fkAS hat geschrieben:RedBlues hat geschrieben:Brandt kam direkt aus der U19 von Wolfsburg,
Ok, aber ebenfalls ohne den Schritt über ne zweite Mannschaft.
Ist ein gutes Beispiel, worauf es bei den Klubs mit Kohle hinausläuft. Die Ausbildungsarbeit machen andere. Dafür kauft man dann deren Toptalente weg (und schmückt sich mit den Federn). Hat der VfB ja auch jahrzehntelang gemacht, in dem er landesweit die besten Spieler zusammensammelte. Jetzt - mit zwei weiteren Konkurrenten im Lande, die zudem das AUSBILDEN wichtiger nehmen als der VfB lange Zeit - wurde das schwieriger bis unmöglich. Und ich denke auch, dass man sehr viel Geld in die Hand nehmen muss, um beispielsweise Reißbrett auszustechen, von den Unaussprechlichen 200km weiter östlich, die gerade ein Wettrüsten veranstalten, wer das bombastischere NLZ der Republik besitzt, ganz zu schweigen.
Sehe das wie @RedBlues. Die Super-Duper-Toptalente werden uns bereits vor der U16 weggelockt. Und die Aufgabe besteht darin, aus dem Rest möglichst viele gute Bundesligaspieler auszubilden, die der ersten Mannschaft weiterhelfen können.
fkAS hat geschrieben:Also, ich sehe eine Fürsorgepflicht dahingehend, dass der Verein oder meinetwegen die AG ihre Spieler best möglich fußballerisch ausbilden und gleichzeitig genügend Raum und Unterstützung für eine schulische und berufliche Ausbildung bieten muss. Das geht im Optimalfall bis sie volljährig sind. Falls es dann mit dem Profifußball in den obersten Ligen nicht klappt, stehen sie nicht schlechter da als jeder andere Mensch in dem Alter, der überlegen muss, welchen Karriereweg er einschlägt. Eine Verpflichtung beim VfB mindestens 4te Liga spielen zu können sehe ich nicht. Es wäre auch heuchlerisch, weil der VfB die Option bislang auch nur denen gibt, die entsprechend talentiert sind. Die meisten Spieler werden ja schon früher aussortiert und haben auch keinerlei Garantien.
Sorry für die späte Antwort.
Doch - ich sehe schon eine Fürsorgepflicht spätestens ab der U17 als wichtig und notwendig an. Das sind junge Menschen, die zwar wie andere auch zur Schule gehen, aber einen nicht geringen Teil ihrer "Freizeit" inkl. Wochenenden dem Training und den Spielen bei Mannschaften einer Fußball-AG widmen, die einen riesigen Umsatz macht. Diejenigen, die durch das Raster fallen, können aus dieser Zeit meistens keinen beruflichen Profit ziehen.
Nichtsdestotrotz hast du auch recht. Das Wichtigste ist natürlich eine fußballerische Ausbildung auf
allerhöchstem Niveau, die der VfB aber - Stand heute - nicht mehr und bislang auch noch nicht wieder bietet. Wenn dort nicht schleunigst der Rückstand aufgeholt wird, dann fällt die Nachwuchsarbeit endgültig wie ein Kartenhaus zusammen.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -