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Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
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43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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Goofy
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:klar gegen Antisemitismus.


ja, gut. Dann ist Antisemitismus für die Berliner Grünen wohl ein Problem, und nicht nur für die Bundesgrünen.




Das mit der Vergesellschaftung ist mir jetzt zu komplex, um mir da so richtig ne Meinung zu bilden.

Aber am Ende könnte es kommen wie mit dem Stuttgarter Bahnhof. So wie es Gregor Gysi auch gesagt hat. Sie können gemeinsam einen Gesetzentwurf erarbeiten - und dann können die Bürger über den Gesetzentwurf abstimmen.


Es gab in Berlin das Volksbegehren dazu, und das Volk hat im Jahr 2021 dafür gestimmt, dass ein Gesetz erarbeitet werden soll.
Es wurde geklärt, ob das gegen die Verfassung verstößt, aber das tut es wohl nicht. Seit drei Jahren ist nun nichts mehr passiert. Ausser dass die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ selbst einen Gesetzentwurf vorgestellt hat.


Auch wenn es nun heisst, das Volk will das garnicht mehr -
nun hat die Partei, die das am meisten will, die meisten Stimmen bekommen.


Also, dann los, dann sollen sie einen Gesetzesentwurf anstreben und ausarbeiten. Dabei werden sie dann schon merken, ob das ganze realistisch ist oder nicht - und an was es alles scheitern kann.

Dann dürfte da auch irgendwo eine Zahl stehen, was das alles kostet. Da die Parteien sich immernoch nicht einig werden, kann dann das Volk ja entscheiden.

Das wäre doch ... Demokratie, oder?

RedBlues
Halbdaggl
Die Nummer mit der Vergesellschaftung von Wohnungen ist zwar total beliebt und man meint das löst das Problem, dass Wohnraum zu teuer ist und es davon zu wenig gibt, aber das wird nicht passieren.

Am Tag an dem Berlin Deutsche Wohnen oder Vonovia enteignet wird, wird sämtlicher Wohnraum der vermietet werden soll in Zukunft nur noch vom Stadtstaat Berlin gebaut werden müssen, weil kein privates Unternehmen und kein privater Investor in Berlin auch nur noch eine Wohnung bauen wird.

Die Stadt Berlin hat mehr als doppelt so viele Wohnungen im Bestand wie deutsche Wohnen und Vonovia. Die Stadt Berlin nimmt ca 1,20 weniger pro Quadratmeter wie Vonovia und Deutsche Wohnen.

Wer glaubt, dass Mieten in Berlin billiger wird, oder mehr Wohnungen auf einmal zum Mieten sind, glaubt an den Weihnachtsmann und den Osterhasen. Oder wohnt halt in Berlin :bounce: :bounce:

Spielgerät
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Halbdaggl
Auswurf hat geschrieben:klar gegen Antisemitismus.
Pro Vergesellschaftung

Enteignung klingt immer so, als würden die Besitzer keine Kohle dafür bekommen.
Die Privatwirtschaft ist der Tod von bezahlbaren Mieten für Viele.
Es gibt in D keine einzige Stadt in der in der Gentrifizierung kein Problem ist. Das hat man sich lange genug angeschaut.
Achso, ja doch... In irgendwelchen Gurkenstädten wie Gera, findet man was.
Ist ja nicht so, daß alle enteignet werden sollen.
Da bliebe schon noch was für die Reichen übrig

Die Diskussion zur Vergesellschaftung ist durchzogen von Halb- und Unwahrheiten, ideologischer Hetze und geprägt von wenig bis keiner Sachkenntnis. Wohnungsbaupolitik ist kompliziert. Das auf den Nenner herunter zu brechen, wir nehmen es den Reichen weg und geben es euch, damit ihr billig wohnen könnt, ist dermaßen unterkomplex, dass man bei manchen Argumenten in lautes Gelächter ausbrechen möchte, wäre es nicht so traurig.

1. Die Mieten in allen Ballungrsäumen weltweit sind für Normalverdiener viel zu hoch. Das liegt nicht (jedenfalls nicht in erster Linie 8) )an den gierigen Kapitalistenschweinen, sondern an Angebot und Nachfrage. Da haben die Schwaben in Prenzlberg ganze Arbeit geleistet. Und in Berlin die PDS / SPD-Koalition, die 2004 rund 65.000 Sozialwohnungen an amerikanische Investoren Heuschrecken verscherbelt hat. Wurde im Wahlkampf aber komischer Weise von den Linken Schlaubischlümpfen nicht thematisiert.

2. Die Mieten in Berlin sind im Vergleich europäischer Metropolen moderat, in etwa auf dem Niveau von Stuttgart, und deutlich günstiger als in München. Ist das gut? Natürlich nicht, aber es ist eben auch nicht die mieterische Vorhölle, nur weil man am lautesten heult.

3. Die Kosten für die Enteignung will die Linke selbst nicht nennen. bla bla bal stellen wir noch fest bla bla bla ...Kein Wunder, denn dann würden ihr die Leute in Scharen davon laufen. Aber schon witzig, seinen gesamten Wahlkampf darauf aufzubauen, dass man - ich schwöre - etwas machen wird, von dem man angeblich noch gar keine Ahnung hat, was es kostet. Typisch linke Finanzpolitik eben.

4. Realistische Kostenschätzungen gehen von 17 bis 39 Milliarden Euro aus. Eine Enteignung schafft nicht eine einzige neue Wohnung (remember Angebot und Nachfrage...). In 1000 kalten Wintern wird das BVerfG hier nicht den feuchten Träumen der Vergesellschaftungssekte nachgeben und im einstelligen Milliardenbereich urteilen. Never ever. Nehmen wir den Mittelwert von 28 Mrd., dann kann man davon laut KI 51.000 bis 108.000 Wohnungen zu durchschnittlichen Berliner Tarifen neu bauen. Ui ui ui.

5. Die Linke sorgt sich um die Jugend. Gut so und das glaube ich ihr auch. Warum erzählt sie der Jugend, die die Schulden irgend wann mal zurück zahlen muss, dann nicht, was sie die Vergesellschaftung kostet? KI sagt, dass bei guter Bonität (ok, wir vergessen jetzt mal, dass es Berlin ist :) ) 3,7% für Anleihen realistisch sind. macht bei einer Laufzeit von 50 Jahren eine Gesamtzinsbelastung von 33,86 Mrd. Die Kosten für Vergesellschaftung plus Zinsen steigen damit auf 62 Mrd. Holla, das wären ja nochmal 50.000 bis 100.000 NEUE Wohnungen mehr.

6. Kein klar denkender Investor - im Linkenjargon: Kapitalistisches Vermieterschwein - wird noch eine einzige Wohnung in Berlin bauen, sobald eine Enteignungsentscheidung gefallen ist. Das wird vor allem für die Berliner Wohnungssuchenden in einer Katastrophe enden, gegen die die aktuelle Situation ein Ponyhof ist.

7. Vonovia und Co sind entgegen der linken Erzählung eben nicht die gierigen Schweinevermieter, die die armen Berliner auspressen bis zum geht nicht mehr. Das sagt ChatGPT:

Eine wissenschaftliche Untersuchung im Auftrag der Berliner Vergesellschaftungskommission hat die Entwicklung bis 2021 untersucht. Sie kam zu folgendem Ergebnis:

Jahr / Landeseigene / Vonovia / alle Berliner Bestandsmieten
2017 / 5,91 € / 6,35 € / 6,39 €
2019 / 6,22 € / 6,84 € / 6,72 €
2021 / 6,29 € / 7,10 € / 6,86 €

2021 lag Vonovia also etwa 13 % über den landeseigenen Gesellschaften und etwa 3,5 % über dem Berliner Durchschnitt. Die Untersuchung stellte außerdem fest, dass die Vonovia-Mieten zwischen 2017 und 2021 um 11,8 %, die Mieten der Landeseigenen dagegen nur um 6,4 % gestiegen waren.


Mietwucher, den die Linke mit der Enteignung beenden will, beginnt bei 50% Überschreitung der örtlichen Vergleichsmiete. Also wieder ein Scheinargument. Manche nennen es auch Lüge.

Man könnte diese Aufzählung noch lange fortsetzen. Vonovia hat der Linken zB schon lange Gespräche angeboten, um gemeinsame Lösungen auf Sachebene zu besprechen. Machen die Linken natürlich nicht, weil das Kartenhaus der Enteignung dann in sich zusammenfallen würde. Man hetzt lieber weiter.

Zu guter letzt: Wie du richtig erkennst, bliebe bei einer Enteignung genug übrig für die Enteigneten. Die nehmen das Geld und bauen woanders. Kein Problem für Vonovia und Co. Entgegen der Erzählung der Linken sehen die Wohnungsbaugesellschaften die Diskussion deshalb keineswegs panisch, sondern relativ gelassen. Die Gearschten, das steht jetzt schon fest, wären die Mieter.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

Auswurf
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Grasdaggl
Es gibt einen Unterschied zwischen sanieren und Luxussanierung.

Mir geht es nicht um Kapitalistenschweine, sondern darum dass aus erschwinglichen Wohnungen Leute rausmüssen um für mehr Gewinn teurere Wohnungen daraus zu machen.
Es soll garantiert niemand enteignet werden der jetzt schon Edelwohnungen anbietet. Es ist von staatlicher Seite kaum vorgesehen aus einer Luxuswohnung 3 Normale zu machen und solche Häuser würden den Staat auch zuviel kosten.
Es darf gerne teuer neu gebaut werden, aber eben nicht nur.

Zahl ich lieber Wohngeld, oder investiere ich es in Steine - kann sich der Staat fragen.

Ein Mix aus allem ist gut und hält absolut keinen Investor ab
das ist doch keine Musik


RedBlues
Halbdaggl
Ich kenne jetzt nicht die Bedingungen in Berlin, und ich bin auch nicht vom Fach, aber ich kann sagen, dass als ich meine Wohnung saniert habe, es für mehrere Monate unmöglich war darin zu wohnen. Die Sanierung des Bads hat dann am Ende ca 12.000 Euro gekostet. Ist schon etwas her. Luxus ist es nun nicht.

Aber wenn wir davon ausgehen, dass wir von einem lieben Vermieter ausgehen, der alle 20 Jahre das Bad neu macht und nur die Investitionskosten plus Finanzierung zurück haben will, dann reden wir von einer Mieterhöhung von 80 Euro im Monat. Man unterschätzt gerne, wie viel so etwas kostet. Von neuen Fenstern, neuer Heizung, energetischer Sanierung reden wir da noch gar nicht.


Deswegen bin ich immer skeptisch wenn man von Luxussanierungen redet

jagdhuette
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Halbdaggl
Wenn in Berlin die Einkommen mit den Mieten mit gewachsen wären, wäre das ja kein Thema. Berlin ist mittlerweile in der Neuvermietung auf dem gleichen Niveau wie Hamburg. Beim Einkommen liegen da noch Welten dazwischen. Außerdem werden gut 60% der vermieteten Wohnungen von privaten Vermietern gehalten. Somit ist die Enteignungsthematik eine reine Symbolpolitik. Ich hätte die Linke dafür auch nicht gewählt. Ich denke auch, dass die Mietpreisbremse konsequent angewendet ausreichend sein müsste. Also mit saftigen Strafen etc. Trotzdem finde ich das Experiment spannend und für die Berliner Lebensqualität sicher positiver als Tennis Kai und seine Retropolitik.

RedBlues
Halbdaggl
In welcher Großstadt Deutschlands, der EU oder der westlichen Welt sind die Einkommen mit den Mieten im Gleichschritt gewachsen? Das ist kein Berliner Thema.

Das Hauptproblem vom Berlin ist, dass die Stadt mittlerweile warum auch immer, mir völlig schleierhaft, Mieter anzieht die bereit und in der Lage sind, höhere Preise zu zahlen als die indigene Bevölkerung.

In jeder andern Stadt würde ich sagen, man muss nur dafür sorgen dass sie beschissener wird, und weniger Menschen wollen dann dort wohnen, aber es ist halt Berlin, das funktioniert ja schon ewig nicht :mrgreen:

Auswurf
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Grasdaggl
Also man kennt zig Dokus, wo es einfach so ist.
Die Leute brauchen den Scheiss nicht, der da neu reingebaut wird. Es reicht die Normalste Wanne und weiße Fliese.
Meine Küche kostet keine 1000 Euro.

Der Standard, den viele von euch gewohnt sind, muss überhaupt nicht sein.

Das Einfachste vom Einfachen, welches von der Qualität okay ist.

Viele Bauvorschriften müssen weg - das fällt unter Uberregulierung

Große Investoren wollen Gewinne erzielen. Der Staat darf mit sowas keine Gewinne erzielen.

Er darf gerne draufzahlen - wie gesagt, das ist günstiger als Wohngeld und alle müssen pendeln, die Straßen verstopfen etc
Glücklichere Menschen sind "bessere" zufriedenere Staatsbürger
das ist doch keine Musik

Local Zero
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Grasdaggl
Aber, aber, aus der Erfahrung der letzten Jahre wissen wir doch alle, dass Mietpreisbremsen den notwendigen Wohnungsneubau bremsen. Wohingegen die massiv gestiegenen Mietpreise der letzten Jahre zuverlässig für immer neue Rekorde bei der Zahl der jährlichen Wohnungsneubauten sorgen, nichtwahr.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Local Zero
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:Also man kennt zig Dokus, wo es einfach so ist.
Die Leute brauchen den Scheiss nicht, der da neu reingebaut wird. Es reicht die Normalste Wanne und weiße Fliese.
Meine Küche kostet keine 1000 Euro.

Der Standard, den viele von euch gewohnt sind, muss überhaupt nicht sein.

Das Einfachste vom Einfachen, welches von der Qualität okay ist.

Viele Bauvorschriften müssen weg - das fällt unter Uberregulierung

"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

RedBlues
Halbdaggl
Auswurf hat geschrieben:Also man kennt zig Dokus, wo es einfach so ist.
Die Leute brauchen den Scheiss nicht, der da neu reingebaut wird. Es reicht die Normalste Wanne und weiße Fliese.
Meine Küche kostet keine 1000 Euro.

Der Standard, den viele von euch gewohnt sind, muss überhaupt nicht sein.

Das Einfachste vom Einfachen, welches von der Qualität okay ist.

Viele Bauvorschriften müssen weg - das fällt unter Uberregulierung

Große Investoren wollen Gewinne erzielen. Der Staat darf mit sowas keine Gewinne erzielen.

Er darf gerne draufzahlen - wie gesagt, das ist günstiger als Wohngeld und alle müssen pendeln, die Straßen verstopfen etc
Glücklichere Menschen sind "bessere" zufriedenere Staatsbürger


Die Handwerkerstunde in Berlin kostet netto, je nach Gewerk zwischen 50 und 100 Euro. Das summiert sich schneller wie man schauen kann, selbst wenn man versucht so billig wie möglich zu bauen.

Auswurf
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Grasdaggl
schau mal in die Doku rein
, wenn Du magst - bin bei der Hälfte.
Da geht's allerdings um Neubauten.

Aber nochmal... man braucht viel weniger als da gemacht wird.
Die Leute brauchen günstig, statt hoher Standard.
In der Doku geht's zb um die Anzahl der Steckdosen und wieviel es einspart ein paar weniger davon zu verbauen (gerade an Arbeitszeit) . Alles wird heute überdimensioniert
das ist doch keine Musik




letzterschwob
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Granadaseggl
Spiegel hat geschrieben:Wie Teilnehmer bestätigen, sagte Rhein, Merz habe am Sonntagabend »die empathielose Sprache der Neunzigerjahre« verwendet.


Das hat FF dann doch direkt super korrigiert, indem er zugegeben hat, dass das Krankenkassensystem, an dem er festhalten will, hochgradig ungerecht ist.

Das ist so ein unfassbares Ausmaß an menschlicher Unfähigkeit, dass im Vergleich zu FF sogar Legenden wie Franz Josef Jung oder Beckstein&Huber wie große Politik-Talente wirken.

Das sozial inkompetenteste Mitglied einer Bundesregierung zu meinen Lebzeiten ist definitiv unser amtierender Kanzler mit seinem EQ von 0. Irgendwann müssen dann auch Basecap-Hendrik und Söder kapieren, dass es bald keine Kanzler-Mehrheit mehr gibt, wenn sie sich nicht rechtzeitig auf eine Nachfolger-Lösung einigen.
... weil diese Mannschaft 1.000 Mal besser ist als Wehrle es verdient.

Ok, Goofy.

RedBlues
Halbdaggl
Ich hatte das Bad Beispiel eigentlich deswegen gewählt, weil es ziemlich plakativ ist. Wenn das renoviert wird, also neue Fliesen, neue Duachwanne, neues Waschbecken und Armaturen, ist man möglicherweise schon durch. Aber unter 42 Arbeitsstunden wirst du nicht weit kommen. Und dann hast du mindestens 2k an Personalkosten. Und mit günstigen Teilen bis halt dann recht zügig bei 3k. Und das Unternehmen welches die Arbeitsleistung und Garantie erbringen soll, möchte auch noch etwas verdienen. Sagen wir noch mal 500 Euro. Plus dann noch die Mehrwertsteuer. Dann sind wir für das Bad auch schon bei 4k.

Keine neuen Steckdosen, kein. Fi Schalter falls der gefehlt hat, kein Eingriff in den Sicherungskasten, kein Umsetzen von Irgendeinem Wasseranschluss. Die Entsorgung des Schutts des alten bads habe ich einfach mal unterschlagen.

Dass bauen in Deutschland unglaublich teuer ist, und sicherlich überreguliert steht außer Frage. Aber die Hoffnung dass man substanzielle Einsparungen erreichen kann, die dazu führen, dass Mieten eher bei 10 Euro als bei 20 in Neubauten pro Quadratmeter sein können, bezweifle ich.

RedBlues
Halbdaggl
Auswurf hat geschrieben:Wieviel war notwendig bei der Sanierung deines Bades und wieviel wurde gemacht, weil man es halt wollte?


Wenn du eine Wohnung sanierst in der du nicht nicht wohnst und in welcher du genau ein Bad hast, machst du alles bevor du einziehst, ob es notwendig ist oder nicht. Weil wenn du drin wohnst, ist es etwas unpraktisch den Rest zu machen. Ergo macht man auch die Wasserleitungen.

Die Teile die ich selber gemacht habe sind nicht in den Kosten drin. Und es war vor 9 Jahren.
Ein Freund hat sein Bad aus den 70ern 2 Jahre später neu machen lassen, und das günstigste Angebot waren 20k. Und du kannst mir glauben, es schaut nicht ansatzweise nach dem Betrag aus. Nicht im geringsten.

Spielgerät
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Halbdaggl
Was haben denn jetzt die Sanierungskosten mit der von der Linken angekündigten Vergesellschaftung zu tun? Dead Cat Strategy?
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

RedBlues
Halbdaggl
Bevor das ausufert, mein Punkt ist einfach. Selbst wenn Berlin es irgendwie hinbekommt die Wohnungen von Vonovia und Deutsche Wohnen halbwegs günstig zu verstaatlichen, hat die Stadt laufende Kosten für die Wohnungen und muss den ganzen Spaß finanzieren, Immobilien müssen durchgängig bewirtschaftet werden, es ist ständig irgendwas das erneuert werden muss, ob Wasserrohrbruch, neuer Müllplatt, Fassade, Fenster, es hört nicht auf. Auch das will finanziert werden und wird auf die Mieten umgelegt, selbst wenn es Berlin ist. Die ganze Nummer wird die Stadt mehr Geld kosten wie sie gewinnt, es wird für die Mieter keine Besserung bringen und es wird den Druck auf dem Wohnungsmarkt nicht lindern.

RedBlues
Halbdaggl
Spielgerät hat geschrieben:Was haben denn jetzt die Sanierungskosten mit der von der Linken angekündigten Vergesellschaftung zu tun? Dead Cat Strategy?


Naja, auch im Linken Wunderland wird man weiterhin den wohnungsbestand in Schuss halten müssen und möglicherweise sogar die Heizung austauschen müssen falls sie mit Gas oder Öl betrieben wird. Selbst wenn das Gas wieder aus Russland fließt :mrgreen:

Auswurf
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Grasdaggl
Ich habe nie gesagt, dass es mir vorrangig um Vergesellschaftung geht, sehe in ihr aber auch nicht den Untergang des Kapitalismus, nur weil Leute mit viel Geld ihn heraufbeschwören.

In erster Linie geht's mir um günstigere Lösungen. Die Erzielung von laufenden und dauerhaften Gewinnen, die mehr im Sinn haben als die Instandsetzung läuft dem zuwider.
das ist doch keine Musik

Tamasi
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Allmachtsbachel
Ich befürchte, es ist überhaupt kein Geld da, um die Wohnungen zurückzukaufen. Und dann kämen ja direkt noch die Kosten für dringend anstehende Instandsetzungen dazu.

Dennoch bin ich gespannt, ob die neue Regierung etwas auf dem kaputten Berliner Wohnungsmarkt verändern kann. Der Mietendeckel hat auch nur so semi funktioniert und das ist noch wohlwollend ausgedrückt. Schwierige Aufgabe. Ich habe in letzter Zeit zwei Wohnungssuch-Zettel an Laternpfosten gesehen: Auf dem einen sucht ein Paar eine 3- bis 4-Zimmer-Wohnung und will bis zu 2.500 Euro Miete bezahlen. Das andere war eine vierköpfige Familie, vier Zimmer gesucht, Warmmiete bis 3.500 Euro.

Was sind das für Menschen, die so viel Miete bezahlen können? Das ist doch Wahnsinn. Und die Schere geht ja noch weiter auf.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Und zur Merz-Frage:
Ja, der Karren ist verfahren. Den kriegt man auch nicht mehr aus dem Graben, der stürzt höchstens noch komplett den Abhang runter.

Wer könnte das retten? Fehlende Empathie, ganz klar, Wüst oder Günther könnten das besser. Aber dafür werden sie dann von den AfD-Sympathisanten als "Weicheier" verlacht. Ein Teil der Wählerschaft ist einfach verloren.

Söder könnte es vielleicht ein stückweit umbiegen, Populismus kann er ja. Aber wo sind wir gelandet, wenn Söder der Hoffnungsträger für unser Land ist?

Wenn ich mir jemanden backen dürfte, wäre es eine Frau.