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Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
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Bin da unschlüssig.
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Nein, Merz macht gute Arbeit
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Nein, des machts auch net besser
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Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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Local Zero
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Grasdaggl
Er war beim ersten Mal noch etwas schüchtern, der kleine Racker.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Local Zero
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Grasdaggl
Weil bei VW - einem Konzern, der Milliardengewinne einfährt - grad alle rumspinnen und der Blume sich doch tatsächlich nicht entblödete, in seinem "Wir sind am Arsch"-Geheule ganz viele Gründe dafür zu benennen, genau den einen aber, der hätte erklären können, warum es nicht noch besser lief, glatt vergaß , nämlich das Scheitern seiner Kaste bei der Unternehmesentwicklung und dem Produktportfolio (inklusive eines meiner Lieblingsthemen, dem Thesaurieren. Grüße gehen raus an die Familien Porsche&Piech, die nun doch nicht hungern müssen):

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RedBlues
Halbdaggl
Nur zum letzten Video, weil man etwas bei der Schlussfolgerung aufpassen muss.

Volkswagen hat inklusive China 2025 8,866 Millionen Fahrzeuge produziert. In Deutschland waren es 1,789 Millionen Fahrzeuge die produziert wurden. Also ca 20% der Fahrzeuge die der Konzern Volkswagen produziert hat, wurden in Deutschland hergestellt.

2019 hat Volkswagen 10,82 Millionen Fahrzeuge produziert.

Was ich sagen möchte, wenn man bei Volkswagen nur auf die Geschäftszahlen schaut, könnte man zu falschen Schlüssen kommen, wenn man es nur aus der deutschen Brille sieht.

Dass bei Volkswagen, BMW und Mercedes viele Fehler gemacht wurden steht außer Zweifel. Dass das Management keinen Job gemacht hat, ist offensichtlich.

RedBlues
Halbdaggl
Local Zero hat geschrieben:Weil bei VW - einem Konzern, der Milliardengewinne einfährt - grad alle rumspinnen und der Blume sich doch tatsächlich nicht entblödete, in seinem "Wir sind am Arsch"-Geheule ganz viele Gründe dafür zu benennen, genau den einen aber, der hätte erklären können, warum es nicht noch besser lief, glatt vergaß , nämlich das Scheitern seiner Kaste bei der Unternehmesentwicklung und dem Produktportfolio (inklusive eines meiner Lieblingsthemen, dem Thesaurieren. Grüße gehen raus an die Familien Porsche&Piech, die nun doch nicht hungern müssen):



Im Wettbewerb in der Transformation funktioniert das klassische Quartalsbasierte Denken welches man an jeder Uni lernt nicht wirklich. Wenn deine Wettbewerber mit neuer Technologie um die Ecke kommen, wenn neue Wettbewerber entstehen, wenn diese Wettbewerber auch noch günstiger produzieren können, ist die Herangehensweise wie man sie über die letzten 60 Jahre erlernt hat kein erfolgversprechendes Rezept.

Wenn wie in der Automobilindustrie dein Wettbewerber dazu noch bereit ist auf Gewinne zu verzichten (wenigstens kurzfristig) um Märkte zu erobern, wirst du fast zwangsweise mit 8% Rendite und Kostensparen scheitern.

Aber, das möchte ich auch sagen. Weder Nokia noch VW hätte es geholfen keine Dividende auszuschütten. Es hat kein Geld bei der Entwicklung neuer Produkte gefehlt. Es hat an der Entwicklung der richtigen Produkte gefehlt. Und an der richtigen Strategie sich den neuen Wettbewerbern zu erwehren.

Nokia und die deutsche Automobilindustrie teilen eine Gemeinsamkeit. Beide sind mit einem Messer zu einer Schießerei gekommen, und als sie das festgestellt haben, haben sie ihr Messer verbessert. Und erst später festgestellt, dass sie eine Schusswaffe benötigen

Spielgerät
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Halbdaggl
Local Zero hat geschrieben:Weil bei VW - einem Konzern, der Milliardengewinne einfährt - grad alle rumspinnen und der Blume sich doch tatsächlich nicht entblödete, in seinem "Wir sind am Arsch"-Geheule ganz viele Gründe dafür zu benennen, genau den einen aber, der hätte erklären können, warum es nicht noch besser lief, glatt vergaß , nämlich das Scheitern seiner Kaste bei der Unternehmesentwicklung und dem Produktportfolio (inklusive eines meiner Lieblingsthemen, dem Thesaurieren. Grüße gehen raus an die Familien Porsche&Piech, die nun doch nicht hungern müssen):


Zum Thema unternehmerische Fehlentscheidungen: Natürlich gab es die in der deutschen Automobilindustrie. Zumeist resultierend aus einer Mischung von Ignoranz und Arroganz. Ob VW da allerdings die erste Adresse für Managerschelte ist, wage ich zu bezweifeln. Ohne das Plazet der Arbeitnehmer und Niedersachsens geht dort bekanntlich gar nichts. Die Genannten haben alles abgenickt und mitgetragen. Jetzt mit dem Finger auf Blume zu zeigen wird der Sache nicht gerecht.

Thema Gewinn: Der Gewinn ist um 44% eingebrochen, das ist Wahnsinn. VW hat die Dividende deshalb bereits gesenkt. Eine interne Analyse bei VW kommt zu dem Ergebnis, dass ab 2030 (!) Verlust eingefahren wird, wenn keine einschneidenden Veränderungen erfolgen. Nochmal Wahnsinn. Das Ergebnis der Analyse wird übrigens auch von den Arbeitnehmern / dem Betriebsrat anerkannt, lediglich die Art der zu ergreifenden Maßnahmen differiert (naturgemäß). Dass Blume nun Alarm schlägt, ist doch klar. Soll er warten, bis der Karren gegen die Wand gefahren ist? Gerade VW ist doch der Riesentanker, der auf jede Ruderbewegung mit elendig langer Verzögerung reagiert. Der Zusammenhang von Stellenabbau und Gewinn in einem Geschäftsjahr, den die Lady in dem verlinkten Video herstellt, ist deshalb ohne Kenntnis und Analyse der Hintergründe in jedem einzelnen Fall wertlos. Dass das Thema viel zu komplex ist, um damit Klicks zu generieren, wird sie selbst wissen.

Ich habe neulich einen Artikel gelesen, wonach es Blumes größter Fehler war, den Abbau von 50.000 Stellen aus "Konfliktscheu" nicht schon vor 3 Jahren angegangen zu sein. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt Aber dass E-Autos mit deutlich weniger Arbeitskräften als Verbrenner gebaut werden, weiß man doch schon seit Beginn der Entwicklung. Dazu steigt der Grad der Automatisierung. Das neue VW-Werk in China erreicht 95% !!!. Und die hohen Stückkosten in Deutschland sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Das ist bitter, aber ich sehe nicht, wie man angesichts dieser Entwicklung den Abbau von Stellen vermeiden könnte. Es ist ein Existenzkampf.

Nochmal zum Gewinn: Es sind in erster Linie nicht die von dir genannten Eigentümerfamilien (und auch nicht Quatar), die auf eine möglichst hohe Dividende drängen, sondern die Porsche SE und das Land Niedersachsen, die beide aufgrund ihrer Verschuldung auf die VW-Kohle angewiesen sind, die Porsche SE sogar existenziell. Dass Niedersachsen sich bei diesem Thema eher wegduckt ist nachvollziehbar (manche sprechen von Heuchelei, aber so weit wollen wir ja nicht gehen :bounce: ).

Vom Gewinn thesauriert VW doch bereits ca. 70%. Wenn man die Quote noch weiter anhebt, besteht die Gefahr, dass der Kurs in den Keller rauscht. Und das wäre in der aktuellen Situation - nicht nur wegen der Finanzierungskosten - eine echte Katastrophe.

Die DAX- Unternehmen erwirtschaften übrigens im Durchschnitt ca 80% ihrer Gewinne im Ausland, das dürfte bei VW nicht grundlegend anders sein. Mit nicht ausgeschütteten Gewinnen quersubventioniert man also, verkürzt gesagt, den Standort Deutschland. Das ist auch für die Aktionäre in Ordnung, so lange damit strategische Ziele verfolgt werden. Kein strategisches Ziel ist es aber, dauerhaft hier auflaufende Verluste auszugleichen. Die Diskussion sollte also nicht auf ideologischer Ebene "Ausschüttung oder Einbehalt" geführt werden, sondern inhaltlich, nämlich wie die einbehaltene Gewinne verwendet werden, damit der ganze Laden nicht in die Luft fliegt.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

RedBlues
Halbdaggl
Dass man bei Volkswagen, gilt sicherlich auch für die anderen deutschen Autohersteller ein veritables Problem hat sieht man ja schon an den Zahlen der Beschäftigten

Jahr Belegschaft (inkl. China-JVs) Belegschaft (ohne China-JVs)
2010 ca. 399.000, ca. 369.000
2020 ca. 662.600, ca. 603.000
2025 ca. 662.900, ca. 602.700

In diesen Jahren hat man produziert:
2010 ca. 7,35 Mio. Fahrzeuge
2020 ca. 8,90 Mio. Fahrzeuge
2025 ca. 8,87 Mio. Fahrzeuge

2010 und 2020 waren jetzt keine Jahre in denen es wirtschaftlich wirklich gut gelaufen ist. Aber man erkennt was. Das einzige was bei Volkswagen wirklich gestiegen ist, ist die Anzahl der Mitarbeiter.

Zum Vergleich, Toyota hat über 10 Millionen Autos letztes Jahr produziert, und ca 400.000 Mitarbeiter.

Und die sind was Produktionskosten angeht, und zukunftssicherheit, auch nicht gerade der Benchmark.

Edit.
Es ist schon so wie Spielgerät geschrieben hat, das ist ein Kampf ums Überleben. Die Chinesen sind noch nicht mal richtig auf dem Weltmarkt angekommen, aber die kommen. Und das wird den Absatz von VW noch stärker unter Feuer nehmen. Volkswagen braucht einfach keine 600.000 Mitarbeiter, die brauchen noch nicht mal 400.000 Mitarbeiter. Und selbst wenn sie wieder 10 Millionen Autos verkaufen, werden sie die nicht mehr benötigen.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Erstmal Danke für die vorherigen Beiträge. Sehr lesenswert.

Und jetzt das:

Weshalb ist es so kompliziert, das Russische Haus in Berlin zu schließen?

Der Gebäudekomplex in der Berliner Friedrichstraße ist weitaus mehr als ein Kulturzentrum, es gibt hier auch rund 70 Wohnungen in russischer Hand. Das Kulturangebot ist aus Sicht etwa des CDU-Politikers Roderich Kiesewetter weniger das Problem, sondern vermutete Spionageaktivitäten, dass von hier aus womöglich hybride Attacken in Deutschland geplant würden. Vorerst läuft hier alles normal weiter, am Mittwoch stand der Sprachkurs „Russisch an der Spree“ auf dem Programm, für Donnerstag ist „Sivka Burka“, ein Familien-Abenteuerfilm in russischer Sprache, angekündigt.

Die Aussage von Außenminister Wadephul, man schließe jetzt das Russische Haus, hörte sich schnittiger an, als es in der Realität ist. Denn gekündigt wird nach SZ-Informationen nur das Abkommen vom 4. Februar 2011 über die Tätigkeit von Kultur- und Informationszentren. Das geht aber erst mit Wirkung zum Juni 2027.

Zwar sollen die entsandten russischen Mitarbeiter ihren Aufenthaltsstatus verlieren – aber der ganze Komplex bleibt in russischer Hand. Denn es gibt noch ein zweites Abkommen zu der Immobilie, 2013 von den Außenministern Guido Westerwelle und Sergej Lawrow unterzeichnet – hier ist eine einseitige Kündigung erst nach 99 Jahren möglich, also im Jahr 2112. Es gibt 29 000 Quadratmeter Fläche, die von der russischen Seite genutzt werden; Teil der Abmachung ist, dass Deutschland sogar die jährliche Grundsteuer in Höhe von 70 000 Euro übernimmt. Auch das gilt wohl vorerst weiter.

Gibt es keine anderen Möglichkeiten, das Haus dichtzumachen?

Womöglich schon. Vor allem der Stromverbrauch war wiederholt ein Thema, stützte den Verdacht von illegalen Aktivitäten. Aus Sicht des Grünen-Politikers Robin Wagener hätten allein schon vermutete Sanktionsverstöße längst zu einem Schließen führen müssen. Denn Betreiber ist die staatliche Behörde Rossotrudnitschestwo, die wegen des Ukraine-Kriegs und des Vorwurfs der Desinformation seit 2022 auf der Sanktionsliste der EU steht. Mithin dürfen keine Einnahmen aus Mietgeschäften oder über den Kulturbetrieb erzielt werden. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat ein Ermittlungsverfahren „gegen unbekannt bzw. Mieter des Russischen Hauses“ laufen.

Wagener sieht durchaus Ansätze, den ganzen Komplex der russischen Hand sofort zu entziehen. Sein Büro verweist auf den Artikel 62 des Wiener Übereinkommens über das Recht der Verträge – wonach eine einseitige Kündigung auch dieses Abkommens möglich sei, da es hier um eine grundlegende Änderung der Umstände im Vergleich zum Vertragsabschluss gehe. Sein Fazit: „Die Schließung des Russischen Hauses ist richtig, sendet aber kein Signal der Entschlossenheit.“ Das beeindrucke den Kreml nicht.

Mich auch nicht. Manchmal radel' ich da vorbei. Es ist nicht schön.

Was lässt sich gegen die Schattenflotte tun?

Russlands Schattenflotte besteht aus Tankern und Frachtschiffen, die Russland zur Umgehung von Sanktionen nutzt, etwa beim Transport von Öl. Allerdings werden die Schiffe auch zunehmend mit Spionage- und Sabotageaktivitäten in Verbindung gebracht. Sie gelten etwa als Startpunkt von Drohnenattacken. Dabei geht Russland klandestin vor. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen unterlaufen die Schiffe das übliche Identifizierungssystem. Deutschland will den Druck auf die Schattenflotte nun erhöhen.

Das allerdings ist leichter gesagt als getan. Innenminister Dobrindt will sich zwar bereits in wenigen Wochen mit den Kollegen von Ostsee-Anrainerstaaten treffen, um den Kampf gegen die Schattenflotte zu forcieren. Das hatte Dobrindt mit seinen Ressortkollegen bereits Ende vergangener Woche beschlossen. Maßnahmen gegen die Schattenflotte gelten als effizient, sie könnten die russische Wirtschaft empfindlich treffen – und damit auch die Finanzierung des Krieges. Allerdings gilt die Durchsetzung als äußerst schwierig. Denn die Schiffe der Schattenflotte werden teilweise von Russlands Marine begleitet. An Bord der Schiffe sind nach Angaben aus Geheimdienstkreisen teils bewaffnete Wachleute. Damit könnte es bei Kontrollen etwa durch die Bundespolizei auch zu harten Konfrontationen auf See kommen. Dies wird die Regierung eigentlich verhindern wollen.

Das fett-markierte Finale macht mich irre. Echt jetzt? Da sind vielleicht bewaffnete Leute? In einer Konfrontations-Situation? Okay... ja... äh... Sorry... Hihi... Dann lieber nicht.

Fuck off.

https://www.sueddeutsche.de/politik/deu ... li.3541024


Spielgerät
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Halbdaggl
Wer sich an die Regeln hält während der andere macht was er will, ist gefickt, war schon immer so.

Zum Russischen Haus: Strom abdrehen, Wasser zu, Straße davor aufreißen wären die Mittel der Wahl ohne Regeln. Aber dann warten wir halt lieber die 99 Jahre ... :D

Zur Schattenflotte: Hinzu kommt ja noch, dass das nach Seerecht alles höchst kompliziert ist und man die Kutter in internationalen Gewässern eigentlich gar nicht aufbringen darf. Also legal. Andererseits: wenn alle Anrainerstaaten zusammen halten, wird der russische Geleitschutz auch nichts ausrichten können. Einmal so ne Fregatte versenkt und Ruhe ist. Die haben, der Ukraine sei Dank, ja gar nicht mehr so viel davon. Aber ich höre schon BSW und AFD unisono ESKALATION schreien.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."


Tamasi
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Allmachtsbachel
Spielgerät hat geschrieben:Zum Russischen Haus: Strom abdrehen, Wasser zu, Straße davor aufreißen wären die Mittel der Wahl ohne Regeln. Aber dann warten wir halt lieber die 99 Jahre ... :D

Straße aufreißen - warum nicht. Die Friedrichstraße ist eh tot.

Womit wir bei der Berlin-Wahl wären. Jaja, erstmal holen wir uns unseren Schock in Sachsen-Anhalt ab, aber zwei Wochen drauf: Hallo, Berlin! Mir graut vor RRG, womöglich unter der Führung der Linken. Leider sind die antisemitisch und in Teilen pro-islamistisch. Diese Enteignungsfantasien gegenüber den Immo-Konzernen halte ich auch für nicht zielführend. Wer das mag, bitteschön. Ich habe Bedenken.

Rechts wie Links ist zum Kotzen, ich befürworte den Mittelstrahl.

letzterschwob
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Granadaseggl
Das bemerkenswerteste in Berlin ist die bodenlose Dummheit der Berliner Fundi-Grünen, die wirklich einen dermaßen blassen Spitzenkandidaten gefunden haben, mit dem sie das Ding in dieser sowas von gemähten Wiese nicht haushoch gewinnen. Wenn man sie dann auf Cem anspricht, erzählen Sie, dass es bei ihnen "anders" funktioniert als bei den BW-Grünen. Ja, deshalb bleiben sie halt auch erbärmliche Verlierer. Einfach nochmal in derselben Konstellation wie beim letzten Mal antreten - und sie hätten locker die 25 Prozent übertroffen. Wenn sie einen wie Cem hätten die 35 in Berlin.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.



Spielgerät
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Halbdaggl
Tamasi hat geschrieben:
Spielgerät hat geschrieben:Zum Russischen Haus: Strom abdrehen, Wasser zu, Straße davor aufreißen wären die Mittel der Wahl ohne Regeln. Aber dann warten wir halt lieber die 99 Jahre ... :D

Straße aufreißen - warum nicht. Die Friedrichstraße ist eh tot.

Womit wir bei der Berlin-Wahl wären. Jaja, erstmal holen wir uns unseren Schock in Sachsen-Anhalt ab, aber zwei Wochen drauf: Hallo, Berlin! Mir graut vor RRG, womöglich unter der Führung der Linken. Leider sind die antisemitisch und in Teilen pro-islamistisch. Diese Enteignungsfantasien gegenüber den Immo-Konzernen halte ich auch für nicht zielführend. Wer das mag, bitteschön. Ich habe Bedenken.

Rechts wie Links ist zum Kotzen, ich befürworte den Mittelstrahl.


Die Enteignungen (korrekt: Vergesellschaftungen) werden nicht funktionieren, weder rechtlich (dauert halt, bis das durch die Verfassungsgerichte durch ist) noch tatsächlich (weil die 30 bis 40.000.000.000, die als Entschädigung erforderlich wären, gerade nirgends rumliegen). Von dem fatalen Signal an die Wohnungsbauwirtschaft und und und mal ganz abgesehen. Aber dann sollen sie sich die Befürworter halt selbst entzaubern, dann ist das Thema so in ca. 10 Jahren auch vom Tisch.

Wenn die Grünen in Berlin das mitmachen, können sie sich politisch einsargen. Und zwar nicht nur in Berlin. Das wäre dramatisch.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

letzterschwob
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Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:Tamasi
Das muss ja rrg werden, oder hat Franziska Giffey immernoch was zu sagen, nachdem sie sie Macht hergeschenkt hat an den Volldeppen, welcher ihr Nachfolger wurde?


Die SPD wirkt zwar in jedem Bundesland wie der Selbstbedienungsladen der Lobbyisten, aber beim Berliner Landesverband scheint das ganz besonders tief verwurzelt zu sein. Wo eine Giffey verschwindet wachsen bei denen gefühlt 2 nach. Das könnte schon ein beispielloses Chaos werden, wo ich mir dann unsicher wäre, ob das mit einer dunkelrot-grünen oder einer schwarz-braunen Minderheitsregierung endet.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Naja, Franziska Giffey ist die bundesweit bekannte Person. Stimmt alles.

Mich treibt eher der Weg von Martin Hikel um, Neuköllner Bezirksbürgermneiszter von der SPD. Er hat resigniert hingeschmissen, weil sich seine Partei nicht auf seine, sondern die Seite der Islamisten gestellt hat. Sorry, aber kurz gefasst ist es so.

Hier ein Portät aus früheren Zeiten. Solche Menschen fehlen in der Politik, leider zermürbt & vergrault:

https://www.mathematik.de/hochschule-be ... rtin-hikel

letzterschwob
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Granadaseggl
Neue Infratest-dimap-Umfrage, die eben erschienen ist, sieht Grüne bei 18 und Linke nur noch bei 19. Da kann natürlich eine absurde Dynamik entstehen, in der Leute aus Angst vor einer Linke-geführten Regierung dann doch die Grünen mit ihrem beispiellos unbekannten Spitzenkandidaten wählen.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.

RedBlues
Halbdaggl
Ich mache mir ernsthafte Sorgen um Deutschland. Der Aufstieg der AfD, der Wille von einem erheblichen Teil der Bevölkerung dieser Partei ihre Stimme zu geben, die Wut und Hoffnungslosigkeit dieser Partei die Stimme zu geben, machen mich sprachlos.

Die Unfähigkeit der demokratischen Parteien in Sachsen Anhalt Wähler davon zu überzeugen, dass sie einen Plan und die Fähigkeit haben Deutschland in die Zukunft zu führen, schockieren mich. Dazu das Bild das die Bundesregierung abgibt, wie die Politik die Bürger offensichtlich nicht überzeugt, ist bedrückend. Und das gilt nicht nur für die aktuelle Regierung, die Vorgänger haben eine ähnliche Bilanz vorzuweisen.

Aktuell habe ich den Eindruck, dass unsere Demokratie nicht wehrhaft genug ist, den Rechten erfolgreich entgegen zu treten. Und das macht mir Angst. Knapp 100 Jahre nachdem die NSDAP ihren Siegeszug begonnen hat, sind sie wieder auf dem Vormarsch. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

publicenemy
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Halbdaggl
Ich glaube es sind weniger die Parteien, die nicht überzeugen können, sondern deren Spitzenpersonal. Die Profile der Parteien sind doch halbwegs klar; die Programme liest ohnehin kaum jemand. Aber Personen mit sichtbarer Kompetenz und glaubhaftem Wertesystem und etwas Charisma findet man in der deutschen Politik kaum.

Spielgerät
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Halbdaggl
RedBlues hat geschrieben:Ich mache mir ernsthafte Sorgen um Deutschland. Der Aufstieg der AfD, der Wille von einem erheblichen Teil der Bevölkerung dieser Partei ihre Stimme zu geben, die Wut und Hoffnungslosigkeit dieser Partei die Stimme zu geben, machen mich sprachlos.

Die Unfähigkeit der demokratischen Parteien in Sachsen Anhalt Wähler davon zu überzeugen, dass sie einen Plan und die Fähigkeit haben Deutschland in die Zukunft zu führen, schockieren mich. Dazu das Bild das die Bundesregierung abgibt, wie die Politik die Bürger offensichtlich nicht überzeugt, ist bedrückend. Und das gilt nicht nur für die aktuelle Regierung, die Vorgänger haben eine ähnliche Bilanz vorzuweisen.

Aktuell habe ich den Eindruck, dass unsere Demokratie nicht wehrhaft genug ist, den Rechten erfolgreich entgegen zu treten. Und das macht mir Angst. Knapp 100 Jahre nachdem die NSDAP ihren Siegeszug begonnen hat, sind sie wieder auf dem Vormarsch. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.


Hörempfehlung.
Fücks argumentiert meines Erachtens sehr schlüssig, warum der Vergleich mit Weimar nicht funktioniert. Und er tut dies, ohne die Gefahr, die von der AFD ausgeht, zu verharmlosen. Auch sonst sagt er jede Menge schlaue Sachen zu Linke, Antisemitismus und "seiner" grünen Partei.

"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."