5558 Beiträge


Local Zero
Benutzeravatar
Grasdaggl
"Verdient", mei. Werderaner dürften da eine ganz eigene Meinung zu haben, nech. Aber es passt irgendwie zur Geschichte der letzten Jahre dieses Slapstick-Clubs. Wenn man Laurel und Hardy verschmilzt, kommt der HSV raus.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."





Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Ich habe in einem HSV-Forum eine - m.E. - sehr gute Einordnung gelesen:

Noch einmal, damit ein Staatsanwaltschaft ermittelt, müssten zunächst eine oder mehrere Betroffene finden, die Anzeige erstatten. Beleidigung ist ein Antragsdelikt, es wird ja von niemanden ein tätlicher sexueller Übergriff behauptet. Ob es eine Anzeige gibt oder nicht, wissen wir nicht.

Wir haben lediglich folgende, hauptsächlich von der Bild behauptete Informationen:

- der Vertrag von Stefan Kuntz wird vollkommen überraschend aufgelöst, obwohl es vormals aussichtsreiche Gespräche zur Verlängerung gab
- die Kommunikation zur Trennung fällt extrem kühl aus, dies gilt sowohl für den AR, als auch für Herrn Huwer, der auf dem Neujahrsempfang Steilvorlagen zur Lobeshymne auf SK erhielt, aber dann nur freundlich auf die Sprachregelung verwies (Wir sind gut aufgestellt)
- laut Bild hat sich zunächst eine Frau beim AR beschwert (Oder bei Herrn Huwer nehme ich an). Für ihre Aussagen gab es 3 bestätigende Zeugen, deren Geschlecht wir nicht kennen.
- Im Rahmen der folgenden Untersuchung, kamen mehrere weitere Betroffene ans Licht, die eigene Erlebnisse schilderten
- Für den HSV war die Sachlage klar genug, um eine Aufhebung anzustreben. Die Tatsache das SK ohne Abfindung zustimmte, impliziert, dass er (und vermutlich seine Anwälte) ebenfalls der Ansicht gewesen sein dürfte, dass er schlechte Karten hat.

Wir sprechen also von einem oder mehreren Zwischenfällen, die von mehreren Zeugen bestätigt wurden und zusätzlich mehreren anderen Frauen, die ebenfalls Übergriffe gemeldet haben (Ob ebenfalls durch Zeugen bestätigt oder nicht, wissen wir natürlich nicht, weil wir keinen Einblick in den Ermittlungsbericht der Kanzlei haben). Das ist für so einen Fall schon eine erdrückende Beweislast, meist gibt es viel weniger (Er sagt / Sie sagt usw.).

Im Ergebnis also Trennung, vereinbarte Sprachregelung und der Versuch, die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten zu schütze. Dies ist die privatrechtliche Ebene und hier hat der HSV alles richtig gemacht, ich war selbst einige Jahre HR Direktor und das ist vorbildliches Vorgehen.

Ob es hier noch zu einer strafrechtlichen Ebene kommt, hängt wie gesagt ganz davon ab, ob Anzeigen erstattet werden. Selbst falls dem so sein sollte, wird es kein ausuferndes Strafmaß geben, so etwas würde im Zweifel per Strafbefehl erledigt.

Eine unangenehme Situation, an dieser wird der HSV weiter wachsen.

Was die Diskussion um Woke angeht: Der Begriff heißt ja erwacht, im Sinne von “die Augen geöffnet, sehend”. Er stammt aus der ehemaligen Sklavenbefreiungsbewegung in den USA, die in der Lage waren, Unrecht zu sehen. Heute ist das ja ein rechter Kampfbegriff, jede abwägende Aussage wird als woke verunglimpft. Wahrscheinlich ist unsere Wärmepumpe auch woke.,,

Anyhow, dennoch allen einen schönen Sonntag!

Später kam als Ergänzung dazu:



Eine vom HSV beauftragte Kanzlei [ist eingesetzt worden]. Es gibt Anwälte, die auf forensische Ermittlungen in solchen Fällen spezialisiert sind. Gerade wenn es um einen Geschäftsführer oder Vorstand geht, werden diese gern beauftragt, um eine neutral erhobene Meinung durch Spezialisten zu erhalten. Da werden alle MA befragt und die Leute sind gut geschult. Ich hatte vorhin das Ergebnis der Ermittlung aufgelistet, multiple Mitarbeiterinnen haben Anschuldigen vorgebracht und diese wurden zumindest in einem Fall von Zeugen bestätigt.

Es ist im übrigen kompletter Unsinn, wenn SK behauptet, er habe sich nicht äußern dürfen. Die Ermittler sprechen natürlich auch intensiv mit dem Beschuldigten und seinem Umfeld. Ebenso der AR. Bei der Auflösung werden ja Fakten vorgelegt. Das einzig vorstellbare Szenario wo das nicht der Fall ist wäre, dass Kuntz bei Beginn der Ermittlung Hals über Kopf abgehauen wäre, um den unangenehmen Teil zu umgehen.

Es hat also eine neutral geführte Ermittlung stattgefunden und der AR des HSV hält die Ergebnisse für belastbar genug, um eine Trennung vorzunehmen. Es ist also ein Urteil seitens des Arbeitgebers gefällt worden, allerdings nach sorgfältiger Abwägung der Fakten. Das hier teilweise so getan wird, als sei das mal eben schnell und ohne Nachdenken gemacht worden, zeigt mir, dass diejenigen keine Erfahrung mit derartigen Vorgängen haben können.

Was darüber hinaus strafrechtlich passiert oder nIcht, geht den HSV nichts an. Das liegt schlicht zwischen den Betroffenen und dem mutmaßlichen Täter. Ob der dann strafrechtlich relevantes getan hätte, bleibt reine Spekulation. Er hat jedenfalls genug getan, dass der HSV sich gezwungen sah, einen sehr wertvollen Mitarbeiter freizustellen. Das macht man nicht, weil man schlecht geschlafen hat.

Und auf die Frage, ob jener User Einblick in vergleichbare Fälle habe:
Ja natürlich, ich war in meinem Leben mehrfach mit so etwas befasst (auch mit viel schlimmeren Fällen), sowohl in meiner HR Zeit als auch (lang ist es her) in der internen Revision. Meine Erfahrung stammt aus 3 sehr großen Konzernen, der HSV wird aber im wesentlichen analog vorgegangen sein, weil das dem Textbuch entspricht

Die Vorgehensweise ist so:

- absolute Geheimhaltung der Identität des Beschwerdeführers, um Übergriffe zu vermeiden
- erstes Interview mit dem / der Betroffenen. Hierbei wird auch die Glaubwürdigkeit erstmals getestet. Kann die Person konkret beschreiben, was, wann, wo, wie häufig? Gab es Zeugen? Sind die Umstände plausibel (Man prüft beispielsweise die Kalender der Beteiligten, waren die an dem Tag im gleichen Umfeld etc.). Gibt es u.U. Videoaufnahmen, E-Mails etc. Bei Vorwürfen von Betrug und Unterschlagung, schaut man natürlich die Bücher an. Im Grunde sind das die ersten Schritte einer Ermittlung, die Beweise und Aussagen erhebt, genau wie es die Polizei täte nur ohne strafrechtliche Würdigung.
- Erscheint die Beschwerde führende Person glaubwürdig wird entschieden, ob externe Kräfte hinzugezogen werden oder man intern gut genug aufgestellt ist (Ein Konzern hat ja intern andere Ressourcen als ein Mittelständler wie der HSV). Ist ein sehr ranghohes Mitglied der Firma betroffen, nimmt man fast immer externe Ermittler. Die Revision berichtet zwar nicht a den Vorstand im Konzern sondern a den Aufsichtsrat, kann aber natürlich dennoch unter Druck geraten.
- Sollte die Person Zeugen benannt haben, werden diese kontaktiert und befragt (Natürlich unauffällig)
- Bestätigen die Zeugen die Geschichte unabhängig voneinander, ist der Fall schon fast klar. Dann wird geprüft, ob jemand der Beteiligten Vorteile hätte, wenn der Beschuldigte gehen muss, um internes Mobbing und Verschwörung auszuschließen.
- dann wird der Beschuldigte mit der Situation konfrontiert, ohne das Namen von Beschwerdeführer oder Zeugen benannt werden. Er wird dazu befragt. In der Regel wissen die Leute dann schon, was sie falsch gemacht haben (falsch im Sinne der Werte des Unternehmens, nicht unbedingt des Strafrechts).

Man kann natürlich auch noch prüfen, ob weitere MA im Umfeld ebenfalls betroffen sind, häufig geben sich diese aber erst zu erkennen, sobald der / die hochgestellte Person die Firma verlassen hat. Ich vermute mal, dass hier systematisch alle Frauen in vergleichbarer Position interviewed worden sind, kann dies ohne Einsicht in die Akte aber natürlich nicht verifizieren.

Die Beurteilung der Glaubwürdigkeit ist, wenn keine Zeugen oder multiplen Beschwerdeführer vorliegen, eine der Einschätzung. Da hilft den Ermittlern Erfahrung und Prüfung der Plausibilität. Es sei hier nochmals erwähnt, dass ca. 90 % aller Vorfälle mit sexuellem Bezug nicht gemeldet werden (Das gilt auch für schwere Straftaten). Das ebenfalls 90 % im engen Familien-, Freundes- oder Kollegenkreis geschehen. Und das nur 3 der dann vorgetragenen Meldungen falsch sind. Also etwa 0,3 % aller Vorfälle sind erfunden. Gibt es Zeugen und mehrere Betroffene, sinkt die Quote quasi auf Null.

Populäre Fälle wie Herr Kachelmann geben uns da einen falschen Eindruck, es ist wirklich sehr selten. Dennoch wird die Plausibilität auch im nicht strafrechtlichen Bereich intensiv geprüft, weil niemand ein Unrecht begehen will. Auch hier ist, wie bereits mehrfach betont, nur eine arbeitsrechtliche Entscheidung (einvernehmliche fristlose Vertragsaufhebung / gemeinsame Sprachregelung) getroffen worden, die Ermittlungsmethoden sind aber die der forensischen Investigation, also die selben wie in einem Strafverfahren.

Entschuldigt den langen Text, ich weiß leider nicht, wie ich es noch kürzer beschreiben soll.


Und:
Hi, ich möchte hier nur inhaltlich etwas korrigieren, da sich einige Aussagen auf falsche Tatsachen stützen:

Folgendes steht in dem Bildbericht:

1. Zwei Frauen haben Vorwürfe erhoben.
Für die Dinge, die den Frauen laut deren Aussage widerfahren sind, gibt es keine Zeugen.
Dies schreiben einige falsch. Sie schreiben, es gäbe drei Zeugen für einen Fall. Dies schreibt Bild aber nicht. Bild schreibt: „Dies bestätigen drei mit dem Vorgang vertraute Personen unabhängig voneinander.“ Damit ist gemeint, dass Bild die Information zu dem Gesamtkomplex von drei Personen aus dem Verein hat. Aber die drei Personen bestätigen nur, dass so der Ablauf der gesamten Sache war. Das sind aber keine Zeugen der Vorfälle der beiden Frauen. Dafür gibt es keine Zeugen.

2. Nachdem alles abgewickelt wurde, gibt es Anschuldigungen von weiteren Frauen. Bild schreibt: „Mittlerweile seien noch weitere Betroffene bekannt.“

Und ich möchte noch etwas zur Rechtfertigung von Herrn Kuntz sagen: Er vermutet eine Intrige wegen Geldes, welches er bekommen hätte. Wenn er davon überzeugt gewesen wäre, hätte er keine Auflösungsvereinbarung unterschreiben müssen. Dann hätte er sein Geld bekommen können, wenn er das als Grund gesehen hätte. Das erscheint mir daher keine glaubwürdige Verteidigung seinerseits.



Ah, vielen Dank.Ich kann den Artikel nicht lesen, daher habe ich das übernommen. Was SK angeht, sehe ich das exakt genauso.


Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Och, könnte doch interessant sein. :-)

Aber ich finde die obige Einordnung wirklich sehr schlüssig. Klares Fallbeil, aber dankbar sachlich.

Oh, Kaltzlocke und ich kennen eigentlich auch einen ehemaligen AR des HSV. Naja, der Kontakt ist längst eingeschlafen. Aber, aber. 8)
Aber -

- kommen wir zum gestrigen Spiel:
Der Elfer war schon absolut lächerlich. Höler ist maximal gestreift worden. Da gab's gar keinen Grund für so einen Sterbe-Schwan. Aber klar, Höler. Alte Streich-Schule. Wir kennen es. Und den Platzverweis obendrauf. :puke:

Das 2-1 war auch ein schlechter Witz. Heißt es sonst nicht immer: "Da oben hat der Arm nichts zu suchen"? Der Ellbogen im Gesicht des Gegners... Alter...

Matanovic steht jetzt bei 3 Saisontoren. Gestern eins - die anderen beiden im ersten Saisonspiel. Gegen uns, mappes und ich erinnern uns. Dazwischen kam von dem NICHTS.

Am Anfang war der HSV ja scheint's grottenschlecht. Ich habe erst später eingeschaltet, da war Freiburg schlecht. Auch in Überzahl, da kam so viel von denen wie von Matanovic an den Spieltagen 2-15.

Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Eieiei. Kuntz meldet sich via Instagram:

Mich erreichen zahlreiche Anfragen wegen der aktuellen Berichterstattung über meine Person.
Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen.

Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!

Im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen habe ich meine Anwälte (Kanzlei Schertz Bergmann) darum gebeten, gegen diese FALSCHEN Vorwürfe und Vorverurteilungen vorzugehen.

Er benennt die Vorwürfe nicht, das kann alles sein. Sicherlich werden ihm längst irgendwelche Dinge unterstellt, die er nicht gemacht hat. Gegen DIE kann er dann ja vorgehen. Alles andere siehe oben.



de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
jagdhuette hat geschrieben:
Southern Comfort hat geschrieben:Heidenheim, beide Hamburger, Bremen, Hoffenheim… mein Tipp.

Heidenheim würde ich rausnehmen. Die haben jetzt ne Weile einen Lauf wegen der gewonnenen Relegation. Rest ist sehr wahrscheinlich.


Hm
Naja :?
Don't criticize what you can't understand

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Tamasi hat geschrieben:Och, könnte doch interessant sein. :-)

Aber ich finde die obige Einordnung wirklich sehr schlüssig. Klares Fallbeil, aber dankbar sachlich.

Oh, Kaltzlocke und ich kennen eigentlich auch einen ehemaligen AR des HSV. Naja, der Kontakt ist längst eingeschlafen. Aber, aber. 8)
Aber -

- kommen wir zum gestrigen Spiel:
Der Elfer war schon absolut lächerlich. Höler ist maximal gestreift worden. Da gab's gar keinen Grund für so einen Sterbe-Schwan. Aber klar, Höler. Alte Streich-Schule. Wir kennen es. Und den Platzverweis obendrauf. :puke:

Das 2-1 war auch ein schlechter Witz. Heißt es sonst nicht immer: "Da oben hat der Arm nichts zu suchen"? Der Ellbogen im Gesicht des Gegners... Alter...

Matanovic steht jetzt bei 3 Saisontoren. Gestern eins - die anderen beiden im ersten Saisonspiel. Gegen uns, mappes und ich erinnern uns. Dazwischen kam von dem NICHTS.

Am Anfang war der HSV ja scheint's grottenschlecht. Ich habe erst später eingeschaltet, da war Freiburg schlecht. Auch in Überzahl, da kam so viel von denen wie von Matanovic an den Spieltagen 2-15.


Zwar hat gestern tabakovic ähnlich mit dem Ellenbogen vorm Tor agiert und es geschah nix, sodass zumindest dieses Wochenende einheitlich schlecht gepfiffen wurde diesbezüglich
Aber klar, das geht garnicht
Klares Foul; wenn man schon nen kann-Elfer pfeift (Freiburg ist ja diesbezüglich sowieso immer sehr weit oben in den Elfer-Tabellen) gibt man nicht noch so ein Tor obendrauf
Zudem war der Platzverweis auch hart

Schon ein Fall von verpfiffen, wenn so viele Entscheidungen pro Gegner getroffen werden

Matanovic, Jo
Da ist alles gesagt :evil:
Don't criticize what you can't understand

Local Zero
Benutzeravatar
Grasdaggl
Trump wird unter Androhung von Boykottmaßnahmen den HSV auffordern, SK wieder einzustellen. Und den Vertrag zu verlängern.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."







Auswurf
Benutzeravatar
Grasdaggl
Die Übersetzung von Woodcock lautet Waldschnepfe

Tony Waldschnepfe, entsprang in meiner Wahrheit der Kölner
Ambition einen eigenen Keegan zu haben und vielleicht auch war er erst der zweite Engländer in der Liga überhaupt
das ist doch keine Musik

Strafraumgitarre
Benutzeravatar
Halbdaggl
Auswurf hat geschrieben:Die Übersetzung von Woodcock lautet Waldschnepfe

Oder Holzpimmel, je nachdem. :cyclops:

Hat dann halt irgendwie Ballermann-Vibes...

Heute live: Toni Holzpimmel singt "I'm still standing"

Fun Fact am Rande: Bei St. Pauli stand lange Robin Himmelmann im Kasten (mittlerweile beim KSC, hab nachguckt). Wie sie den in der Grundschule gehänselt haben mögen, ist eigentlich selbsterklärend.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!