19163 Beiträge

Southern Comfort
Benutzeravatar
Grasdaggl
Mglw. wird da auch an der Gremienbesetzung und/oder der Geschäftsordnung rumgefeilt. Dieser zwischengeschaltete Präsidialausschuss ist mglw. auch ein Dorn im Auge. Und dann geht es eventuell auch etwas weniger um die Person... Auch wenn das natürlich die bessere Story macht.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Was auch sein kann: die Liste mit Dingen, die vom AR abgesegnet werden müssen. Die gibt es, nur ist mir unklar, was da alles drinsteht. Hier könnte der AR und damit Vogt eine völlig legale Handhabe haben, um mitzumischen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Um sich operativ rauszuhalten müsste er aber auch den Aufsichtsratsposten aufgeben
Und Das wird er ganz sicher nicht tun

Nein, muss er nicht. Dass sich der AR aus dem operativen (!) Geschäft raushält, ist gesetzlich so vorgesehen - von zustimmungsbedürftigen Geschäften (die "Liste", siehe oben) abgesehen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)




Ich dachte immer der Präsidialausschuss sei mit Quattrex gegangen. Aber da kannte ich Vogt noch nicht.

Jedenfalls scheint es mir als Laie schon ganz richtig, dass der Präsident des Vereins, der die Mehrheit an der AG hält, dem Aufsichtsrat vorsteht. Dass Porsche mit dem AG-Vorstand verhandelt und über den Vereinspräsidenten spricht, anstatt mit dem Präsidenten des Vereins über den Verkauf von Anteilen zu sprechen, die der Verein hält, ist doch auch schon ziemlich absurd.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Gar nicht mal so unbedingt. Wenn zB eine börsennotierte AG einen Ankerinvestor oder ähnliches sucht, dann läuft das ebenfalls über den AG-Vorstand - die sich aber natürlich fortwährend mit dem Aufsichtsrat abstimmen. Die Entscheidung über die Kapitalerhöhung trifft dann die Hauptversammlung.

Bei uns fühlt sich das wohl nur deshalb komisch an, weil der Verein die Anteile verkaufen würde (und keine Kapitalerhöhung vorgenommen würde). Aber wenn der Aufsichtsrat fortwährend im E-Mail-CC ist, dann passt die Sache schon.

Aber ich sage es immer wieder: eine ausgegliederte Fußball-AG funktioniert auf dem Papier zwar genauso wie eine normale AG. Aber im Détail sind viele Dinge dann doch irgendwie anders. Eigentlich müsste es dazu richtig viele Dissertationen geben - wäre ich an Gesellschaftsrecht interessiert und auf der Suche nach einem Dissthema, dann müsste man mich wahrscheinlich festbinden, um mich dran zu hindern. Gibt es aber nicht.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

flux
Investoren erhalten natürlich ihre Anteile an der AG im Zuge einer Kapitalerhöhung und nicht dadurch, dass der e.V. einen Teil seiner Aktien verkauft. Was sollte der e.V. den mit der Kohle auch anfangen? So teuer ist Vogts Dienstwagen nun auch wieder nicht.



flux
Mich würde es überraschen, wenn es keine Kapitalerhöhung geben sollte. Zumindest bei dem Einstieg vom Daimler ist das Grundkapital von 5 Mio. auf 5.662 Mio. erhöht worden und beim Einstieg von Jako auf 5.732 Mio. Warum sollte das diesmal nicht so sein? Denn wie gesagt, das Geld von Porsche/MHP soll ja - wie schon bei Daimler & Jako - gerade in die AG fließen und nicht auf dem Konto des e.V. landen.


Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
flux hat geschrieben:Mich würde es überraschen, wenn es keine Kapitalerhöhung geben sollte. Zumindest bei dem Einstieg vom Daimler ist das Grundkapital von 5 Mio. auf 5.662 Mio. erhöht worden und beim Einstieg von Jako auf 5.732 Mio. Warum sollte das diesmal nicht so sein? Denn wie gesagt, das Geld von Porsche/MHP soll ja - wie schon bei Daimler & Jako - gerade in die AG fließen und nicht auf dem Konto des e.V. landen.

Okay, fair point. Man hätte wegen Gemeinnützigkeit etc. wohl massive Probleme, das rüberzuschaufeln, selbst wenn es zivilrechtlich kein Problem wäre.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

flux
Der "Verkauf von Anteilen an Investoren" erinnert mich immer ein bißchen an die populäre Erklärung der früheren Auswärtstorregel, nämlich dass "Auswärtstore doppelt zählen" würden: Eine gerne benutzte, aber auch ziemlich ungenaue Formulierung, die schnell zu einem Irrtum wird, wenn man sie allzu wörtlich nimmt. Es gibt aber schlimmere Irrtümer.