Hi Frank,
endlich mal ein Thema, bei dem wir beide ein wenig kontrovers diskutieren können.

Uwe, ich weiß nicht "was die Photosession war". Ich kann mir aber wirklich nicht vorstellen, dass Mesut Özil ernsthaft "ein Bekenntnis für einen Antidemokraten, Antihumanisten, Religionseiferer, der nach wie vor seine politischen Gegner verfolgen lässt" abgeben wollte. Findest Du das selbst nicht ein bisschen arg hoch gehängt? Der Mesut ist doch in seinem ganzen Leben noch nicht dadurch aufgefallen, dass er irgendwie antidemokratisch oder antihumanistisch gesinnt ist?
Frank, Ich gebe Dir Recht, dass er das bestimmt nicht gewollt hat. Ich hielt ihn immer und halte ihn auch heute noch für einen „guten Jungen“, auf den ich als Großvater auch sehr stolz wäre.
Aber er hat sich dafür (Photosession: gemeinsames Ablichten mit dem Präsidenten) instrumentalisieren lassen. Und dass er es nicht geschnallt hat und ihn auch keiner beraten hat, nimmt inzwischen ja schon bald tragikomische Züge an.
Ilkay, Mesut, Recep Tayyip haben sich alleine wegen der zufälligen Opportunität der raumzeitlichen Nähe getroffen, in Recep Tayyips Hotel.
Das wissen wir beide nicht. Ich bin der Meinung, dass es von Seiten der Politik durchaus geplant war. Schließlich führte Erdogan in England Wahlkampf, was er zum Glück bei uns nicht mehr darf.
Das war kein gemeinsam geplanter Pressetermin, auf dem der Ilkay und der Mesut sichergestellt wissen wollten, dass sie ganz Recep Tayyip Meinung sind, was den Umgang mit Medien, dem Recht und Humanoiden generell betrifft.
Ich glaube auch nicht, dass die
beiden es geplant haben. Aber das ändert natürlich am Ergebnis nichts.
Jetzt unterstellen wir mal bitte für einen Moment, Özil und Gündogan hätten da echt ne sehr schräge Meinung, die nur eine kleine Minderheit Deutscher teilen würde. Solange dieser Meinung keinerlei strafrechtliche Relevanz innewohnt, haben sie einfach eine Meinung die von Pro-Demokraten im Rahmen der Meinungsfreiheit zur Kenntnis genommen werden kann ODER NICHT.
Vollkommen einverstanden. Aber dann sollten wir auch zur Kenntnis nehmen, dass bestimmt eine größere Minderheit der Deutschen sich von ihnen nicht repräsentiert fühlt und sie möglicherweise auch nicht im Nationalteam sehen wollen. Ich spreche jetzt nicht pro domo, dafür sind meine Emotionen für den Fußball nicht stark genug. Aber ich vermute mal vorsichtig: Ich meine, dass viele so denken könnten. OK, Stammtischgeschwätz, aber Fußball ist nun mal eins der wichtigen Themen und am Stammtisch werden eben auch politische Meinungen festgezurrt.
Unter Westfalen hat geschrieben:Ist man ein Rassist, wenn man vermutet, dass Özil der Ditib nahesteht?
Nein, natürlich nicht. Aber man unterstellt anderen Menschen von weit weg Motive, die basierend auf dem wenigen was man über diese Leute überhaupt weiß, als nicht besonders wahrscheinlich erscheinen. Kammer natürlich trotzdem machen, Du musst halt dann emotional damit klar kommen, dass Deine These nicht so viele nüchterne Anhänger finden wird....
Ok, angenommen. Das war ja auch kein „fishing for compliments“ Argument. Was die „Anhänger“ betrifft, fällt mir ein schöner Spruch der 68er ein: „Alle reden vom Wetter….“
Wobei ich mir sicher bin, dass ich, auch hier, nicht als Einziger gegen den Mainstream schwimme.
Lass uns darüber noch mal diskutieren, wenn der DFB sich
Crprt Gvrnnc auf die Fahnen schreibt.

Jetzt trinke ich erst einmal mit meiner Frau Tee und danach drücke ich unserem Baaschamaa alle Daumen und den kleinen linken Zeh!

Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai