Spielgerät hat geschrieben:Tifferette hat geschrieben:Die Ausführungen zur Blockchain sind ziemlicher Unsinn. An diesen Dingen arbeitet so ziemlich jede Bank und jeder Zahlungsdienstleister.
Dass die da auch dran sind, bestreitet der Autor ja nicht. Er setzt das Interesse Dorseys halt in einen Kontext.
Das ist für mich aber nicht ausschlaggebend. Wer RFK jr. promoted, einen Antisemiten, Putintroll, Coronaschwurbler, und was noch alles, hat bei mir verschissen, ob mit oder ohne Blockchain. Der Typ ist Dem, unterscheidet sich aber nullkommanull von den Ultra-Rechtsauslegern der GOP.
Ja, aber mich stört (auch), wie das in einen Kontext gesetzt wird.
In den USA wird das Thema Blockchain/DLT von der Politik fast komplett ignoriert. Stattdessen lässt man die SEC Amok laufen. Das führt dazu, dass in diesem Bereich die Musik inzwischen anderswo auf der Welt spielt - die gute, alte, vertrottelte EU hat inzwischen eine (fast) Komplettregulierung auf den Weg gebracht, während der Gensler von der SEC (Codename: Nosferatu) in irgendwelchen Kongressausschüssen rumirrlichtert. Der Kennedy ist durchgeknallt (so ein wenig wie Frank Schäffler auf Speed), aber einer der ganz wenigen Politiker, die sich dort dem Thema widmen. Wohl nicht aus den allerbesten Gründen, fair enough, der gehört wohl zu diesen Kryptokreuzrittern. Aber er kümmert sich.
Und vor diesem Hintergrund ist mir diese journalistische Beweiskette etwas zu dünn. Man wird wohl sagen können, dass der Wahnsinn, den Kennedy teilweise absondert, Dorsey jedenfalls nicht abhält. Das ist unschön genug. Aber dass er sich damit Kennedys Positionen zu XYZ zu eigen macht.... naaaaaaaja. Kann sein, vielleicht auch nicht.
(Edit: Und es bleibt halt dabei, dass diese Unterstellung, dass blockchainbasierte Zahlungsdienstleister wie Block irgendwas mit libertärem Gedankengut zu tun haben, ziemlich weit hergeholt ist. Die sind lizenziert und machen jetzt halt den Banken Konkurrenz, big deal)