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Tifferette
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Grasdaggl
Also ich würde sagen: jein. Bobic kann man nicht schönreden, das versuche ich gar nicht erst. Man hat aus der VfB-Geschäftsstelle ja auch gehört, dass das Klima am Ende der Ära Staudt ziemlich mies war. Der scheint ab einem gewissen Punkt ausgebrannt gewesen zu sein. Oder er konnte sich nicht mehr verstellen, wenn man ihm charakterliche Defizite unterstellen will. Whatever.

Aber wenn ich jetzt sehe, dass seine zwei Nachfolger mit Pauken und Trompeten gescheitert sind, und dass der AR wohl noch vogelwilder unterwegs ist als zu Zeiten von Hundt, dann scheint Erwinle auch einiges richtig gemacht zu haben. Ich drehe es mal so: in diesem sehr schwierigen Fahrwasser hat er es noch einigermaßen ordentlich erledigt, anders als seine Nachfolger. Dass die Schaffung professioneller Strukturen versäumt wurde, das kann man nicht wegdiskutieren. Vielleicht wurde das Stadion als dringender angesehen, was weiß ich. Hätte ich aus Sicht von 2007 wohl ähnlich gesehen.

Mir kommt da übrigens mal wieder das Zitat von U. Hoeneß aus dem Jahr 2007 in den Kopf, und zwar über Horst Heldt, der in einem "sehr, sehr schwierigen Umfeld einen sehr guten Job" macht. Mir geht es dabei nicht um die Bewertung von Heldt, sondern um das Umfeld. Mir war damals nicht klar, wie sehr dieser Kriminelle damit Recht hatte bzw. behalten sollte.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Staudt war im Winter mal in Sport im Dritten und hat dort noch einmal seine Blauäugigkeit demonstriert. Gut, vielleicht hat er seinerzeit nichts am Dieter Hundt vorbeigekriegt, das sollte man unbedingt berücksichtigen. Aber ich kann beim Wasen-Satchmo rückblickend auch keinen Antrieb erkennen, den Verein modern aufzustellen.

Tifferette hat geschrieben:Mir kommt da übrigens mal wieder das Zitat von U. Hoeneß aus dem Jahr 2007 in den Kopf, und zwar über Horst Heldt, der in einem "sehr, sehr schwierigen Umfeld einen sehr guten Job" macht. Mir geht es dabei nicht um die Bewertung von Heldt, sondern um das Umfeld. Mir war damals nicht klar, wie sehr dieser Kriminelle damit Recht hatte bzw. behalten sollte.


Absolut.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Dieter Hoeneß... Wenn er NICHTS mit Geldausgeben zu tun hat, fände ich ihn super.

Aber er hat sowohl bei uns, als auch bei Hertha ein bisschen größer gedacht, als möglich war. "Lieber klotzen als kleckern" und so. Bei Hertha hat er einen hübschen Schuldenberg hinterlassen. Komisch, an sich war der perfekt für VW. Naja, manchmal ist "perfekt" auch ZU perfekt.

Wie auch immer, wenn man das Problem mit der Kontovollmacht löst, wäre der ein Knaller.



Southern Comfort
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Grasdaggl
Der Meinung von @Tifferette möchte ich mich anschließen.

Wenn die Umfeld-Diskussion gerade losgetreten werden sollte... (Also, mal weg von den wechselweise abgeschlagenen Köpfen)

... gehört in eine solche Umfelddiskussion auch mal der Einfluss der Fangemeinde auf das Operative?

Ich hole etwas aus, nicht dass man mich gleich am Ortseingangsschild "Bad Cannstatt" aufknüpft.

- Erste Grundfrage: Hat das Fanumfeld überhaupt einen Einfluss? unmittelbar als Stimme auf der HV? mittelbar als Stimmungsmacher im Statdion, ggü. der Presse?
- Zweitens: Ist der Einfluss so groß, dass er als relevant gilt, oder sind das ignorierte Krakeler/Mindermeinungen von Ahnungslosen?
- Drittens: Wenn der Einfluss sogar als groß und relevant gewertet wird, was bedeutet das also?

Mir ging es da um ein paar Geschichten in der jüngeren Vergangenheit. Es ist ja wirklich niedlich, dass man sich über das Wappen so ereifern kann. Sofern aber Energien dafür draufgehen, die man besser woanders einsetzt, bin ich komplett gegen solche Luftnummern. Meines Erachtens hat man aber etwas gebaucht, um die Fans mit ins Boot zu nehmen. Also hat man ihnen das Geschenk "altes Wappen" gemacht.

Warum?

Und hier setzt meine Überlegung an. Ich habe nichts gegen Fans. Wäre auch eine ziemlich alberne Haltung...

Nur mal im Vergleich: In Hoffenheim kann man mit der Hoppkohle ziemlich entspannt umgehen. Wenn es irgendwann nicht mehr klappt, und man das Projekt einmotten muss, dann gehen halt drei Geschäftsführer und 17 Fans wieder nach Hause und basta. Da gibts nicht jedes Jahr ne Diskussion um Ziele, Erwartungshaltungen, Tranzparenz, etc.

Und man kann ja mal nach Köln schauen... Dort wird das "anspruchsvolle" Umfeld auch nciht immer positiv gesehen. Hat nicht der Overath mal geseufzt, dass man nach zwei gewonnenen Spielen wieder jedem in der Stadt erklären müsse, dass man deswegen jetzt nicht nächstes Jahr international spielt... (?)

Will also sagen: Manchmal empfinde ich diese Fanorientierung als einen echten Klotz am Bein. Natürlich geht es nicht ohne, aber mein Weg wäre eben ein ganz anderer: Wenn ich meine Konzentration dem Erfolg schenke, haben mich die Massen lieb, sobald er eintritt. Wenn ich mich auf die Fans konzentriere, haben die mich im Miserfolg nicht mehr lieb.

Ich finde es als Verantwortlicher daher eher unwichtig, wie die Fans zu mir stehen. Und dennoch ist das offenkundig "total wichtig", dass man "die Leute mitnimmt..." Ich blixnet.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Southern Comfort hat geschrieben:Es ist ja wirklich niedlich, dass man sich über das Wappen so ereifern kann.


Die Kraft der Symbole ischt etwas, das wo man nutzen muss. Ich hätte von einem Präsidenten eigentlich erwartet, dass er das erkennt und die Rückkehr zum alten Wappen innerhalb von fünf Minuten in einer Vorstandssitzung verabschiedet. Um das Wappen mehrmals glattzulutschen, brauchte man ja auch keine Mitgliederversammlung.

Tifferette
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Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:
Southern Comfort hat geschrieben:Es ist ja wirklich niedlich, dass man sich über das Wappen so ereifern kann.


Die Kraft der Symbole ischt etwas, das wo man nutzen muss. Ich hätte von einem Präsidenten eigentlich erwartet, dass er das erkennt und die Rückkehr zum alten Wappen innerhalb von fünf Minuten in einer Vorstandssitzung verabschiedet. Um das Wappen mehrmals glattzulutschen, brauchte man ja auch keine Mitgliederversammlung.


Nö, aber so kann man den Mitglieder das nicht so ganz richtige Gefühl geben, dass die was zu sagen haben. Das ist vor allem dann bequem, wenn man genau weiß was raus kommen wird.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


“Unklar blieb auch gestern, wie sich der Aufsichtsrat die künftige Führungsstruktur vorstellt. Nachgedacht wird offenbar über einen ehrenamtlichen Präsidenten, der eine Aufwandsentschädigung beziehen soll. Hermann Ohlicher, Guido Buchwald und Karl Allgöwer gelten als mögliche Kandidaten. Im Gespräch ist auch EU-Kommissar Günther Oettinger. Gleichzeitig soll der Aufsichtsrat um Persönlichkeiten erweitert werden, die das Bundesligageschäft aus eigener Erfahrung kennen.”

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 7f5c3.html

So langsam glaube ich, dass die den Oettinger da seit Jahren nur aus Scheiß reinschreiben – um bei der Leserschaft ein bisschen den Puls hochzutreiben. Oder es ist der Digitalchef von StZ/StN, der ihn aus der EU-Kommission rausschreiben will. Das wäre durchaus löblich.





vivafernanda
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Granadaseggl
Ich sagte, jemand, der wo nicht vorher gescheitert ist.

Also auch Öttinger nicht.

Aber vielleicht finden wir so jemanden gar nicht. Denn das wäre vielleicht jemand Junges und das kann man ja auch nicht wollen.

Außerdem wäre Öttinger unter allen Gescheiterten nicht der Schlimmste. Gescheit ist er jedenfalls und außerdem ehrgeizig und konfrontativ.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.








vivafernanda
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Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:lissy
wenn der blos s'maul uffmacht
ist er schon ne schande (lachplatte) für den VfB.
Da interessieren andere kriterien nicht die bohne



Aber das ist ein sehr oberflächliches Kriterium. soll doch lachen, wer will. WEnn er was taugt, lachen am Schluss nur wir.


Aber nice zuliebe sollte er in Brüssel bleiben. Wär ja schlimm, da käme niemand als commissoner hin, der die analoge Welt noch persönlich kennengelernt hat.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.