Mal alles gebündelt, was ich zur Ausgliederung zu sagen habe:
Ein Geldgeber (Daimler) will/wird Einfluss nehmen auf die Vereinspolitik:
Ja, klar das wird er, ABER das machen Geldgeber (Daimler) schon heute im e.V. und auch schon heute sitzen Geldgeber (Sponsoren) im Aufsichtsrat (zwei von Daimler). Die eigentliche Frage ist also nicht, ob Geldgeber dies machen, sondern ob sie einen Grund haben, diesen Einfluss nicht im Sinne des gemeinsamen Erfolgs einzusetzen. Das sehe ich schon generell als unwahrscheinlich an, aber besonders bei Investoren aus der Region. Ich sehe es im Übrigen auch als eine sehr theoretische Frage an, was wohl wäre, wenn Daimler mal seine Anteile los haben möchte. Kann zwar durchaus sein, dass Daimler auch mal richtig in Schieflage gerät, aber dann sind 40 Mio nur Peanuts für die und die Folge dürfte nur sein, dass sie nicht weiteres oder nur weniger Geld nachschießen.
Geld garantiert keinen Erfolg:
Ja, klar das ist so, ABER er macht ihn wahrscheinlicher. Über den Punkt bin ich mit einem Blick auf die Bundesligatabelle der letzten Jahre auch nicht wirklich bereit zu diskutieren. Als Einwand kommen dann oft Klubs wie bsp. Freiburg oder Gladbach. Freiburg wird aber in der nächsten Jahr zu 100% Prozent mit guten Grund wieder den Nicht-Abstieg als Ziel vorgeben (eben weil sie monetär schlecht da stehen). Gladbach hat dagegen relativ kontinuierlich Erfolg, aber auch die geben keinen internationalen Platz als Ziel vor. Das will Eberl aber ändern. Und womit? Mit strategischen Partnern (Investoren). Ich würde auch keinen Klubverantwortlichen glauben, der behaupten würde, dass er den Weg zum Erfolg sich nicht mit Geld erleichtern lassen will.
Man kann natürlich auch uns als Beispiel eines Klubs nehmen, der 2007 mit relativ wenig Geld Meister wurde oder auch Bremen. Aber im Gegensatz zu einigen glaube ich nicht, dass unser und der Bremer Sinkflug nur auf Unfähigkeit von Entscheidern beruht, sondern zu einem guten Teil daran, dass es Vereine gibt, die einfach mehr Geld hatten/haben. Das wir im Übrigen zumindest auch erst einmal nach einer Ausgliederung der Fall sein. Weshalb wir auch Glück brauchen würden, wenn wir gleich in die EL oder gar CL durchstarten würden. Denn ins internationale Geschäft wollen auch weiterhin Bayern, Dortmund (beide quasi gesetzt), Leipzig (dank Red Bull wohl auch), Hoffenheim, Schalke, Gladbach Bayer, Golfsburg und der HSV. Man kann nun sagen, warum dann ausgliedern. Ganz einfach weil (s.o) die Wahrscheinlichkeit es doch zu schaffen steigt. Die heute schreiben/sagen Erfolg ist mir nicht so wichtig, sollen dann auch bitte den Mund halten, wenn dieser ausbleibt. Wahrscheinlich sind unter diesen aber einige, die im Gegenteil dann am lauteste Trainer/Vorstand raus brüllen.
Richtiger Zeitpunkt:
Könnte sein, dass wir auch ohne Ausgliederung mit sehr viel Glück nach oben kommen. Aber ich glaube nicht, dass sich unser Wert dadurch immens steigern würde. Der von Gegnern wahrscheinlicher Fall, dass wir ohne Ausgliederungsgeld womöglich wieder nur gegen den Abstieg spielen oder sogar wieder Abstieg, wird in der Diskussion verschweigen. Zudem: Wir haben erst rund zwölf Prozent der Anteile verkauft. Wir können also als hoffentlich erfolgreicher Klub noch weitere Anteile verkaufen für die es dann etwas mehr Geld geben könnte. Es ist auch richtig, dass man Anteile nur einmal verkaufen kann. Aber man kann 12 Prozent Anteile verkaufen, aber nicht 12 Prozent Baumgartl. Den man bsp. sonst verkaufen müsste, um an Geld zu kommen.
Kann man Schindelmeiser vertrauen, gute Transfer zu tätigen:
Viele (auch Gegner der Ausgliederung) werden sagen ja. Obwohl auch ich viel von ihm halte würde ich aber nie im Leben ausschließen, dass auch er große Transferflops landet. Auschließen kann man das aber nie und bei niemanden. Daher würde eine längere Bewährungszeit nichts bringen nach der man dann erst ausgliedert. Als Beispiel: Wer hätte nach x-erfolgreichen Jahren von Allofs in Bremen mit tollen Transfers gedacht, dass der dort jemals wegen Erfolglosigkeit gehen muss?
Rechte der Mitglieder:
Nach meinen Eindruck fürchten gerade fast mehr Mitglieder um den Verlust ihrer Rechte als üblicherweise zur relativ schlecht besuchten Mitgliederversammlungen gehen. Und die doch gehen verlassen meist beim nicht ganz so unwichtigen Finanzbericht den Saal oder können diesem nicht wirklich folgen. Aber das nur am Rande. Was ich mich da frage und worauf ich keine Antwort erhalte, welches Recht, das die Mitglieder heute haben, werden sie denn morgen nicht mehr haben und auch vermissen? Ich sehe die Mitglieder da schon heute im e.V als ziemlich rechtlos an. Oder hat hier jemand den Eindruck, dass bsp eine versagte Entlastung die Betroffenen wirklich langfristig gejuckt hat. Und dass es keine (Aus)wahl bei der Präsidentenwahl im e.V. gab, war auch oft genug schon Thema. Wirklich beeinflussen können Fans den Verein daher schon immer und auch weiterhin im Stadion.
Es wird einseitig informiert:
Ja, das ist so und ja das kann man beklagen. ABER was setzen denn die Gegner dagegen? Doch relativ wenig wirklich substanzielles. Was natürlich daran liegen könnte, dass es auch wenig gibt, was fernab von Unwahrheiten wirklich dagegen spricht. Teilweise geht das sogar so weit, dass man auf Gegner-Seiten gesperrt wird, wenn man nicht in die Klagen einstimmt. So viel dann zur Einseitigkeit...
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