarter Zeitung am 29. Juni 2021 aufgegriffen, die dann am 1. Juli 2021 den Vorwurf selbst als ungerechtfertigt bezeichnete, um ihm jetzt aber in demselben Artikel Frauenfeindlichkeit vorzuwerfen, weil er sich nicht erklären konnte, warum es im „VfB Freundeskreis“, einem besonders finanzstarken„VfB-Fanclub“, so wenige Frauen gab.

Bemerkenswert war auch, dass Mitarbeiter des VfB tatsächlich angewiesen wurden, Kontakt mit Steiger im Wahlkampf nur mit vorheriger Genehmigung durch den amtierenden Präsidenten haben zu dürfen. Steiger machte diese undemokratische Vorgehensweise öffentlich, Vogt verteidigte das Vorgehen, da man angeblich einem Geheimnisverrat vorbeugen müsse. Steiger dürfe nicht alles wissen – schon aus Gründen des Datenschutzes. Da ist es wieder, das „Wunderwort“ Datenschutz, mit dem alles „erschlagen“ werden kann.

Im Wahlkampf 2021 ging es aber nicht nur um Vogt, dieser war eher nebensächliche Figur, sondernauch um die Posten im Präsidium und im Vereinsbeirat, die eigentlichen Machtapparate von Claus Vogt. Über das sehr zweifelhafte Nominierungsverfahren könnte man einen eigenen Beitrag verfassen. Die Art und Weise, wie das Auswahlgremium besetzt ist, ist offensichtlich eine Schwachstelle in der Satzung: Amtierende Vereinsbeiräte haben hier indirekten Einfluss darauf, wer ihre eigenen Herausforderer sind. Mit transparenter Demokratie hat das allenfalls sehr wenig zu tun -wie so vieles beim VfB. „Zirkelbezug“ ist hier der Fachbegriff, der den Fehler der Satzung beschreibt und den es eigentlich gar nicht geben dürfte.

Rainer Weninger und André Bühler als frische neuer Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender, nach dem im Februar 2021 Wolf-Dietrich Erhard sein Amt ruhen und Claudia Maintok aus dem Vereinsbeirat ganz zurücktrat, haben für sich die Chance genutzt und fast jede Podiumsdiskussion mit einer persönlichen Begrüßung und Einleitung im Wahlkampf begonnen. Diese Möglichkeit war allen anderen Bewerbern nicht gegeben. Somit konnten sich die genannten beiden Personen deutlich von allen anderen Bewerbern absetzen. Besonders auffällig war dies bei der ersten Vorstellungsrunde in der „VfB Soccer Lounge“ in der Mercedes-Benz-Arena am 24. Juni 2021. Hier hat man die Vorstellung aller Kandidaten nicht dem Moderator überlassen, vielmehr waren es Weninger und Bühler, die dies vornahmen, obwohl intern diese Vorgehensweise bereits im Vorfeld als „ungeschickt“ kritisiert wurdeund der Moderator Alexander Franke für die Vorstellung aller Kandidaten eigentlich vorgesehen war.

Weniger, Bühler und Schlecht sollten aus Vogts Sicht auf jeden Fall wiedergewählt werden, da sie es ihm ja erst ermöglichen konnten, erneut zu kandidieren. Ohne ihre Unterstützung wäre er aus dem Rennen gewesen. Sie gehören somit zu seinem engen Kreis der Verbündeten. Diese drei gaben sich bei jeder Veranstaltung als regelrechtes Team zu erkennen. Hubert Mörk, zu dem Zeitpunkt ebenfalls Vereinsbeiratsmitglied und auch Kandidat für die Wahl, spielte vor allem bei Bühler zu diesem Zeitpunkt schon keine Rolle mehr, denn man hatte eine klare Vorstellung davon, wen man im Gremium haben wollte und wen nicht. Mörk gehörte nicht dazu, was ihm selbst aber erst am Tag der Wahl aufgefallen ist, obwohl er nicht zu den Vogt Kritikern zählte und sich eher neutral in den heißen Monaten davor gab.

Denn mit Susanne Schosser, Martin Bitzer und Bernadette Martini gab es schon drei Kandidatinnen und Kandidaten, die sich offen für Claus Vogt einsetzten. Werner Gass und Kai Engler galten als „formbar“ oder als „Mitläufer“, wobei diese im Mehrheitsverhältnis des Gremiums keine Rolle spielten, da man auch andere Kandidaten akzeptiert hätte. So blieb aber noch eine Person, die für Claus Vogt einen wichtigen Strippenzieher darstellte: Michael Astor. Schließlich hatte gerade er ja Claus Vogt in Sachen „Datenaffäre“ zu der Frage beraten, wie man das Thema für Vogt nutzbar machen könne.

Astor galt aber als Wackelkandidat mit Blick auf die Frage, ob er die nötige Stimmenzahl bekommen könne. Daher griff man ganz tief in die Trickkiste. Michael Astor verkündete wenige Tage vor der Wahl über die Sozialen Media, ein Gremiumsmitglied aus dem Anti-Vogt Lager, hätte versucht ihn als „U-Boot“ anzuwerben, damit er sich als „Vogt-Freund“ ausgebe. Im Gegenzug würde man ihm genügend Stimmen besorgen, damit er gewählt werden würde. Er solle später im Gremium aber im Sinne der „Vogt-Gegner“ arbeiten. Diese Geschichte machte er öffentlich, ohne bis heute einen Namen genannt zu haben oder die Frage zu beantworten, wer ihn angeblich ansprach. Auch Beweise konnte er bis heute keine dafür präsentieren, dass die Geschichte überhaupt jemals passiert war.

Die Geschichte sorgte für ein breites Echo. Die Stuttgarter Zeitung berichtete zuerst -interessanterweise genau der Redakteur, der auch schon auf wundersame Weise über das Esecon-Gutachten und alle anderen angeblichen Fehltritte der bisherigen Präsidentenherausforderer berichtete. Die Geschichte wurde vier Tage vor der Wahl umfassend gespielt. Fast alle Zeitungen der Region Stuttgart berichteten und auch Radiosender verbreiteten die Nachricht. Vogt bedankte sich öffentlich bei Astor für den „Mut“ das vor der Wahl offen zu sagen und somit für „Transparenz“ zu sorgen. Vogt bescheinigte Astor absolut lautere Absichten. Über Nacht war Micheal Astor das bekannteste Gesicht der Vereinsbeiratskandidaten. Ergebnis: Nach Andre Bühler errang er die zweitmeisten Stimmen und war somit sicher gewählt.

Wie im Märchenwunderland

Niemand hinterfragte den Wahrheitsgehalt dieser Angelegenheit. Wie wahrscheinlich wäre es denngewesen, mit den angeblichen Stimmen aus dem „Anti-Vogt-Lager“ überhaupt jemanden in ein Gremium hineingewählt zu bekommen? Für die Stimmungslage war klar: Über 95 Prozent der Mitglieder in der Mitgliederversammlung waren für Vogt und sein Lager. Das war Wochen vor der Wahl bereits absehbar und bestätigte sich mit den Wahlergebnissen entsprechend. Daher ist schon der Gedanke an diese Geschichte vollkommen unwahrscheinlich. In einem Tweet von Astor am 18.Februar 2022 auf die Frage angesprochen, er möge doch im Sinne der Transparenz den Namen nennen, der ihn damals angesprochen hätte, schrieb er folgende Antwort: „Das wäre nicht transparent gewesen, den Namen zu nennen, sondern ein Niveau, welches ich nicht pflege. Es gab nochmal ein persönliches Gespräch mit dieser Person und daher ist für mich hier auch ein Haken dran.“

Das ist also die Interpretation von Transparenz. Intransparenz wird jetzt als das bessere Niveau bezeichnet. Auf Twitter nannte das ein anderer Wahlbetrug! Es gibt keinen Beweis für die Geschichte, die Michael Astor offenkundig ins Amt brachte und die nötige Aufmerksamkeit bescherte, um im Vogt-Lager positiv aufzufallen. Dass Astor ein wichtiger Kämpfer für Vogt bleibt, zeigt sich in seinem Twitterverhalten von Januar bis Februar 2023. Um das besser zu verstehen, muss die aktuelle Ausgangslage beschrieben werden.

Nehmen wir dazu den Umgang und die Faktenbasis der letzten „Skandale“ jüngster Zeit und beginnen wir mit einem weiteren Rechtsgutachten.

Im November 2022 wurde bekannt, dass ein VfB-Mitglied, der ehemalige Herausforderer von Claus Vogt – Pierre-Enric Steiger – ein Rechtsgutachten über mögliche Satzungsverstöße von Vereinsbeiratsmitgliedern bei der Kanzlei Luther in Auftrag gegeben hatte. Dieses habe er laut Medienberichten Anfang November 2022 an Claus Vogt übergeben.

Das Gutachten stellt auf über 20 Seiten dar, warum Andre Bühler und Marc Nicolai Schlecht gegen die Satzung verstoßen haben, wie sie damit automatisch ihr Amt verwirkt hätten und somit schon jetzt keine Mitglieder des Vereinsbeirats seien. Entsprechende Unruhe löste dieses Gutachten auch in den Gremien aus. Ein normales Vorgehen wäre gewesen, die VfB-Anwälte mit den Anwälten von Luther zusammenzusetzen und die Fälle gemeinsam mit Jan Räker als dem Justiziar des VfB zu erörtern. Das wurde aber von Seiten des VfB strikt abgelehnt. Statt den Sachverhalt transparent zu bewerten und im Sinne der Satzung zu handeln, gab es von Anfang an nur eine Strategie: Wie wird man das Gutachten und am besten den Auftraggeber in einem Schritt los?

Man täuschte so die Mitglieder und die Öffentlichkeit bis zum Äußersten, um die eigenen Vertrauensleute mit allen Mitteln im Amt zu halten. Denn das, was im Gutachten stand, war intern bereits vor dem Gutachten bekannt. Mehrere heftige Diskussionen im Vereinsbeirat und Präsidium um die Tätigkeiten von Marc Nicolai Schlecht waren dem Gutachten schon um Wochen vorausgegangen. Intern war in vielen Abteilungen bereits bekannt, dass es ein „Satzungsverstoß-Problem“ gibt. So schrieb bereits im September Martin Dietz von der Frauenmannschaft, ans Präsidium: „Die gut funktionierende ärztliche Betreuung durch Marc Nicolai Schlecht kann nach unserem Infostand aus Satzungsgründen nur über den e.V. verrechnet werden. Budgetseitig hatten wir die ärztliche Betreuung der 1. Mannschaft zugeordnet, in der Ist–Erwartung haben wir die anfallenden Kosten jetzt aber im e.V. belassen, um das etablierte Modell sicherzustellen. Vielleicht gibt es aber zukünftig auch noch andere, bessere Möglichkeiten die Thematik satzungsgemäß korrekt zu handhaben.“

Dass ein Verein überhaupt einen Mannschaftsarzt beschäftigt für eine Frauen Oberliga, ist bereits mehr als ungewöhnlich. Nachdem aber Schlecht jetzt die 1. Frauenmannschaft wegen der Satzung nicht mehr betreuen darf, hat man seinen Vertrag einfach auf die 2. Mannschaft in der Bezirksliga und die U17 eingeschränkt – zu denselben Konditionen. Kein anderer Verein in Europa gönnt sich das – und das bei der Finanzlage des VfB. Hinzu kommt, dass dieser Posten nie ausgeschrieben wurde und einfach ohne Absprache an ein Gremiumsmitglied vergeben wurde. Da stellt sich die nächste Frage:Warum ist dieser Vertrag eigentlich erforderlich?

Dr. Marc Nicolai Schlecht hat als Mediziner keine Kassenzulassung. Er darf nur Privatpatienten versorgen. Da die Spielerinnen in der Regel alle gesetzlich versichert sind, können die Leistungen mit der gesetzlichen Krankenkasse nicht abgerechnet werden. Mit dem Vertrag fungiert der VfB quasi wie eine private Krankenversicherung – mit dem exklusiven Arzt Dr. Schlecht.

Da Marc Nicolai Schlecht immer betont, er würde nur eine kleine Aufwandsentschädigung bekommen, sollte man sich eine E-Mail von Ende Oktober 2022 an das VfB-Präsidium ansehen. In dieser E-Mail werden die Vertragsinhalte mit Dr. Schlecht, durch den Assistenten von Vogt, Marco Fischer, aufgezeigt: „Schlecht hat Verständnis dafür, dass das Präsidium den eingeschlagenen Weg der medizinischen Betreuung für die 1., 2. und U17-Frauenmannschaft auf Basis der geänderten Rahmenbedingungen (Übertragung 1. Mannschaft an die AG) nicht mehr befürworten kann, da die Abwicklung – wie von Jan Räker berichtet – als nicht satzungsgerecht erachtet werden könnte.“

„Aus der Präambel des Nachtrags sollte dann klar hervorgehen, dass ausschließlich die geänderten Rahmenbedingungen und die damit einhergehende Satzungsproblematik dazu führen, dass er sein Amt als Mannschaftsarzt der 1. Frauenmannschaft im Rahmen der bestehenden Kooperation nicht fortführen kann.“


Wenn davon nur die Hälfte stimmt, müsste eigentlich jeder vernünftig denkende VfB Fan die Schubkarre holen und vor der 109 warten, um Vogt und Co wo auch immer hinzufahren, Hauptsache weg von unserem Verein.

Bis vor kurzem dachte ich, dass ich keinen Präsidenten mehr erleben werde, der schlimmer als der Spalter wird, ich habe mich getäuscht. Dunkel erinnere ich mich an eine Aussage, die ich heute gerne widerrufen möchte:

viewtopic.php?p=335174#p335174

Mea culpa, hätte nicht gedacht dass er diese Messlatte reissen würde.


Feuer-Wehrle
Ach liebe Seggl,

Ihr (zumindest einige von Euch) seid schon so ziemliche Seggl. Kaum haut ein belangloser und rein auf billige Provokation abzielender Account eine - zugegebenermaßen komplett unpassende, nichtsdestotrotz aber zulässige - Meinungsäußerung raus, lasst Ihr Euch triggern wie ein paar ostsächsische Quer- und Selberdenker (Achtung: keine Gleichsetzung! nicht dass das auch wieder zu unbegründeten Erregungen führt), die mit Fackeln und Fahnen am Straßenrand ihrer übersanierten "Gau"-Dörfer stehen und "Freiheit!" mit dem dumpf empfundenen "Recht" auf Selbstjustiz und Sezession verwechseln.

Finden dann allerdings tatsächliche Straftaten hier im Forum statt, lebt Ihr aus falsch verstandener Rücksicht auf einen mutmaßlich kranken, deswegen vermutlich hilfsbedürftigen, nichtsdestotrotz keinen Freifahrtschein für Gesetzesverstöße habenden alten Forenkumpel genau den Chor-Geist vor, den Ihr bei sich bietender Gelegenheit an anderer (aber eben nicht Eurer) Stelle zu recht lautstark kritisieren würdet.

"Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?" (Matthäus 7:3)

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Feuer-Wehrle hat geschrieben:Ihr (zumindest einige von Euch) seid schon so ziemliche Seggl.


NeinDochOh!?!


Samma, was isch eigentlich los grad, dass man meint hier von außen küchenpsychologischen Stuhlkreis veranstalten zu müssen..? Meta-Forum geht anderscht.

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