Übrigens gar nicht mal so blöd, was das Schneeköppchen sagt – der Kicker hatte aber eine doofe Überschrift draufgemacht.
Er meint sinngemäß, dass es scheiße ist, wenn du im vorletzten Test gegen Finnland eine Halbzeit lang hoch verteidigst und eine Halbzeit lang tief, weil du immer noch nicht weißt, wie du’s machen willst. Zu dem Zeitpunkt solltest du es längst wissen, am besten schon kurz nach dem letzten Turnier.
Des Weiteren wär’s net schlecht, wenn man eine Formation hätte, in der die Spieler dort kicken können, wo sie am besten sind – in das selbe Horn stößt auch Ewald Lienen, zu recht. Zum Beispiel dass Wirtz auf dem Flügel nicht nur von Beginn an verschenkt ist, sondern auch noch die ganze Zeit dort bleiben muss, weil Fetz Braun ständig in die Mitte zieht, anstatt ihn mal zu überlaufen. Lienen nennt solche Sachen im Hinblick auf den Brunztrainer Sabotage – Fipsi Lahm wird nicht so deutlich, aber man kann hören, dass er nicht weniger kritisch ist.
Zuletzt möchte Schneeköppchen eine Nationalmannschaft mit einem möglichst festen Kern von mindestens sechs Leuten, die sich im Laufe einer Qualifikation miteinander einspielen können, und die verantwortlich sind und sich auch zuständig fühlen. Kann man auch schwer widersprechen. In diesem Zusammenhang ist es eben auch abenteuerlich (sage ich jetzt), wenn du eh schon ewig brauchst, dich auf eine Nummer 1 im Tor festzulegen und dann kurz vor Toresschluss ein Ehemaliger kommt und meint er sei jetzt fit und hätte Bock. Und so weiter.