Ist zwar schon bekannt (vielleicht hier schon mehrfach erwähnt), trotzdem einige Auszüge / Zitate, wer
was gesagt hat:
https://www.infosperber.ch/politik/welt ... ssbraucht/NetanyahuDiese Strategie Netanyahus sei kein Geheimnis gewesen. Im März 2019 hatte Netanyahu auf einer Sitzung seiner Mitte-Rechts-Partei Likud zu seinen Likud-Kollegen gesagt:
«Wer die Gründung eines palästinensischen Staates vereiteln will, muss die Hamas und den Transfer von Geld an die Hamas unterstützen […] Das ist Teil unserer Strategie, um die Palästinenser in Gaza von den Palästinensern im Westjordanland zu isolieren.»
Die «New York Times» erinnerte an obige Aussage Netanyahus auf einer Sitzung seiner Mitte-Rechts-Partei Likud und schrieb:
«Netanyahu, der Israel insgesamt mehr als 16 Jahre lang regierte, arbeitete hart daran, die Idee eines israelischen und eines palästinensischen Staates, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben, zu Grabe zu tragen.
Itamar Ben Gvir
In seiner derzeitigen Regierung hat er Itamar Ben Gvir zum Minister für nationale Sicherheit ernannt. Ben Gvir, ein rechtsextremer, siedlerfreundlicher Politiker, hatte 1995 die Kühlerfigur des damaligen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabins Cadillac gestohlen und verkündet:
‹So wie wir sein Auto bekommen haben, werden wir auch ihn bekommen.› Kurz darauf wurde Rabin ermordet.»
Infosperber berichtete bereits darüber, dass auch der Journalist Gershom Gorenberg, der sich in Jerusalem in der progressiven orthodox-jüdischen Gemeinde «Kehillat Yedidya» engagiert, diese Einschätzung teilt: Netanyahu habe das Hamas-Regime an der Macht erhalten und tolerierte dessen Finanzierung durch Katar. Denn mit Terroristen müsse er nicht verhandeln und die auf das Westjordanland beschränkte Fatah bleibe schwach. Diese Konstellation habe Israel erlaubt, im Westjordanland die Siedlungspolitik voranzutreiben und eine Zweitstaatenlösung zu verhindern.
Diese Strategie entspricht der Sicht der Ultrareligiösen in Israel. Bezalel Smotrich, Vorsitzender der rechts-religiösen Partei HaTzionut HaDatit hatte im Jahr 2015 in einem Interview argumentiert, dass die eigentliche Gefahr für Israel nicht von der Hamas komme, sondern von der Diplomatie mit Fatah-Präsident Mahmud Abbas: «Die Fatah ist uns lästig, aber die Hamas ist unser Trumpf […] Die Hamas ist eine terroristische Organisation, niemand wird sie anerkennen, niemand wird sie eine Resolution im UN-Sicherheitsrat einbringen lassen.»
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25. August 2023 ZEIT (vor dem Hamas-Angriff)
USA kritisieren "hetzerische Äußerungen" von Israels Polizeiminister
Itamar Ben-Gvir forderte eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Palästinensern im Westjordanland. Kritik kommt vom wichtigsten Verbündeten Israels.
https://www.zeit.de/politik/ausland/202 ... ium-kritik"
Wir verurteilen die hetzerischen Äußerungen von Minister Ben-Gvir aufs Schärfste", teilte ein Sprecher des Außenministeriums der USA mehreren israelischen Medien mit. Die Times of Israel zitierte das US-Außenministerium mit den Worten:
"Wir verurteilen jegliche rassistische Rhetorik." Israelis und Palästinenser verdienten "das gleiche Maß an Freiheit und Sicherheit".Ben-Gvir hatte zuvor in einem Fernsehinterview gesagt:
"Mein Recht, das Recht meiner Frau und meiner Kinder, sich in Judäa und Samaria zu bewegen, ist wichtiger als die Bewegungsfreiheit der Araber." Judäa und Samaria ist die israelische Bezeichnung für das Westjordanland.
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Was wird aus den israelischen Flüchtlingen?
Publiziert am 27. Dezember 2023 in
Israel Zwischenzeilen/Wirtschaft & Innovation
Mehr als 125.000 Israelis mussten wegen des aktuellen Kriegs ihre Häuser, ihre Arbeitsplätze und ihre gewohnte Umgebung inklusive Schulen, Kindergärten etc. verlassen, das betrifft sowohl Menschen von der Grenze zu Gaza als auch welche von der Grenze zum Libanon. Die Regierung kündigte an, dass Hunderte von Millionen Schekel in einen Notfallfonds fliessen würden, um die Evakuierung und die Bezahlung der Hotels für die Exilanten zu ermöglichen. Bei den Hotels kam es jedoch zu massiven Verzögerungen bei den Zahlungen der Regierung. Die Finanzierung von Unterkünften war mehr als chaotisch.
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Dazu kommt, dass das Verteidigungsministerium und die Tekuma-Verwaltung, die mit der Wiederherstellung der Grenzgebiete des Gazastreifens beauftragt ist, bis heute nicht in der Lage sind, das genaue Ausmass der Schäden mitzuteilen. Zu Beginn des Krieges machte sich, ebenfalls freiwillig, ein Team der israelischen Ingenieurvereinigung auf den Weg, um die Zerstörungen in den Kibbuzim Be’eri, Nir Oz und Nirim, wo am 7. Oktober Massaker verübt wurden, zu vermessen und zu kartieren, und kehrte mit erschreckenden Zahlen zurück: „Achtzig Prozent der Häuser in Nir Oz wurden schwer beschädigt. Alle Gebäude wurden entweder niedergebrannt oder so weit zerstört, dass nichts mehr intakt ist. In Be’eri sind es etwa 40 bis 50 Prozent der Häuser.“
Auch die Schäden, die über die der Gebäude hinausgehen, sind beträchtlich. „Dort, wo Panzer aktiv waren, gibt es Schäden an der Infrastruktur wie Kanalisation, Entwässerung und Wasser.“ Die Rückkehr in die Gemeinden an der Grenze zu Gaza wird also nicht nur aus Sicherheits-Gründen schwierig. Die Regierung hat bereits ein umfassendes Budget für einen Fünfjahresplan zur Wiederherstellung des Landes beantragt, der vor kurzem genehmigt wurde: rund 18 Milliarden Schekel (fast 4,5 Milliarden Euro, 4,25 Milliarden CHF), davon 8 Milliarden im kommenden Jahr. Das Finanzministerium hat nun bis Anfang nächsten Monats Zeit, die Haushaltsmittel für den Plan vorzulegen.
Was die Schätzung der Wiederherstellungskosten angeht, so ist es fast unmöglich, so viele Schäden in kurzer Zeit zu bewerten, erklärt Gilad Shitri, einer der Ingenieure, welche die Situation in den Kibbuzim an der Grenze zu Gaza begutachtet haben:
[color=#000080]„Man kann als Faustregel nehmen, wie viel es kostet, ein Haus in einem Kibbuz abzureissen und wieder aufzubauen. Das einfachste Einfamilienhaus in Israel kostet 1,5 Millionen Schekel (ca. 375.000 Euro, 355.000 CHF), und das ist der niedrigste Standard, den es gibt.“ Wenn es in Be’eri 390 Haushalte gibt, von denen etwa 50 Prozent abgerissen und neu gebaut werden müssen, kommen wir also bei grob geschätzten Kosten von 1,5 Millionen Schekel pro Haus auf Ausgaben von fast 300 Millionen Schekel (ca. 75 Millionen Euro, 71 Millionen CHF) für die Wiederherstellung von Privathäusern ohne öffentliche Infrastruktur allein im Kibbuz Be’eri.
Unter den Flüchtlingen regt sich erster Widerstand gegen die Unklarheit und das Chaos: Bewohner des nördlichen Israels, die wegen der anhaltenden grenzüberschreitenden Angriffe aus dem Libanon evakuiert wurden, protestieren vor dem Kibbuz Amiad in Galiläa gegen die Regierung und behaupten, sie seien im Stich gelassen worden.
ZEIT 22. September 2023 -
vor dem Angriff der Hamashttps://www.zeit.de/politik/ausland/202 ... ung-kritikBenjamin Netanjahu löst mit Nahostkarte Empörung aus
Israels Premier hat in der UN-Vollversammlung eine Landkarte gezeigt, die palästinensische Gebiete Israel zurechnet. Kritiker sprechen von einer "Karte der Annektierung".
"Karte der Annektierung"
Die Organisation Americans for Peace Now teilte mit: "In seiner UN-Rede zeigte Netanjahu der Welt seine 'Friedenskarte', auf der das Westjordanland und der Gazastreifen als Teil des souveränen Staates Israel eingezeichnet waren. Es war eine Karte der Annektierung, die der Welt Netanjahus Vision von 'Frieden' mit den Palästinensern vor Augen führte." ....
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Americans for Peace Now
Non-Profit-Organisation
1978 schrieben 348 hochrangige israelische Armeeoffiziere einen Brief an Premierminister Menachem Begin, in dem sie zum Frieden zwischen Israel und Ägypten aufriefen. In dem Brief heißt es:
„Die Politik der Regierung, die Herrschaft über eine Million Araber aufrechtzuerhalten, könnte dem jüdisch-demokratischen Charakter des Staates schaden und es uns schwer machen, uns mit der Aufgabe zu identifizieren. Eingedenk der Sicherheitsbedürfnisse Israels und der Schwierigkeiten auf dem.“
"Dennoch sind wir der Ansicht, dass wirkliche Sicherheit nur dann erreicht werden kann, wenn wir Frieden erreichen.“ Diese Petition führte zur Gründung von Shalom Achshav (Frieden jetzt auf Hebräisch), einer Basisbewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, öffentliche Unterstützung für den Frieden zu gewinnen Verfahren.
APN wurde 1981 gegründet, um die Aktivitäten von Shalom Achshav zu unterstützen; Ursprünglich bekannt als American Friends of Peace Now, änderte es 1989 seinen Namen in seine heutige Form.Die Organisation spielte in den 1980er Jahren nur eine marginale Rolle im amerikanischen jüdischen Leben, gewann jedoch in den 1990er Jahren an Bedeutung; Um 1992 meldete sie eine Mitgliederzahl von 10.000 Mitgliedern in 21 Ortsverbänden in den gesamten Vereinigten Staaten und wurde als Mitglied in die Konferenz der Präsidenten der wichtigsten amerikanisch-jüdischen Organisationen aufgenommen. aus wikipedia frei übersetzt
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Menachem Begin:We wish the Palestinian people peace.Opinion - The New York Times Nov. 2023
Two-State Solution - The Two-State Platitude~
Ein (ur)alter Artikel - LEMONDEdiplomatique - 2002
„Großisrael“ frisst seine Kinder
WÄHREND die israelische Armee ihr Einrücken in die „autonomen“ Städte der Palästinenser wie ein Gewohnheitsrecht praktiziert, verhängt die Regierung ständig neue Maßnahmen, die den Verkehr von Menschen und Gütern in den besetzten Gebieten immer mehr einschränken. Das Westjordanland ist faktisch in acht „Kantone“ aufgeteilt, zwischen denen sich Palästinenser nur mit Sondergenehmigungen bewegen können. Damit ist jede palästinensische Wirtschaftstätigkeit erstickt. Mit dem weiteren Ausbau der Siedlungen hat sich die Regierung Scharon nicht nur über alle UN-Resolutionen und das Völkerrecht hinweggesetzt, sie hat auch die Oslo-Verträge endgültig zu Grabe getragen.
Von MARWAN BISHARA *
https://monde-diplomatique.de/artikel/!1105062