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Tifferette
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Grasdaggl
thoreau hat geschrieben:Nur raus damit. Jeder weiß doch was in deinem Hirn so vor sich geht! Verkneif es dir nicht. Immer raus mit dem Hass und der Wut! Ich komme gut klar damit!

Mich frustriert das eher. Menschenbild und so.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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thoreau
Granadaseggl
darkred hat geschrieben:Ich denke Franky will damit auf die mögliche Gefahr von künftigen, blutigen Eskalationen nach dem "Vorbild" Frankreichs hinweisen, die durch das hiesige Anwachsen von Parallelgesellschaften und durch zunehmende Ghettoisierung bildungsferner Migranten zunehmend Raum greifen könnten.

Ein durchaus diskussionswürdiges Thema im Rahmen des Gesamtkomplexes Migration und Integration. Da es aber der Franky sagt, kommt es nicht darauf an was er sagt, sondern wie er es sagt, bzw. dass er überhaupt was sagt. Pawlow, ick hör Dir trapsen...


NATÜRLICH kommt es darauf an wie man etwas sagt, blickst du das denn gar nicht? Diesen dümmlichen Zusammenhang herzustellen bietet einfach keinerlei Gesprächsgrundlage.
Natürlich sind Parallelgesellschaften ein diskussionswürdiges Thema. Aber sicher nicht mit tendentiösen und bescheuerten Einstiegen wie diesem. Aber er darf ja alles weil er so frustriert ist und dabei meint er das meiste gar nicht so und würde es auch in Wirklichkeit gar nicht tun. Aber das Internet vollmüllen mit Hassreden (und davon gab es von ihm genug), dafür reicht es noch. Du kannst diese Scheiße akzeptieren und als Gesprächsgrundlage sehen ("Die Art der Abschiebung von ungewollten Migranten ist doch ein diskussionswürdiges Thema und nur weil Franky sagt man soll sie mit dem Flugzeug über der Wüste abwerfen und weil er es sagt..."), ich werde das hier nicht tun. Und wenn jemand Scheiße schreibt dann erlaube ich mir diese Scheiße als Scheiße zu definieren und wenn man mir 10 Mal einen Reflex vorwirft. Vielleicht ist es einer. Aber er bezieht sich ausschließlich auf den Inhalt. Dass der meistens von Franky kommt ist sicher Zufall... aber ganz sicher nicht die Verantwortung der Person, die auf die Scheiße hinweist. Und wenn jemand in einer Schublade steckt bis zum Arsch, dann steckt er da nicht drin, weil jemand feststellt, dass er das tut. Und ich habe keine Lust mir diese Scheiße länger anzuhören. Er hetzt und hetzt und hetzt, aber natürlich darf man ihn in keine Schublade stecken, man muss Verständnis haben für diese menschenverachtende Scheiße. Dazu bin ich nicht bereit.

Tifferette
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Grasdaggl
Der Verhofstadt ist selbst nicht so ganz lupenrein, gerade wenn es um Lobbyismus und so geht. Manchmal haut er aber mal so richtig einen raus (war in der Griechenlandgeschichte ja auch schon so).



Und Recht hat er. Es ist ja fast schon schizophren - die besagten konservativen Vertreter klopfen sich einerseits gegenseitig fast schon euphorisch auf die Schulter, wollen Flüchtlinge aber dann lieber gleich in das Land ihrer jeweiligen guten Freunde abschieben. Politische Krise, die auf dem Rücken von Flüchtlingen ausgetragen wird.

Edit: Warum funzt das denn jetzt nicht?
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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Bin wieder zurück.
Danke für die Genesungswünsche, aber ich war ja nicht krank. ;)
Ich konnte die Ärzte jetzt endlich auf die Spur nach meiner Medikamentenallergie setzen. 8)
Und dabei habe ich wieder überraschende Einblicke in das Deutsche Gesundheitswesen (hier begrenzt auf eine Universitätsklinik aus Sicht eines gesetzlich Versicherten) bekommen. :mrgreen:
Will aber kein neues Thema aufmachen, sind ja noch genug da, die aufgearbeitet werden müssen.

Zum Beispiel dieses hier:

thoreau hat geschrieben:Ich glaube es geht oft nicht mehr darum eine Aussage als das zu tätigen was sie ist. Nämlich Teil einer Unterhaltung, die erst dazu wird indem sie gehört, verstanden, reflektiert und beantortet wird. Ich glaube es geht mehr darum die eigene Meinung in einen Raum stellen zu können, der keine selbst erkennbare Leserschaft/Zuhörerschaft hat. Endlich die Möglichkeit zu haben die eigene Meinung zu äußern ohne sich direkt für sie rechtfertigen und sie erläutern und belegen zu müssen wie das in herkömmlicher Kommunikation der Fall ist. Die Anonymität, die das Internet bietet, tut da ihr Übriges.



Frank hat geschrieben: Also dass sehr viele Menschen tendenziell lieber reden als zuhören, dürfte kein Internet-Phänomen sein, meiner Einschätzung nach. Hier sehe ich vor allem zwischen analog und digitaler Welt einen Unterschied darin, dass der freie Lauf der Freude am Reden (und wenig zuhören müssen) durch soziale Hierarchien gebremst wird, was im Internet weitgehend wegfällt. Und die Zuspitzung, die Du machst, nämlich, dass manche User im Internet ihre Meinung äußern wollen, ohne ein Feedback erfahren zu wollen, widerspricht meinen Beobachtungen hier sehr stark. Ich beobachte hier einen enormen Wunsch nach Aufmerksamkeit, fast stärker noch als im real life!


Mal ein Gedankenexperiment: glaubst Du irgendein x-beliebiger Mensch, wenn er wirklich das einzige Wesen auf einem Planeten wäre, würde noch irgendetwas sagen? Kommunizieren? Ich bin mir nicht mal sicher, ob wir ohne die Fiktion des zuhörenden Gegenübers Selbstgespräche führen würden, wenn wir von Geburt an "das Einzige" wären.....


Das ist wohl so. Aber ich meine, dass es einen großen Unterschied macht, ob man jemandem etwas ins Gesicht sagt oder es anonym ins Internet stellt. Sitze ich dem gegenüber, den ich „anhate“, muss ich mich u.U. darauf einstellen, einfach eine aufs Maul zu bekommen. Ok, wenn ich genug Adrenalinnachschub habe, kann das eine nette Rauferei werden. Es kann aber auch sein, dass ich unterliege und meinen nächsten Tag beim Knochenflicker beginne. Ich meine, dass die Anonymität gerade Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein „stark“ macht. Denn was haben sie zu befürchten? Früher nichts, jetzt vielleicht Nachforschung einer völlig überforderten Polizei und damit eine große Wahrscheinlichkeit, nicht aufgespürt zu werden. Und, wenn es in einem Forum, so wie hier, passiert, wird man nach vielen Vorwarnungen ausgeschlossen und meldet sich unter neuem Nick an. OK, wenn es zu einer gewissen Läuterung geführt hat, bin ich dafür, ihn wieder an den Diskussionen teilnehmen zu lassen. So ein Forum kann auch eine höchst interessante soziale Spielwiese werden. Und die Geduld von @NW ist bewundernswert.
Ich glaube auch, dass Hater ein Feedback haben wollen, ja, dass sie gerade danach gieren. Entweder durch eine Vielzahl von Bestätigungen Gleichgesinnter oder durch ebenso pöbelhafte Ablehnungen anderer Hater. Die „Links-Rechts-Straßenschlacht“ im virtuellen Raum. Hat doch was!


Uwe hat geschrieben:Ich bin davon überzeugt, dass das, was wir heute erleben, darin [Privatfernsehen] seinen Ursprung hatte.


Frank hat geschrieben: Natürlich hast Du recht damit, dass das Privatfernsehen unterirdische Formate entwickelt hat. Ich bin trotzdem nicht überzeugt davon, dass das Privatfernsehen ursächlich eine moralische Deformation in der Gesellschaft ausgelöst hat. Vor allem aber sehe ich noch einen gravierenden Unterschied zwischen den Dieter Bohlens der TV-Unterhaltung die Du beispielhaft aufführst und einem anonymen Internetuser. Dieter Bohlen&Co entwickeln kommerzielle Formate: wenn diese Leute an "das Unzulängliche" im Menschen appellieren, dann tun sie es um Geld damit zu verdienen.

Wenn hingegen der gemeine Internetuser sich benimmt wie ein Arschloch, muss das andere Gründe haben. Hier wird es ja gerade (psychologisch) so interessant: wo profitiert eigentlich der anonyme Internet-User mit seinem schlechten Verhalten? Mit "gutem Verhalten" könnte man ja noch verstehen wo er profitiert: er plauscht nett mit anderen und tausch sich aus. Was aber will der "Hater" vorteilhaftes für sich?

Die erste implizite Unterstellung war häufig: Triebabfuhr. Der Hater hasst halt........."gut" quasi, dass er es nur im Internet tut (wurde vielfach genau so gesagt). Nun hat man aber herausgefunden, dass der Hater häufig in der realen Welt ein sehr angepasster Zeitgenosse ist und es eher so scheint, als würde er sich durch die Gelegenheit "Internet" erst in seinen großen Zorn hineinsteigern.....? Das habe ich hier ja auch schon häufiger staunend in den Raum gestellt: "die Leute" machen freiwillig bei einem Format mit, welches ihnen systematisch schlechte Laune (Verunsicherung im Kern) bereitet.....warum?

Über das Fernsehen hat Marcel-Reich-Ranicki für mich für alle Zeiten das treffendste Fazit gezogen: "Das Fernsehen macht dumme Leute dümmer und kluge Leute klüger". Das Internet, bzw. besser gesagt: die sozialen Medien, machen evtl. analog dazu: "nette Menschen ekelhafter und ekelhaftere Menschen noch ekelhafter.


Ja, das war etwas einseitig dargestellt, aber so habe ich es nicht gemeint. Ich will es daher ergänzen.
Ich war damals ein Gegner des Privatfernsehens. Hängt sicher damit zusammen, dass TV noch nie mein Ding war. Ich habe mir lieber eine Verdioper reingezogen, als Kuhlenkampf und Lou van Burg zu sehen (wunnebar, wunnebar, was für ein Scheiß!). Aber es war gezielte Politik der Schwarz-Gelben Koalition unter Kohl und Genscher, das Privatfernsehen zuzulassen, wie es ja andere europäische Länder auch hatten. Gewissermaßen Neoliberalismus in Anfängen. Merkwürdig, dass ich in meinen Memoiren immer wieder auf das Jahr 1982 stoße! Ist wahrscheinlich schon eine fixe Idee geworden. Und dann kam das Privat TV, RTL und SAT 1, später, glaube ich, Vox und Pro 7. MTV und Viva interessierten mich eh nicht. Und dann musste das Programm gefüllt werden. Mit Werbung alleine kannst Du die Menschen ja nicht vor die Glotze bannen. Und dann kamen die unsäglichen B-Serien der Amis. „Hulk“ was für ein Schwachsinn, um nur mal eine zu nennen. Ein Rächer, der sich im Zorn grün verfärbt! Dagegen waren „Bonanza“ und „Dallas“ Kultserien. Ich sagte mir, „soll ich mit einem solchen Scheiß meine Freizeit verbringen und mit dem Toilettengang warten, bis wieder Werbepause ist?“ Ja, natürlich schaute man sich die neuen Formate zunächst auch mal an, die Schmuddelshows, Der heiße Stuhl, Richter Holt (oder so ähnlich), Erika Berger, ja, auch einmal DSDS mit meiner ältesten Enkelin. Und im Urlaub in Italien bei meinen Verwandten liefen von morgens bis abends diese Shows, in denen sich Verheiratete, Geschiedene, und andere auf offener Bühne die Gemeinheiten um die Ohren schlugen, „Wer hat Angst vor Virginia Wolf?“ für das Prekariat, einfach nur widerlich. Aber diese Sendungen fanden Zulauf. Ja, es gibt menschen, viel mehr, als ich mir vorstellen konnte, die sich daran erfreuen, ja ergötzen, wenn andere erniedrigt werden. Oder war das alles auch nur Show, wie Wrestling? Ich weiß es nicht.
Was mir damals klar geworden ist: es gibt viele Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, keinen Respekt vor anderen haben, die empathieunfähig sind und darauf auch noch stolz. Nein, das war und ist kein Umgang für mich. Und diese Sendungen würden mich nicht unterhalten, sondern nur langweilen, im schlimmsten Fall selbst aggressiv machen.
Aber, was ich da schreibe, ist ja auch schon fast wieder Schnee von gestern, wenn ich sehe, wie das Fernsehen, und hier auch die Privatsender, bald von den Streamingangeboten überrundet werden. Wobei, wenn ich die Äußerungen einiger hier richtig deute, sind da wohl auch gute Sachen dabei. Früher hätte man „Straßenfeger“ dazu gesagt. Unglaublich, wie sich die Sehgewohnheiten geändert haben.
Doch ich schweife ab. Die von mir geschilderte Entwicklung ist natürlich nicht primär die Ursache für das, was wir beklagen, halt auch nur ein Mosaiksteinchen im ganzen Gebilde.


Uwe hat geschrieben:Und mit dem Internet kam die Anonymität dazu. In der Fahrschule hatte ich gelernt, bei einem Unfall auf der Gegenseite nicht hinüberzuschauen, um nicht selbst in einen Unfall verwickelt zu werden. Heute ist es gang und gäbe, dass ein schlimmer Unfall auf der Autobahn andere nach sich zieht. Und ist dann doch ein Stau entstanden und man ist heil herausgekommen, klettert man mit dem Smartphone über die Leitplanke, um die Würde anderer Menschen anzutasten.


[b]Frank hat geschrieben:[/b] Ich sehe das genauso wie Du, besser gesagt, mich regt das genauso auf. Aber natürlich muss man auch hier sagen, dass dieses Gaffem - jedenfalls das auf der Autobahn - einer Neugier entspringt, die absolut nicht verwerflich sein kann. Denn natürlich interessiert es Menschen die auf einer Autobahn unterwegs sind, brennend was passieren kann, wenn man auf einer Autobahn unterwegs ist. Es ist also nicht das Gaffen das stört, sondern die Behinderung des Verkehrs, das Verursachen weiterer Unfälle und das Behindern der Rettungskräfte. Du und ich wären freilich immer noch pikiert, wenn es möglich wäre das Unfallgeschehen auf eine Weise zu beobachten (im Internet ), die einfach nur noch die NeuGIERDE nährte aber niemanden mehr behinderte oder gefährdete, aber das ist halt unser Problem.


Ich meine schon, dass diese Art von NeuGIERDE verwerflich ist. Unfälle auf der Autobahn passieren in der Regel durch Unachtsamkeit, überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen. Das weiß jeder, der sich darauf bewegt. Und doch, mich stört das Gaffen ungemein. Mich stört es, wenn Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, keine Hilfe leisten, anderen zusehen und durch ihre Anzahl die Hilfeleistungen behindern. Mehr noch, die das Geschehen fotografieren, filmen und ins Netz stellen. Was sind das für verrohte Personen? Ja, wie Du, würde ich mir dies auch nicht im Internet anschauen wollen.

Erlaube mir zum Schluss eine kleine Korrektur:
Das Internet, bzw. besser gesagt: die sozialen Medien, machen evtl. analog dazu: "nette Menschen netterekelhafter und ekelhaftere Menschen noch ekelhafter. :prost:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Frank N Furter
Lieber Uwe

zum Aspekt der Anonymität

Unter Westfalen hat geschrieben:Aber ich meine, dass es einen großen Unterschied macht, ob man jemandem etwas ins Gesicht sagt oder es anonym ins Internet stellt. Sitze ich dem gegenüber, den ich „anhate“, muss ich mich u.U. darauf einstellen, einfach eine aufs Maul zu bekommen.


Das hat für mich (mindestens) zwei unterschiedliche Aspekte. Den einen benennst Du: wenn man nicht anonym ist, ist man identifizierbar* auch zum Zwecke der körperlichen Satisfaktion..... :shock: :lol: Ich halte aber den zweiten Aspekt für wichtiger in unserem Diskussions-Zusammenhang: die Biografie, sprich die Kompetenz auf der Aussagen beruhen ist dann auch nicht mehr (vollständig) anonym und kann überprüft bzw. angezweifelt werden. Der persönlich bekannte Gegenüber kann nicht mehr die Situation einer sonst nie gekannten Freiheit erleben, eine Meinung vertreten zu können, ungeachtet seiner "Herkunft". Die Anonymität des Internets macht die Hasser unidentifizierbar und herkunftslos.

Mir ist basierend quasi auf Feldbeobachtung mehr und mehr schleierhaft, ob da am Ende wirklich rational-ökonomische Biologie herrscht (Spaß- übertrifft Frustfaktor), oder affektive Irrationalität (Frust- übertrifft Spaßfaktor). Insbesondere weil ich (und ja auch viele andere hier) beobachte, wie zahlreiche User im Laufe ihres Forumslebens immer stärker zur Dünnhäutigkeit neigen, zum Missverstehen, zum absichtlichen Fehlinterpretieren, immer weitergehend beginnen selbst zu pöbeln und für mich offensichtlich immer wütender und aufgebrachter sind über andere, bis hin zu unversöhnlichen Stellungskriegen, wo aus den Statements wirklich nur noch Verärgerung, Wut und ja, nicht zuletzt Hass** trieft.

Unter Westfalen hat geschrieben:Anonymität gerade Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein „stark“ macht.


Interessant, warum vermutest Du das? Hast Du vorab überprüft, ob Du das für Dich selbst gelten lassen würdest?

Unter Westfalen hat geschrieben:Und die Geduld von @NW ist bewundernswert.

Nice ist stinkfaul und weitgehend desinteressiert. Das weiß er auch selbst, mit Geduld hat das bei ihm gar nichts zu tun.

Unter Westfalen hat geschrieben:Ich glaube auch, dass Hater ein Feedback haben wollen, ja, dass sie gerade danach gieren. Entweder durch eine Vielzahl von Bestätigungen Gleichgesinnter oder durch ebenso pöbelhafte Ablehnungen anderer Hater.


Ja, vermutlich gibt es Charaktere, denen ist die (hochemtionale) Ablehnung mehr wert als (freundlich-lauwarme) Bestätigung. Das könnte durchaus ein Motiv für diese Art von Masochismus sein. Allerdings müssen wir uns dann darüber klar sein, dass wir hier über eine psycho-pathologische Sache reden, bzw. sogar über eine psychische Störung. Und dann habe ich wieder Bedenken, so eine Psycho-Kiste für ein Massenphänomen wie den Internet-Hooliganismus herhalten zu lassen. Es ist einfach unwahrscheinlich, dass so viele Menschen solcherart psychische Störungen haben.


Unter Westfalen hat geschrieben:Und dann kam das Privat TV, RTL und SAT 1, später, glaube ich, Vox und Pro 7. MTV und Viva interessierten mich eh nicht. Und dann musste das Programm gefüllt werden. Mit Werbung alleine kannst Du die Menschen ja nicht vor die Glotze bannen. Und dann kamen die unsäglichen B-Serien der Amis. „Hulk“ was für ein Schwachsinn, um nur mal eine zu nennen. Ein Rächer, der sich im Zorn grün verfärbt! Dagegen waren „Bonanza“ und „Dallas“ Kultserien. Ich sagte mir, „soll ich mit einem solchen Scheiß meine Freizeit verbringen und mit dem Toilettengang warten, bis wieder Werbepause ist?“


David Foster Wallace handelte dieses Thema in seinem nun mittlerweile weltberühmten Roman "Unendlicher Spaß / infinite jest" ab. Vollständig und in so vielen Facetten, wie niemals zuvor irgendein Roman irgendein Thema behandelt hat.

Unter Westfalen hat geschrieben:Erlaube mir zum Schluss eine kleine Korrektur:
Das Internet, bzw. besser gesagt: die sozialen Medien, machen evtl. analog dazu: "nette Menschen netterekelhafter und ekelhaftere Menschen noch ekelhafter. :prost:


Ja, natürlich. :prost:


*Nein, im Grunde ist man eben nicht identifizierbar. "Ein Gesicht" ist auch nur eine Äußerlichkeit, eine Maske der Identität, die sich vermeintlich darunter verbirgt und die wir auch im persönlichen Gespräch nie erblicken können. An der Stelle ist der Unterschied zwischen virtuell und analog gar nicht groß. Da wir Menschen laut aktuellem Stand der Persönlichkeitsforschung eher gar keine Persönlichkeit besitzen - also Persönlichkeit als eine Summe von Eigenschaften die über größere Lebensspannen stabil bleiben - kann man uns auch nicht als Individuen beschreiben. Man muss sich allerdings ein wenig mit diesem Thema beschäftigen, damit einem dieser vielleicht als Laie recht uneinsichtige Befund mehr und mehr verständlich wird. Unsere Gesellschaft baut zudem ökonomisch vollständig auf dem Konzept der Persönlichkeit / Individualität, individuellem Konsum usw. auf, so dass die Einsicht darin, dass wir keine Individuen sind, wirklich nur schwer verständlich ist für die meisten. Wir sind es aber definitiv nicht, das ist mittlerweile eine meiner Grundüberzeugungen als Neurowissenschaftler.

**Das sind dann auch übrigens keine Trolle. Der Troll kommt in die virtuelle Gemeinschaft und pöbelt gleich los, daran erkennt man ihn. Während User, die im Laufe ihres virtuellen Daseins immer wütender und frustrierter werden, obwohl sie anfangs noch versuchten sehr zivilisiert zu diskutieren, nicht pauschal als Trolle bezeichnet werden können.

Plan B
Grasdaggl
@Frank: in dem anderen Thread Wissenschaft liest Du ja nicht (mehr). Du wolltest dort ein Thema diskutieren, SC und ich haben darauf geantwortet. Es wäre schön, wenn Du als Initiator jetzt auch mal wieder was dazu sagen würdest .
Oder waren unsere Kommentare derart substanzlos?
Carpe diem.


Airwin
Käskibber hat geschrieben:warum geht mir das Wort Konzentrationslager nicht aus dem Sinn?


wenn ich mal paar tage offline bin ist das noch lange kein grund hier den holocaust zu verharmlosen. auch wenn die üblichen blockwarte das offensichtlich nicht stört :shock:

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Airwin hat geschrieben:
Käskibber hat geschrieben:warum geht mir das Wort Konzentrationslager nicht aus dem Sinn?


wenn ich mal paar tage offline bin ist das noch lange kein grund hier den holocaust zu verharmlosen. auch wenn die üblichen blockwarte das offensichtlich nicht stört :shock:


Für die Blockwarte ist an erster Stelle wichtig, wer das Wort benützt.
Wird ein schlimmes Wort von Guten benützt, wird als lässlich durchgewunken.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Airwin hat geschrieben:
Käskibber hat geschrieben:warum geht mir das Wort Konzentrationslager nicht aus dem Sinn?


wenn ich mal paar tage offline bin ist das noch lange kein grund hier den holocaust zu verharmlosen. auch wenn die üblichen blockwarte das offensichtlich nicht stört :shock:


Wenn du dich weiterhin die ganze Zeit durch Stimmungsmache und Provokationen hervortust, dann war’s das hier für dich.



Franky3103
Manolo hat geschrieben:So siehts leider aus:
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/absc ... gang-85837


Für mich ist das genau die gleiche Stimmungsmache, wie das totale Hetzen gegen Flüchtlinge. Die Wahrheit liegt wie üblich irgendwo in der Miete.

Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. Wer sich also mit einem Schlauchboot mit dem Ziel nach Europa zu gelangen auf den Weg macht, kann dabei sterben.

Wenn aber der "Flüchtling" in einem sicheren nordafrikanischen Land oder in einem anderen sicheren Land angekommen ist, und dann noch meint, er muss das Meer überqueren, dann ist das seine eigene Verantwortung.

Und im übrigen bleibe ich dabei: Wir können nicht die Welt retten. Und Staaten, die in Afrika auf diese Art indem sie nicht verhindern dass die Menschen übers Meer reisen, die Menschen los werden wollen, sind nicht besser als Schlepper etc. pp..

Das aber Europa die Problem eines ganzen Kontinents lösen soll kann auch nicht die Lösung sein. Die Weigerung der afrikanischen Staaten in Nordafrika Auffang- oder Ankerzentren zu eröffnen, sagt auch schon alles über das dortige Menschenbild aus.

Das ist aber nicht UNSER Problem. Und ich kann das Gelabere von Humanität in Deutschland nicht mehr hören. Weil also dort in Afrika für Millionen Menschen keine Humanität von Regierungen gibt, sind wir dafür verantwortlich?

Europa oder Deutschland, die Weltenretter?

Was nutzt es, wenn ich bspw. einem Unterkunft gebe und Ihn verpflege, dann aber immer mehr kommen? Und ich plötzlich deshalb andere Probleme bekommen werde?

Diejenigen, die meinen man müsse alle retten, und Humanität zeigen, sollen gerne ihr eigenes Haus, Auto oder was auch immer verkaufen oder zur Verfügung stellen. Aber keinesfalls länger auf Kosten der Allgemeinheit von Humanität labern.

Ich kann diesen ganzen Mist nicht mehr ertragen oder lesen.

Wo bitte ist die Hilfe für Rentner in Deutschland? Wo bitte werden marode Schulen saniert? Weshalb werden Hartz IV-Bezieher seit Jahren im eigenen Land drangsaliert und mutwillig weiter in die Armut getrieben? Wo ist deren Lobby? Die Tafeln? Schlimm genug, dass es so etwas geben muss, weil Regierungen den Bedarf von 501 auf 311 Euro kleingerechnet haben. Wo ist hier der JAHRELANGE DERART MASSIVE AUFSCHREI?

Diese Fragen sollte man sich mal stellen. Denn das ist neben der Flüchtlingswelle der Hauptgrund für das Erstarken von rechten Parteien.

Wann wurde denn konsequent etwas gegen rechtes Gedankengut unternommen? Ich behaupte NIE, gar NIE.

Am Ende beisst sich die Katze in den Schwanz.

factotum
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Granadaseggl
wenn ich mal paar tage offline bin ist das noch lange kein grund hier den holocaust zu verharmlosen. auch wenn die üblichen blockwarte das offensichtlich nicht stört :shock:


Zur Sache kurz: Die Bezeichnung Konzentrationslager verharmlost den Holocaust massiv, aber in der Art, dass unsere Vorväter / -mütter dieses Label benutzt haben, weil Vernichtungslager irgendwie zu konkret klang.

Worüber heute (dämlicherweise, die Idioten lernen es nie) im Zusammenhang mit Migrationsfragen diskutiert wird, sind tatsächlich Konzentrationslager im Sinne des Wortes. Insofern kann man das Wort mMn durchaus verwenden.

Message to Zeus: Ich misch mich nicht oft in deine autokratische Willensbildung ein, hier möchte ich aber doch mal:
Wenn jemand wie der Airwin aus dieser virtuellen Trinkhalle rausfliegt, wäre das ein Armutszeugnis.

Klar ist er oft streitlustig und provokant, solche Attacken treffen ihn aber umgekehrt auch dauernd.
Und was die weltanschaulichen Differenzen betrifft: Die machen das hier erst spannend, eine reine Eierschaukelanstalt für garantiert Gleichgesinnte wäre extrem langweilig.

lang ---> kurz: Ich halte den Airwin für einen Qualitätsuser, der oft Substanz reinbringt. Sowas wirft man nicht raus. Beschimpf ihn halt, wenn Dir danach ist, das wird er dann schon aushalten.
The shit that used to work, won`t work now.

Kronenclub
Granadaseggl
Wenn jemand wie der Airwin aus dieser virtuellen Trinkhalle rausfliegt, wäre das ein Armutszeugnis. 


:nod: allein die Ankündigung schon
#verpisst euch alle#

Franky3103
Für mich ist der Begriff Konzentrationslager im Zus.-hang mit Ankerzentren ein typisches Zeichen von Stimmungs- und Meinungsmache der linken Gutmenschen, die immer noch meinen, man müsse den Flüchtlingen offenbar Honig und Manna schenken. Wo leben diese Traumtänzer eigentlich?

In einem Konzentrationslager wurden Menschen drangsaliert und umgebracht.

Meines Wissens nach ist das in Flüchtlingszentren keinesfalls so. Was soll die Scheisse also? Hört endlich mit der typischen Stimmungsmache auf, das ist nämlich zum Kotzen und dient nur dazu einzelne User zu verunglimpfen und sich in bester Manier, wie üblich als Weltenretter aufzuspielen und sein humanistisches Weltbild über alle anderen als Allgemeingültig das Beste zu erklären.

Ich kann dieses grüne Scheissgesülze nicht mehr hören. Irgendwann reicht es.

Das im übrigen die Medienlandschaft diesen Bullshit nicht enttarnt zeigt, wo wir mittlerweile leben. In einer grünlinken Meinungsdiktatur.

So sehr ich grüne Umweltpolitik schätze, aus allem anderen sollten sie sich heraushalten.
Zuletzt geändert von Franky3103 am 7. Juli 2018 11:12, insgesamt 1-mal geändert.

Manolo
Grasdaggl
Franky:
Und wenn du noch 1000mal verbal auf dem Boden stampfst: es ist unser problem. Probleme habe auch stets die dumme Eigenschaft, dass man sie sich nicht aussuchen kann.
Hier könnte ihre Werbung stehen.

Franky3103
Manolo hat geschrieben:Franky:
Und wenn du noch 1000mal verbal auf dem Boden stampfst: es ist unser problem. Probleme habe auch stets die dumme Eigenschaft, dass man sie sich nicht aussuchen kann.


Dann müssen die Probleme aber auch gelöst werden. Und das heisst für mich:

Geld nicht mehr in die afrikanischen Länder nach dem Gießkannenprinzip, sondern nur noch gezielt für Projekte, die vom Westen finanziert, aufgebaut und umgesetzt werden.

Seit Jahrzenten schon läuft der Mist immer nach demselben Schema F ab. Und? Ergebnis?

Siehe Flüchtlingspolitik


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Ich gebe @factotum Recht,
sowohl in der Sache, als auch, was einzelne User hier betrifft.
So lange man sich auf dem Boden des Grundgesetzes aufhält, ist das alles zu ertragen.

Manche Begriffe aus dem Vokabular der Unmenschen sollte man allerdings nur im historischen Kontext verwenden. Sonst läuft man tatsächlich Gefahr, zu hetzen,
selbst, wenn man es vielleicht gar nicht möchte.

Ich erinnere hierbei an die Diskussion die wir über "Reichskristallnacht" hatten.

Mit "Blockwart", "rotgrün versifft" oder ähnlichem habe ich keine Probleme.
ich lese da immer ein kleines Lob heraus.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


Franky3103
Manolo hat geschrieben:Les mal auch den zweiten Link.


Habe ich... und was ich da dann finde ist das übliche. Wobei ich teilweise den youtube scheissdreck schlimmer finde, der da von irgendwelchen vollhonks gepostet wird.

factotum
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Granadaseggl
Manolo rät:
Les mal auch den zweiten Link.



Ich hab gerade mal einen Blick reingeworfen, ich zitiere einen Ausschnitt:
Staaten wie Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Schweden, Spanien, Griechenland und Italien, bauen in Südeuropa funktionierende Hotspots auf, in denen schnelle und rechtsstaatliche Asylbescheide innerhalb von zwei Monaten erstellt werden.


Ich halte das für eine komplette Illusion. Die Begriffe "schnell" und "rechtsstaatlich" schliessen sich doch absolut aus. Die Wahrheitsfindung zieht sich bei Anwendung unserer rechtsstaatlichen Standards jahrelang durch die Instanzen ( bis hin zu Exzessen wie 5 Prozessjahren bei der Nazischnalle da, neulich.)

Fiktion: Einmal unterstellt, ich hab Unrecht und die rechtsstaatlichen Asylbescheide sind nach 2 Monaten da: Und was machst Du dann mit deinem im Schnellverfahren rechtssicher abgelehnten Aspiranten, der da im Hotspot hockt? Der will genausowenig zurückgeschickt werden wie jetzt auch schon. Dann übst Du rechtsstaatlich abzusichernden Zwang aus, um die Leute in ein Land zurückzuverfrachten, dass die Leute gar nicht zurückhaben will. Auch alles wie jetzt schon gehabt. Kann nur scheitern.

Ich hab es im verloren gegangenen PolFred schonmal von mir gegeben, darf mich also bitte wiederholen:

Es gibt nur einen Weg, die Migration vernünftig zu regeln zum allseitigen Nutzen, und der besteht darin, die Prozeduren in den Heimatländern der Leute durchzuführen. Ausschliesslich da.

Kern des Problems ist (und bleibt offensichtlich leider):
Als Migrant MUSST du irgendwie und wörtlich ums Verrecken die Sandale auf europäische Scholle kriegen, es gibt keine andere Chance. Führt zu entsetzlichem Leid, welches sich selbst bei gutem Willen aller Beteiligten nicht abstellen lassen wird. Es ist einfach katastrophal, dass Hunderttausende / Millionen von Schwarzafrikanern in der beschissenen lybischen / algerischen Wüste hocken. Die haben da nichts verloren, aber sie sind dort, weil es keinen anderen Weg gibt.

Dieser andere Weg muss ENDLICH her. Und im Gegensatz zu den monströsen Verrenkungen, denen man sich politisch gerade unterzieht, wäre dieser Weg absolut gangbar. Man müsste es endlich mal angehen wollen.
The shit that used to work, won`t work now.

darkred
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Halbdaggl
Kronenclub hat geschrieben:Kann ja jetzt wohl nicht ernst gemeint sein ;)


Die Frage habe ich mir auch gestellt.

Wollen wir ein Forum in dem kontrovers diskutiert werden darf ... oder eine Ansammlung gesinnungsähnlicher Sophisten? :arr:

Einfach mal nachschauen bitte, in welcher Form und mit welchem Sprachduktus Airwin hier bislang angegangen wurde ... und in welcher Form er darauf in den allermeisten Fällen reagiert.
Da wird seltsamerweise aber nie interveniert...
:idea:

Ansonsten @@factotum :prost:

Auswurf
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Grasdaggl
es wäre schön, wenn die beiden einen dialog führen würden, den wir ja nicht mitzubekommen brauchen..

airwin macht manchmal auf dicke hose gegenüber nice,
hoffe nicht, das dies und die jetztige situation unbedingt zu einem bösen ende führen müssen
das ist doch keine Musik