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Monitor
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Granadaseggl
Tamasi hat geschrieben:Hm. Hat jemand die Hillbilly-Elegy gelesen?

...

Davon abgesehen halte ich J.D. Vance für die - aus Trumps Sicht - beste Wahl. Vance ist bekannt genug, er strahlt Energie aus und steht für "die nächste Generation"

....

Die Siegchancen steigen mit J.D. Vance, da bin ich sicher.


Hab kurz die Beiträge überflogen.

Hillbilly-Elegy habe ich nicht gelesen.

~

Eight years ago, in the lead-up to the 2016 presidential election, J.D. Vance was a bitter critic of Donald Trump.

Publicly, he called the Republican presidential candidate an "idiot" and said he was "reprehensible." Privately, he compared him to Adolf Hitler.


J.D. Vance once compared Trump to Hitler. Now they are running mates

Zu Vance sagte John Niven:

Vance has been criticized for just copying Trump.

"Vance is an echo to Trump,... "not a new voice."


Es gibt von John Niven eine politische, angriffslustige Satire / Thriller
(wenn ich es ausgelesen habe, kann ich mehr dazu sagen...., wenn es jemand interessiert)

Die F*ck-It-Liste


...Amerika in der nahen Zukunft. Nachdem Donald Trump zwei Amtszeiten durchregiert hat, ist jetzt seine Tochter Ivanka an der Macht. Das Land ist tief gespalten, die Jahre populistischer Politik haben ihre Spuren hinterlassen. Derweil erhält Frank Brill, ein anständiger Zeitungsredakteur in einer Kleinstadt, der gerade in den Ruhestand getreten ist, eine folgenschwere Diagnose: Krebs im Endstadium. Anstatt sich all die Dinge vorzunehmen, die er schon immer machen wollte, erstellt er eine sogenannte F*ck-it-Liste. In seinem Leben musste er wiederholt Tiefschläge erleiden, nun beschließt er sich an den Menschen zu rächen, die für diese Tragödien verantwortlich zeichneten....


~

'A quasi-religious figure': Republican convention becomes a spiritual celebration of Trump

https://www.cbc.ca/news/world/trump-republican-convention-2024-day-1-analysis-1.7264049
I could write several novels about what I do not know.

Hasenrupfer
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Grasdaggl
letzterschwob hat geschrieben:Wie schlimm ist dieser J. D. Schwanz auf einer Skala von 0 bis -100?

Entstammt einer durch und durch verkommenen Appalachen-Familie (vgl Winter's Bone), hat seine RTL2-Lebensgschichte fett vermarktet, und wurde dann Investment-Banker. Zu Beginn seiner politischen Laufbahn noch Anti-Trump, hat er ziemlich schnell den Ring geküsst; auch und gerade nach dem versuchten Coup vom 6.Januar.
Take a guess...

fkAS
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Halbdaggl
IMHO ist da schon noch mal ein gewaltiger Unterschied bzgl Demokratie und Rechtsstaat zwischen dem Scheiß, der eh schon schief läuft und der Katastrophe, die unter Trump 2.0 droht.

Kryztina
Granadaseggl
Trotz erheblicher Fehler und Probleme und Risiken braucht Europa die USA. USA waren schon immer fragwürdig was Demokratie und Rechtsstaat betrifft. Trotzdem sind sie der wichtigste Verteidigungsposten für Abschreckung, realpolitisch gesehen. Und das schreibe ich als anerkannter KDV mit Gewissensprüfung vor der Kammer.

Mago
Granadaseggl
fkAS hat geschrieben:IMHO ist da schon noch mal ein gewaltiger Unterschied bzgl Demokratie und Rechtsstaat zwischen dem Scheiß, der eh schon schief läuft und der Katastrophe, die unter Trump 2.0 droht.

So ist es.

Käskibber
Lombaseggl
Die Faeser hat das Compact-Magazin vom Elsaesser verboten. Mit einer rechtlichen Ableitung aus dem Vereinsrecht bzw. -verbot. Da bin ich ja mal sehr gespannt, wie das genau begründet wird und ob das Bestand hat.

Wobei ich dem Elsaesser jede nur denkbare Ungemach herzlich gönne.
Den konnte ich schon vor 35 Jahren nicht leiden, als er in Stuttgarts Kneipen noch den Arbeiterkampf verkauft hat. Nach dem Anschluss der "DDR" war er einer der Protagonisten der "Nie wieder Deutschland"-Kampagne und jetzt nur noch Teutonien.

Frank N Furter
fkAS hat geschrieben:IMHO ist da schon noch mal ein gewaltiger Unterschied bzgl Demokratie und Rechtsstaat zwischen dem Scheiß, der eh schon schief läuft und der Katastrophe, die unter Trump 2.0 droht.

Ein gewaltiger Unterschied?
Die realen Unterschiede im Outcome zwischen ihm und seinen Vorgängern waren doch schon eher marginal. Wie die anderen auch, hat er die obersten Gerichte rein nach parteitaktischen Vorgaben besetzt. Diese obersten Gerichte sind inzwischen ein schlechter Witz. Wenn der Rechtsstaat jedoch in den letzten Jahren noch deutlicher gelitten hat, passierte das vor allem in den Bundesstaaten (man denke nur an das Puzzle beim Abtreibungsrecht). Das war aber nicht Trump, sondern die nicht minder radikalen Evangelikalen.

Was sonst? Trump ließ eine Mauer bauen, die nicht fertig wurde. Den Job hat dann inzwischen Biden übernommen. Also "gewaltige" Unterschiede kann ich da beim besten Willen nicht erkennen, nichtmal in der von ihm stetig angeheizten Migrationsdebatte.

In einem Teil der US-Medien wird Trump inzwischen regelmäßig mit Hitler verglichen. Was natürlich vollkommen absurd ist und weiter zur Eskalation beiträgt. Hitler hatte eine imperialistische Agenda, wollte ein reinrassiges Reich erschaffen. Welche Agenda hat Trump? Mehrfach kolportiert steht er spätvormittags auf, macht die Glotze an, twittert wirre Attacken und ißt dazu Burger und Pommes mit einer Cola zum Frühstück. Trump ist stinkfaul und hat in seinem ganzen Leben nie wirklich gearbeitet. Der hat weder eine Agenda noch die Tatkraft irgendetwas umzusetzen.

Natürlich wird er sich recht früh nach seiner Wahl mit "Putn" treffen. Am liebsten auf dem Mond, mittels einer Rakete von Musk. Aber rauskommen wird dabei genauso viel, wie bei seinem inszenierten Treffen mit Kim Jong-un.

Trump ist ein Show-Kasper, der mit seinen Reden, seiner unsäglichen Wortwahl das Debatten-Klima vergiftet hat.

Du musst dann mal konkret werden, AS: welche "Katastrophe" droht Deiner Ansicht nach unter Trump 2.0, wie Du schreibst?

Kryztina
Granadaseggl
halensee hat geschrieben:Ich hatte einen Schulkameraden namens Elsässer, der hat mit dem Elsässer von Compact allerdings nichts zu tun, ist aber der Grund, warum ich mich ein klein wenig informiert habe, zumal mir Compact ebefalls völlig unbekannt ist.

Der Herr Jürgen Rainer Elsässer hat die politische Landschaft von komplett links nach komplett rechts durchwandert. Das nenne ich eine "gefestigtes" Menschenbild bzw. obskure Gesinnung. :puke:


war dein Schulkamerad Jürgen Heinz Elsässer der für die Lokalpresse in S schrieb?

G Schmid hat geschrieben:BEAT PSYCHEDELIC MAILART
Der Stuttgarter Jürgen Heinz Elsässer:

Ein Nachruf

https://christophwagnermusic.blogspot.c ... -1947.html

Kryztina
Granadaseggl
Käskibber hat geschrieben:Die Faeser hat das Compact-Magazin vom Elsaesser verboten. Mit einer rechtlichen Ableitung aus dem Vereinsrecht bzw. -verbot. Da bin ich ja mal sehr gespannt, wie das genau begründet wird und ob das Bestand hat.

Wobei ich dem Elsaesser jede nur denkbare Ungemach herzlich gönne.
Den konnte ich schon vor 35 Jahren nicht leiden, als er in Stuttgarts Kneipen noch den Arbeiterkampf verkauft hat. Nach dem Anschluss der "DDR" war er einer der Protagonisten der "Nie wieder Deutschland"-Kampagne und jetzt nur noch Teutonien.



Jürgen Heinz Elsässer ist - wenn ich das btw erwähnen darf - ein ganz anderer - s.o. ;-)

Mago
Granadaseggl
halensee hat geschrieben:Der Herr Jürgen Rainer Elsässer hat die politische Landschaft von komplett links nach komplett rechts durchwandert. Das nenne ich eine "gefestigtes" Menschenbild bzw. obskure Gesinnung. :puke:

Das hat bei den Rechten Tradition, angefangen bei Mussolini, einst Chefredakteur der sozialistischen Parteizeitung "Avanti".

Mago
Granadaseggl
Frank N Furter hat geschrieben:Du musst dann mal konkret werden, AS: welche "Katastrophe" droht Deiner Ansicht nach unter Trump 2.0, wie Du schreibst?

Google doch mal Project 2025 oder sieh dir alternativ dazu eine der jüngsten Ausgaben von John Olivers Last Week Tonight zu einer zweiten Amtszeit Trumps an.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
halensee hat geschrieben:
Kryztina hat geschrieben:
G Schmid hat geschrieben:BEAT PSYCHEDELIC MAILART
Der Stuttgarter Jürgen Heinz Elsässer:

Ein Nachruf

https://christophwagnermusic.blogspot.c ... -1947.html

Sehr schöner link und schöne Geschichte. "Mein" Elsässer war 10 Jahre jünger. Der Club Voltaire ist mir bekannt, drin war ich allerdings nie, da zu früh geschlossen und ich zu jung. :D :prost:

edit, zwischen 77 und 79 war ich vielleicht 2 bis 3 mal im Club Voltaire in Tübingen. Bin aber i.d.R. im Boulanger, Ammerschlag oder Storchen gewesen.


Club Voltaire in Tübingen, Haaggasse.
Der Gründer hat die Tochter des damaligen Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat (CDU) geheiratet.
Das gab eine Leserbriefaktion im Tagblättle.
:banane:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai




knaust
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Lombaseggl
Ja, im Ernst. Das war aber in den 90ern.

Die Geschichte mit dem „Skandal“ um die Hochzeit hat uns damals unser Gemeinschaftskundelehrer erzählt, um zu verdeutlichen wie spiessig Tübingen damals zum Teil war. Ausserdem fand er es immer noch lustig.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Der "Skandal" ereignete sich in den 60er Jahren, als ich in Tübingen studierte.
Die betroffene Familie hat sich übrigens damit arrangiert. Der Vater war zwar erzkonservativer CDUler, aber kein Dogmatiker. Er ließ schon auch andere Meinungen gelten. Musste er auch, da sein ältester Sohn im SDS, wohlbemerkt, nachdem dieser aus der SPD ausgeschlossen worden war, eine führende Position inne hatte.
:mrgreen:

Waren halt die 68er. ;)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Käskibber hat geschrieben:Die Faeser hat das Compact-Magazin vom Elsaesser verboten. Mit einer rechtlichen Ableitung aus dem Vereinsrecht bzw. -verbot. Da bin ich ja mal sehr gespannt, wie das genau begründet wird und ob das Bestand hat.


Bevor hier einer was von wegen Pressefreiheit raunt:
Höcke sang anlässlich des Verbots ein Loblied auf den mittlerweile rechtsextremen Aktivisten Elsässer – inklusive eines Bekenntnisses zum von Compact immer wieder propagierten Umsturz: „Während Konservative sich feige distanzieren und feinsinnig taktieren, hat er die Wagenburgmentalität einer ‚revolutionären‘ Gemeinschaft in das Rechte Lager mitgebracht“, so Höcke, „der Angriff auf Jürgen Elsässer soll uns alle treffen.

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Überhaupt, wahnwitzige Parolen:

Elsässer schreckte auch vor Demonstrations- und Widerstandsaufrufen nicht zurück. So schrieb er im Blatt: „Wir wollen dieses Regime stürzen. Wir machen keine Zeitung, indem wir uns hinter den warmen Ofen oder den Computer verziehen und irgendwelche Texte wie eine Laubsägenarbeit auf den Markt bringen. Sondern das Ziel ist der Sturz des Regimes.“
[,,,]
Symptomatisch war kürzlich ein Auftritt von Elsässer im sächsischen Zwönitz, auf der „Blauen Welle“-Kundgebungstour. „Deutschland wird vor die Hunde gehen, wenn wir die da oben nicht davonjagen“, rief Elsässer dort vor einer Großfahne der Freien Sachsen. Der 67-Jährige wetterte gegen „Umvolkung“ und „Wokeness“ und erklärte, Deutschland sei „ein besetztes Land“, unter Kontrolle der „Blutsauger im Westen“. Er selbst sei „ein Putin-Unterstützer“, bekannte Elsässer. Er wünsche sich, dass die Nato und die USA in der Ukraine „richtig einen auf den Sack kriegen“. Mit jedem Kilometer, den die Russen vorrückten, rücke „der Tag der deutschen Freiheit näher“.

https://taz.de/Rechtsextremes-Magazin-von-Elsaesser/!6023528/

Ging komplett an mir vorbei, auch wenn ich mich jedesmal geärgert hab, dass dies Schundblatt ab und zu im Zeitschriftenregal zu finden ist.

Aleksiander
Grasdaggl
Wenn die EU es nicht schafft, auch schwere Entscheidungen aufgrund einfacher Mehrheiten zu fällen, wird sie an Ihren selbst geschaffenen, hohen Hürden zur Entscheidungsfindung zerbrechen. Es genügen ja schon einige Spalter wie Orban, um das ganze Konstrukt ad absurdum zu führen und Putin klatscht vor Freude in die Hände wie weit man mit ein wenig Zwietracht kommen kann.
Wenn ich mir überlege, nach Trumps Wahlsieg, wie viele Milliarden man in der Ukraine versenkt hat. Und das Einzige was man erreicht hat, wird sein, daß Putin einen verdammt hohen Preis für sein Durchhaltevermögen bezahlt hat.
Ich hoffe nur, daß dann auch Russland alleine den Wiederaufbau dessen, was es angerichtet hat, zu bezahlen hat.
Nichts muss, aber alles kann.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Dafür, dass es das muss, muss es besiegt werden. Und zwar so, dass es in den nächsten 10 Jahren keine anderen Länder mehr überfallen kann.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Aleksiander
Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Dafür, dass es das muss, muss es besiegt werden. Und zwar so, dass es in den nächsten 10 Jahren keine anderen Länder mehr überfallen kann.


Das kann ich mir in der Form nicht vorstellen. Bevor Russland den Krieg in der Form verliert, wird es dafür Sorge tragen, daß es gar keine Sieger, sondern nur Verlierer gibt,
Nichts muss, aber alles kann.

Spielgerät
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Halbdaggl
Aleksiander hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Dafür, dass es das muss, muss es besiegt werden. Und zwar so, dass es in den nächsten 10 Jahren keine anderen Länder mehr überfallen kann.


Das kann ich mir in der Form nicht vorstellen. Bevor Russland den Krieg in der Form verliert, wird es dafür Sorge tragen, daß es gar keine Sieger, sondern nur Verlierer gibt,


Russland hat verloren, wenn es sich aus der Ukraine zurückziehen muss. Nicht mehr und nicht weniger.

Würde man die Ukraine tatsächlich mit allem unterstützen, was es dafür braucht ("whatever it takes"), nämlich Taurus, Flugzeuge, Artillerie etc, wäre der Krieg nach Ansicht von Militärexperten ziemlich schnell beendet. Wird beispielsweise die Krim-Brücke zerstört, lässt sich die Krim nicht mehr verteidigen. Ein solcher ukrainischer Sieg ist politisch aber nicht gewollt, weder von den USA noch von Deutschland.

Begründet wird es mit einer Angst vor einer russischen (atomaren) Eskalation. Dieses Argument wurde seit Beginn des Überfalls bei jeder Unterstützungsleistung zugunsten der Ukraine genannt, die über 5000 Helme hinausging. Sei es Panzer, Munition, Artillerie, Langestreckenraketen, und und und. Wir sind heute so weit von einer atomaren Eskalation entfernt wie im Februar 2022. Das Argument ist also ganz offensichtlich falsch. Im übrigen hat China als wichtigster Unterstützer Putins dem Einsatz russischer Atomwaffen eine eindeutige Absage erteilt.

Warum also wollen die führenden westlichen Mächte nicht, dass die Ukraine im obigen Sinne "gewinnt"? Offenbar möchte man die russische Armee ausbluten lassen, sowohl personell wie auch materiell, damit ein Angriff auf einen Nato-Staat die nächsten Jahre, die man braucht, um selbst wieder verteidigungsfähig zu werden, unmöglich wird. Diese Strategie kostet leider zehntausende Ukrainer das Leben, nicht nur Soldaten, auch Zivilisten, viele davon -wie wir nun wissen - Kinder. Der Ukraine zu verbieten, mit Langstreckenraketen die russischen Basen anzugreifen ("Shoot the archer, not the arrow"), von wo aus die Angriffe geflogen werden, ist an Zynismus kaum zu überbieten.

Gewinnt Trump, wird das die Erfolgsaussichten der Ukraine ganz sicher nicht verbessern. Insofern musst du also keine Angst haben, dass Putin dafür Sorge trägt, dass es keine Sieger, sondern nur Verlierer gibt. Verlieren wird weiterhin die Ukraine.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

Kryztina
Granadaseggl
Spielgerät hat geschrieben:Warum also wollen die führenden westlichen Mächte nicht, dass die Ukraine im obigen Sinne "gewinnt"? Offenbar möchte man die russische Armee ausbluten lassen, sowohl personell wie auch materiell, damit ein Angriff auf einen Nato-Staat die nächsten Jahre, die man braucht, um selbst wieder verteidigungsfähig zu werden, unmöglich wird.


das weiß ich nicht ob diese Vermutung stimmt. Ist es nicht immer so im Krieg, dass nach und nach und mit Verzögerungen und Taktik und parallel dazu mit (dieses mal kaum) Verhandlungen sich Kriege in die Länge ziehen, auch weil sich die Kriegsgegner mit ihren Verbündeten nicht einig sind. Diese Ausblutungstheorie, also ich weiß nicht. Ich glaub eher man ist sich nicht einig und im Klaren darüber wer wann wie Krieg gewinnen könnte.

Edit: Zumal Krieg auch irrational und verrückt und kaputt ist.

Frank N Furter
Spielgerät hat geschrieben:Warum also wollen die führenden westlichen Mächte nicht, dass die Ukraine im obigen Sinne "gewinnt"? Offenbar möchte man die russische Armee ausbluten lassen, sowohl personell wie auch materiell, damit ein Angriff auf einen Nato-Staat die nächsten Jahre, die man braucht, um selbst wieder verteidigungsfähig zu werden, unmöglich wird.

Zumindest für die USA dürfte das ein ganz klassischer Stellvertreterkrieg sein, wie wir etliche während des Kalten Krieges erlebt haben. Russland zu schwächen, damit man seine Kräfte auf China konzentrieren kann, dürfte inzwischen sogar so etwas wie eine Doktrin sein.

Für Europa und insbesonder Deutschland bin ich mir aber nicht so sicher wie Du. Nimm mal die Ampel, da gibt es drei Parteien. Die Grünen und die FDP lassen eigentlich wenig Zweifel daran, dass sie die Ukraine deutlich robuster unterstützen würden. Deine berechtigte Kritik zielt also im Wesentlichen auf die SPD. Und ob Scholz, Mützenich und Co. wirklich ein "Ausbluten" der Russen im Sinn haben, wage ich auch zu bezweifeln. Ich befürchte wirklich, dass da sowohl Angst eine Rolle spielt, dann natürlich auch politisches Kalkül beängstigte Wähler für sich zu gewinnen, aber leider auch die Idee, man müsse mit Russland ja auch schnellstmöglich wieder gute Beziehungen aufbauen (irgendwann). In der Summe also, eine Verkennung der Realität, bzw. jede Menge Naivität.