Also wir schreiben heute den 18. August. Somit sind's noch knapp 2 Wochen bis der Transfermarkt schliesst.
Nach den "Dramen" die wir in den letzten Jahren beobachten durften (Ausnahme Zimmer) muss man schon sehr bezweifeln, ob beim Verein für "Bekloppte" (so nennt mein Kumpel den VfB immer, und so langsam hab ich den Eindruck, muss man ihm zustimmen) tatsächlich irgendetwas planvoll abläuft.
Was wir sehen ist eine Katastrophenabwehr, ein MF, für das man (wieder einmal) nur EINE Position ersetzt hat (die, wie als schon Diè ausfiel) nicht mal ansatzweise adäquat ersetzt werden konnte, und zwei offensive Aussenpositionen, bei denen es ebenfalls zu fehlen scheint.
Somit sind wir bei potentiell VIER Positionen, die es eigentlich zu besetzen gilt.
Als "potentieller" Aufstiegsfavorit und (so wird das ja auch von den Vereinsverantwortlichen bezeichnet) zum Pflichtaufstieg verdammtem Verein, geht man meines Erachtens nach viel zuwenig ins Risiko.
Ganz klar, in der zweiten Liga (und bei der ganzen Art u. Weise, wie man letzten abgestiegen ist) gelten andere Gesetze und der VfB mag für den einen oder anderen Kandidaten nicht sonderlich attraktiv sein, aber wenn denn tatsächlich (wie von Dutt seinerzeit so zum Ausdruck gebracht) immer klar war, daß der Abstiegsfall eintreten kann, dann muss man sich auch hierfür entsprechend gewappnet haben und entsprechende Spieler im Auge gehabt haben.
Betrachte ich allerdings, was unter den genannten Voraussetzungen bis jetzt tatsächlich zustandegebracht wurde (und zwar unabhänging von Dutt/Schindelmeiser/Luhukay), dann frage ich mich ernsthaft, ob in Vorstand/Management überhaupt irgendwelche Mitarbeiter sitzen, die wissen, was sie tun.
Dies insbesondere vor dem Hintergrund, daß diese Verhaltensweise nun schon seit Jahren zu beobachten ist.
Wenn man denn von Vereinsseite ganz klar gesagt hätte (nach dem Abstieg, der Entlassung von Dutt, dem Rückzug von Wahler), man geht den Wiederaufstieg in einem ZWEI-JAHRES-PLAN an, ok, hätte ich und sicherlich viele andere sich auch mit anfreunden können, aber nein, man will ja, so wird das auch nach aussen kommuniziert (nur von Schindelmeiser bezweifelt - anscheinend der Einzige der das Kind der fehlenden Klasse in andere Worte kleidet und damit auch ziemlich richtig liegen dürfte), dann muss ich auch auf dem Transfermarkt anders auftreten und agieren.
Mein Eindruck ist, dass sich seitdem man das Geschäfts- und Spieljahr voneinander getrennt hat, der sportliche Aspekt und der Wert sowie die Spielstärke der Profi's ständig geschwächt wurde. Und das
macht mich granatenmässig wütend.
Weil man in all der Zeit nie begriffen zu haben scheint, was eigentlich bei einem Fussballbundesligisten das Wichtigste zu sein hat.
Das ganze Agieren und Auftreten ist nach wie vor das einer Provinzschauspielertruppe (namentlich Aufsichtsrat und meinetwegen auch die Herren im Ältesten- und Ehrenrat), an der sich die Akteure Trainer, Präsident und Sportvorstand die Zähne ausbeissen.
Moderne Strukturen? Fehlanzeige....
Wenn die (Muffinho verzeihe mir den Ausdruck) Vollversager und Idioten sich in den letzten Jahren mal darum gekümmert hätten, das Sponsoring , das Marketing und die Werbeerträge zu stärken und damit die finanziellen Möglichkeiten für die Profiabteilung wirklich gezielt zu verbessern, anstatt sich ständig im Heulen über zuwenig Geld und mangelnde finanzielle Möglichkeiten zu üben, wären wir wesentlich weiter.
Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen und hoffe auch darauf, daß sich noch was tut (Schindelmeiser hat hoffentlich, so man ihm nicht zu grosse finanzielle Zügel anlegt, ein paar Connections oder Eisen im Feuer), mach mir aber allergrösste Sorgen, daß wir am Ende wieder mit den üblichen Sprüchen abgespeist werden.
Auch die Benachrichtigung vom "einzigen Kandidaten für das Präsidentenamt" zeigt für mich, dass es weitergeht wie in den letzten Jahren, quasi "Business as usual" und als ob nichts geschehen wäre.
Das ganze ist, so wie es sich für mich momentan darstellt, eine Provinzposse...