13620 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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Auswurf
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Grasdaggl
Ich bin ja nicht für die CDU, aber sie ist der entscheidende Faktor, wenn's um die AFD in Regierungsverantwortung geht.

Merz wäre kakke, aber so lange SPD und/oder Grüne mitregieren isses nicht nicht der schlimmstmögliche Ernstfall

Momentan kann ich mir nicht vorstellen,
wie sich bei den nächsten Wahlen Länder/Bund ne Mehrheit ergeben könnte, ohne eine Beteiligung der CDU

... es sei denn Wagenknecht holt aus dem Stand 20 % und klaut das meiste bei der AFD
das ist doch keine Musik

Spielgerät
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Halbdaggl
jagdhuette hat geschrieben:Ist ein Kanzler Merz nicht auch brandgefährlich?


Merz ist ein dünnhäutiger Maulheld. Noch nie Regierungsverantwortung getragen und meines Erachtens unfähig, eine Koalition zu führen. Ist das schon brandgefährlich? Wohl auch nicht gefährlicher als der ebenfalls unfähige Scholz. Wobei die SPD aufgrund ihres Totalversagens in Sicherheitsfragen (besonders außen, aber auch innen) dabei ist, unsere Zukunft an die Wand zu fahren. Davor könnte uns bei vorgezogenen Wahlen nur schwarz-grün retten. Und das sehe ich eher nicht kommen.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

jagdhuette
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Halbdaggl
Ich sehe es etwas anders.
Er ist angetreten, um die verlorenen Schafe von der AfD zur CDU zurück zu holen. Seine Strategie dafür ist jedoch die Vorgehensweise der AfD salonfähig zu machen. Er schafft die selben Feindbilder und spaltet weiter. Was daran christlich oder konservativ sein soll andere auszugrenzen und Panik zu verbreiten weiß ich nicht.
Die aktuelle Wählerwanderung ist dann wie folgt zu erklären, wenn man sich aktuelle Umfragen für die Bundestagswahl in 1,5 Jahren anschaut:

FDP Wähler gehen zu AFD und CDU
SPD Wähler gehen zur CDU
CDU Wähler gehen zur AfD
Linke wähler gehen zur SPD und den Grünen und im Osten zur AfD
Die Grünen bleiben dabei recht stabil auf dem Niveau von Baerbocks Wahlergebnis. Obwohl gegen sie die größte politische Kampagne gefahren wird.

Daraus schließe ich: Abgesehen von den paar Linken im Westen, die sich auf Grund der Zerlegung der Partei den Grünen oder der SPD zuwenden, gibt es einen massiven Rechtsruck. Das kommt aber nicht davon, dass die AfD mittlerweile deutlich glaubwürdiger und ernsthafter geworden ist. Das kommt davon, dass konservative Politiker und Medien ihre Thesen übernehmen. Das finde ich besorgniserregend. Ich hätte allerdings auch schreiben können: Ist Merz als Wahlhelfer der AfD nicht brandgefährlich. Denn als Kanzler würde er vermutlich das tun, was seine beiden CDU Kanzlervorgängerinnen auch getan haben: verharren und wichtige Reformen blockieren.

Goofy
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Grasdaggl
Alles richtig, jagdhuette



Auswurf hat geschrieben:Momentan kann ich mir nicht vorstellen,
wie sich bei den nächsten Wahlen Länder/Bund ne Mehrheit ergeben könnte, ohne eine Beteiligung der CDU

... es sei denn Wagenknecht holt aus dem Stand 20 % und klaut das meiste bei der AFD


... und dann soll Wagenknecht in eine Regierungskoalition?

Für die Erstellung von Regierungskoalitionen ist es ein Problem, wenn relativ viele Bundestagssitze an Parteien gehen, mit denen man eigentlich nicht koalieren kann.
Ob sich das dann auf eine Partei beschränkt, oder auf mehrere aufteilt, ist erstmal ziemlich egal.

Wobei es zumindest auch mal gut wäre, wenn die AfD nicht stärkste Kraft ist und ernste Regierungsansprüche anmeldet.


Wagenknecht kann der Demokratie nur helfen, wenn Sie genau 4,9% holt und diese bei der AfD abzieht.
Oder sie klaut der AfD eben tatsächlich so viel, dass die unter 5% fällt.

Mit einer Wagenknecht lässt sich wahrscheinlich noch leichter leben als mit der AfD. Soll sich auf soziale Sachen konzentrieren (die Wagenknecht. Nicht die AfD - die kann das nicht).


Ich befürchte nur, dass wir bald beide in Parlamenten haben.

Auswurf
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Grasdaggl
hi Goofy
denke schon, dass die Wagenknechte auf Landesebene für Koalitionen mit unterschiedlichen Partnern in Betracht kommen.
Passen doch zb besser zur CDU als die Linke

die Parteimitglieder der CDU würden zumindest in manchen Bundesländern eher in Richtung AFD tendieren, als mit den Linken zu koalieren
- das ist ja der Schwelbrand
das ist doch keine Musik



higgi
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Grasdaggl
Die 5% Hürde wird denk ich irgendwann fallen

20% Parteien bilden die Regierung aber <5% Parteien werden ausgeschlossen
Das wird sich alles noch deutlich verschärfen, je mehr Parteien es gibt, da stimmen die Verhältnisse nicht mehr
von daher




jagdhuette
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Halbdaggl
Vor ein paar Jahren hat man über PEGIDA noch gelacht.

1. weil klingt nach Peggy dem blödesten Namen für Frauen in den neuen Bundesländern.
2. Europäer (was macht euch bitte zu Europäern, wenn ihr gegen Zuwanderung demonstriert)
3. Islamisierung als Begriff für die Zuwanderung aus Ländern, deren Bevölkerung moslemisch ist hat eigentlich nichts mit Islamisierung zu tun
4. des (wer nimmt denn bitte einen Artikel in ein Akronym auf?)
5. Abendlandes (Was soll denn bitte jetzt dieser uralte Begriff?) Gehörte Ostdeutschland denn überhaupt bis zur Wende zum Abendland.

Also es lässt sich festhalten es war einfach an Dämlichkeit nicht zu überbieten und man konnte es nicht ernst nehmen. Aber die Anstifter haben leider nie locker gelassen und die Attitüde wurde immer salonfähiger. Man bastelt sich aus Lügen und Halbwahrheiten ein Feindbild und wiederholt es so oft, bis es die meisten glauben.
Dazu werden Medien komplett diskreditiert und deren Glaubwürdigkeit per se abgesprochen.

Das Ergebnis dieser ganzen Schritte sieht man heute und man kann nur sagen, Chapeau - die rechten haben es drauf sich das Wahlvolk ranzuziehen.

Edit: ich möchte nicht weglassen, dass die sogenannten Altparteien natürlich auch jede Menge scheisse gebaut haben, um diesen Trend zu unterstützen.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Naja, man stelle sich vor, Demokraten würden mal mit ebenjener Vehemenz und Hartnäckigkeit gegen die Ränder argumentieren. Selbst so eine Flasche wie der Laschet gewinnt plötzlich an Profil, wenn er mal sein #NoAfD-Biest von der Kette lässt. Imho viel zu selten, nicht nur von Laschet.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.





jagdhuette
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Halbdaggl
Ich habe kürzlich einen Kommentar zu den Bauern gelesen, den ich ganz einleuchtend fand

Wie wichtig ist eigentlich die Landwirtschaft fuer Deutschland? Ein paar Zahlen abseits der Romantisierung dieser Branche:

Die Landwirtschaft in Deutschland

➡️ belegt die Haelfte der Flaeche des Landes (16.69 Mio ha von 34 Mio)
➡️ erwirtschaftet nicht eimal 1% des BIPs
➡️
➡️ nur 2% der Erwerbstaetigen arbeiten in ihr
➡️ und ist fuer 7% der CO2 Emissionen zustaendig

Ach und 40% des EU-Haushalts gehen in Agrarsubventionen, das sind jaehrlich 60 Milliarden Euro, mehr als fuer die Bereiche Sicherheit, Außenpolitik und Wirtschaftsfoerderung zusammen!

Diese Industrie ist nahezu komplett(!) unwirtschaftlich, hat sich ueber Jahrzehnte nicht reformiert & keine Chance auf einem sich wandelnden Weltmarkt!

Noch dazu ist das romantisch verklaerte Bild des gluecklichen Viehs auf dem kleinen Familienbetrieb alles andere als zeitgemaess. Grossbetriebe bestimmen diese Branche.

Der medialen Aufmerksamkeit aufgrund der Proteste zu den endlich(!) eingestampften Dieselsubventionen tut dies keinen Abbruch. Staedte werden lahmgelegt, Gruenflaechen zum Teil zerstoert und Sternfahrten in 150 000 Euro Zugmaschinen (inkl. Galgen an der Angaengerkupplung) geplant.

Im Vergleich dazu... wie gut sichtbar waren eigentlich die Proteste der Angestellten im Gesundheitssystem?

Ja, das ist diese kleine Branche, die mal eben 13x staerker zum Bruttoinlandsprodukt beitraegt und das ohne dabei die Haelfte der Flaeche zu belegen.

Das moegen viele aus der Landwirtschaft nicht gerne hoeren, aber die nackten Zahlen sind offenbarend. Wie schoen es doch waere, wenn wir diese auch einmal umfangreicher in der Berichterstattung sehen wuerden, oder?

P.S. Damit wir uns nicht falsch verstehen: lokale/regionale Lebensmittelproduktion und Anbau halte ich fuer extrem wichtig. Aber diese Branche muss sich endlich reformieren.

Salatanbau in vertikalen Farmen benoetigen 95% weniger Wasser, mit Aquaponic Systemen schaffen wir Kreislaeufe, die Energie und Duengemittel sparen... es gibt so wunderbare Beispiele fuer die Landwirtschaft der Zukunft und nein, Dieselsubventionen gehoeren nicht dazu.

Ich wuerde mich freuen, wenn diese Zukunft in Deutschland entsteht und wir nicht den Anschluss verlieren.

Und man stelle sich mal vor, was wir alles mit der Flaeche machen koennten... es gibt ja schon ganz wunderbare Beispiele fuer Dualbewirtschaftung (Solar, Wind, etc). Dies ist keine Faktensammlung die Anti-Landwirtschaft ist... im Gegenteil, hier geht es darum aufzuzeigen warum Reformen so wichtig sind und welches irre Potenzial wir hier haben.


Goofy
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Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Solange der Mensch Nahrungsmittel benötigt um nicht zu verrecken wird sich daran nicht viel ändern



Wenn der konservative Mensch davon ausgeht, dass Landwirtschaft nur so funktioniert, wie es bisher gemacht wird, dann ja.

higgi
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Grasdaggl
Der konservative Mensch :roll:
Und was mit dem liberalen? den linken, den rechten und den Sozis?

Den meisten ist es egal wie die Nudeln und die Erbsensuppe ins Regal kommt, Hauptsache es ist was da, was man sich leisten kann
von daher


higgi
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Grasdaggl
Das Bild sagt auch viel

Bild

Das ist aber doof hier alles, was kann man da blos tun ... wir haben ja kein Geld, und das Klima haben wir auch nicht gerettet, trotz Habeck
Ich will nach Hause
von daher

jagdhuette
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Halbdaggl
Überlege dir doch mal wo wir heute stehen würden ohne Putin.
Und was hätte eine deiner Ansicht nach kompetentere Regierung anders gemacht?
Das Problem ist doch dass davor jahrzehntelang ein „weiter so“ Kurs gesetzt wurde und uns dieser massiv auf die Füße fällt.
Die Automobilindustrie bspw leidet ja nicht unter der Politik, sondern weil sie von China überholt werden. Den Vorgängerregierungen fiel dazu so Quatsch wie ne Abwrackprämie ein.

publicenemy
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Halbdaggl
Alle ein bis zwei Jahrzehnte braucht es offensichtlich eine Regierung, die Reformen durchsetzt. Die letzte, die das getan hat, war die unter Kanzler Schröder. Wenn die etablierten Parteien reformunfähig sind, treten andere an, von denen ich zumindest nicht regiert werden möchte.