de mappes hat geschrieben:
ad 2: geht es dir um die Sache an sich oder nicht? Abseitsentscheidungen machen einen sehr großen teil aus...schaust du denn überhaupt häufig fussball? Du diskutierst ja hier im Forum sehr selten darüber (kein vorwurf)
Mappes, bitte übernimm doch nicht so ein Deppen-Narrativ der einschlägigen Idioten hier (Du kennst doch die Deppen-Narrative hier aus eigener schlechter Erfahrung). Ich habe in meinem Leben, aus heutiger Sicht, viel zu viel Fussball geschaut und gespielt. Das ist eine der Sachen die ich heute sehr aufrichtig bereue.
Ansonsten maße ich mir nicht an mehr Ahnung von Fussball zu haben als andere, aber bezogen auf Sofasportler, auch nicht wesentlich weniger. Und falls das leider immer wieder gesagt werden muss: natürlich habe ich jahrelang auf Profi-Niveau gespielt, dass ist doch eine Voraussetzung, die Nice aktiv prüft, bevor hier jemand was schreiben darf. Oder etwa nicht?
de mappes hat geschrieben:und natürlich wird der Sport sauberer, wenn versteckte Tätlichkeiten und Schwalben sofort geahndet und bestraft werden...darüber hinaus werden gewiss auch Szenen aufgeklärt, die eben von schiedsrichtern bei zweitbetrachtung eindeutig als "falsch entschieden" bewertet werden können
Wenn es möglich sein sollte i) versteckte ii)Tätlichkeiten oder Schwalben iii) weitgehend zweifelsfrei als solche zu identifizieren - ja. Ich war so wahnsinnig hoffnungsvoll, ich könnte irgendwie mit Worten rüberbringen, dass ich das sehr kritisch sehe, weil das bisher auch nicht wirklich möglich war. Über Slomo-Bilder haben nun schon fast zwei Generationen von Fans gebrütet und unterschiedlichste Interpretationen hervorgebracht, vorzugsweise vorgetragen mit hochroten Köpfen..... mir fehlt die Phantasie um mir vorzustellen, daran würde sich etwas
grundsätzliches ändern, wenn der Schiri mittels Spielunterbrechung und Beisitzer auch noch über den Bildern brütet. Und das liegt eben wie ebenfalls schon vorsichtig erwähnt, nicht vornehmlich am Mangelwesen Schiedsrichter, sondern eher daran, dass Regeln, die sich auf sprachliche Konstrukte abstützen wie "offensichtliche Torchance", ohne weiter zu definieren, woran man eine in die Zukunft verlagerte Offensichtlichkeit als irdischer Kostgänger erkennt, grundsätzliche Barrieren hin zu mehr "Gerechtigkeit" oder gar "Sauberkeit" darstellen.
Kurz gesagt: das Betrachten - auch in 1000-facher Super-Slomo - war doch bisher nie das Problem bei der Regelauslegung, sondern es waren immer und zu allen Zeiten die Regeln selbst, die in sich als persistierender Wesenszug, trotz aller Änderungen und Anpassungen über die Jahre, den Charakter der Willkür beibehielten. Eine einzige Ecke in einem Spiel reicht aus, damit mindestens 20 Sachverhalte entstehen, wo der Schiedsrichter - jetzt wirklich rein theoretisch - entscheiden müsste, ob bei dem heutigen Geziehe und Geschubse, in der Mehrheit Stürmerfouls oder Verteidigerfouls vorliegen. Es ist so offensichtlich, dass die Regeln darauf auch nicht mal den Ansatz einer Lösung bieten, und damit die göttlichste Videoanalyse der Welt letztlich komplett fürn Arsch ist. Wie gesagt: eine Ecke reicht und die Regel-Malaise ist offensichtlich,
außer, man ist bereit wie ein buddhistisch geschulter Fan, die notgedrungene Willkürlichkeit der Regelauslegung im Fussball als ein wichtigen, vielleicht sogar den wichtigsten Teil des Spiels zu akzeptieren. Denn darin verstehe ich auch Deine häufig geäußerten Schiedsrichter-Schelten sehr gut: kein Messi dieser Welt kann so gut sein, um am Ende des Spiels das Ergebnis mehr beinflussen zu können, als gerade der deppertste Schiedsrichter. Aber
DAS ist Fussball, inklusive, JAWOHL!, Deiner starken Emotionen ggü. dem Schiri.