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Tamasi
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Allmachtsbachel
Warum habe ich mich eigentlich über den Prömel-Transfer gefreut?

Er ist ein Krieger, wir brauchen körperliche & mentale Robustheit! Dazu bringt er Torgefahr aus dem Mittelfeld, das gab’s bei uns auch nicht.

Das gibt’s aber immer noch nicht. Und von Prömels Anführerschaft sieht man auch nix. Meistens sehe ich ihn gar nicht; er fällt mir nur wieder ein, wenn der Gegner frei durch unser Mittelfeld läuft.

Wird das jetzt besser, wenn Stiller verletzt ist? Karazor sichert ab und Prömel hat offensive Freiheiten? Nein. Prömel ist kein Spiel-Lenker, seine strategischen Offensivfähigkeiten sind vermutlich schlechter als die von Karazor. Der hat immerhin Ideen für Pässe, sie kommen halt nicht so gut an.

Also, wo war Prömel bisher gut? Bei Union und Hoffenheim. In Kampf- und Umschaltmannschaften. Keiner, der Angriffe startet, sondern einer, der wuchtig mitmacht. Tatsächlich unser Leon Goretzka. Der war in Körperspielen auch gut, aber beim Ballbesitz kann man ihn nicht gebrauchen. Nur, was spielen wir? Ballbesitz-Fußball… Wahrscheinlich war die Idee, unser Spiel mit Prömel etwas schneller & wuchtiger zu machen. Das hat nicht funktioniert. Und wenn er auf dem Platz verloren ist, kann er auch kein Anführer sein.

Erinnert ihr euch noch an Murat Yakin? Wir hatten eine spielerisch limitierte Zentrale mit Soldo & Poschner, Yakin sollte unser Spiel technisch feiner machen. Das war unter Jogi Löw, sehr passend. Aber die Idee ließ sich nicht umsetzen. Damals vor allem, weil Platzhirsch Poschner viel Rückhalt in der Mannschaft hatte. Yakin hatte keine Chance, nach einer Saison war er weg.

Prömel wird bleiben. Nach der Saison haben wir eh einen Umbruch. Vielleicht spielen wir dann anders, vielleicht kommt er besser zur Geltung, auch Team-intern. Bis dahin werden wir aber noch viel schimpfen. Womöglich klappt es in Auswärtsspielen bei guten Teams wie Leverkusen, wo wir eher umschalten können. Aber das wird nichts am Gesamtfehler ändern.

Und warum kommt dann nicht Spalt? Der spielt doch scheint’s ähnlich wie Stiller. Egal, das reicht nicht als Argument. Spalt & Prömel wäre gemein; so ein junger Spieler braucht noch mehr defensive Hilfe als Stiller und neben Prömel wäre er verloren. Karazor & Spalt wäre zwar spannend, aber das käme einer absoluten Demontage von Prömel gleich. Das wäre von der Gesamtlage auch heikel. Außerdem: Wir spielen jetzt in Leverkusen und dann bei Gala. Da würde man Spalt nicht in kaltes Wasser schmeißen, sondern auf eine gefrorene Eisfläche.

Also weiter wie bisher: Planschen mit Grischa. Aber dabei nicht vergessen: Für ihn selbst ist das alles garantiert auch extrem frustrierend.



Tamasi
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Allmachtsbachel
Der Fiesta täuscht, er ist nicht arm. :-)

Aber es ist doch klar, dass er sich das anders vorgestellt hat. Der VfB war sein Traum. Jetzt hat er ihn und es klappt vorne und hinten nicht. Ich bezweifle, dass ihm da ein Blick aufs Konto hilft.

Trotzdem sind wir keine Selbsthilfegruppe. Wenn man die ganzen Nebengeräusche ausblenden könnte, würde ich ihn auch auf die Bank setzen.

Oder halt das Spielsystem umstellen, so dass er reinpasst. Aber dann müssten wir andere Kompromisse machen; womöglich auf Kosten von El Khannous oder Undav, was absurd wäre. Gleichzeitig setzt Hoeneß stark auf Eingespieltheit & Automatismen. Allein deshalb glaube ich nicht an eine größere Systemumstellung.

Auswurf
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Grasdaggl
Hat Kaderplaner Hoeneß versagt?
Im Gegensatz zu Arevalo, halte ich ihn für einen typischen Wunschtransfer seinerseits
das ist doch keine Musik

Tamasi
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Allmachtsbachel
Sieht so aus. Unsere Sportchefs Wohlgemuth und Gentner fanden Prömel sicher auch super, wahrscheinlich aus ähnlichen Gründen wie ich. Deutschsprachige Schwäbische Kampfsau.

Dass da keiner darüber hinaus gedacht und den Kaderplaner korrigiert hat, wundert mich aber nicht.

Quelle: Wasenmäusle.

1893-er
Seggl
Hatte sich irgendeiner von uns nicht über Prömel gefreut? Ich hätte Grischa Prömel auch sofort verpflichtet, ohne wenn und aber.... aber ich bin ja nun auch kein Kaderplaner, der solche Feinheiten, wie von Tamasi beschrieben sehen muss.

semmot
Granadaseggl
@Tamasi
Denke nicht, dass Prömel das Problem ist. Er spielt nur auf der falschen Position.
Das ist aus meiner Sicht kein 6er.
Unser größtes Problem sehe ich eher bei Wohlgemuth und Gentner.
Da gäbe es aus meiner Sicht bessere Kandidaten. Ich hatte immer zu Wohlgemuth gehalten, aber vielleicht sah ich das falsch.
Andere Vereine schaffen es, Nachwuchsspieler in ihrer 1. Mannschaft zu integrieren. Bei uns geht da nichts, weil diese beiden Herren da keinen guten Job machen.
Mittlerweile glaube ich auch, dass Hoeneß die Transferpolitik bestimmt. Er entscheidet, wer kommt und wer gehen muss.


Tamasi
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Allmachtsbachel
In den Transferfenstern läuft doch nie alles perfekt nach Plan A. Bei keinem Club. Wahrscheinlich haben wir uns dieses Jahr schlicht verplant & verpokert.

Als Prömel angebaggert wurde war vermutlich noch völlig unklar, ob Nartey bei uns bleibt. Am Ende ist er geblieben und wurde in der Vorbereitung nach rechts hinten umgesiedelt. Sicher nicht seine beste Position.

Außerdem tippe ich, dass man - allein wegen der WM - einen geldsegnenden Abgang von El Khannouss eingeplant hat. Damit hätte das Mittelfeld anders ausgesehen. Und wir hätten nicht kurz vor Ladenschluss einen Spieler verramschen müssen. Im Nachhinein natürlich schräg, dass wir für Sauer 15 Mios bezahlt haben. Die 25 für Pejcinovic waren auch happig, aber da haben wir wenigstens lange versucht, den Preis zu drücken. Jung, deutscher Pass, Stürmer - das kostet halt. Der wird auch noch.

Im Rückblick sagt sich's leicht, aber die letzte Transferphase war wohl weder finanziell, noch von der sportlichen Planung her gut.

Jetzt haben wir einen unrunden Kader, Spieler auf falschen Positionen, das schwere Auftaktprogramm hat uns den Rest besorgt. Kein Wunder, dass es überall knirscht. Kurzfristig erwarte ich nix mehr, ich hoffe auf einen kleinen Neustart nach der Winterpause.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Man ist halt aus den Vorsaisons verwöhnt, dass die Transfers im Wesentlichen besser aufgehen als gedacht. Jetzt hat man mal keine brutalen Abgänge. Klar steigt da die Erwartungshaltung.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.