Juli 2024:

Selbe Stelle, heute:

Der Boden ist trocken wie in Sizilien um Ferragosto herum. Ohne täglich gießen hätte ich hier eine Wüste. Dieses Jahr kommt wirklich alles zusammen: Kaum Niederschlag (v.a. der aus dem Frühjahr fehlt in ca. 20 bis 30 cm Bodentiefe) und dazu diese hohen Temperaturen. Sogar Tomatenblätter verbrennen mittlerweile. Es gibt zwar 0 Schneckenfraß, dafür feiern die Erdflöhe seit Wochen Party, Wirsing, Rosenkohl, Rucola, Palmkohl kann ich komplett in´ Skat drücken. Rucola sieht aus wie mit der Pumpgun gedüngt: Komplett zerlöchert. Andererseits ballern Paprika wie blöde, egal ob Gemüse- oder Bratpaprika. Auberginen, Gurken, Tomaten, Kartoffeln, Zwiebeln dito.
Und dann wären da noch diese Premierengäste:

Rechts daneben stehen ein paar Honigmelonen, da habe ich aber noch keine Früchte entdeckt.
Auch Luffa habe ich erstmals gesät und ausgepflanzt. Heute die erste weibliche Blüte mit einem Ansatz entdeckt. Bizarres Gewächs, ich lasse sie überreif werden, dann trocknen, Schale abraspeln und Kerne entfernen, einweichen und waschen: fertig ist der perfekte Spül/Waschschwamm. Nie wieder Mikroplastik, habe das letztes Jahr entdeckt und bin schwer begeistert. Häufig beweisen diese Öko-Alternativen ja nur, dass man nicht ganz zu Unrecht synthetische Produkte erfunden hat. Aber die Luffagurke ist tasächlich sogar besser als ihr Industriependant, hält drei bis vier mal länger und wenn dann doch mal durch: einfach aufn Kompost schmeißen. Sie soll ja eine kleine Mimose sein, was den Anbau angeht, aber ich kann nicht klagen, wir haben uns anscheinend gut committed:

"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."