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Person of Interest bedient sich eines alten, aber wirksamen Tricks: man nimmt eine interessante Grundidee und sieht zu, dass eine oder mehrere bombige Schnecken mitspielen. Heutzutage unbedingt auch als tragende Figuren, nicht nur als Anhängsel. Ist unterhaltsam – nimmt sich manchmal ein bisschen zu ernst, das wird aber mit leicht überzeichneten Charakteren ausgeglichen – dadurch kommt auch Humor rein. Mehr braucht man gar nicht für diese Art von Fernseh.

Die neueste Folge von Game of Thrones fand ich ungewohnt schwach. Kann aber auch daran liegen, dass da gehäuft Elemente vorkamen, mit denen ich wenig anfangen kann: je mehr Hokuspokus, desto weniger Interesse meinerseits.

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Wobei die beiden Herren die Showrunner sind.
Ok Miss Shaw...lass ich gelten...und der wirkliche Showrunner ist Engländer.

Uff ein Glück dass ich ein simpler Mensch bin...Leicht zu unterhalten :mrgreen:

Sogar bb hatte Folgen, die ganz untypisch nur mit 9,0 bewertet wurden :arr:

Auswurf
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Grasdaggl
aber tyrion bei den drachen und die kleinen boshaftigkeiten von ramsay,
waren doch nice !?
Das geräusch beim gegen die rüstung pinkeln fand ich auch cool

ist mein erster halbsatz schon ein spoiler?
das ist doch keine Musik

Also ich gucke das nur wegen Root.

Früher hätte Robert Vaughn die Rolle von Harold Finch gespielt und wäre total im Hintergrund geblieben – da hat sich schon einiges entwickelt und ist interessanter geworden. Das merkt man den Projekten vom Dings Christopher Nolan und seinem Bruder schon an – obwohl das manchmal überbewertet wird (“Oh wow das Drehbuch ist so intelligent!!!!” – wirklich?).

Ist insgesamt ein guter Trend, dass man als Zuschauer nicht komplett für blöd verkauft wird: das ist zwar immer noch nicht mehr als ein Zeitvertreib, aber wenigstens nicht mehr ganz so dämlich. Man vergleiche die AI in Person of Interest mal mit der AI in…


Knight Rider, hehe.

Auswurf hat geschrieben:aber tyrion bei den drachen und die kleinen boshaftigkeiten von ramsay,
waren doch nice !?
Das geräusch beim gegen die rüstung pinkeln fand ich auch cool

ist mein erster halbsatz schon ein spoiler?


Die kleinen Boshaftigkeiten? Der sichert sich ja vor dem Frühstück schon einen Platz im Fegefeuer.

Ich weiß auch nicht – man kann bei Ramsay zum Beispiel vorhersehen, wohin das führt: irgendwann wird ihm die Rechnung für seine Missetaten präsentiert werden, und einerseits freut man sich darauf, andererseits denkt man “ist ja gut, wir wissen’s jetzt”. Übrigens stelle ich mir für den ein sehr unspektakuläres Ende vor: ein Unbeteiligter stößt ihn ganz ohne Vorspiel von der Burgmauer oder so.

Wie gesagt, das liegt auch an der jeweiligen Stimmung, und daran, dass ich mit der Magie, die immer wieder in der Show auftaucht, von allen Elementen am wenigsten anfangen kann. Aus dem großen Twist am Ende werden sie was machen müssen – als Gimmick allein wäre das vollkommen albern.

Tifferette
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Grasdaggl
Die führen gerade Flurbereinigung durch. Roose Bolton war halt ein Arsch, aber ein Arsch das/den man irgendwie respektieren konnte. Jetzt ist klar, dass "The North" sich irgendjemand anders zuwenden wird.

Ich finde es geil, dass ich mir den Kram endlich mal ansehen kann, ohne genau zu wissen was passiert.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
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Grasdaggl
Habe gerade mit Daredevil (Serienvariante Netflix) angefangen. Nach zwei Folgen muss ich sagen: vielversprechend.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Auswurf
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Grasdaggl
nice
ich versteh schon, wenn Dich der hokuspokus nervt,
aber in meinen augen gehört die eben auch zur "logik" der serie.
Ziemlich senf natürlich, wenn jedes "problem" mit solchen mitteln gelöst würde.
- kommt mir aber bislang nicht so vor.

Nervt Dich dann auch was mit arya geschieht oder ist das noch im rahmen?
Die spatzen zumindest dürften Dich doch ausreichend abtörnen,
um ihnen den schlimmsten untergang an die backe zu wünschen.

Jetzt laber ich hier über GoT
und vor nem halben jahr dachte ich noch,
das sei totaler käse :bounce:


tiffi
daredevil hat mir total spass gemacht,
aber ich mochte ja auch jessica jones.. was die wenigsten verstehen

mittlerweile unterhält mich das besser als manch marvel kinofilm
das ist doch keine Musik

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Also ich gucke das nur wegen Root.

Früher hätte Robert Vaughn die Rolle von Harold Finch gespielt und wäre total im Hintergrund geblieben – da hat sich schon einiges entwickelt und ist interessanter geworden. Das merkt man den Projekten vom Dings Christopher Nolan und seinem Bruder schon an – obwohl das manchmal überbewertet wird (“Oh wow das Drehbuch ist so intelligent!!!!” – wirklich?).

Ist insgesamt ein guter Trend, dass man als Zuschauer nicht komplett für blöd verkauft wird: das ist zwar immer noch nicht mehr als ein Zeitvertreib, aber wenigstens nicht mehr ganz so dämlich. Man vergleiche die AI in Person of Interest mal mit der AI in…


Knight Rider, hehe.


Naja schon intelligent...also wenigstens nicht blöd..aber halt v.a. sehr geschliffene Dialoge (gilt ausschließlich für OV....habs auf deutsch nie probiert). Da macht das Zuhören schon Spass. Und alles in griffigen 40 Minuten.

Edit: eben mal dt getestet....das ist ja grausam :shock: :puke:

Auswurf hat geschrieben:nice
ich versteh schon, wenn Dich der hokuspokus nervt,
aber in meinen augen gehört die eben auch zur "logik" der serie.


Es ist auf jeden Fall ein Teil davon und zieht sich durch alle Staffeln (und natürlich auch Bücher). Bisher blieb das aber zumeist unter der Oberfläche und blubberte nur ab und zu mal hoch. Es ist fließend: die Riesen und die Drachen und die White Walkers kann ich als Fantasy-Elemente absolut akzeptieren, laufende und schwertkämpfende Skelette nicht so. Fand ich blöd – war vielleicht eine schöne Hommage an Ray Harryhausen, aber als solche eben auch ein bisschen holprig.

Übrigens hat mich Bran bisher immer schier zu Tode gelangweilt. Der wird da über fünf Staffeln als zentrale Figur aufgebaut – kriegt er jetzt endlich mal was zu tun, was auch für die Gesamthandlung von Bedeutung ist? Da habe ich auch immer das Gefühl, dass man solche Handlungsstränge in einem Buch einfacher nebenher laufenlassen kann als in einer Serie.


Auswurf hat geschrieben:Nervt Dich dann auch was mit arya geschieht oder ist das noch im rahmen?


Furchtbar. In diesem Fall aber nicht, weil ich es für einen faulen Schmu halte, sondern eher, weil ich gern etwas mehr darüber wüsste, wer diese Typen sind und was das alles soll. Erfährt man in den Büchern mehr?

Was Arya angeht, bin ich übrigens mit der Darstellerin einer Meinung: Maisie Williams wundert sich darüber, dass Arya so durchweg beliebt ist – das sei doch teilweise eine ganz törichte Kuh. Finde ich auch. Trotzdem insgesamt eine gute Figur.


Auswurf hat geschrieben:Die spatzen zumindest dürften Dich doch ausreichend abtörnen,
um ihnen den schlimmsten untergang an die backe zu wünschen.


Die sind super. Ist natürlich eine ganz transparente Religionskritik, aber sehr gut gemacht und dargestellt, vor allem von wie heißt er gleich. Nur dass die plötzlich einfach so das Kommando übernehmen, wundert einen ein bisschen – obwohl sich die Macher der Serie ja durchaus bemühen, das ausführlich darzustellen. Wäre aber besser gewesen, wenn man deren Einfluss in früheren Staffeln schon mal gesehen hätte.


Auswurf hat geschrieben:Ziemlich senf natürlich, wenn jedes "problem" mit solchen mitteln [Magie] gelöst würde.
- kommt mir aber bislang nicht so vor.


Ist richtig. Es sind zum einen die Bedenken, dass sowas ab jetzt inflationärer verwendet wird und man damit einfach Handlungsbögen auf den Kopf stellt, zum anderen sind es eher Details: ein weiteres Beispiel dafür wäre Zombie Mountain aus dem Frankenstein-Labor. Was soll das, ich sehe in diesem Vorgang keinen Mehrwert für die Figur. Wird sich vielleicht noch herausstellen, aber wenn nicht, wäre das blöd.

Paleto Gaffeur hat geschrieben:Edit: eben mal dt getestet....das ist ja grausam :shock: :puke:


Grundsätzlich nur das Original, auch wenn ich die Sprache nicht spreche. Die Dialoge gehören ja dazu – nicht nur der Inhalt, sondern auch die Darreichung. In Film und TV sind Untertitel für mich die einzige Lösung.

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Ja in den Büchern zu GoT erfährt man deutlich mehr...jedes davon hat gefühlt 19.800 seiten....auch zur Ausbildung von Arya.
Ich hab aufgegeben....ist mir zu zäh. Nur noch Serie.

Nochmal zur Synchro von PoI: es gab Zeiten, da hat man sich Mühe gegeben, den Originalton zu treffen...aber heute wirkt das total...künstlich. Due Stimmen kalt und leblos und v.a. talentlos....als hätte man die ähm "Darsteller" von soaps verpflichtet. Ich hab mur eine ganz spassige Szene ausgesucht mit Wortwitz und Ironie...NICHTS davon in der Übersetzung....nunja....das dt tv Publikum bekommt, was es verdient....im Land der Lindenstraße.

Die müssen ja auch auch immer… Pausen machen im Satz und. Wörter verschieben damit, die Länge passtmmh.

Für mich ist es ein halbes Wunder, dass die Synchronisation überhaupt halbwegs funktioniert. Halbwegs meine ich wörtlich, denn dem Original nahezukommen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Würde auch kein schlechtes Wort über Synchronstudios verlieren: die machen einfach eine Arbeit, die von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.

Ob das früher besser war, keine Ahnung – ich wünsche niemandem die Arbeitslosigkeit, aber ich würde es begrüßen, wenn dieser Wirtschaftszweig einfach verschwindet, weil die Leute das Original sehen wollen. Ich empfehle denen, die im Englischen nicht so sattelfest sind, die Sachen auf Englisch mit englischen Untertiteln zu gucken, wenn möglich.

witzfeld
Lombaseggl
Es kommt eben auf die Stimme an. Wer Colombo im Orignal sieht und dann in Synchronisition, ist fast schon verliebt in den Synchronsprecher, das hat einfach was. Aus der Orignalfistelstimme wird was Würdiges/Gewürztes. Nicht immer ist das Original der Handlung " entsprechend."

Wie man auf die Idee kommt, dass eine Synchronstimme das Original veredeln kann, werde ich nie verstehen. Ich halte das Original jetzt nicht für heilig oder unantastbar, aber es ist eben was es ist, und wenn man eine andere Stimme drüberzwingt, dann ist es was anderes.

Sieht man natürlich am besten im Falle von Roger Moore/Tony Curtis, Belmondo-Komödien, Pierre Richard und Bud Spencer/Terrence Hill etc. etc. Da hat man sich absichtlich vom Ausgangsmaterial entfernt, und das funktioniert. Ist dann natürlich ein anderes Produkt – die Sachen, bei denen sich die Synchronstudios um Nähe zum Original bemüht haben, sind das aber auch.

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Naja...der Effekt lässt sich denke ich damit erklären, dass in der Wahrnehmung des dt Zuschauers ein guter eigenständiger Sprecher mit markanter Stimme mit der darstellerischen Leistung des Darstellers identifiziert wird. Christian Prückner spricht, de Niro spielt und das meist gut...also ist Prückner Teil dieser Leistung. Duto Volker Brandt und Michael Douglas. Hört der Deutsche dann de Niro in ot...fehlt was..passt irgendwas nicht mehr....die Prückniro-Einheit ist gestört.

Bei PoI sprechen komplett austauschbare Stimmen ohne z.b. das Raunen von Mr. Reese...der redet wie ein dt Nachrichtensprecher.....und alles extrem aufgehellt..scheint ein Trend hierzulande zu sein...helle Stimmen.

Paleto Gaffeur hat geschrieben:Naja...der Effekt lässt sich denke ich damit erklären, dass in der Wahrnehmung des dt Zuschauers ein guter eigenständiger Sprecher mit markanter Stimme mit der darstellerischen Leistung des Darstellers identifiziert wird. Christian Prückner spricht, de Niro spielt und das meist gut...also ist Prückner Teil dieser Leistung.


Absolut richtig. Man redet dann halt gar nicht über Robert de Niro, sondern über was anderes. Dieser Effekt kehrt sich natürlich um, wenn man ein paar Filme im Original gesehen hat. Ich würde heutzutage eher was trinken gehen, wenn der Rest der Gruppe entscheidet, sich einen synchronisierten Film anzugucken. Wäre für mich einfach wertlos.

P.S. das heißt nicht unbedingt, dass Columbo auf deutsch keine Wertigkeit besitzt – nur ist es eben nicht Columbo, sondern Columbo mit Bratensoß oder so was in der Richtung.
Zuletzt geändert von Nice Weather am 5. Mai 2016 22:22, insgesamt 1-mal geändert.

witzfeld
Lombaseggl
Na ja, warum hören die Leute Musik? Doch nicht wegen der Zwetschgenfrisur, des abgehalfterten Sängers. Es ist die Stimme, das Merkmal.Robert de Niro kannst du austauschen, gegen jede ixbeliebige Person, seine "Stimme" niemals, egal aus welchen Off.

Tifferette
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:
tiffi
daredevil hat mir total spass gemacht,
aber ich mochte ja auch jessica jones.. was die wenigsten verstehen

mittlerweile unterhält mich das besser als manch marvel kinofilm


Bis zu Jessica Jones bin ich noch nicht gekommen - obwohl ich ein großer Fan von David Tennant bin. Bin bei Daredevil jetzt ein paar Folgen weiter und finde es klasse. Allein schon die Kloppereien, das hat so was herrlich bodenständiges.

Die großen Marvel-Filme hängen mir inzwischen auch ein wenig zu den Ohren raus. Zu groß, zu abgefahren, zu laut, zu -ic. Da finde ich Daredevil fast schon heilsam.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

witzfeld hat geschrieben:Na ja, warum hören die Leute Musik? Doch nicht wegen der Zwetschgenfrisur, des abgehalfterten Sängers. Es ist die Stimme, das Merkmal.


Ja, eben?


witzfeld hat geschrieben:Robert de Niro kannst du austauschen, gegen jede ixbeliebige Person, seine "Stimme" niemals, egal aus welchen Off.


Hä?


de mappes
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Spamferkel
:lol:

wenn man sein geschreibsel ernst nimmt, kann man wohl zu der annahme kommen,ja.

zumindest ist er nicht witzig...darauf kann man sich hier ausnahmsweise mal einigen im forum.
Don't criticize what you can't understand


Habe sowohl Batman v Superman: Dawn of Justice als auch Captain America: Civil War geguckt.

Der eine hatte überwiegend schlechte – um nicht zu sagen beschissene – Kritiken (27% Tomatometer), der andere hingegen überwiegend gute (90% Tomatometer).

In der Tendenz nachvollziehbar: Batman v Superman fehlt vor allem der Humor und der Esprit, der bei Captain America durchaus vorhanden ist. Und so weiter. Aber ich sehe die beiden Filme wesentlich näher beieinander – den einen fand ich so schlimm auch wieder nicht, der andere ist bei weitem nicht so toll wie er gerne wäre. In beiden Filmen zanken sich Superhelden untereinander – das ist ein Thema, das in den X-Men-Filmen hundertmal erfolgreicher abgehandelt wird.