exmatthes hat geschrieben:die krux ist halt: bei der letzten wahl war die bekanntlich mit weitem abstand stärkste partei nicht bei der regierungsbildung beteiligt.
das grüne argument allein "wir sind die stärksten und haben daher den auftrag zur regierungsbildung" sticht also nicht.
wird aber natürlich vom wahlsiegersuperkretsch-faktor flankiert. (nix gegen den, aber grenzt das nicht so langsam an personenkult?)
cdu, spd und fpd täte grade eben so reichen. wäre ergo vielleicht oder mutmaßlich, anyone's guess, wacklig.
grün-schwarz hätte m.e. den großen nachteil, daß dann die afd oppositionsführer wäre, und sich in der rolle noch besser profilieren könnte *würg*
que faire?
echt vertrackt.
wenn ich da entscheiden sollte, ging's mir persönlich wie bei der stimmabgabe: nimm halt das (hoffentlich) kleinste übel!
aber welches nur?
.....
Bei der letzten Wahlt hatte die stärkste Partei aber keine Chance, einen passenden Koalitionspartner zu finden. Grüne und SPD standen sich in ihren Positionen sehr nahe. Dass die dann koalieren und den MP stellen, ist ne logische Folge.
Aktuell sieht das anders aus. Es gibt 2 mögliche Dreiparteienkoalitionen, in denen jeweils eine kleine Partei nur Stimmvieh ist und sich eine Koalition weder lohnt, um Programmpunkte durchzusetzen, noch um wieder mehr Wähler zu gewinnen. Die SPD würde in der sog. Deutschlandkoalition gegen die ziemlich nahe stehende CDU/FDP programmatisch abkacken und sich bei ihren Wählern komplett unmöglich machen. Was soll ich noch SPD wählen, wenn sie mir CDU/FDP an die Macht bringen? Eigentlich undenkbar.
Analog gilt das für die FDP als Koalitionspartner von Rot-Grün. Da gibts vielleicht noch kleinere Überschneidungen in der Gesellschaftspolitik, aber ansonsten passt Gelb da nicht rein.
Kommt es zu einer Dreierkoalition droht SPD oder FDP ein weiterer oder wieder ein Schritt Richtung Bedeutungslosigkeit. Daher wirds wohl doch Richtung Grün-Schwarz gehen, selbst wenn da Kernpositionen unvereinbar sind.