Yep der Völler rummeniggt immer mehr 

Und für die Medien ist so ein Thema natürlich ein gefundenes Fressen. Vor allem mit der Vorgeschichte Schmidts. Diese Außenmikros sind ja in jedem Spiel vorhanden aber seltsamerweise dringt da selten was Unschönes in die Öffentlichkeit, obwohl ich mir sicher bin dass es da in jedem zweiten Spiel Möglichkeiten gebe jemanden bloßzustellen. Das wird aber nur dann genommen, wenn bei Jemandem schon entsprechend was passiert war, auf dass man dann sensationsgeil verweisen kann. Perfide eigentlich ... aber so funktioniert das heute nun mal, in unserer schönen neuen Infotainment Gesellschaft.

darkred hat geschrieben:Man kann aber auch die Kirche mal im Dorf lassen. Genau so wie es der angeblich Beleidigte (Nagelsmann) auch getan hat. Im Affekt und aus der Emotion heraus werden beim Fußball nun mal gerne Sachen gesagt, die in der Schwere niemals so gemeint sind und für die man sich anschl. zumeist selbst schämt...
Soll jetzt kein Freibrief sein, aber hätte SKY da nicht den Zeugen des ach so Bösen gegeben, wäre das ganze Thema kpl. an uns vorbei gegangen. Würde empfehlen solchen Banalitäten nicht allzu viel Bedeutung zuzumessen.
ayala hat geschrieben:Wofür Emotionen als Begründung für tolerierbares Verhalten immer herhalten müssen...
Wer sich als Spieler das leistet bekommt rot. Gibt es für Trainer andere Regeln?
muffinho hat geschrieben:ayala hat geschrieben:Wofür Emotionen als Begründung für tolerierbares Verhalten immer herhalten müssen...
Wer sich als Spieler das leistet bekommt rot. Gibt es für Trainer andere Regeln?
Rot gibt es eben bei Beleidigungen gegen den Schiri. Ich möchte nicht wissen, wie oft sich Spieler Nettigkeiten an den Kopf werfen, auch wenn es der Schiri mitbekommt. Aber man sanktioniert eben schneller eine Beleidigung, die sich gegen einen selbst richtet, als wenn es gegen den Spieler eines Teams geht.


schwaebi hat geschrieben:Schätze, da ist sowieso mehr Schnaps (und möglicherweise auch Koks) am Spielfeldrand dabei als in Durchschnittsdeutschland.
Sympatisch in der ersten Liga finde ich so gut wie niemanden. Und mit jedem Heimspiel in Liga 2 werden's da auch weniger ;-)
Haber hat geschrieben: man macht sich über alles gedanken anstatt nur das spiel zu genießen und bei niederlagen ehrlich depremiert zu sein.

Cleansman hat geschrieben:schwaebi hat geschrieben:Schätze, da ist sowieso mehr Schnaps (und möglicherweise auch Koks) am Spielfeldrand dabei als in Durchschnittsdeutschland.
Sympatisch in der ersten Liga finde ich so gut wie niemanden. Und mit jedem Heimspiel in Liga 2 werden's da auch weniger
Okay, zur Erweiterung Deines Horizonts muss der VfB unbedingt in die Dritte Liga absteigen.

Pokal-Aus für Bayer Leverkusen
Selten schwierig
Platz elf in der Liga, im Pokal nun das Aus gegen einen Drittligisten: Bayer Leverkusen steckt in einer Krise, dabei waren die Voraussetzungen für diese Saison hervorragend. Der Trainer ist angezählt, die Spieler murren.
Von Daniel Theweleit
Video abspielen... Video
DPA
Mittwoch, 26.10.2016 17:21 Uhr Drucken NutzungsrechteFeedbackKommentieren
Stefan Kießling hat am Dienstagabend ein paar Sätze formuliert, die einen interessanten Einblick ins Innenleben von Bayer Leverkusen gewähren. "Das ist die schwierigste Situation, seitdem ich im Verein bin", hat der Stürmer nach dem erschütternden Aus im DFB-Pokal bei den Sportfreunden Lotte erklärt, und den meisten Zuhörern ging erst nach und nach auf, was der 32-Jährige da eigentlich gerade gesagt hatte.
Kießling ist seit über zehn Jahren bei Bayer, er hat die große Bruno-Labbadia-Krise erlebt, das Desaster um Robin Dutt und Michael Ballack und ein halbes Dutzend Trainerwechsel. Zudem gab es den Wirbel um sein Phantomtor von Hoffenheim, in dessen Folge er persönlich bedroht wurde und in eine tiefe sportliche Krise stürzte.
Wenn die gegenwärtige Lage all das übertrifft, muss es ziemlich schlecht stehen um Bayer 04. Und diesmal steht Roger Schmidt im Mittelpunkt der Krise. In Lotte sah der für den Innenraum gesperrte Trainer vom Bus aus, wie seine Mannschaft trotz Überzahl und Führungstreffer in der Verlängerung noch ins Elfmeterschießen musste - und verlor. "Jetzt haben wir ein Ziel kaputt gemacht durch die ganze Scheiße", sagte Kießling, und zielte damit auch auf seinen Trainer, der den Verein in Unruhe versetzt hat, dessen Verhalten aber auch nach der Verurteilung zu zwei Spielen Sperre nicht wirklich entschlüsselt ist.
Über das "Halt doch die Schnauze" und das "Was bist du denn für ein Spinner", ist hinlänglich diskutiert worden, beinahe übersehen wurde aber eine dritte Aussage Schmidts gegenüber Hoffenheims Julian Nagelsmann vom vorigen Samstag, die mindestens ebenso interessant ist: "Du glaubst auch, Du hast den Fußball erfunden."
Warum äußerte Schmidt sich so verächtlich gegenüber Nagelsmann?
Nagelsmann hatte sich eine Allerweltsreaktion nach einem Foul direkt vor den Trainerbänken erlaubt. Schmidt jedoch reagierte mit Verachtung, und man muss sich fragen: Woher kommt diese Missgunst gegenüber einem jungen Kollegen, dem er zuvor in der Bundesliga noch nie begegnet war? Die Antwort darauf weiß womöglich nicht einmal Schmidt selbst, aber es drängen sich einige Theorien auf.
In Leverkusen hat niemand vergessen, dass vor der Saison 16 Bundesligatrainer auf den FC Bayern als Meister tippten, Dortmunds Thomas Tuchel gar keine Prognose abgeben wollte und der Berliner Pal Dardai einen Titelgewinn von Bayer Leverkusen prognostizierte. Ganz, ganz heimlich haben sie am Rhein tatsächlich mit dieser Option geliebäugelt, denn die Ausgangslage war günstig wie nie: Bayer konnte alle Leistungsträger halten, schien sich mit Kevin Volland und Julian Baumgartlinger klug verstärkt zu haben, und die Mannschaft hat Schmidts Balleroberungsfußball nach zwei Jahren endgültig verstanden.
Die Konkurrenz musste dagegen reihenweise Leistungsträger ersetzen, der FC Bayern hatte einen Trainerwechsel zu verarbeiten. Und tatsächlich wirken Mönchengladbach, Dortmund, Wolfsburg, Schalke und selbst die Münchner anfälliger als im Vorjahr. Doch Leverkusen profitiert nicht.
Und das ist umso ärgerlicher, da nun lauter Konkurrenten vor den ambitionierten Rheinländern stehen, die einen ganz ähnlichen Stil pflegen. Jenen Fußball, den eigentlich Leverkusen am besten beherrschten müsste. Man könne mit dieser Spielweise "eher überperformen" als mit viel Ballbesitz, hat Schmidt einmal gesagt, und diese Saison zeigt eindrucksvoll, wie genau dieser Befund zutrifft.
"Ich bin kein großer Freund der Position"
Doch statt Bayer wachsen Leipzig, Hertha, Hoffenheim, Köln und Frankfurt über sich hinaus. Das muss Schmidt kränken, denn dieser Trainer ist sehr stolz auf seinen Stil. Vielleicht hat er sogar das Gefühl, eine Erfindung gemacht zu haben, mit der nun andere Erfolg haben.
In jedem Fall befeuert Schmidt die Dynamik des Niedergangs durch sein Verhalten, statt wirksame Gegenmaßnahmen zu finden. Und so langsam fangen auch die Spieler an, sich über ihren Trainer zu ärgern. Kapitän Lars Bender hat sich vorige Woche öffentlich über seine neue Rolle beschwert: "Dass ich plötzlich Rechtsverteidiger spiele, überrascht mich ehrlich gesagt selber, ich bin kein großer Freund der Position." Und Kießlings "durch die ganze Scheiße" sei nun das erste Saisonziel verpasst, klingt wie ein Affront.
Eine öffentliche Trainerdebatte wollen sie trotzdem nicht führen in Leverkusen, Schmidt habe "ein paar Fehler gemacht", sagte Sportchef Rudi Völler, aber noch vertraue er diesem Mann, der am kommenden Samstag in Wolfsburg wieder nur auf der Tribüne oder wie in Lotte im Mannschaftsbus zuschauen darf.