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Frank N Furter
Mietmaul hat geschrieben:Welche Sanktion (innerhalb des bestehenden Regulariums) hättest Du verhängt?


Fragst Du mich?

Puh, schwierig. Die meisten Ex-Profi-Sprinter sagen ja jetzt sogar, dass eigentlich Cav schuld sei. Dadurch dass er den Kopf auf Sagans Torso legt, kommt Sagan aus dem Gleichgewicht und reagiert mit einer Gewichtsverlangerung über die Ellenbogen.....manche fordern jetzt sogar eine Distanzierung von Demare, weil er Bouhanni den Weg abschneidet....selbst der kleine Schwenker Greipels nach links wird von einigen als die Ursache allen Übels gesehen....

Meinungsvielfalt in kontroversem Ideal........ :lol:

Ich glaube, wenn es nach den Statuten überhaupt noch eine Chance gibt diesen Jury-Lapsus zu korrigieren, wird man halt sagen müssen, dass das einfach ein Sprint war und genauso gezählt wird wie immer. Jetzt noch Zwischenlösungen mit Teilschuldverteilung zu machen, wirkt dann immer nochmal unsouveräner....

Hier nochmal ein Link zu einem TdF-Sprint von Cav aus 2014. Da macht er auch schon die Kopfkuschelnummer. Damals mit Gerrans. Crash aber keine Sanktionen :idea:

de mappes
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Spamferkel
Auswurf hat geschrieben:nö
ich seh nur keinen grund, warum die debatte stets beim radsport geführt wird.
Eher picken sich die nichtradsportbegeisterten alibimässig die radler raus,
um gemütlich bei anderen sportarten wenig interesse am thema zu zeigen.


Das stimmt aber auch nicht
Beim Tennis wird es kaum thematisiert wohl ob fehlender fälle.
Beim fussball ist es zweitrangig da Mannschaftssport

Sonst wird hier in forum kaum ne Sportart groß thematisiert
Don't criticize what you can't understand

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Hey Radsportbegeisterte, von mir aus könnt ihr dem ganzen Treiben mit reinem Gewissen zusehen;
nur, jegliche Kommentare zum Thema Doping dünnhäutig als Getrolle o.ä. abzukanzeln spricht irgendwo Bände.

Ich war ja auch mal einer davon, wurde als jonger Soicher Ende der 90er im allgemeinen Telekom-Hype damit angesteckt. Kann mich zB noch gut erinneren, wie ich '99 (?) getobt habe als einer der italienischen(?) Telekom-Wasserträger auf seinem Parforceritt nach Huez von einem jubelnden Zuschauer zu Fall gebracht wurde.

Aber irgendwann war einfach Schluss mit Lustig: Ulrich, Armstrong, Virenque, Pantani, Landis, Hamilton, Zabel, Aldag, Riis, Schumacher, Festina, Telekom, US Postal, Astana, Godefroot, Pevenage, Bruyneel...

Hallelujah, wenn im Fußball eine auch nur annähernd vergleichbare Aufzählung möglich wäre - ich würde das nicht mehr anschauen!

Auswurf
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Grasdaggl
ja mappes
bringt ja nix, wenn 11 leute länger schnell rennen können..
und bei biathlon schreien auch alles sofort "doping"
Sharapova ist keine tennisspielerin und die kontrollen sind überall so engmaschig wie bei radsport.
Es ist schlicht ein reflex uninteressierter, wenig informierter beim radsport sofort draufzuhauen.
Nach dem motto "ich weiss bescheid"

hasi
die liste von gedopten fahrern war schon vor Deiner erweckung ewig lang und prominent.
Wundert mich eher,
wie man damals glauben konnte, alles sei sauber gelaufen

und bitte, bitte könnten wir dies tatsächlich alles im vorgeschlagenen thread besprechen?
das ist doch keine Musik

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Klar, hasch au recht.
Wenn man die Historie des Radsports im Allgemeinen und der Tour im Besonderen näher betrachtet, waren diese Enthüllungen der 90/00-er nur eine weitere Epoche.

Werde mich in diesem Thread dazu aber zurückhalten, weil's ihr seid... ;)

Außerdem muss ich über die nächsten Tage den Sibirien-Cup angucken, u.a. Oblast Tomsk gegen Lager 319, ein Klassiker!

Mietmaul
Frank N Furter hat geschrieben:Fragst Du mich?

Ja.

Cav hat sich schon alles mögliche geleistet. Und (wie gesagt): Heute fährt er in ein Loch, wo keines ist. Aber der Ellbogen von Sagan geht absichtlich raus. Tätlichkeit im Fußball. Und da es keine angemessenere Strafe gibt, ist jetzt halt Schluss. (Ich würde mir wünschen, die UCI wäre so konsequent bei kleineren Rennen.)




Mietmaul
Fresse!


(Nur ein Ort, durch den die Tour heute fährt. Die Etappe mit der Bergankunft auf dem La Planche des Belles Filles ist nicht zu tippen.)

Tamasi
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Allmachtsbachel
Oha, knifflig. Dass Cavendish bereits vor dem Check ins Straucheln gerät, spricht wirklich gegen eine so extreme Strafe (Disqualifikation).

Dass Sagan den Ellenbogen zur Gleichgewichtsfindung ausfährt - und das so zackig :-) - glaube ich allerdings auch nicht. Es sieht dann doch eher nach einem Reflex oder Präventionsfoul aus :-) .

Aber wie gesagt: Disqualifizieren würde ich ihn dafür nicht. Kann doch nicht sein, dass es im Reglement nichts gibt zwischen "30 Sekunden Abzug" (lächerlich) und "für immer raus" (zu viel). Mein Vorschlag: Sagan muss die nächsten zwei Sprint-Etappen mit Satteltaschen voller Ziegelsteine fahren. Und gut is'.

Mietmaul
BlauesTrikot hat geschrieben:Es würde mich wundern, wenn Sagan heute Mittag nicht startet.

Tja. Die UCI hat den Einspruch abgelehnt.

Tifferette
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Grasdaggl
Aldag holt den ggf. eigenhändig vom Fahrrad, wenn notwendig.

Habe vor ein paar Woche mal wieder "Höllentour" geschaut. Und trotz Dopinggeschmäckle hat das wirklich Spaß gemacht.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Mietmaul
Ach, schön. Den habe ich auch schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen.


Heute Nachmittag, auf dem Weg zur Planke der schönen Mädchen, werden sich wieder einige Sprinter fragen, warum sie nicht Surfer geworden sind.


Tamasi
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Allmachtsbachel
Hm. Ich finde das Urteil nach wie vor zu hart. Aber ich bin nicht neutral - wäre Cavendish der "Checker" gewesen, hätte ich den Ausschluss begrüßt. Von wegen Vorgeschichte. Sagan kann ich diesbezüglich nicht einordnen, da weiß ich zu wenig.

Wenn's natürlich auf lange Sicht dazu führt, dass die letzten Meter "ziviler" gefahren werden, soll's mir Recht sein. Allerdings bezweifle ich das sehr. Und wenn nichtmal dieser Mehrwert erreicht wird, ist das Urteil meiner Meinung nach... äh, siehe oben.

Mietmaul
So. Ich habe mich mal schlau gemacht.

Nach dem Regelment hätte man ihm neben einer Zeitstrafe (die ihn nicht interessiert hätte) auch 50 Punkte in der Sprintwertung abziehen können. Das wäre angemessener gewesen als der Rauswurf. (Auch wenn Sagan 2016 mit knapp 250 Punkten Vorsprung das Grüne Trikot gewonnen hat und er es wohl trotzdem auch dieses Jahr gewonnen hätte.) Ich denke, das harte Urteil soll auch abschreckende Wirkung haben, damit die Sprints künftig weniger brutal durchgezogen werden.

schwaebi
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Grasdaggl
1. Ja, ich bin eine pöse Person, aber mein erster Gedanke war: geschieht dem Arsch recht (Cavendish).
2. Bin nicht so wahnsinnig firm mit den Regularien, aber auch da: wie oft hätte Cavendish dann schon komplett disqualifiziert werden müssen.
3. Genau die Bilder sind es doch, die die Veranstalter wollen und deshalb sind die Strecken so. Jetzt rumheulen und sagen "die Jungs sollen doch aber nicht so brutal fahren, pfuipfui", ist genauso wie glauben, dass im Fußball nicht gedopt wird.

@Nice - kann man einen User eigentlich auch lediglich in einem Thread ignorieren? So per Klick? :roll:
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Mietmaul hat geschrieben:Ich denke, das harte Urteil soll auch abschreckende Wirkung haben, damit die Sprints künftig weniger brutal durchgezogen werden.


Und das wäre eigentlich auch wünschenswert... Immer bis einer heult.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Tamasi
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Allmachtsbachel
"Das war kein Unfall. Das war ein vorsätzlicher Ellbogencheck. Sagan boxt, kickt Cavendish in die Bande. Dafür gehört er nach Hause geschickt", hatte Teamchef Rolf Aldag gefordert. "Das war eine vorsätzliche Sache."

Aber selbst einen Fahrer wie Cavendish beschäftigen. :roll:

Naja, es ist wie es ist und vielleicht täusche ich mich und es geht künftig wirklich zivilisierter zu. (Bei den nächsten Etappen, logisch - aber wie wird's 2018? Denkt da noch einer dran?) Anderer möglicher positiver Nebeneffekt: Vielleicht erweitern die Veranstalter ihren Strafenkatalog. Hab ich das oben richtig verstanden, "50" wäre der maximale Punktabzug? Könnte man vielleicht etwas nach oben ausbauen oder sonstwelche Zwischenstufen vor dem finalen Ausschluss erfinden... Vielleicht eine Etappe ohne Sattel fahren? Oder auf 'nem Kinderrädle? 8)

Wie auch immer, das Urteil steht fest - jetzt können wir hier wieder über Doping reden. :mrgreen:

schwaebi
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Grasdaggl
So ein paar kreative Strafen hätten echt was... analog dem gelben, grünen, weißen und Punkte-Trikot eins für den brutalsten Fahrer. Mit 20 kg Goldkettchen dran oder so.
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Frank N Furter
schwaebi hat geschrieben:3. Genau die Bilder sind es doch, die die Veranstalter wollen und deshalb sind die Strecken so. Jetzt rumheulen und sagen "die Jungs sollen doch aber nicht so brutal fahren, pfuipfui", ist genauso wie glauben, dass im Fußball nicht gedopt wird.


Stichwort Veranstalter, bzw. die Darstellung eines Grades von Verlogenheit einer moralisch völlig überdehnten Diskussion, die die Grenze zum Bizarren ins metaphysisch Immaterielle verlassen hat.

Erinnern wir uns mal, und ich schreibe diese Zeilen jetzt wirklich nur mit meiner rechten Hand (bin moralischer Linkshänder), weil ich mit der anderen (Hand) ruhig und gleichmäßig meinen Zeigefinger reckend zur Mahnung hebe (und dabei ganz leicht hin und her schwenke, nix Übertriebenes):

Veranstalter, also. Der ersten Etappe. Fünf Stunden Zeitfahrern und keine Uhr funktioniert. Egal, die Leidenschaft trägts, Tony Martin versuchts wieder mit Schleifpapier. Dann, als mit Ion Izzagirre der 8 Fahrer in 3 Stunden exakt in derselben Kurve in dasselbe Absperrgitter rauscht und sich dabei den unteren Lendenwirbel bricht, vergehen immer noch 2 weitere Stunden, indem ein moralisch desinteressierter Veranstalter immer noch nichts tut (also nichts weiter Anstrengendes oder gar Teures als einen traditionellen Heuballen vor das Gitter zu legen z.B.) rauscht Alejandro Valverde, nebenbei einer der sympathischten Zeitgenossen und Michele-Scarponi-Nachrufer, in just dasselbe Absperrgitter, 66 Tage nach seinem 37igsten Geburtstag.

Schreibt irgendein hiesiger, sagen wir mal Spiegel- oder Zeitjournalist eine moralische Abhandlung drüber? Besser gesagt: Hats überhaupt ebber von den Moral-Cleverles bemerkt? Ge-ellebogen-checkt?

Was bedeutet das für mich, einen Nicht-Veranstalter aber Zeigefingerbesitzer? Wenn Valverde jetzt ausfällt, sehr lange wie gemutmaßt wird, manche sagen, für den Rest seines reiferen Radfahrer-Lebens, dann ist gut 1/3 meiner pedalen Frühjahrhoffnung 2018 komplett zerstört. Wer verteidigt dann als Titelverteidiger Liege-Bastogne-Liege? Genauer gesagt, welcher Unglückliche, der gewinnen muss, glaubt ernsthaft, er hätte das auch gegen Valverde gewonnen? Côte de la Redoute, Côte de la Roche aux Faucons, Côte de Saint-Nicolas? Ohne Valverde als Eichmesser für Gerechtigkeit? Wer kann das ernst nehmen? Wer kann das genießen?

Wo isn da die Moral?

schwaebi
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Grasdaggl
Du hast im Prinzip recht. Das sind Stürze, die absolut nicht sein müssen.

Allerdings finde ich in diesem Fall man sollte gerade von einem erfahrenen Radfahrer wie Valverde erwarten können, dass a) ihn einer aus seiner Mannschaft, der vorher fuhr, drauf aufmerksam macht, dass es da gefährlich ist und b) er infolge dessen in angemessener Geschwindigkeit durchfährt. Beim Zeitfahren haut einem keiner den Ellbogen ins Gesicht als Ausrede. Also muss ich annehmen, dass er das Risiko in Kauf genommen hat.

Wobei: "Risiko in Kauf nehmen" könnte man natürlich auch bei den Sprintern sagen. Verzwickte Sache das.
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Auswurf
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Grasdaggl
der streckenverlauf richtet sich zu oft nach den falschen kriterien,
icl. der von mietmaul angesprochenen zielankünfte

das in düdo war allerdings unter aller sau

furter
vergleich doch bitte nochmal Deine zuschauerzahlen der frühjahrsklassiker mit denen der tour
- die hinken
das ist doch keine Musik

BlauesTrikot
Granadaseggl
schwaebi hat geschrieben:Wobei: "Risiko in Kauf nehmen" könnte man natürlich auch bei den Sprintern sagen. Verzwickte Sache das.


Das "Risiko in Kauf zu nehmen" und "Ellenbogen" ausfahren ist für mich ein Unterschied. Und zwar ein Gehöriger.