2597 Beiträge

Wen wählt ihr am 13. März in Baden-Württemberg?

Umfrage endete am 12. März 2016 21:26

CDU
5
7%
Grüne
21
31%
SPD
6
9%
FDP
8
12%
Linke
5
7%
AfD
10
15%
Sonstige
1
1%
Ich nix Baden-Württemberg
11
16%


CoachingZone
Halbdaggl
@cordoba, Plan B

Gut, dann habe ich mich ja jetzt als Nicht-Tagesanzeiger-lesender und dennoch in der Schweiz lebender Deutscher enttarnt... :oops:

Im Ernst: Lese tatsächlich vorwiegend und weiterhin die Süddeutsche (aus alter Münchner Verbundenheit ;) ) und weil sie halt recht umfassend und einigermaßen liberal über Deutschland berichtet. Sonst noch ein wenig NZZ online, um so über die relevanten Entwicklungen in der Schweiz informiert zu sein. Werde mich aber bessern und in Zukunft ab und an den Tagesanzeiger anklicken.

Obwohl natürlich "links-liberal" in der Schweiz nicht mit "links-liberal" in Deutschland zu vergleichen ist... ;)
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -



Plan B
Grasdaggl
@CoachingZone:
Mir ist die NZZ zu wirtschaftslastig. Ich brauche nicht 5 Seiten Aktienkurse und 20 Seiten Wirtschaft täglich. Mir geht's zwar gut, aber in diesen Gehalts- und Vermögensklassen finde ich mich dann da doch nicht wieder als dass ich das durchforsten müsste.
Grundsätzlich ist aber auch die NZZ lesbar, auch wenn sie das inoffizielle Verkündungsorgan der FDP (Schweiz) darstellt.
Aber irgendwie hat das nix mehr mit Landespolitik zu tun.
Carpe diem.

CoachingZone
Halbdaggl
@crown

Nun ja, die Deutschen waren ja zunächst auch nicht gerade Helden im Aufarbeiten der Nazi-Vergangenheit, nicht im Westen und erst recht nicht im Osten.

In der Schweiz hat das noch länger gedauert und ist auch immer noch weithin verpönt. Die hatten es halt als Weltkrieg-Nicht-Verlierer auch deutlich einfacher, ihre eigene, nicht immer ganz saubere Vergangenheit zu ignorieren. Und solche Versuche, wie z.B. den Film "Die Akte Grüninger", wo es um die Abweisung von in die Schweiz fliehender Juden und die Zusammenarbeit mit der deutschen Gestapo geht, stoßen immer noch auf breite Ablehnung. Das ist halt auch zutiefst menschlich, dass man gerne die Augen vor dem eigenen Fehlverhalten verschließt und es einfach nicht wahrhaben will. Erklärt das Verhalten, entschuldigt es nicht.

Die Bereicherung der Schweiz an anderen, das ist wiederum ein ganz anderes Thema, das aber auch nicht in wenigen Sätzen abgearbeitet werden kann und hier dann endgültig off-topic ist.

Worauf ich eigentlich ursprünglich hinauswollte: Dort ist ein nationalistischer und rassistischer Wortschatz weit verbreitet und politisch offensichtlich "erlaubt", bei dem MICH das kalte Grausen packt.

Andererseits beobachte ich in der Schweiz auch in verschiedenen Situationen, dass die andere Seite der Medaille "direkte Demokratie" gewissermaßen Gruppenzwang zum Kompromiss heißt. Und dass man, wenn sich die Mehrheit auf eine Entscheidung geeinigt hat, durchaus mal recht hart angegangen wird, wenn man auf einer abweichenden Position verharrt.

Ist spannend.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -



letzterschwob
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Granadaseggl
Räpper hat geschrieben:Aha, die CDU will einen Mitgliederentscheid ob man mit den Grünen verhandeln soll.


Frage wird so formuliert werden: "Mitregieren oder Neuwahlen und absolute Mehrheit Kretschmann?"
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.

Man muss sich mal vor Augen führen, wie verwöhnt die baden-württembergische CDU ist: mit einem Wichtelmännle wie Guido Wolf an der Spitze holen die satte 27 Prozent, und das bei 75 Prozent approval rating (jawohl) für Kretschmann. Mit so einer blind-treuen Gefolgschaft überlebt man auch eine Koalition als Juniorpartner.

exmatthes
Granadaseggl
dr grädsch wär mir scho rächd, abr dr räschd fo de grieene!

ein überragender frontmann genügt halt nicht allein - und ein mieser solcher macht allein nicht alles kaputt.

ich gönn's dem kretsch - weil die cdu wird sich letztlich kaum verweigern können.
und ja Ihr grünen-wähler: Ihr habt gewonnen!

nun seht aber zu liebe grüne, daß sich das hano!dessennjogaretällsnoekoschbinner! soweit verfestigt, daß es in fünf jahren, dann, vielleicht bis eher wahrscheinlich, ohne kretschmann nicht pffffffffffffffffffff macht.
raus die luft ausm soufflee.

ohne die absoluten ausnahmesituaionen fukushima und flüchtlinge wird ba-wü wohl kaum einzigartige grünen-hochburg bleiben.

oder guckt alternativ, daß der rest der republik entsprechend aufholt.

oder wer weiß welches megathema in fünf jahren grad zuschlägt.
mal rechtzeitig eins auf kiel legen!

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Nilkheimer hat geschrieben:Uni = Geschäft? :shock:

Das war früher allerdings anders.


In Berlin kannsch vielleicht noch von Luft&Liebe leben und n bissle studieren, hier (leider) nedde.
Die Halbe will schwer verdient sein, ich schätz mal durchschnittlich so 3,30-3,50 in ner normalen Kneipe und selbst beim Getränke-Fritze (heißt wirklich so, ein Bierparadies) zahlt man 80-90 Eurocents für n gscheites Bier!

Ergo: Gschäft = Gschäft , Uni = Uni :P

Wobei Tiffi auch nicht unrecht hat mit seiner Einschätzung.


Hasenrupfer
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Grasdaggl
Airwin hat geschrieben:@Hasenrupfer

was ich gewählt habe geht dich mit verlaub einen scheiss an :D .

Und was für dich unerträglich ist und wie du mit AfD-wählern kommunizierst ist mir auch wurst - wäre allerdings gerne mäuslein, wenn du deine freundlichkeiten im NeckarFils-block jedem "ins gesicht sagst" :mrgreen: .


Bild

Manolo
Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:
Airwin hat geschrieben:So viele - auch schlimme - fehler passieren nur dann wenn man keine kritiker hat , weder in der eigenen partei und in dem fall -leider - auch nicht in der opposition und den meisten medien. Epic fail, es bleibt nur der sarkasmus,den du auch gerne "niedertracht" nennen darfst.


Merkel fehlen in der Partei und in den Medien die Kritiker? Erzähl doch nicht so einen Käse, Airwin.

Das ist Gegreine von Leuten, die beleidigt sind dass ihnen keiner zuhört – und zustimmt – obwohl die Möglichkeiten sich zu artikulieren noch nie so gut und einfach waren wie heute.


auf den punkt gebracht.
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Manolo
Grasdaggl
exmatthes hat geschrieben:ohne die absoluten ausnahmesituaionen fukushima und flüchtlinge wird ba-wü wohl kaum einzigartige grünen-hochburg bleiben.


wenn spd und cdu clever sind, lügen sie sich das nicht auch so zurecht. zumal mir jetzt nicht wirklich bekannt wäre, dass flüchtlinge ein thema wäre, das als kernkompetenz der grünen gilt.

und auch kretschmann könnte obwohl selbst nicht gerade ein mitreißender redner nur so glänzen, weil seine gegner eben wolf und schmid waren. als cdu-wähler würde mich übrigens erschrecken, dass scheinbar kein besserer in der partei zu finden war und er nach der wahlschlappe auch noch weiter stümpern darf.
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crown
Die Grünen lachen sich gerade einen ab, über die Trottel von der CDU. Die lehnen sich zurück und schauen zu wie die sich winden. Neuwahlen wären für die Grünen sicher noch weniger schlimm als für die CDU.

Da sieht man mal wie weit sich die CDU mittlerweile In BaWü vom Kampf um Wählerstimmen verabschiedet hat. Die Zeit des schwarzen Besenstils ist vorbei nur die CDU möchte es nicht merken. :lol: jetzt ist der Besenstil grün.

letzterschwob
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Granadaseggl
Die Realo-Grünen lachen sich gerade einen ab, weil sie ohne die SPD gestalten dürfen und aus BW ab 2017 viel Einfluss auf die schwarz-grüne Bundesregierung haben werden.

Die CDU BW freut sich zu 50 % weil Wolf weg ist und es trotzdem massig Posten in der Landesregierung gibt, mit dem auch innerhalb der CDU beliebteren Winfried, der dann irgendwann in Rente geht, während man sich mit dem Vize-MP für die Wahl in Position bringt, an der Spitze.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.

redrum
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Lombaseggl
@darkred: Ich kann mich erinnern, dass während meiner Schul- und Studienzeit schon gegen Ausgabenkürzungen im Bildungsbereich demonstriert wurde. Und das war in den 80ern und frühen 90ern. Also mithin schon ein paar Jährchen her. Dein Argument ist keines. Die Bildungspolitik ist hier seit Jahrzehnten Scheiße. Aber jetzt fällt es dir auf. Plötzlich. Wegen den Flüchtenden. Es kommt dir gerade, dass es zu wenig Lehrer gibt. Dass Schulen und Universitäten schlecht ausgestattet sind. Dass Bildung vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Das alles fällt dir jetzt erst auf. Wegen den Flüchtlingen. Bist du eigentlich dumm?

Ich denke nicht. Trotzdem kommst du jetzt mit diesem vermeintlichen Argument um die Ecke. Warum? Es hat dich doch bisher nicht gestört. Zumindest nicht so, dass du dir Gedanken darum gemacht hättest. „Ja klar“, wirst du mir antworten, „du Dummschwätzer kennst mich doch überhaupt nicht.“ Nein, ich kenne dich nicht, doch wenn du dich jemals in deinem Leben mit Bildungspolitik außerhalb von betriebswirtschaftlichen Gewinn- und Verlustrechnungen beschäftigt hättest, würdest du dieses Argument nicht bringen. Nicht jetzt, nicht in diesem Zusammenhang.

Entweder hat dich das Thema bisher nicht interessiert oder du warst aus betriebswirtschaftlicher Sicht für die Politik der diversen Regierungen. Mit welchem Recht klagst du jetzt also an? Was soll das?

@haber oder @thoreau können dir das Thema aus ihrer Sicht erklären. @manolo auch. Sie haben sich aus unterschiedlicher Sicht damit beschäftigt und sind sicher nicht in allem einer Meinung. Das gibt eine Grundlage, sich weiter zu informieren, wenn man denn gewillt ist. Aber gut, man muss sich nicht in allem auskennen.

Du monierst zu recht den sozialen Wohnungsbau. Auch eine uralte Geschichte, das gibst du ja auch zu. Aber welcher Zusammenhang besteht mit der gegenwärtigen Situation? Warum wird das jetzt erst interessant. Die Antwort bleibst du schuldig. Du kritisierst nur den jetzigen Zustand.

Seit den 80ern nimmt die Zahl der geförderten Sozialwohnungen ständig ab. Wo sollen die Leute hin, die sich die Mieten in den Innenstädten nicht leisten können? Sie ziehen in die Randorte, wo die Mieten günstiger sind. Die ärmsten der Armen leben schnell in irgendwelchen Plattenbauten. So entstehen Ghettos. Nicht weil sich irgendwelche Türken, Syrer oder Nepalesen zusammenrotten. Es ist der wirtschaftliche Zwang, der sie dorthin treibt. Nicht ihr eigener Wille.

Und es ist die gesellschaftliche Abgrenzung die Ghettos erschafft. Armut will man hier nicht sehen. In Frankreich auch nicht. Und schon gar nicht in der Innenstadt. Und wer permanent in der Gesellschaft ausgegrenzt wird, bildet seine eigene. Dort findet er die Anerkennung, die er braucht. Aber Parallelgesellschaften sind doof. Richtig. Nur wer war der Auslöser?

Vor ein paar Jahren hat Kärcher die Farbe seiner Profi-Geräte von schreiend gelb in Anthrazit geändert. Warum? Die Kunden, Hotels, Banken oder Einkaufszentren wollten nicht, dass die Putzkolonnen so auffallen. Armut ist gut, denn sie schafft auf der anderen Seite Reichtum. Aber auffallen soll sie nicht.

Du fühlst dich neben einem Syrer in Latschen mit billigem Blousson und ausgebeulter Hose aus der Kleiderkammer unwohl? Steck diesen Menschen in einen maßgeschneiderten Anzug, lege ihm eine Krawatte um und seine Herkunft ist dir egal.

Den umgekehrten Fall gibt es natürlich auch. Das ist dann positiver Rassismus.


Frau Merkel gallopiert also am Souverän vorbei. Ist das neu? Einzigartig etwa? Haben das Schröder, Kohl oder Schmidt anders gemacht? Was ist mit Adenauer, Erhardt, Kiesinger oder Brandt? Die haben den Volkswillen immer umgesetzt? Mach dich doch nicht lächerlich.

Erhardt, Kiesinger und Brandt haben sogar offensiv um Zuwanderung geworben. Das macht Merkel nicht einmal. Einmal in ihrem Leben hat sie für kurze Zeit uneigennützig gehandelt. Das wird ihr jetzt von dir und anderen zum Vorwurf gemacht. Das sagt mehr über den Humanismus der Kritiker aus, als über Merkel.

Es ist vollkommen richtig, dass die Politik nach der Öffnung der Grenzen falsch war. Das liegt aber vor allem an den Seehofers in der Union und an dem bösartigen Badenser. Haben die besorgten Bürger nur einmal über die Rolle der „schwarzen Null“ geredet? Nein, es sind nicht die Einsparungen im Sozialstaat, es sind nicht die städtebaulichen Maßnahmen, die seit Jahrzehnten gegen die Bewohner und für Investoren durchgezogen wurden. Das Thema sind die bösen Flüchtlinge. Menschen, die alles verloren haben und aufgrund ihrer dicken Schwängel unsere blonden Frauen begatten, unsere Arbeitsplätze wegnehmen und unseren Kindern die nötige Bildung versagen. Und Islamis sind sie auch noch. Die machen es sich zwischen zwei Ficks in der sozialen Hängematte bequem. Und deswegen sterben wir Deutschen aus. Wir sind halt nicht so potent, weil uns das Wirtschaftswachstum wichtiger ist.

Aller Rhetorik entkleidet ist das die Argumentation der „besorgten Bürger“. Kann man annehmen, aber dann sollte man nicht erwarten, in irgendeiner Form ernst genommen zu werden.

Du bist gebildet, das sehe ich an deinem Schreibstil. Du gibst vor, zu differenzieren, aber das ist in meinen Augen nur posing. Du schreibst wolkenhaft vom „Wähler der bürgerlichen Mitte“ und meinst dich. Warum gibst du das nicht zu? Warum schreibst du nicht „ich“? Das wäre ehrlicher.

Du verharrst im Metaphysischen und umgibst dich mit der Gloriole der Objektivität. In Wirklichkeit hast du nur Angst um deinen Lebensstil. Warum auch nicht? Das ist doch legitim. Das ist eine ehrliche Grundlage, zu diskutieren. @frankie randaliert manchmal hier herum und macht sich zum Deppen. Das finde ich nicht schlimm, ich mache es schließlich genauso. Das ist mir dann im Nachhinein vielleicht manchmal peinlich, aber es war für in diesem Moment passend. Da nützt mir meine akademische Bildung wenig, ich bleibe ein Prolet oder Bauer, wie meine Vorfahren eben auch. Von einem Diskussionspartner wünsche ich mir eigentlich, dass er sein Selbst in den Mittelpunkt stellt und nicht wolkige Sloterdijkismen absondert.

Räpper
Seggl
Es gibt keine Schnittmenge mit den Grünen und warum soll sich jetzt die CDU verbiegen nur um den Rentnern zu dienen welche den Opa als MP haben wollen.

Ich würde gerne die Grünen hören, wenn die Juniorpartner der CDU sein sollen.

Wenn die CDU wirklich die Mitglieder befragt, dann wird es keine Gespräche geben. Es sei denn 51% sind über 65 Jahre alt.



Um in Baden-Württemberg morgens das Licht an- und abends wieder auszuknipsen, braucht man keine fürchterlich großen Schnittmengen, man muss sich halt nahe genug sein. Und das sind sie eh, sind ja alle aus der Gegend.

Die CDU könnte dabei noch was lernen: wie man regiert, wenn einem das Land nicht alle fünf Jahre auf dem Präsentierteller gereicht wird. Sie haben’s nicht verdient, aber wenn’s nicht anders geht, dann sollen sie’s gefälligst machen.

Die StZ will wissen dass ein paar CDUler Angst haben, sich in der Opposition neben den AfD-Großmäulern nicht genug Gehör verschaffen zu können. Das klingt mir nach einem konstruierten Argument, aber wenn ich mir das Spitzenpersonal von denen so angucke…