Haber hat geschrieben:aber seine spielidee finde ich immer noch gut. er braucht halt die richtigen leute.
Dieser Eilenberger (auch Freiburger) hat was bedenkenswertes gesagt: er meint man müsse bei der Frage nach einem Nachfolger für Jogi nicht unbedingt den 2014er Jogi zugrunde legen, sondern auch den 2006er Jogi – und da fielen ihm auf Anhieb ein Dutzend junge Trainer ein, die jetzt schon mehr Qualifikationen mitbrächten als Jogi damals.
Ich hänge an ihm, aber vielleicht sollte man nicht soviel Angst vor was Neuem haben. Wobei sich die Frage eh nicht stellt, weil der DFB für Konsequenzen viel zu feige ist. Die offene Frage: streiten der Löw und der hässliche Bierhoff, oder bilden die eine lukrative Seilschaft mit lauter tollen Opportunities (Nivea etc.), oder beides? Irgendwie finde ich alle drei Fälle nicht besonders förderlich. 14 Jahre im Amt, länger als Mutti.
Auch offen: der Fall Özil, der mal ein Fall Gündogan/Özil war, bis Gündogan sich ganz billig rausreden durfte. Wobei Gündogans Ausrede vielleicht das beste ist, was bei sowas überhaupt rauskommen kann: das ist ja keine Diskussion, in der man sich gegenseitig von irgendwas überzeugt, sondern eine Diskussion, in der sich jeder erklärt. Dann sagt man dass man sich gegenseitig lieb hat und in Zukunft mehr nachdenkt. Mehr ist nicht drin, würde ich sagen.
Zitiere mich selbst: Bierhoff hat Özil zum Abschuss freigegeben, Grindel die Flinte geladen, und abdrücken soll entweder der Löw (“sportliche Bewertung abwarten”) oder am besten der Türke selbst (“erwarte eine Stellungnahme”). Bin mir sicher, dass Löw mit Özil reden wird – und dass Löw der einzige ist, mit dem Özil das besprechen möchte. Mal sehen, was dabei rauskommt. Ich denke das ist offen, nicht einfach für alle Beteiligten, und birgt nochmal jede Menge Potential. Ich erwarte von Jogi definitiv mehr als “wir haben uns mit Mesut darauf geeinigt, den Stab an jüngere Spieler weiterzugeben”.
Habe wenigstens nicht mehr so große Angst, dass der Hitzlsperger zum DFB geht: ich schätze der wird sich den Scheißladen nur dann antun, wenn er wirklich was bewegen kann – oder grundsätzlich gar nicht.