Klar, weil Rudi Völler ein verkannter Ausbund an Vernunft ist – merkt nur keiner, weil man dem armen Mann nicht richtig zuhört. Nein nein, das ist als würde ich mir jeden Tag die Bild-Zeitung von vorn bis hinten durchlesen, um mich davon zu überzeugen, dass es immer noch ein mieses Drecksblatt ist – Völler ist ein Blödmann, von dem man in den letzten Jahrzehnten (und auch erst kürzlich wieder) mehr als genug gehört hat, um sich ein Urteil bilden zu können. Irgendwann weiß man, was man da hat und bekommt.
Ich weiß nicht, wieso sich die Leute so gern blenden lassen. Es hat seinerzeit schon ewig gedauert, bis der Pöbel merkte, dass Weißbier-Waldi in dieser Auseinandersetzung der Vernünftige war, und Völler ein zeternder, beschränkter Thekentrainer. Der soll sich auf seinen Lorbeeren ausruhen und mal Ruhestand genießen.
Die Rückbesinnung auf alte Arschgeigen scheint mir ein aktueller Trend zu sein: auch der Gerland wird schon wieder überall zünftig abgefeiert, obwohl er eigentlich noch die eine oder andere Frage zum handfesten, echten, nicht künstlich aufgebauschten Rassismus-Skandal auf dem Bayern-Campus zu beantworten hätte, anstatt lallend im Doppelpass Anekdoten zum Besten zu geben.