379 Beiträge

cordoba
Granadaseggl
Du meinst also, ich soll mir das Schreiben an den Rundfunkrat sparen...

Maradonna gibt sich eo ipso schon genug der Laecherlichkeit durch gezeigte 'Unzurechenbarkeit' preis (unwillentlich).

Frueher hat man auf Personen, die bereits auf dem Boden lagen, nicht mehr eingetreten.
Das war und ist uebrigens als Zeichen von Staerke zu deuten, nicht von Schwaeche.


Wir koennen auch gerne den Begriff der 'Wuerde' diskutieren, im Speziellen, wer nun in dem Beitrag die Wuerde verliert. Der Beklagte oder der Klaeger.
Ich bin Brustringer ©

darkred
Benutzeravatar
Halbdaggl
Ich meine nachvollziehen zu können wie Du da denkst ... und das ehrt dich per se schon mal.
Mein Punkt in der Unterscheidung in causa "Eintreten am Boden" ist die, dass es sich hier um eine Person des öffentlichen Lebens handelt, die sich dieser Öffentlichkeit nie vehement entzogen hat. Im Gegenteil...
Und da ist es dann nun mal wie überall im Leben ... there are two sides to the medal.

Hasenrupfer
Benutzeravatar
Grasdaggl
Yep, Boris Becker ist da DAS Paradebeispiel.

Ein halbwegs berühmter Schauspieler, glaub es war der Bleibtreu, hat das mal schön auf den Punkt gebracht: er meinte, dass man auch als bekannter Mensch noch besoffen aus dem Club torkeln kann - ohne, dass es am nächsten Tag in der Bild steht, wenn man einfach dieses Spiel nicht mitmacht.


Knallgöwer
Lombaseggl
Die Dopingagentur überprüft folgenden Vorfall:
Martin Hinteregger ... hatte beim 1:0-Sieg am Sonntag gegen Hoffenheim nach eigenen Angaben eine Viertelstunde vor Schluss "eine Nadel gesetzt" bekommen. Anschließend bekam der Österreicher von einem Betreuer eine Tablette in die Hand gedrückt, die er einnahm.

https://www.spiegel.de/sport/fussball/m ... 82788.html
Wie stark du tatsächlich bist, erfährst du erst dann, wenn "stark sein" deine einzige Option ist!


Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Knallgöwer hat geschrieben:Die Dopingagentur überprüft folgenden Vorfall:
Martin Hinteregger ... hatte beim 1:0-Sieg am Sonntag gegen Hoffenheim nach eigenen Angaben eine Viertelstunde vor Schluss "eine Nadel gesetzt" bekommen. Anschließend bekam der Österreicher von einem Betreuer eine Tablette in die Hand gedrückt, die er einnahm.

https://www.spiegel.de/sport/fussball/m ... 82788.html


Sollte Hoffenheim da nicht Einspruch gegen die Wertung des Spiels einlegen? *duckundweg*
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Ich weiß nicht, wer von Euch in der ARD gerade die Doku über Schmerzmittelabhängigkeit im deutschen Profifussball anschaut. Wer es nicht schaut, sollte es sich in der Mediathek anschauen. Ein Beispiel ist ein VfB-Spieler, der nach dem Europapokal-Finale gegen Chelsea in Stockholm starke Magenblutungen wegen der Einnahme von Voltaren und weiterer Einnahme von Ass. Der damalige Mannschaftsarzt Dr. Fröhlich nennt natürlich den Namen des Spielers nicht.

Es ist 1998, der VfB Stuttgart, für den Frölich damals tätig ist, steht im Europapokal-Finale der Pokalsieger, der spätere Bundestrainer Joachim Löw coacht das Team. Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte und für die Spieler, der mit einer 0:1-Niederlage gegen den FC Chelsea endet. Für einen Stuttgarter Spieler nimmt der Abend nach Abpfiff noch einen dramatischen Verlauf.

VfB-Spieler erbrach Blut
Dieser Profi, sagt Frölich im Rückblick, habe vom medizinischen Stab "aufgrund von Beschwerden" Diclofenac, bekommen, den Wirkstoff in Voltaren. Seine weitere Erinnerung: Nach Ende des Endspiels spuckt der Spieler Blut. Frölich setzt ihn und sich selbst in ein Taxi, während das restliche Team zu einer Party auf ein Schiff fährt. Auf dem Weg zum Hotel musst der Fahrer anhalten, weil der Spieler Blut erbricht. Frölich gibt dem Spieler Infusionen und wacht an seinem Bett.

Der Spieler habe, erinnert sich Frölich, neben der verordneten Tablette noch Aspirin genommen, in Eigenregie. Doch Aspirin erhöht das Risiko von Magen-Darm-Blutungen. Der Spieler überstand die Nacht. Irgendwann hörte sein Magen auf zu bluten.

https://www.t-online.de/sport/fussball/ ... rauch.html


Eine krasse Geschichte. Den Filmemachern ist der Name des Spielers bekannt, aber sie dürfen ihn - natürlich - nicht nennen. Trotzdem frage ich mich, wer das gewesen sein könnte. Aber das geht mich auch nichts an, aber das ganze hat mich doch geschockt.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).


Balbriggan
Granadaseggl
Erschreckend. Aber jetzt nicht unbedingt verwunderlich.
Mich wundert es dass dieses Thema so nebensächlich behandelt wird. In einer TV Reportage über die 54er Mannschaft gab Albert Sing ja interessante Einblicke was alles gespritzt wurde.
In den 80ern fuhr die komplette Nationalelf zum Klümper nach Freiburg um sich mit dem Müll zu versorgen und behandeln zu lassen.

Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Balbriggan hat geschrieben:Erschreckend. Aber jetzt nicht unbedingt verwunderlich.
Mich wundert es dass dieses Thema so nebensächlich behandelt wird. In einer TV Reportage über die 54er Mannschaft gab Albert Sing ja interessante Einblicke was alles gespritzt wurde.
In den 80ern fuhr die komplette Nationalelf zum Klümper nach Freiburg um sich mit dem Müll zu versorgen und behandeln zu lassen.


Stimmt. 1954 argumentierte der DFB, das seien Vitamin-Injektionen gewesen, komischerweise erkrankten etlich Spieler an Hepatitis. Und Klümper war in den 70er ja einer der Doping-Guru. Zu seinen Patienten zählt Boris Becker. Und die Freiburger Uni-Klinik war ja auch das Doping-Mekka.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Stimmt. 1954 argumentierte der DFB, das seien Vitamin-Injektionen gewesen, komischerweise erkrankten etlich Spieler an Hepatitis.


vielleicht wegen verschmutzter nadeln?
oder wohin führt diese Vermutung?

glaube übrigens, dass jedes land/verein sein "Freiburg" hatte
Don't criticize what you can't understand


Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:
Stimmt. 1954 argumentierte der DFB, das seien Vitamin-Injektionen gewesen, komischerweise erkrankten etlich Spieler an Hepatitis.


vielleicht wegen verschmutzter nadeln?
oder wohin führt diese Vermutung?

glaube übrigens, dass jedes land/verein sein "Freiburg" hatte



Nein, damals gab es noch keine Einwegspritzen. Da wurden die Spritzen jedes Mal neu aufgezogen, und ja, vermutlich hat man dann die Nadeln nicht vor jeder Injektion sterilisiert.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).




Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl


Und flüssiger hoch konzentrierter Traubrenzucker ist ja auch nicht ungefährlich, Traubenzucker wird und wurde ja bei Diabetikern genommen, wenn man im Unterzucker war. Okay, bei Leistungssportlern ist das Verbrennen des Zuckers ja besser und wird schneller abgebaut.

Und ich will nicht den Helden von Bern ans Bein pinkeln. Die Geschichte mit dem VfB-Spieler ist aber verstörend-. Man muss sich das geben, er hat mehrmals Blut erbrochen. Natürlich ist das kein Einzelfall. Man denke an Toni Schumacher Buch "Anpfiff" von 1987, worauf ihn Köln gefeuert hat und Beckenbauer ihn aus der N11 geworfen hat.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Hasenrupfer
Benutzeravatar
Grasdaggl
Surprise, surprise:

Vor den Olympischen Spielen 2012 in London soll der britische Dachverband UK Sport fast hundert Athleten mit einer Wunderdroge versorgt haben - finanziert von Steuergeldern und unter strengster Geheimhaltung.


Die Substanz DeltaG erhielten laut der Akten nicht weniger als 91 britische Elitesportler in acht olympischen Disziplinen. Sie alle mussten die verbindliche Geheimhaltungserklärung unterschreiben; ein Papier, das sie zwingt, niemals über ihre Beteiligung an dem Projekt zu sprechen, und das ihnen zugleich die Alleinverantwortlichkeit im Fall von Dopingbefunden oder gesundheitlichen Spätschäden aufbürdet. Der Athlet als schwächstes Glied in der Versuchs- und Betrugskette, das ist das klassische Muster im Sport.


https://www.sueddeutsche.de/sport/dopin ... -1.4964798


Bundes-Jogi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Rufus hat geschrieben:Pfui, die Engländer mit ihrem Gentleman Image und dann das.
Amis, Russen (überhaupt der ganze Ostblock), Chinesen: Klar, dass die alle dopen aber die Engländer :?:
Das erschüttert mich jetzt wirklich :shock:


Naja, nach der Wiedervereinigung - oder korrekt: des Beitritts der fünf neuen Bundesländer zur Bundesrepublik Deutschland - hat die alte BRD die gedopten DDR-Sportler mit Kusshand genommen und gefeiert, z.B. Kathrin Krabbe, bis diese dann erwischt und fallen gelassen wurden. Die guten BRD-Sportler hatten ja "niemals" gedopt bzw. schlechter gedopt als der Ostblock.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Nilkheimer
Halbdaggl
Hajo Seppelt haut mal wieder einen raus, dieses Mal sozang in die andere Richtung:

Recherchen der ARD und wissenschaftliche Versuche stellen das weltweite Anti-Doping-System in Frage.

Die ARD-Dopingredaktion und das Institut für Rechtsmedizin in Köln berichten, dass schon flüchtiger Hautkontakt zu positiven Dopingtests führen kann. Sie berufen sich auf eine Versuchsreihe. Dabei bekamen zwölf Probanden geringe Mengen verschiedener Anabolika mittels einer Trägersubstanz über die Haut verabreicht – durch kurze Berührungen an Hand, Nacken und Arm. Bei allen zwölf Probanden ergaben die Erstauswertungen der Proben durch das Kölner Dopingkontrolllabor massiven Dopingverdacht. Die verbotenen Substanzen, im Experiment in Minimaldosen verabreicht, waren zum Teil schon nach einer Stunde und bis zu 15 Tage lang nachweisbar. Das Experiment war von der Ethikkommission der Universität Köln genehmigt worden.

Die Ergebnisse könnten erhebliche Auswirkungen sowohl für vergangene Doping-Fälle als auch für den künftigen Umgang mit dem Thema haben. Denn im Sportrecht gilt bisher eine Umkehr der Beweislast. Schon ein positiver Dopingtest dient als Schuldbeleg. Betroffene Athleten müssen dann überzeugend darlegen, dass ein positiver Test nicht durch willentliches Doping zustande gekommen ist. Gelingt das nicht, folgt eine Sperre.

Befragte Leistungssportlerinnen und -sportler äußerten sich besorgt. Sie sehen die Gefahr von Manipulationen, aber auch von Anschlägen. Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno nannte es fraglich, wie in Zukunft noch irgendeine saubere Legitimität von sportlichen Leistungen nachgewiesen werden könne.

Die Versuchsreihe steht im Mittelpunkt der Dokumentation „Geheimsache Doping – SCHULDIG. Wie Sportler ungewollt zu Dopern werden können“, die am Samstag ab 18:00 Uhr im ARD-Fernsehen ausgestrahlt wird. Alternativ ist der Film bereits in der ARD-Mediathek zu sehen.


https://www.deutschlandfunk.de/experime ... id=1281149

https://www.sportschau.de/geheimsache-d ... n-100.html
Aber das macht doch nichts.

Frank N Furter
Etwas arg reißerisch.

Das entscheidende Wort in dem Bericht, ist das Wort "Trägersubstanz":

Dabei bekamen zwölf Probanden geringe Mengen verschiedener Anabolika mittels einer Trägersubstanz über die Haut verabreicht


Normaler Weise können nur lipophile Substanzen die Hautschranke passieren. Man kann aber natürlich jeden Wirkstoff mit einer Trägersubstanz umgeben, die ihn in die Haut bringt. Das war schon immer möglich und nahezu jedes Medikament, welches man als Creme nutzt, beruht auf diesem Prinzip.

Die wenigsten Anabolika würden also pur, ohne eine solche Trägersubstanz über die Haut in den Organismus gelangen können.

Was bleibt jetzt von diesem Experiment als Erkenntnis tatsächlich übrig? Dass man auf Sportler einen "Doping-Anschlag" verüben kann? Dass man Ihnen unter die Nahrung gemischt oder als Zahncreme oder über eine Creme auf die Haut eine positive Dopingprobe per Attentat beibringen könnte?

Ja, klar. Schon seit mindestens 100 Jahren kann man das. Es gibt aber auch Methoden um eine topische Applikation später noch festzustellen.


Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Hat jemand “Dieter Baumann“ gesagt?





Aber ist nett, wenn man hier auf die Brille klickt, und im Jahr 2017 rauskommt (Seite 2) :arr:

CoachingZone hat geschrieben:http://www.zeit.de/sport/2017-03/hansjoerg-kofink-doping-dlv-thomas-bach-clemens-prokop-anabolika

Edith meint noch, dass das folgende Zitat dann die Verbindung zum Fußball herstellt:

Es gibt eine direkte Verbindung des früheren DDR-Arztes Bernd Pansold über Österreich bis nach Leipzig, wo heute ein Bundesliga-Club spielt.


higgi hat geschrieben:eins muss man Mateschitz lassen, einen wegen Dopings Verurteilten ehemaligen Stasi IM als Leiter des Trainigszentrums einzustellen, das muss man sich erstmal trauen


Tamasi hat geschrieben:Ein Link aus dem obigen Zeit-Artikel (mittlerweile gelesen):
https://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2 ... ntwortung/

Daraus:
Natürlich fahren/fuhren auch die Leipziger Fußballer regelmäßig nach Thalgau. Von 2009 bis 2011 sowohl im Winter, als auch im August, jeweils im Rahmen der Saisonvorbereitung. Damals fuhr Pansold auch nach Leipzig, um die Traningslager und Messungen selbst vorzubereiten. Mittlerweile finden sich keine Berichte über eine direkte Betreuung mehr. Was nichts daran ändert, dass Pansold weiterhin oberster medizinischer Angestellter bei Red Bull und damit auch für Leistungsdiagnostik und Trainingspläne der Leipziger Filale das letzte Wort hat.(Update 27.08. nach Hinweis vom rotebrauseblogger)