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Wir stellen fest: das wird sich schon noch einpendeln, der Feldschiri genießt endlich die gebotene Autorität, und über kurz oder lang werden Schiedsrichter-Koryphäen wie Felix Zwayer am Monitor in Sekundenschnelle unangreifbare Urteile fällen, die König Salomon erblassen ließen. Win Win Win (DFB, DFL, Fußball).

Paleto Gaffeur
Halbdaggl
Nur, wenn Du eine Fernsteuerung aus Köln hast, dann kannst Du Dir irgendwann konsequenterweise den Feldschiri sparen... Gerade das will der DFB ja nicht


ist ja auch ziemlicher Unfug, mit Verlaub. M.W. greift der VR nie bei solchen Allerweltssachen wie taktische Fouls, Ecke, Einwurf etc. ein. Wenn ich mich recht erinnere, ging es bislang immer um Elfmeter und Bewertung von Situationen, die Platzverweise nach sich ziehen sollten oder eben nicht, und auch da nicht in jedem Fall.
Aber allein die schiere Anzahl der vom Feldschiri angezeigten Fälle zeigt m.E. deutlich, wie oft auch Schiris unsicher sind und wenn das Publikum DA rummeckert...ok, scheissegal, ehrlich. Im Stadion sitzen überwiegend Fans und die sehen so eine Situation teilweise aus 80 oder 100m Entfernung, ohne Wiederholung, aus ungünstigem Winkel, vllt auch mal ohne Brille, weil die Nachbarin geil aussieht UND durch die Vereinsbrille. Sorry, aber solchen Leuten darf man echt nicht trauen.

Ein taktisches Foul ist keine Allerweltssache – da geht’s doch allzu oft auch um eine zweite Gelbe, die das Spiel kippen könnte. Entweder macht man’s gescheit, oder man – na, zum lassen ist es jetzt zu spät.

Nur wenn man’s gescheit macht, wird man mit fünf Minuten Nachspielzeit kaum hinkommen. Dass der Feldschiri der Spielleiter sein muss und sonst keiner, ist doch wohl unstrittig. Der muss Zugriff auf die Bilder haben.

Frank N Furter
tommes hat geschrieben:Aber dann wird der Fußball nicht sauberer. Ich finde es klasse, wenn versteckte Fouls oder grobe Unsportlichkeiten vom Videoschiedsrichter geahndet werden.


Verstehe ich überhaupt nicht. Wie kommst Du denn auf diesen "Sauberkeits"-Aspekt?

- Ohne Videobeweis wurde der Fussball in den letzten 40 Jahren sukzessive zweikampfbetonter und härter. Der Grund dafür dürfte eher darin liegen, dass immer verbissener um den Sieg gekämpft werden darf und soll, was letztlich auch nicht kausal aber parallel mit der zunehmenden Kommerzialisierung einhergeht. Únter anderem werden hier regelmäßig die onanistischen Vorzüge eines "dreckigen Sieges" gepriesen.

- Aus meiner Sicht ergeben sich zwei mögliche Szenarien durch den Videobeweis. Nach einer Phase der Orientierung spielt sich eine best-practise ein und a) es läßt sich nachweisen, dass Entscheidungen, die mehrheitlich als Fehlentscheidungen wahrgenommen werden, reduziert werden können, oder b) so ein Nachweis ist nicht möglich.

Im Falle b) wäre der Videobeweis fortan nur noch eine nervige Spielunterbrechung, bzw. eine Chance während des Spiels Werbung zu schalten :idea: . Im Falle a) würde dem Spiel eine scheinbar größere Gerechtigkeit gegeben, graduell zumindest.

Ich will aber nochmal darauf hinweisen, dass das was Du evtl. unter mangelhafter Sauberkeit verstehst, ein ganz zentraler Aspekt des Fussballs ist: die Schiedsrichterentscheidung. Wenn man das sterilisiert, sollte man bedenken, dass das auch auf Kosten der Attraktivität geht. Schau Dir nur hier mal das Diskussionaufkommen an: Schiedsrichterentscheidungen sind genauso ein Zuschauermagnet wie das Spiel selbst, weil darin ein enormes Emotionalisierungspotential steckt, dass hater&lover nunmal für ihre Leidenschaft benötigen. Wenn die Videoanalyse und die KI irgendwann perfekt sind, brauchen wir gar kein Spiel mehr und könnten das Ergebnis zu 98% vorhersagen. Die Bayern arbeiten da schon dran.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Manolo hat geschrieben:
Southern Comfort hat geschrieben:Schon richtig, das gefällt mir ja auch. Nur, wenn Du eine Fernsteuerung aus Köln hast, dann kannst Du Dir irgendwann konsequenterweise den Feldschiri sparen... Gerade das will der DFB ja nicht. Ich finde das derzeitige Dialogkonzept passt nicht zur Vorgabe, dass der Feldschiri das Heft in der Hand hält.

Jedes Mal wird der sich nach dem VAR richten, in devoter Haltung, weil er ja möglicherweise was falsch gemacht hat.


Kann man sich auch wegen den linienrichtern den feldschiri sparen? Nein. Eben.


Ich denke Dein Vergleich ist unpassend. Aber solange Du meine Beobachtung hierzu nicht teilst, wird‘s schwierig mit der Diskussion über die Schlussfolgerungen.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Manolo
Grasdaggl
Wenn ein linienrichter abseits oder elfer/ kein Elfer anzeigt und der feldschiri zuunrecht nicht auf ihn hört, hat er ein Problem. Wenn er zurecht nicht auf ihn hört, ist er der held. Wenn der linienrichter Unrecht hat und der Schiri dennoch auf ihn hört, sind beide die Deppen. Der einzige Unterschied zum videoschiri Ist, dass man ihn noch stärker der Depp Ist, wenn man zu Unrecht nicht auf ihn hört. Dafür ist man aber auch noch mehr der Geld, wenn man zurecht nicht auf ihn hört. Bin jedenfalls sicher, dass die Medien und die sc- Fans stieler jetzt abfeiern würden, wenn er nur gelb gezeigt hätte.
Hier könnte ihre Werbung stehen.

Frank N Furter
Manolo hat geschrieben:Wenn ein linienrichter abseits oder elfer/ kein Elfer anzeigt und der feldschiri zuunrecht nicht auf ihn hört, hat er ein Problem. Wenn er zurecht nicht auf ihn hört, ist er der held. Wenn der linienrichter Unrecht hat und der Schiri dennoch auf ihn hört, sind beide die Deppen. Der einzige Unterschied zum videoschiri Ist, dass man ihn noch stärker der Depp Ist, wenn man zu Unrecht nicht auf ihn hört. Dafür ist man aber auch noch mehr der Geld, wenn man zurecht nicht auf ihn hört. Bin jedenfalls sicher, dass die Medien und die sc- Fans stieler jetzt abfeiern würden, wenn er nur gelb gezeigt hätte.


Manolo, die Fallunterscheidung ist doch weit weniger komplex in der wirklichen Wirklichkeit:
Fall 1: der Schiedsrichter entscheidet für Freiburg: Freiburger Fans sind happy, egal ob zu recht oder unrecht
Fall 2: der Schiedsrichter entscheidet gegen Freiburg: Freiburger Fans sind sauer.

Was mir bei eurer Diskussion bisher ein Rätsel bleibt: Die Mehrzahl der Fans scheint davon auszugehen, dass es für die hier diskutierte Entscheidung ein echtes "falsch" oder "richtig" gäbe? Es ist doch so offensichtlich, dass es keine Methode gibt, eben auch keine Technische, um Schiedsrichterentscheidungen zu falsifizieren. Das gesamte Fussballregelwerk ist darauf angelegt Willkürauslegungen als Grundregel festzusetzen. Nicht?

Beispiele:
- Ein Spieler geht mit angelegten Arm in den Mann, "übertriebene Härte"* bzw. Cross-check ab wie viel Newton, bzw. Impulserhaltung? Aber angelegter Arm: alles geht, auch Schädelbruch?
- Ein Spieler steht grad noch voll im Abseits, eine Spielsituation weiter macht er aber doch das Tor. War der Torhüter nun bereits durch den Spieler abgelenkt, oder nicht? Hat er dem Torhüter "nur" die Sicht genommen, oder hat er das Stellungsspiel notgedrungen verändert, weil der Torhüter einen entsprechenden Pass zu diesem Spieler unwillkürlich annehmen musste?

Dat is alles reine Willkür. Und es wird Willkür bleiben, bis die Hölle einfriert, selbst wenn irgendwann jeder Spieler EEG-Elektroden implantiert bekommt und wir die frontale P3-Welle auf dem Monitor mit eingespielt bekommen um festzustellen, ob es Absicht war oder nicht.....es sind eben die Regeln, die ja vielleicht gar nicht zufällig eben nur Regeln und nicht "Gesetze" genannt werden...... :?:


*Das sind doch die wirklich nützlichen Euphemismen des Fussballs: "übertriebene Härte", "offensichtliche Torchance" usw. Das ist mehr Poesie als Sachbuch, schon in der Grundanlage.


Frank N Furter
Manolo hat geschrieben:Frank:
Es soll auch Leute geben, die weder Stuttgart noch Freiburg Fans sind und sich dennoch für die Bewertung der Szene interessieren.


Und Du meinst, es ändert sich dann etwas daran, dass der Kicker darin eine (krasse) Fehlentscheidung sieht und die Süddeutsche den Videobeweis feiert?

@Tommes
Der Spieler der auf so unfaire und rüde weise foult, musste doch bisher ebeno fürchten bereits vom Schiedsrichter abgestraft zu werden. Beantworte doch bitte mal die Frage: damals, als Herr Lienen, Spieler von Bielefeld den Oberschenkel aufgerissen bekam und er meinte Herr Rehagel, Trainer von Bremen, hätte dazu annimiert, was würde daran der Videobeweis ändern? Reinke, der im Neggrstadio der Kopf ausblutete?

Glaubst Du ernsthaft, die Brutalität sei eine ganz bewußt geplante und in Kauf genommene Handlung, die auf das Fehlen eines Videobeweises zurückzuführen sei? Ist doch offensichtlich nicht haltbar. Übrigens hat sich das DFB-Sportgericht zu allen Zeiten vorbehalten besondere "Unsauberkeiten" auch nachträglich noch zu sanktionieren: Ja, genau, durch Ansicht von Videos, ca, seit es Videos gibt.

Wenn Du weniger Brutalität willst, muss Du die Logik des Basketball-Regelwerks in das Fussball-Regelwerk einpflegen. Videos just killed the radio star.....

Iron
Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Der Spieler der auf so unfaire und rüde weise foult, musste doch bisher ebeno fürchten bereits vom Schiedsrichter abgestraft zu werden. Beantworte doch bitte mal die Frage: damals, als Herr Lienen, Spieler von Bielefeld den Oberschenkel aufgerissen bekam und er meinte Herr Rehagel, Trainer von Bremen, hätte dazu annimiert, was würde daran der Videobeweis ändern? Reinke, der im Neggrstadio der Kopf ausblutete?

Glaubst Du ernsthaft, die Brutalität sei eine ganz bewußt geplante und in Kauf genommene Handlung, die auf das Fehlen eines Videobeweises zurückzuführen sei? Ist doch offensichtlich nicht haltbar. Übrigens hat sich das DFB-Sportgericht zu allen Zeiten vorbehalten besondere "Unsauberkeiten" auch nachträglich noch zu sanktionieren: Ja, genau, durch Ansicht von Videos, ca, seit es Videos ...


Aber nur wenn es keine Tatsachenentscheidung gab.

Nilkheimer
Halbdaggl
Haha, der Lederfränk will hier Debatten über Videoüberwachung und die Abschreckungsproblematik reinschmuggeln.

Da hatter aber nicht mit irontommes gerechnet!
Aber das macht doch nichts.



Frank N Furter
tommes hat geschrieben:@Frank N Furter
Glaubst Du ernsthaft, die Brutalität sei eine ganz bewußt geplante und in Kauf genommene Handlung, die auf das Fehlen eines Videobeweises zurückzuführen sei?

Darum geht es doch überhaupt nicht.


Jut, worum geht's DIR dann? Die These kam ja von Dir, zur Erinnerung:

tommes hat geschrieben:Aber dann wird der Fußball nicht sauberer. Ich finde es klasse, wenn versteckte Fouls oder grobe Unsportlichkeiten vom Videoschiedsrichter geahndet werden.


Für mich liest sich das ausschließlich so, als würdest Du den Vorteil des Videobeweisverfahrens darin sehen, dass der Sport "sauberer" würde.

Das mit der Sauberkeit scheint Dir sehr wichtig zu sein, denn Du hast das ja an mehreren Stellen vertreten, z.B. auch hier, als Antwort auf den Wettermann:

tommes hat geschrieben:Ich kann Dich verstehen. Aber ich denke, dass genau das früher oder später den Fußball kaputt machen würde, weil ein Mann gar nicht allein die vielen Vergehen sehen kann. Und genau das führte doch zu den vielen versteckten Fouls und Dreckigkeiten.
Zukünftig werden sich Spieler und Trainer das nicht mehr erlauben können. Der Fußball wird wieder anständiger, ehrlicher werden.


Auch hier läßt sich kaum ein anderer Schluß ziehen als der, dass Du glaubst, der Videobeweis würde helfen viele versteckte "Fouls und Dreckigkeiten" zu verhindern, an denen der "Fußball früher oder später kaputt geht".

Jetzt klarer, auf was meine Nachfrage abzielte? :prost:

de mappes
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Spamferkel
ayala hat geschrieben:Ich verstehe überhaupt nicht, warum über vermeintliche Fehlentscheidungen nach Video leidenschaftlicher diskutiert wird, als nach klaren Fehlentscheidungen ohne Video. Beides ist besch..., gehört aber zum Fußball.

Und schon jetzt ist klar, dass durch den Videokassetten weniger Fehlentscheidungen passieren, als vorher. Das muss ich auch als Gegner diese Technik akzeptieren.

Der Fußball wird dadurch nicht gerecht. Aber gerechter.


ich finde, es wurde zuvor leidenschaftlicher diskutiert...und nicht selten fiel dann der Begriff "videobeweis", um diese Unsportlichkeiten oder Ungerechtigkeiten bzw. klare fehlentscheidungen, die spiele entscheiden und somit auch über abstiege oder andere elementare dinge richten...

nochmal: jede klare fehlentscheiung, die revidiert wird, macht den fussball fairer und gerechter
Don't criticize what you can't understand

Frank N Furter
de mappes hat geschrieben:
ayala hat geschrieben:
nochmal: jede klare fehlentscheiung, die revidiert wird, macht den fussball fairer und gerechter


Und darauf ebenfalls "nochmal": der aktuelle Fall zeigt doch überdeutlich, dass die Idee einer "klaren Fehlentscheidung" jedesmal völlig kontrovers diskutiert wird - hier und in den entsprechenden Sportmedien. Sie existiert einfach so gut wie gar nicht, diese "klare Fehlentscheidung". Es existiert übrigens auch kein Verfahren um Fehlentscheidungen als "klar" zu identifizieren :idea: (Überleg mal bitte kurz, was man machen müsste, um nur in die Richtung zu kommen.....Meinungsumfragen unter 100 neutralen :lol: Sportjournalisten und anschließende Mehrheitsabstimmung mit qualifizierter Mehrheit für den Passus "Klarheit" ab 80%-Quote......? :lol: )

Man wird auf Basis eines Ausnahmetatbestands kaum eine Revolution zu mehr Fairness und Gerechtigkeit von Regeln erreichen :idea: . Mal ganz abgesehen davon, dass das Videobeweisverfahren nicht wegen Fragen der "Gerechtigkeit" eingeführt wurde (das muss ich jetzt aber bitte nicht ausführen...), sondern um das Nettoergebnis der Schiedsrichterleistung weiter zu optimieren, FALLS der Videobeweis das überhaupt leisten kann. Auch hier steht ja der Nachweis noch aus und kann mangels "best-practise" bestenfalls in 2-3 Jahren erbracht werden.

de mappes
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Übrigens hat sich das DFB-Sportgericht zu allen Zeiten vorbehalten besondere "Unsauberkeiten" auch nachträglich noch zu sanktionieren: Ja, genau, durch Ansicht von Videos, ca, seit es Videos gibt.


das ist doch eine lächerliche Bestrafung im vergleich zu einem unmittelbaren Platzverweis im selben spiel
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de mappes
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Frank N Furter hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:
ayala hat geschrieben:
nochmal: jede klare fehlentscheiung, die revidiert wird, macht den fussball fairer und gerechter


Und darauf ebenfalls "nochmal": der aktuelle Fall zeigt doch überdeutlich, dass die Idee einer "klaren Fehlentscheidung" jedesmal völlig kontrovers diskutiert wird - hier und in den entsprechenden Sportmedien. Sie existiert einfach so gut wie gar nicht, diese "klare Fehlentscheidung". Es existiert übrigens auch kein Verfahren um Fehlentscheidungen als "klar" zu identifizieren :idea: (Überleg mal bitte kurz, was man machen müsste, um nur in die Richtung zu kommen.....Meinungsumfragen unter 100 neutralen :lol: Sportjournalisten und anschließende Mehrheitsabstimmung mit qualifizierter Mehrheit für den Passus "Klarheit" ab 80%-Quote......? :lol: )

Man wird auf Basis eines Ausnahmetatbestands kaum eine Revolution zu mehr Fairness und Gerechtigkeit von Regeln erreichen :idea: . Mal ganz abgesehen davon, dass das Videobeweisverfahren nicht wegen Fragen der "Gerechtigkeit" eingeführt wurde (das muss ich jetzt aber bitte nicht ausführen...), sondern um das Nettoergebnis der Schiedsrichterleistung weiter zu optimieren, FALLS der Videobeweis das überhaupt leisten kann. Auch hier steht ja der Nachweis noch aus und kann mangels "best-practise" bestenfalls in 2-3 Jahren erbracht werden.


ich denke du steckst zu sehr in einer art Theorie...in der Praxis lassen sich sehr wohl recht deutlich Fehlentscheidungen als solche identifizieren...denk mal nur an abseitstore: da existieren sogar in der Theorie fehl bzw. richtige Entscheidungen.
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Frank N Furter
@ Mappes

Ad 1: In wie weit fünfte Gelbe Karten oder auch Rote Karten sinnvolle Sanktionskonzepte sind, ist dann bereits wieder eine andere Diskussion aus meiner Sicht. Das DFB-Sportgericht hat jedenfalls in einigen Fällen sehr lange Sperren verhängt. Diese Sperren sind als Strafen sicherlich nicht "lächerlich", weil es im Fussball schlicht gar keine härteren Strafen gibt.

Ad 2: Ich denke eher die "Sauber- und Reinlichkeitsfetischisten" stecken in so einer Art Theorie oder freudianischer Phase fest (für etwaige Assoziationen entschuldige ich mich sogleich halbgar). Ich gebe Dir gerne in so weit recht, dass es Bildentscheidungen der Art gibt "Ball war hinter der Linie oder nicht" und auch Abseitsentscheidungen von ähnlich geometrischer Präzisierbarkeit. Zusammen bilden diese Sachverhalte in der großen Obermenge aller Schiedsrichterentscheidungen eine völlig unbedeutende Kleinteilmenge. ABER: sicherlich haben sie gar nichts mit Tommes Theorie der Sauberkeit zu tun. Denn gerade Entscheidungen der Art, ob der Ball geometrisch betrachtet dies- oder jenseits war, betreffen ja nicht die vielen Gerangel und Nicklichkeiten im Zweikampf, die um so vieles kontroverser betrachtet werden als Euklid. Diese Behauptung bedarf eben gerade gar keiner Theorie!: Ein Blick durch diesen Fred reicht.

Ich habe natürlich nichts nachgezählt und gerechnet und sage deshalb einfach mal entsprechend meinem Bauchgefühl, dass ca. 90% der Schiedsrichterentscheidungen weit überwiegend interpretativer Regelauslegung entsprechen und nicht geometrischer Natur sind. Vielleicht irre ich mich da, besser gesagt, man darf da gerne anderer Meinung sein.

de mappes
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Spamferkel
@frank
ad 1: lächerlich ist natürlich übertrieben gewählt von mir...zur Veranschaulichung: während des spiels zu fliegen, in unterzahl weitermachen UND der geschädigte Verein hat was davon...ist im vergleich zu einer nachträglichen sperre deutlich härter

ad 2: geht es dir um die Sache an sich oder nicht? Abseitsentscheidungen machen einen sehr großen teil aus...schaust du denn überhaupt häufig fussball? Du diskutierst ja hier im Forum sehr selten darüber (kein vorwurf)
und natürlich wird der Sport sauberer, wenn versteckte Tätlichkeiten und Schwalben sofort geahndet und bestraft werden...darüber hinaus werden gewiss auch Szenen aufgeklärt, die eben von schiedsrichtern bei zweitbetrachtung eindeutig als "falsch entschieden" bewertet werden können

wie du schon sagst: man darf anderer Meinung sein...und das sieht man tatsächlich bei Betrachtung dieses threads :prost: :vfb:
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Frank N Furter
de mappes hat geschrieben:
ad 2: geht es dir um die Sache an sich oder nicht? Abseitsentscheidungen machen einen sehr großen teil aus...schaust du denn überhaupt häufig fussball? Du diskutierst ja hier im Forum sehr selten darüber (kein vorwurf)


Mappes, bitte übernimm doch nicht so ein Deppen-Narrativ der einschlägigen Idioten hier (Du kennst doch die Deppen-Narrative hier aus eigener schlechter Erfahrung). Ich habe in meinem Leben, aus heutiger Sicht, viel zu viel Fussball geschaut und gespielt. Das ist eine der Sachen die ich heute sehr aufrichtig bereue.
Ansonsten maße ich mir nicht an mehr Ahnung von Fussball zu haben als andere, aber bezogen auf Sofasportler, auch nicht wesentlich weniger. Und falls das leider immer wieder gesagt werden muss: natürlich habe ich jahrelang auf Profi-Niveau gespielt, dass ist doch eine Voraussetzung, die Nice aktiv prüft, bevor hier jemand was schreiben darf. Oder etwa nicht? :bleich:


de mappes hat geschrieben:und natürlich wird der Sport sauberer, wenn versteckte Tätlichkeiten und Schwalben sofort geahndet und bestraft werden...darüber hinaus werden gewiss auch Szenen aufgeklärt, die eben von schiedsrichtern bei zweitbetrachtung eindeutig als "falsch entschieden" bewertet werden können


Wenn es möglich sein sollte i) versteckte ii)Tätlichkeiten oder Schwalben iii) weitgehend zweifelsfrei als solche zu identifizieren - ja. Ich war so wahnsinnig hoffnungsvoll, ich könnte irgendwie mit Worten rüberbringen, dass ich das sehr kritisch sehe, weil das bisher auch nicht wirklich möglich war. Über Slomo-Bilder haben nun schon fast zwei Generationen von Fans gebrütet und unterschiedlichste Interpretationen hervorgebracht, vorzugsweise vorgetragen mit hochroten Köpfen..... mir fehlt die Phantasie um mir vorzustellen, daran würde sich etwas grundsätzliches ändern, wenn der Schiri mittels Spielunterbrechung und Beisitzer auch noch über den Bildern brütet. Und das liegt eben wie ebenfalls schon vorsichtig erwähnt, nicht vornehmlich am Mangelwesen Schiedsrichter, sondern eher daran, dass Regeln, die sich auf sprachliche Konstrukte abstützen wie "offensichtliche Torchance", ohne weiter zu definieren, woran man eine in die Zukunft verlagerte Offensichtlichkeit als irdischer Kostgänger erkennt, grundsätzliche Barrieren hin zu mehr "Gerechtigkeit" oder gar "Sauberkeit" darstellen.

Kurz gesagt: das Betrachten - auch in 1000-facher Super-Slomo - war doch bisher nie das Problem bei der Regelauslegung, sondern es waren immer und zu allen Zeiten die Regeln selbst, die in sich als persistierender Wesenszug, trotz aller Änderungen und Anpassungen über die Jahre, den Charakter der Willkür beibehielten. Eine einzige Ecke in einem Spiel reicht aus, damit mindestens 20 Sachverhalte entstehen, wo der Schiedsrichter - jetzt wirklich rein theoretisch - entscheiden müsste, ob bei dem heutigen Geziehe und Geschubse, in der Mehrheit Stürmerfouls oder Verteidigerfouls vorliegen. Es ist so offensichtlich, dass die Regeln darauf auch nicht mal den Ansatz einer Lösung bieten, und damit die göttlichste Videoanalyse der Welt letztlich komplett fürn Arsch ist. Wie gesagt: eine Ecke reicht und die Regel-Malaise ist offensichtlich, außer, man ist bereit wie ein buddhistisch geschulter Fan, die notgedrungene Willkürlichkeit der Regelauslegung im Fussball als ein wichtigen, vielleicht sogar den wichtigsten Teil des Spiels zu akzeptieren. Denn darin verstehe ich auch Deine häufig geäußerten Schiedsrichter-Schelten sehr gut: kein Messi dieser Welt kann so gut sein, um am Ende des Spiels das Ergebnis mehr beinflussen zu können, als gerade der deppertste Schiedsrichter. Aber DAS ist Fussball, inklusive, JAWOHL!, Deiner starken Emotionen ggü. dem Schiri.

Manolo
Grasdaggl
Laut kicker hat der DFB seine Vorgaben geändert. Wirklich selten dämlich dies erst so spät zu kommunizieren. Auch wenn ich es in der Sache richtig finde
Hier könnte ihre Werbung stehen.

de mappes
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Spamferkel
Ich habe in meinem Leben, aus heutiger Sicht, viel zu viel Fussball geschaut und gespielt. Das ist eine der Sachen die ich heute sehr aufrichtig bereue.


warum?
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de mappes
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Spamferkel
@frank
war wie gesagt nur meine annahme aufgrund der wenigen Einlassungen deinerseits zum Thema fussball...ansonsten alles gut.

vieles wird ja auch so bleiben...viele zweikämpfe im ermessensbereich...auch nach videosicht...aber in der heutigen zeit braucht der Schiri auch die Option, sich dies nochmal anzusehen, um dann seinem ermessen nach zu urteilen.
darüber hinaus...neben abseits sind auch versteckte Tätlichkeiten oder Schwalben ziemlich klar zu identifizieren
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exmatthes
Granadaseggl
ist mir längst alles zu akademisch hier.
zu schwierig für mein schlichtes gemüt.
ich dummie versteh's leider nur ansatzweise, und versuch's mal in die sog. laiensphäre zu übertragen:
analog sollten wir wieder alle ohne gurt fahren, den kat ausbauen, die Sache mit den einbruchssichereren fenstern lassen, und wieder ohne helm rad und Moped fahren sowieso.
weil was ein Problem nicht wirklich zu 100% löst, sondern nur teilweise, scheint ja nix zu taugen.