- Local Zero
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- Grasdaggl
Mit einem Ali habe ich einen Sommer lang auch mal beim Daimler geschafft. Der hieß mit vollem Namen tatsächlich Ali Gümüsü, dachte erst, der verarscht mich. Auch in Mettingen, aber ein bisschen weiter Richtung U-Türkheim, da (ist?) war die Alu-Gießerei. Warn cooler Job: Die ganze Nacht (habe 10 Wochen lang nur Nachtschicht geschoben wegen der Extra-Zuschläge) auf der Bühne oben rumlatschen und gelegentlich mal ne Messlanze in die flüssige Alusuppe halten. Ab und zu kam jemand mit nem riesigen Stapler mit so ner fetten Tonne vorne dran und hat sich die Krempel abgeholt. Da musste man dann mit nem Kran den Schmelzofen drehen und ablassen. Danach gabs dann das einzige Mal in der Schicht was zum Arbeiten: Alu-Barren per Hand nachfüllen. Oder wenn der Zulieferer (wars aus der Butze vom Ex-VfB-Hundt, den Allgaier-Werken?) mal extra vorverflüssigtes Alu anbrachte, dass musste man dann Umfüllen.
Als Ali geschnallt hatte, dass ich wusste wie der Bums funzt, hat der den Pausenraum eigentlich nur noch verlassen, wenn ich mal kacken oder Pause machen wollte. Zum Schichtende war der jedesmal de facto breit. Aber da war er nicht der einzige. Da haben ausnahmslos alle gesoffen wie die Löcher. Der Daimler war auch deren Dealer, in der Kantine gabs damals noch Bier zu kaufen (haben sie später wohl abgeschafft, gab zu viele Unfälle).
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."