Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak aus Berlin-Neukölln wird seine Aufgaben bis auf Weiteres ruhen lassen. Das gab der Co-Fraktionsvorsitzende Sören Pellmann am Dienstag im Bundestag bekannt: „Ferat Koçak hat uns mitgeteilt, dass er sich bis auf Weiteres, bis volle Transparenz hergestellt ist, zurückziehen wird.“ Er werde nicht mehr an Sitzungen des Innenausschusses des Bundestags teilnehmen und wolle nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten.
Sprich: Weiter Abgeordneten-Geld beziehen, aber nix mehr dafür arbeiten. Profi.
Wer in Berlin die Linke gewählt hat, wusste, was er bekommt. Das ist wie bei AfD-Wählern, die sich selbst zwar nicht als rechtsextrem sehen, aber eben mit einpreisen müssen, dass sie Faschos unterstützen.
Trotzdem ist die Linke deutlich die stärkste Partei geworden. Also soll sie eine Regierung anführen und dann schauen wir mal, was passiert. Berlin ist so
kaputt schwierig zu gestalten, warum sollen sich nicht mal
die versuchen?
Ich hoffe, dass sie manche Sachen nicht durchsetzen können (z.B. Abbau der Mittel für die Polizei). Aber es bringt auch nichts, wenn man sich nur auf die Empörungsthemen fokussiert. Beispiel Antisemtismus: Es gibt im Stadtteil Mitte ein hübsches Plakat der SPD: "Mitte ist Liebe". Das steht da in mehreren verschiedenen Sprachen & Schreibweisen, u.a. auch auf Russisch und Arabisch. Aber nicht auf Hebräisch. Obwohl wir in Mitte sind, wo es durchaus jüdisches Leben gibt. Aber man muss halt damit rechnen, dass das Plakat dann beschmiert oder abgerissen wird, irgendein Shitstorm entsteht und zack-zack, bevor man als "Unterstützer des Völkermords" dasteht, lässt man Hebräisch lieber weg. Vermute ich mal. Das ist nicht nur ein Problem der Partei "Die Linke", diese Debatte ist in Berlin generell vergiftet.
Jetzt liegt da ein bisschen Aufmerksamkeit drauf, die Linken und auch ihre Koalitionsparteien
müssen mit diesem Thema umgehen. Vielleicht verbessert sich ja was.