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Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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flux
letzterschwob hat geschrieben:Dazu, in welche Kategorie Höcke&Co gehören, gibt es jedenfalls eine eindeutige Antwort.

Höcke (und nicht nur er) ist ein lupenreiner Nazi. Die AfD hat von Anfang an in schändlichster Weise und aus purem Machtkalkül gemeinsame Sache mit Rechtsextremen gemacht - was nicht nur ihren permanenten Drift nach immer weiter rechts erklärt, sondern sie zu einer brandgefährlichen Partei macht, die besser heute als morgen von der Bildfläche verschwinden sollte. Umso mehr ist doch die Frage von Bedeutung, was einer solchen Partei Zulauf verschafft und was diesen bremsen könnte. Vor dem Hintergrund habe ich die Frage aufgeworfen, wie wir eigentlich mit den Menschen umgehen, die mit dem gesellschaftlichen Wandel der letzten drei Jahrzehnte hadern. Denn aus diesem Kreis rekrutiert meines Erachtens nach die AfD ihre Wählerschaft. Diesem Kreis, also denjenigen, die daran festhalten, was vor zwanzig Jahren noch meinetwegen im Programm der Union und nicht selten auch im Gesetzbuch stand, dann einfach nur das Etikett Viertel-, Halb- oder gar Voll-Nazi anzuheften, halte ich für ziemlich kontraproduktiv. Aber es ist da vielleicht ein bißchen so, wie mit der One-Love-Binde in Katar: Schadet dem eigenen Anliegen, aber den Applaus im eigenen Lager kann man sich damit ganz gut abholen.

de mappes
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Spamferkel
letzterschwob hat geschrieben:
Hubert Aiwanger war nach eigenem Bekunden nicht der Verfasser jener Hetzschrift, die derzeit für so viel politischen und medialen Wirbel sorgt. Vielmehr übernimmt sein Bruder in einem Telefonat mit der Mediengruppe Bayern die Verantwortung dafür.


https://www.pnp.de/nachrichten/politik/aiwanger-bruder-bekennt-ich-habe-damals-das-flugblatt-verfasst-14176976

Vielleicht war ja auch der Hund der Aiwangers der Verfasser und der Helmut will das Andenken an das süße Hündchen schützen?


Das ist so geil :lol:
Plötzlich war es der Bruder und der hubbi darf weiter wurschteln
Und das schlucken dann jetzt alle?
Wahnsinns Gesellschaft :roll:
Don't criticize what you can't understand

publicenemy
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Halbdaggl
Na ja. Ich glaube beide Aiwangers waren damals noch Jugendliche und wären, hätte man sie vor Gericht gestellt, unter das Jugendstrafrecht gefallen undman hätte sie zu Sozialarbeit verdonnert. Vermutlich ist es sinnvoll, dass wir solche Regelungen haben, weil Jugendliche halt noch keine Erwachsenen sind. Auch wenn das eklig war, was damals aus dem Hause Aiwanger kam, sollte man die Kirche im Dorf lassen.


higgi
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publicenemy hat geschrieben:Na ja. Ich glaube beide Aiwangers waren damals noch Jugendliche und wären, hätte man sie vor Gericht gestellt, unter das Jugendstrafrecht gefallen undman hätte sie zu Sozialarbeit verdonnert. Vermutlich ist es sinnvoll, dass wir solche Regelungen haben, weil Jugendliche halt noch keine Erwachsenen sind. Auch wenn das eklig war, was damals aus dem Hause Aiwanger kam, sollte man die Kirche im Dorf lassen.

Bullshit
Wer mit 17 ein Nazi ist, ist halt ein Nazi
von daher

Tifferette
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higgi hat geschrieben:
publicenemy hat geschrieben:Na ja. Ich glaube beide Aiwangers waren damals noch Jugendliche und wären, hätte man sie vor Gericht gestellt, unter das Jugendstrafrecht gefallen undman hätte sie zu Sozialarbeit verdonnert. Vermutlich ist es sinnvoll, dass wir solche Regelungen haben, weil Jugendliche halt noch keine Erwachsenen sind. Auch wenn das eklig war, was damals aus dem Hause Aiwanger kam, sollte man die Kirche im Dorf lassen.

Bullshit
Wer mit 17 ein Nazi ist, ist halt ein Nazi

Ich würde es etwas abschwächen. Aber wer mit 17 (oder 18, falls älterer Bruder) so etwas verfasst und dann verteilt, mit dem stimmt etwas nicht. Das geht weit über kleine Dummheiten im Suff hinaus.

Ob der "Hubsi" deswegen seinen Hut nehmen muss, das mögen andere entscheiden. Aber so ein wenig Transparenz darüber, mit wem man es zu tun hat, das schadet wirklich nicht.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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Tifferette
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Ja schon auch an Dich. Ich finde es immer sinnvoll, wenn man ein wenig Kontext dabei hat. Das war vor 35 (?) Jahren. Ich erinnere mich zB noch sehr gut, dass in meiner Jugend fiese Judenwitze noch deutlich salonfähiger waren als heute. Es ist sehr gut, dass es nicht mehr so ist. Aber der Kontext ist wichtig. Außerdem würde mich auch interessieren, ob es dazu einen Hintergrund an der Schule gibt - was wurde da gerade wie behandelt? Machen wir doch mal die Nagelprobe: was wäre, wenn die Titanic so was vor 30 Jahren veröffentlicht hätte? Man sollte es sich da nicht zu einfach machen.

Aber nochmals - wer so was verfasst oder es verteilt, mit dem stimmt etwas nicht. Ob man es jetzt Nazi nennt, oder unempathisches Arschloch, oder Psychopath, was weiß ich. Und der Aiwanger, in dessen Schultüte man es ja gefunden hat, wollte es wohl nicht gerade in den Papiermüll werfen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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Nilkheimer
Halbdaggl
Zuletzt geändert von Nilkheimer am 27. August 2023 14:18, insgesamt 1-mal geändert.
Aber das macht doch nichts.

thosn
Seggl
Sollte man nicht erst mal klären, bzw. aus Sicht der Süddeutschen Zeitung geklärt haben, ob dieses Schriftstück aus Herbert Aiwangers Feder stammt oder nicht? Herbert Aiwanger sagte aus, dass sein Bruder das Schriftsstück verfasst habe und der Bruder hat das mittlerweile bestätigt. Das muss ja nicht stimmen, aber man sollte so einen schwerwiegenden Vorwurf, zumal 6 Wochen vor einer Wahl als SZ-Geschichte lanciert, schon ganz genau geprüft haben.



Tifferette
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Grasdaggl
Thosn hat bestimmt noch eine gute Idee, was der Hubsi denn mit den Flugblättern in seiner Tasche, die (von der SZ gut belegt) von der heimischen Schreibmaschine stammen, so angestellt hat. Der war bestimmt auf dem Weg zum Recyclinghof. Oder wollte sich gerade beim Bruderherz beschweren, warum es denn nicht auf Recyclingpapier war. Und dann war er so durch den Wind, dass er natürlich in der Schule alles auf seine Kappe genommen hat (von Hubsi eingeräumt).

Alter....
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Mago
Granadaseggl
thosn hat geschrieben:Sollte man nicht erst mal klären, bzw. aus Sicht der Süddeutschen Zeitung geklärt haben, ob dieses Schriftstück aus Herbert Aiwangers Feder stammt oder nicht? Herbert Aiwanger sagte aus, dass sein Bruder das Schriftsstück verfasst habe und der Bruder hat das mittlerweile bestätigt. Das muss ja nicht stimmen, aber man sollte so einen schwerwiegenden Vorwurf, zumal 6 Wochen vor einer Wahl als SZ-Geschichte lanciert, schon ganz genau geprüft haben.

Als Laie vermute ich, dass das juristisch einen Unterschied macht; politisch gesehen macht es für mich persönlich keinen.



thosn
Seggl
Mago hat geschrieben:
thosn hat geschrieben:Sollte man nicht erst mal klären, bzw. aus Sicht der Süddeutschen Zeitung geklärt haben, ob dieses Schriftstück aus Herbert Aiwangers Feder stammt oder nicht? Herbert Aiwanger sagte aus, dass sein Bruder das Schriftsstück verfasst habe und der Bruder hat das mittlerweile bestätigt. Das muss ja nicht stimmen, aber man sollte so einen schwerwiegenden Vorwurf, zumal 6 Wochen vor einer Wahl als SZ-Geschichte lanciert, schon ganz genau geprüft haben.

Als Laie vermute ich, dass das juristisch einen Unterschied macht; politisch gesehen macht es für mich persönlich keinen.


Nicht? Wenn sich eine sehr renommierte Tageszeitung der Mühe unterzieht eine 35 Jahre alte Geschichte auszugraben; darüber berichtet mit Zeitzeugen gesprochen zu haben (diese aber nicht namentlich nennt, sondern anonym beläßt), dann kann ich als Leser nicht mehr sicher sein, wie viel von der Story überhaupt stimmt, wenn schon der Täter falsch verleumdet worden wäre. :!:

Und bevor das jemand in den falschen Hals bekommen möchte: Natürlich ist dieses Pamphlet unterirdisch. Hier würde ich auch vorbehaltlos zustimmen, dass es die Opfer des Nationalsozialismus auf eine Weise verhöhnt, die durch nichts zu rechtfertigen ist, auch nicht durch das Alter des Verfassers. Mildernde Umstände, für Jugendliche nach unserem Strafrecht, sind dadurch natürlich nicht berührt!

Genereller: In dem Alter und zur damaligen Zeit dürfte so mancher von uns Dinge gesagt haben, für die man sich heute (zu recht) schämt (falls man dazu in der Lage ist). Aber diese Art von Verhöhnung ist wirklich extrem ekelhaft. Und die vorgebrachte "Entschuldigung" Aiwangers Bruder, er hätte das als Reaktion darauf geschrieben, nachdem er durch einen Leistungstest gefallen sei, ist gelinde gesagt, wenig nachvollziehbar.

Warum Herbert Aiwanger dann das Pamphlet seines Bruders im Schulreanzen mitführt (falls das alles so stattgefunden hat!), müsste dann der Herbert also durchaus noch erklären. Es wäre allerdings doch eine ganz andere Story als die, die uns die SZ unerwartet 6 Wochen vor der Wahl aufgetischt hätte.

Tifferette
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Grasdaggl
thosn hat geschrieben:
Nicht? Wenn sich eine sehr renommierte Tageszeitung der Mühe unterzieht eine 35 Jahre alte Geschichte auszugraben; darüber berichtet mit Zeitzeugen gesprochen zu haben (diese aber nicht namentlich nennt, sondern anonym beläßt), dann kann ich als Leser nicht mehr sicher sein, wie viel von der Story überhaupt stimmt, wenn schon der Täter falsch verleumdet worden wäre. :!:

Bild

Sprachlich wie inhaltlich.
Zuletzt geändert von Tifferette am 27. August 2023 15:00, insgesamt 2-mal geändert.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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thosn
Seggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Wenn es denn der Bruder war, war Aiwanger Mittäter.

Das könnte durchaus so gewesen sein, muss es aber nicht. Dazu müsste man wissen, wie und warum diese Pamphlete in Herbert Aiwangers Schulranzen gefunden wurden, immer vorausgesetzt, der Teil der SZ-Geschichte stimmte wenigstens.

Ich kann wirklich nur raten, in Anbetracht der grassierenden Fake-News, extrem vorsichtig zu sein mit Vorverurteilungen. Im Zweifelsfall will das niemand für sich selbst erleben müssen, dann sollte man auch versuchen anderen gerecht zu werden, selbst wenn es sich um Leute handelt, die man politisch nicht mag.

Unter Westfalen hat geschrieben:Auch "Jugendsünden" können jemanden für eine politische Karriere disqualifizieren.

Das finde ich zu einfach, wenn auch nicht grundsätzlich falsch.

Tifferette
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Grasdaggl
thosn hat geschrieben:immer vorausgesetzt, der Teil der SZ-Geschichte stimmte wenigstens.


Das ist zum Beispiel handwerklich hübsch, wenn auch sehr durchsichtig.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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Unter Westfalen
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Grasdaggl
thosn hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Wenn es denn der Bruder war, war Aiwanger Mittäter.

Das könnte durchaus so gewesen sein, muss es aber nicht. Dazu müsste man wissen, wie und warum diese Pamphlete in Herbert Aiwangers Schulranzen gefunden wurden, immer vorausgesetzt, der Teil der SZ-Geschichte stimmte wenigstens.

Ich kann wirklich nur raten, in Anbetracht der grassierenden Fake-News, extrem vorsichtig zu sein mit Vorverurteilungen. Im Zweifelsfall will das niemand für sich selbst erleben müssen, dann sollte man auch versuchen anderen gerecht zu werden, selbst wenn es sich um Leute handelt, die man politisch nicht mag.

Unter Westfalen hat geschrieben:Auch "Jugendsünden" können jemanden für eine politische Karriere disqualifizieren.

Das finde ich zu einfach, wenn auch nicht grundsätzlich falsch.


Klar, die Flugblätter hat ihm ein neidischer Mitschüler, der später Sozi geworden ist, in den Ranzen geschmuggelt.
:mrgreen:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

thosn
Seggl
halensee hat geschrieben:
thosn hat geschrieben:..., dann kann ich als Leser nicht mehr sicher sein, wie viel von der Story überhaupt stimmt, wenn schon der Täter falsch verleumdet worden wäre. :!:

Ich lese relativ viel, aber um das zu verstehen, brauche ich etwas Zeit, die ich mir hiermit nehme.

Vielleicht kann ich dir helfen?

Das war der SZ-Artikel: https://www.sueddeutsche.de/bayern/aiwa ... duced=true

Aiwanger soll als Schüler antisemitisches Flugblatt verfasst haben.
Bayerns Vizeministerpräsident verbreitete in seiner Jugend offenbar rechtsextremes Gedankengut. Das legt ein Schriftstück nahe, das nun aufgetaucht ist. Der Freie-Wähler-Chef dementiert, so etwas produziert zu haben, und spricht von einer "Schmutzkampagne".

thosn
Seggl
halensee hat geschrieben:Dieser Hilfe hätte es nicht bedurft. Ich habe grundsätzlich mit "Sprache" nichts am Hut, aber ich frage mich, wie ein Täter falsch verleumdet werden kann.

Also wenn dir sonst alles andere klar ist, an der Aiwanger-Geschichte, ist das nicht so schlimm, oder? :mrgreen:

de mappes
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Spamferkel
Warum Herbert Aiwanger dann das Pamphlet seines Bruders im Schulreanzen mitführt (falls das alles so stattgefunden hat!), müsste dann der Herbert also durchaus noch erklären.


auch glaubwürdig, dass diese Story beiden Brüdern 50 Jahre im Gedächtnis geblieben ist
Don't criticize what you can't understand