Mietmaul hat geschrieben:Es gibt ein Argument, das für die Ausgliederung spricht: Mehr Geld zu haben, ist besser, als weniger Geld zu haben. Das ist ein sehr einfaches und trotzdem sehr gewichtiges Argument. 41,5 Mio. Euro von Daimler für 11,75 % der Aktien der VfB AG sowie bis zu 100 Mio. Euro frisches Kapital hören sich verlockend an. Abgesehen davon sieht es ziemlich dünn aus und die Argumente, die gegen eine Ausgliederung in der geplanten Form und zum jetzigen Zeitpunkt sprechen, überwiegen für mich klar.
quantitativ würde ich dem vielleicht sogar zustimmen, qualitativ sehe ich das nicht so.
]Da wir schon dabei sind, kommen wir zum ersten Argument, das gegen die Ausgliederung spricht. Das Misstrauen gegen den Aufsichtsrat und Herrn Dietrich.
das spricht für mich nicht gegen die Ausgliederung, sondern wenn man es so so sieht gegen die Personen, die aber auch ohne Ausgliederung im Amt sind.
Der VfB wurde über Jahre hinweg – und zwar mit Ansage – von den Herren Mäuser, Hundt, Bobic, Wahler & Co. an die Wand gefahren. Bis Vertrauen in Herrn Dietrich und den aktuellen Aufsichtsrat wachsen könnte, bräuchte es mehr Zeit. Mehrere Jahre erfolgreiche Arbeit. Nicht einfach eine Scharte ausgewetzt zu haben. Allerdings führt die Art und Weise, wie der Präsident in der Diskussion um die Ausgliederung agiert, nicht dazu, Vertrauen in seine Person entstehen zu lassen.
Hier stellt sich mir die Frage, zu wen man Vertrauen haben muss. Meiner Meinung nach vor allem denjenigen, die operativ arbeiten - also in erster Linie Schindelmeiser und Wolf. Beiden vertraue ich. Sicherlich kann ich mich da täuschen, aber da bringe ich dann gerne das Beispiel von Allofs und Bremen, wo jahrelang niemand Misstrauen gehabt hätte. Wenn man länger wartet kostet dies daher nur definitiv Zeit, der Erketnnisgewinn ist dagegen fraglich.
Schlechter Stil in der Diskussion ist freilich kein Grund an sich, gegen die Ausgliederung zu sein. Wie gesagt: Herr Dietrich tut nur, wofür er geholt wurde. Das Vorgehen beschädigt allerdings das Vertrauen in seine Person massiv.
stimmt.
Aber so wird die außerordentliche Mitgliederversammlung erzwungen und die Entscheidung übers Knie gebrochen.
das sehe ich nicht so. schließlich wurde mehr und meist weniger intensiv seit 2007 über die Ausgliederung gesprochen.
Warum wurde tatsächlich nicht mit anderen Investoren verhandelt? Wurden zumindest Versuche unternommen, beispielsweise Finanzinvestoren – wie KKR bei Hertha BSC – zu gewinnen?
Man mag das provinziell finden, aber mir ist Recht, dass Daimler als in Suttgart verwurzeltes Unternehmen der Investor ist. Wäre es KKR oder gar ein Kühne, Ismaik würde ich dagegen stimmen. Bei Krächer dagegen auch dafür, aber die dürften kaum bereit sein, so viele Anteile zu kaufen. Weit unter 40 Mio würde das ganze aber meiner Meinung nach keinen Sinn machen.
Jetzt ist jedoch der falsche Zeitpunkt für die Ausgliederung. Die Aktien an der VfB AG kann man nur ein einziges Mal verkaufen. Deswegen sollten sie nur aus einer Position der Stärke heraus abgegeben werden. Jetzt wäre es erforderlich, durch gute Arbeit in den nächsten zwei bis drei Jahren zu überzeugen, um dann die Beteiligung von (weiteren) Investoren zu prüfen.
da sind wir dann wieder am Anfang. Ich halte ich die Gefahr, dass ohne diese Millionen keine gute Platzierungen erreicht werden für ziemlich hoch (ich persönlich hätte große Sorge vor einem erneuten Abstieg. Eine Sorge die ich bei den Gegner nicht gehört/gelesen habe) und ob es einem nun gefällt oder nicht, so wird die Qualität der Arbeit doch immer an den Platzierungen gemessen.
Aber hat nicht beispielsweise Borussia Mönchengladbach es in den letzten zehn Jahren auch ohne Investoren eindrucksvoll bewiesen, wie man aus der zweiten Liga kommend es wieder nach Europa schafft?
Mag seltsam klingen, aber das Beispiel ist zwar zeitlich nahe, aber dennoch ist es eine andere Zeit. So gab es Leippzig zum Beispiel noch gar nicht, andere hatten noch nicht ausgeliedert und vor allem floss noch nicht so irrsinnig viel Fernsehgeld.
Insgesamt möchte der VfB 24,9 % an der VfB AG verkaufen. Wer neben Daimler die weiteren bis zu 13,15 % der Aktien erwerben soll, ist völlig unklar. Ich bin nicht glücklich darüber, dass wir als Mitglieder nicht über diese weiteren Investoren mitentscheiden können. Darüber werden nur der Aufsichtsrat der VfB AG und das Präsidium des Vereins abstimmen. Es wäre juristisch leicht möglich gewesen, vor der Veräußerung weiterer Anteile das Votum der Mitgliederversammlung einzuholen.
bin ich auch nicht ganz glücklich darüber, ABER in dem Fall setze ich sogar auf Daimler und ein fortführen der konservativen Auswahl an Partnern. Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Daimler einen zwielichtigen Investor nicht zu verhindern wüsste.
Nicht einverstanden bin ich damit, dass so schnell Aktien an verschiedene weitere Investoren verkauft werden sollen. Bis 2019 will der VfB insgesamt 24,9 % an der VfB AG veräußert haben. Man muss auch mal gut finden, was der FC Bayern macht: 2002 stieg Adidas dort ein, 2010/11 Audi und 2014 die Allianz. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Heute halten die drei Investoren jeweils 8,33 % der Aktien an der FC Bayern München AG, der Verein FC Bayern München e.V. die restlichen 75 %. Adidas bezahlte pro 1 % der Anteile rund 9,2 Mio. Euro, Audi bereits ca. 10,8 Mio. Euro und die Allianz rund 13,2 Mio. Euro pro 1%-Anteil
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Kann man so sehen. Das Beispiel Bayern halte ich aber für denkbar ungeeignet, da die das Geld nicht wirklich brauchen. Man schaue sich aber auch mal Leipzig an. Die sind nun zweiter geworden und wollen nun kräftig nachlegen (dank RB möglich) bei uns wäre das so nicht möglich und damit ein Abrutschen gut möglich (imo war ein großer Fehler in den guten Jahren und besonders nach Heldt, dass man aus Vorsicht nicht richtig geklotzt hat und damit anderen vorbeiziehen ließ)
Auch die Rechtsform der Aktiengesellschaft halte ich aus der Perspektive der Mitglieder für verfehlt. Die GmbH oder die GmbH & Co. KGaA würden den Bedürfnissen des Vereins und der Vereinsmitglieder viel besser Rechnung tragen. Man muss die Dinge klar beim Namen nennen: Die Aktiengesellschaft ist die Rechtsform, in der der Verein die wenigsten Einflussmöglichkeiten hat, was an zwingenden Regelungen des deutschen Aktiengesetzes liegt. Nach § 76 Abs. 1 Aktiengesetz leitet der Vorstand eine Aktiengesellschaft in eigener Verantwortung. Auch wenn der Verein 75,1 % der AG hält und im Aufsichtsrat die Stimmmehrheit haben wird: Weisungen oder andere Einflussmöglichkeiten auf den Vorstand haben weder der Aufsichtsrat noch die Hauptversammlung der AG. Bei anderen Rechtsformen wäre es möglich, die Rechtsbeziehungen zwischen dem Verein und der Gesellschaft, so auszugestalten, dass der Verein möglichst wenig an Einflussmöglichkeiten verliert.
Ist mir aus den hier mehrfach geschilderten Gründen egal (in kürze man kann nichts verlieren, was man nicht hat)
Übrigens: Wer „Nein“ stimmt, sagt trotzdem „Ja zum Erfolg!“ des VfB. Wer hin geht: Lasst Euch da am Donnerstag keinen Bären aufbinden.
Er erschwert den Erfolg. Wer mit Nein stimmt, sorgt im Übrigen nicht dafür, dass Mitglieder plötzlich wirklich etwas entscheidendes zu sagen haben - auch da sollte man sich keinen Bären aufbinden lassen.
PS: Mit so einem Statement wie von dir kann man aber immerhin mal etwas anfangen. Was ich sonst so von Gegner lese (vor allem auf Facebook) ist für mich einfach nur ziemlich dümmlich.