2597 Beiträge

Wen wählt ihr am 13. März in Baden-Württemberg?

Umfrage endete am 12. März 2016 21:26

CDU
5
7%
Grüne
21
31%
SPD
6
9%
FDP
8
12%
Linke
5
7%
AfD
10
15%
Sonstige
1
1%
Ich nix Baden-Württemberg
11
16%

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Naja, zugegebenermaßen haben wir genug gelbe Smilies. Ich bin da strukturkonservativ.

Ich frage mich aber, welche Sau die da bei dieser Farbgeschichte geritten hat.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

crown
Haber hat geschrieben:
Während die grünen für gemeinsinn, soziale verantwortung und nachhaltigkeit stehen


das ist jetzt aber ein Witz oder? :lol:

Warum, wenn ich mir überlege wie eindringlich vor der Wahl 2011 vor dem kompletten Kollaps der Wirtschaft in BaWü gewanrt wurde, samt Stromausfall ;) .....muss man eben eingestehen das da vieles was schwarz gemalt wurde nie eingetroffen ist.
Es gab im Prinzip keine groben Fehler wie bspw. ein EnBw Deal oder Stuttgart 21. Stattdessen hat man einen Naturpark durchgesetzt. Selbst das wurde in einem nicht kleinen Teile der chrstlichen Gesellschaft als Bewahrung der Schöpfung aufgenommen.
Man muss hier generell sehen das die Kirchen sich in den letzten Jahren auch oft genug zum Thema Naturschutz bzw. anders ausgedrückt Bewahrung der Schöpfung geäußert haben.

Und wenn der Schwabe 5 Jahre lang sieht was gemacht wird bzw. nicht viel gravierendes falsch gemacht wurde, sagt er halt "der isch ok, der hot sio Sach et schlecht g'macht". Witzig ist eher das diese konservative Grundhaltung, wovon die CDU jahrtzehntelang gerade im Ländle profitiert hatte, nun einem Grünen zu Gute kommt. Das ist eigentlich der Treppenwitz schlechthin. :lol:

letzterschwob
Benutzeravatar
Granadaseggl
Wenn man Mal von den 15 % von denen die Republikaner-Nachfolger gewählt wurden absieht, kann man jedenfalls als Baden-Württemberger stolz darauf sein, dass wir das einzige Bundesland sind, in dem SPD und Linke sich beide nie als Volkspartei bezeichnen können - auch beide seit der Gründung des Landes nie konnten.
Zuletzt geändert von letzterschwob am 15. März 2016 12:55, insgesamt 1-mal geändert.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.


letzterschwob
Benutzeravatar
Granadaseggl
Weil wir somit im Gegensatz zum Rest des Landes nun durch die Grünen und die CDU statt einer zwei Volksparteien haben, die für eine brauchbare Regierung taugen.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.


Airwin
@letzterschwob

naja mit "nie wieder" wäre ich da vorsichtig.

Hier ein kommentar aus thoreaus lieblingsblatt zu den landtagswahlen:

Wie Merkel ihr Debakel zu einem Sieg stilisiert

Die Kanzlerin befürwortet eine grün-schwarze Koalition der Südwest-CDU mit Kretschmann – als Vorspiel für die Bundestagswahl 2017. Bei den Grünen hat sie schon heute größte Unterstützung.

Kanzlerin Merkel hat sich nach einer Sitzung des CDU-Präsidiums der Presse gestellt. Der Wahlsonntag sei "ein schwerer Tag für die CDU". Eine nachhaltige Lösung des Flüchtlingsproblems sei noch nicht vorhanden.
Vielleicht hat die Kanzlerin ja mal wieder einen Plan. Dessen Raffinesse stellt sich dann erst später heraus, bei der nächsten Bundestagswahl etwa. Da sich die SPD in der großen Koalition minimalisiert hat, könnte es dafür beim nächsten Mal knapp werden.

Also braucht sie einen Partner, und der könnte grün sein. Deshalb dürfte Angela Merkel durchaus daran gelegen sein, dass der gescheiterte Herr Wolf – oder sein Nachfolger – mit dem Wahlsieger Kretschmann eine grün-schwarze Koalition bildet. Vorspiel für Berlin 2017. Die größte Unterstützung hat die Kanzlerin ja bereits heute bei den Wählern der Grünen.

Das Ergebnis der Dreiländerwahl zeigt, wohin der Wind weht. Wenn man einmal die Ergebnisse der drei Länder zusammenrechnet, kommt man auf bemerkenswerte Zahlen. Insgesamt gab es 8.602.952 gültige Stimmen.

Davon entfielen 28,5 Prozent auf die CDU, 18,7 Prozent auf die SPD, 20,9 Prozent auf die Grünen, 4,9 Prozent auf die Linke, 7,4 Prozent auf die FDP und 15,5 Prozent auf die AfD.

Das muss im Bund nicht so kommen, könnte aber in diese Richtung gehen. Da dürfte die Kanzlerin, ihre eigene Macht mehr im Sinn als die Linie der CDU, vorbauen.

Hauptsache, das humanitäre Image stimmt

Keine Frage, es ist einiges in Bewegung gekommen seit dem 4. September, als die Kanzlerin die Grenzen der Republik geöffnet – und bisher nicht wieder geschlossen hat. Das haben andere für sie übernommen: Die Österreicher und Ungarn, Slowenen und Mazedonier haben ihr die schmutzige Arbeit abgenommen, die Balkanroute mit Stacheldraht zu sperren.

Deutschland bleibt sauber, mit einladend geöffneter Grenze, an die – dank der Balkanstaaten – kaum noch jemand herankommt. Und wer im Schlamm von Idomeni ein Schild mit "Merkel, hilf" hochhält, kommt damit bestenfalls ins Fernsehen des gelobten Landes. Da müsste die Kanzlerin eigentlich ein paar Dutzend Züge der Deutschen Bahn chartern, um die Flüchtlinge entsprechend ihrer Willkommenskultur ins Land zu holen. Doch Fehlanzeige. Ein humanitäres Image ist praktischer als reale Hilfe.

Dafür lässt man sich mit dem lupenreinen Demokraten Erdogan ein, der aus wahltaktischen Gründen einen Krieg gegen den kurdischen Teil seiner Bevölkerung vom Zaun bricht, die Pressefreiheit abschafft und dem Verfassungsgericht bei einem unpassenden Urteil den freundlichen Hinweis gibt, beim nächsten Mal würde er das Gericht abschaffen.

Für Berlin scheint Ankara das neue Brüssel zu sein. Dass die europäischen Partner kopfschüttelnd danebenstehen, scheint im Kanzleramt keinen zu kratzen. Grexit? Brexit? Oder vielleicht ein stiller Gexit, German Exit? Deutscher Alleingang zum Bosporus? Gesichtswahrung mithilfe des Sultans? Da sollte die Kanzlerin schon mal das Kopftuch bereitlegen. Bei Erdogan gibt es nichts umsonst. Solche Politik hat man früher als verlogen bezeichnet.

Jetzt hat die Kanzler-Partei gehörig einen auf den Deckel bekommen, was Angela Merkel nicht weiter stören dürfte. Ihre potenzielle Rivalin Julia Klöckner ist gescheitert. Es war auch ziemlich viel verlangt, der Kanzlerin einerseits in der Flüchtlingsfrage zur Seite zu stehen und sie zugleich dafür zu kritisieren. In Gefahr und größter Not bringt bekanntlich der Mittelweg den Tod.

Also eine Konkurrentin weniger. In Baden-Württemberg kann das grün-schwarze Experiment starten. Und in Sachsen-Anhalt ist die SPD nur aus humanitären Gründen noch über fünf Prozent gekommen. Und da denkt man schon über einen möglichen Koalitionspartner links von der SPD nach.

Fehlt im Spiel noch die AfD. Wenn es die nicht schon gäbe, müsste sie erfunden werden: als Mülleimer für alle Stimmen, die nicht der ganz großen Koalition gelten.

Wenn die stellvertretende Parteivorsitzende der CDU, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, nach der Wahl der politischen Konkurrenz zu deren Wahlsieg gratuliert, immerhin seien ja 80 Prozent der Wähler Merkel-Unterstützer, dann segnet sie damit de facto die ganz, ganz große Koalition ab: Schwarz-Mittelrot-Grün-Rot. Alternativlos eben, in welcher Doppel- oder Dreifachpaarung auch immer.

Und die Alternative? Alles Ausländerfeinde, Neocons, Rechtspopulisten oder Schlimmeres. Damit ist die Welt wieder in Ordnung, Merkels Welt. Wie man gewinnen kann, obwohl man verloren hat, ist schon ein Kunststück. Das macht ihr so schnell keiner nach.



Bei 80% für Schwarz-Mittelrot-Grün-Rot denke ich allerdings weniger an die ganz große koalition als an blockflöten und eine sozialgrünchristliche einheitspartei deutschlands :mrgreen:
Zuletzt geändert von Airwin am 15. März 2016 13:03, insgesamt 1-mal geändert.

letzterschwob
Benutzeravatar
Granadaseggl
In allen bedeutenden Großstädten haben wir Grüne OBs. Mit Kretschmanns Karriereende rücken die Grünen zwar vermutlich zumindest zwischenzeitlich wieder hinter die CDU, werden aber in BW unter den ersten 2 das bleiben, was die SPD Mal sein wollte.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.



Hasenrupfer
Benutzeravatar
Grasdaggl
Airwin, mir scheint du fühlst dich persönlich verunglimpft. Also doch dein Kreuzchen bei denen gemacht... :lol:

Nur kurz, muss gleich ins Gschäft, aber jemand der eine Partei mit solch unerträglichen Positionen, teilweise noch aus den völlig falschen Gründen, wählt, verdient keine andere Bezeichnung. Würde das auch jedem Afd-Wähler genauso ins Gesicht sagen.




Airwin
@Hasenrupfer

was ich gewählt habe geht dich mit verlaub einen scheiss an :D .

Und was für dich unerträglich ist und wie du mit AfD-wählern kommunizierst ist mir auch wurst - wäre allerdings gerne mäuslein, wenn du deine freundlichkeiten im NeckarFils-block jedem "ins gesicht sagst" :mrgreen: .




darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
Deutschland bleibt sauber, mit einladend geöffneter Grenze, an die – dank der Balkanstaaten – kaum noch jemand herankommt. Und wer im Schlamm von Idomeni ein Schild mit "Merkel, hilf" hochhält, kommt damit bestenfalls ins Fernsehen des gelobten Landes. Da müsste die Kanzlerin eigentlich ein paar Dutzend Züge der Deutschen Bahn chartern, um die Flüchtlinge entsprechend ihrer Willkommenskultur ins Land zu holen. Doch Fehlanzeige. Ein humanitäres Image ist praktischer als reale Hilfe.

Dafür lässt man sich mit dem lupenreinen Demokraten Erdogan ein, der aus wahltaktischen Gründen einen Krieg gegen den kurdischen Teil seiner Bevölkerung vom Zaun bricht, die Pressefreiheit abschafft und dem Verfassungsgericht bei einem unpassenden Urteil den freundlichen Hinweis gibt, beim nächsten Mal würde er das Gericht abschaffen.

Für Berlin scheint Ankara das neue Brüssel zu sein. Dass die europäischen Partner kopfschüttelnd danebenstehen, scheint im Kanzleramt keinen zu kratzen. Grexit? Brexit? Oder vielleicht ein stiller Gexit, German Exit? Deutscher Alleingang zum Bosporus? Gesichtswahrung mithilfe des Sultans? Da sollte die Kanzlerin schon mal das Kopftuch bereitlegen. Bei Erdogan gibt es nichts umsonst. Solche Politik hat man früher als verlogen bezeichnet.


Genau dieser perfide Sachverhalt, plus der ohnmächtig wirkenden Unfähigkeit, der eigenen Bevölkerung den eingeschlagenen Weg und das "Wie" dahinter auch nur grob skizziert zu erklären, wird den Großteil der aktuellen AfD-Wähler dazu gebracht haben, ihr Protestkreuz da zu setzen wo sie es getan haben.

Und wenn man sich das Wählervotum anschaut, dann sieht man auch ohne tiefer greifende Analyse, woher der zweistellige Sprung aus dem Stand kommt. Das sind en gros eben keine am rechten Rand der Demokratie agierenden Überzeugungstäter, sondern vornehmlich bürgerliche Wähler, die sich mit einem vagen "Wir schaffen das" nicht abspeisen lassen und ihren Protest ausdrücken wollen.

Ich will Frau Merkel das Voranstellen des humanitären Gedankens ja gar nicht absprechen, der ist ja per se vorbildlich und löblich, aber in welcher Art sie das moderiert (oder eben gerade nicht) und am Souverän vorbei versucht durch zu galoppieren ist schon beispiellos. Wenn man sich die Entwicklungen auf dem (sozialen) Wohnungsbaumarkt anschaut oder die ewig währenden Diskussionen über knapper werdende Mittel für Bildung und Erziehung, die fehlgeschlagene Integrationspolitik, Bildung von Parallelgesellschaften, schleichende Ghettoisierung nach Vorbild der Banlieues in Frankreich ... und und und ... WOHER soll der Wähler der bürgerlichen Mitte bittschön das Zutrauen nehmen, dass wir "es schaffen"...?

Solch eine Art und Weise bietet in der Politik quasi automatisch den Nährboden für populistische "Dagegen-Parteien", da brauchs dahinter nicht mal Inhalte...

cordoba
Granadaseggl
Der Tagesanzeiger aus der Schweiz schreibt:

"Der Erfolg der AfD bringt eine historische Zäsur. Das Trauma der Nazivergangenheit hatte zur Folge, dass rassistische und nationalistische Kräfte in Deutschland während sechs Jahrzehnten erfolgreich stigmatisiert wurden. Die Eliten unternahmen alles, um zu verhindern, dass sie sich in einer großen Partei am rechten Rand organisieren. Dieses Tabu ist Geschichte."

Dies stellt für mich das eigentliche Versagen der Regierungsparteien dar.
Ich bin Brustringer ©

Airwin
Und wenn man sich das Wählervotum anschaut, dann sieht man auch ohne tiefer greifende Analyse, woher der zweistellige Sprung aus dem Stand kommt. Das sind en gros eben keine am rechten Rand der Demokratie agierenden Überzeugungstäter, sondern vornehmlich bürgerliche Wähler, die sich mit einem vagen "Wir schaffen das" nicht abspeisen lassen und ihren Protest ausdrücken wollen.

Ich will Frau Merkel das Voranstellen des humanitären Gedankens ja gar nicht absprechen, der ist ja per se vorbildlich und löblich, aber in welcher Art sie das moderiert (oder eben gerade nicht) und am Souverän vorbei versucht durch zu galoppieren ist schon beispiellos.


Amen so ist es und das alles in beispielloser weise begleitet von öffentlich-rechtlichen medien + der BLÖDzeitung, die sich offensichtlich als erweiterte pressestelle verstehen. Die slomka wir richtig stutenbissig wenn jemand ihre kanzlerin kritisiert :shock: .

WOHER soll der Wähler der bürgerlichen Mitte bittschön das Zutrauen nehmen, dass wir "es schaffen"...?


Er muß nur wie mutti gaaaanz fest daran glauben :banane:


cordoba hat geschrieben:Der Tagesanzeiger aus der Schweiz schreibt:

"Der Erfolg der AfD bringt eine historische Zäsur. Das Trauma der Nazivergangenheit hatte zur Folge, dass rassistische und nationalistische Kräfte in Deutschland während sechs Jahrzehnten erfolgreich stigmatisiert wurden. Die Eliten unternahmen alles, um zu verhindern, dass sie sich in einer großen Partei am rechten Rand organisieren. Dieses Tabu ist Geschichte."

Dies stellt für mich das eigentliche Versagen der Regierungsparteien dar.


Organisiert würde ich das noch nicht nennen. Die Vorsitzende schafft’s ja nicht mal im zweiten Anlauf ins Morgenmagazin.

Außerdem wussten REP und NPD, wer ihre Mitglieder sind, und was sie wollen. Die Hosenpinklerpartei scheint sich darüber noch längst nicht im Klaren zu sein. Das ist ein rechtes Protestforum mit diffusen Einzelabsichten und ohne Linie, und die werden riesige Probleme kriegen, aus dem Gegröhle ihrer Basis irgendwas demokratiefreundliches zu formen – falls das ihre Absicht ist.

Drittens weiß man nicht, wer in dieser Partei nächstes Jahr oder nächsten Monat das Sagen haben wird – der Vorstand scheint ja jeweils eine Momentaufnahme zu sein.

Wenn die sich festsetzen, muss man wohl damit rechnen, dass in den Parlamenten ein Haufen Plagegeister mit einer rechtsradikalen Basis rumhocken. Wenn – nach Hasenrupfer – die Wähler wegfallen, die als Vollidioten zu klassifizieren sind und sich nur noch die xenophoben Wichser engagieren, wird man sehen was übrig bleibt. Das Potential war immer da, wie schon mehrfach erwähnt wurde.

Ich bin mir nicht sicher, was die etablierten Parteien momentan wirklich tun können – die Wähler reagieren auf weltpolitische Ereignisse. Ein Versagen gibt’s an mehreren Fronten festzustellen – es erstreckt sich halt über mehrere Jahrzehnte, zum Beispiel die unscharfe Trennung von Religion und Staat. Wenn man da schon immer klare Worte gesprochen hätte, hätten einem die Rechtsradikalen jetzt nicht die Diskussion über den Islam aus den Händen gerissen. Das kann man nicht von heute auf morgen korrigieren.

jagdhuette
Benutzeravatar
Halbdaggl
Den großen Kritikpunkt an Angela Merkels: "Wir schaffen das" ist doch eher der, dass eben nicht alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um es so positiv und gut organisiert wie möglich zu "schaffen" sondern man die Ehrenamtlichen fix mit einplant und man nicht vernünftig informiert.

Gegen die Entscheidung ansich spricht aus meiner Sicht nichts. Aber dass man bei schwerwiegenden Entscheidungen mit mangelnder Transparenz und Durchgriffsmöglichkeit in die Executive irgendwann böse Geister auf den Plan ruft ist nichts neues.
Stichwort: Agenda 2010

jagdhuette hat geschrieben:Den großen Kritikpunkt an Angela Merkels: "Wir schaffen das" ist doch eher der, dass eben nicht alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um es so positiv und gut organisiert wie möglich zu "schaffen" sondern man die Ehrenamtlichen fix mit einplant und man nicht vernünftig informiert.


So rationalisiert man das, aber ich denke sehr viele Leute sind einfach furchtbar erschrocken, dass es schon wieder was zu tun gibt – man hatte doch gerade erst die Wiedervereinigung.

Verträglicher formuliert: man wird von den Ereignissen überrollt und weiß nicht, wie man reagieren soll. Nebenan in Paris werden Leute abgeschlachtet, die zu einem Rockkonzert gehen. Dass man dann als erste Reaktion Arschgeigen in ein Landesparlament wählt, ist zwar bescheuert, aber letztlich nachvollziehbar.

Insofern schon eine Reaktion auf Merkels Politik, aber tief aus dem Bauch heraus.