882 Beiträge

Manolo
Grasdaggl
Southern Comfort hat geschrieben:Anstatt sich gegen die Vorwürfe zu stellen, könnte man sich auch mal unbequemen Wahrheiten stellen. Ganz egal wie emotional überdreht die Reaktion Özils sein mag, sie dient als Standortbestimmung für die Integration. Ein vorbildhafter Fall, medienwirksam, megaerfolgreiche Integration: Zum Einen besteht eine äußerst starke Sozialisation in Richtung Herkunft seiner Eltern und es besteht eine Wahrnehmung bei ihm, dass ihm ein Verband mit Vielseitigkeitsethik feindselig gegenübertritt. Entweder man zieht das Fazit, dass Özil halt mega übertreibt und alles schon so passt... oder man muss sich eingestehen, dass man in Integrationsfragen nicht zurückgeworfen wurde (@haber), sondern nie so weit war, wie man sich wähnte.

Nein, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer... Aber wenn ein Musterfall dermaßen in die Binsen geht, mag ich mir keine einfache Antwort suchen.


So ist es. Özil wirft im übrigen keineswegs dem ganzen dfb rassismus vor ( löw und bierhoff nimmt er zum beispiel ausdrücklich aus und natürlich meint er nicht ehrenamtliche jugendtrainer). Das versucht der dfb daraus zu machen, was nicht nur frech, sondern wirklich gefährlich ist, weil sich so auch nicht angesprochene angesprochen fühlen könnten. Die faz steigt dann auch noch mit anlauf in dieses fettnäpfchen.

Noch zur Medienkritik: die halte ich für berechtigt. (Fast) alle waren da auf Klicks aus und haben dieses Thema entsprechend stark bespielt. Zumindest das müssen sich auch Medien gefallen lassen, die differenziert berichtet haben
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thoreau
Granadaseggl
Airwin, ich habe mir jetzt mal in aller Ruhe sämtliche Beiträge durchgelesen, bewusst ohne vorher zu schauen welcher von wem verfasst wurde. Der rote Faden war, dass beim Schauen nach dem Lesen bei nahezu jedem provokativen und unsachlichen Beitrag dein Username danebenstand. Ich habe es so objektiv versucht wie möglich. Aber eine prinzipiell giftige Grundstimmung geht meistens von Dir aus. Und die von darkred (oft zurecht) geäußerte Kritik daran, dass man mehr über User diskutiert als ihre Meinungen muss sich auch immer wieder auf dich und deine unsachlichen Seitenhiebe beziehen. Alleine wie oft du Nilkheimer erwähnst, der hier nicht mal anwesend ist... Da muss man tendentiöse Teilzitate gar nicht erwähnen.
Mir ist Wurst was du dazu schreibst.

Achja: :mrgreen: :roll: :bounce:

Southern Comfort
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Grasdaggl
Iron hat geschrieben:
Southern Comfort hat geschrieben:Zum Einen besteht eine äußerst starke Sozialisation in Richtung Herkunft seiner Eltern und es besteht eine Wahrnehmung bei ihm, dass ihm ein Verband mit Vielseitigkeitsethik feindselig gegenübertritt.


Naja, Özil ist in Deutschland geboren, hat einen Vater mit außerehlichen Beziehungen der ihn auch noch verklagen wollte, eine Halbschwester... also mehr Deutsch gibt es ja fast nicht :mrgreen:

Özil wurde sicher nicht von Deutschen angefeindet als er sich für Deutschland entschieden hat.


Stimmt, das mit der „Türkensau“ kam erst später, als es sportlich nicht so lief oder er diese Fotos gemacht. Ist unklar, was jetzt genau der Auslöser war.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Southern Comfort hat geschrieben:Anstatt sich gegen die Vorwürfe zu stellen, könnte man sich auch mal unbequemen Wahrheiten stellen. Ganz egal wie emotional überdreht die Reaktion Özils sein mag, sie dient als Standortbestimmung für die Integration. Ein vorbildhafter Fall, medienwirksam, megaerfolgreiche Integration: Zum Einen besteht eine äußerst starke Sozialisation in Richtung Herkunft seiner Eltern und es besteht eine Wahrnehmung bei ihm, dass ihm ein Verband mit Vielseitigkeitsethik feindselig gegenübertritt. Entweder man zieht das Fazit, dass Özil halt mega übertreibt und alles schon so passt... oder man muss sich eingestehen, dass man in Integrationsfragen nicht zurückgeworfen wurde (@haber), sondern nie so weit war, wie man sich wähnte.

Nein, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer... Aber wenn ein Musterfall dermaßen in die Binsen geht, mag ich mir keine einfache Antwort suchen.


War Özil wirklich ein Musterfall?
Ich meine Nein.
Aber wir und wahrscheinlich er auch haben es immer geglaubt.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Manolo
Grasdaggl
Ich meine Ja. Weil nicht mustergültig gemeint sein dürfte. Das wäre eher Khedira. Hier war es eben erstmals der Fall, dass ein wichtiger Spieler mit ausländischen Wurzeln abseits des Platzes einen großen Fehler gemacht hat. Der Umgang damit ging dann voll in die Hose - egal wem man dafür die (Haupt)schuld gibt, dürfte das Konsens sein.
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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Hier ein Musterfall der Integration:
Freund unserer Jüngsten, Mutter Türkin, alleinerziehend, nachdem der Mann wieder in die Türkei zurück ist.
Der Junge ging auf das Gymnasium, machte Abitur, studierte Psychologie und arbeitet heute als erfolgreicher Psychologe.
Seit einigen Jahren ist er mit einem Mann verheiratet.
Mit dem Islam hat er nichts am Hut.
Er fühlt sich als Deutscher und macht gelegentlich Urlaub in der Türkei.
Ich habe ihn gefragt. Er kann sich nicht daran erinnern als "Türke" im Gymnasium gemobbt worden zu sein.
Ein extremer Ausnahmefall?
Ich glaube nicht, eher ein Beispiel was möglich ist, wenn viele positive Faktoren zusammenkommen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:War Özil wirklich ein Musterfall?
Ich meine Nein.
Aber wir und wahrscheinlich er auch haben es immer geglaubt.

Ich denke auch, dass man im Falle von Özil durchaus von einem Musterfall sprechen kann.

Von den nicht gerade wenigen Einwohnern mit türkischen Wurzeln, die in der 2. oder 3. Generation hier leben, war er der erste, der sich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden hat. Dort gehörte er viele Jahre zum festen Stamm, brachte es auf knapp 100 Länderspiele und wurde Weltmeister. Das ist dann schon jemand, der aufgrund dieser sportlichen Vita zum Vorbild taugt oder zumindest eine Vorzeigefunktion erfüllt.

Unter den - bislang für mich überraschend dünn gesäten - Kommentaren zu seinem Rücktritt, picke ich hier mal passenderweise den von Berkay Özcan raus:
Berkay Özcan hat geschrieben:Was für eine Nationalmannschaftskarriere! Du bist immer noch für viele von uns ein großes Vorbild, wie man es mit ausländischen Wurzeln von ganz unten nach ganz oben schaffen kann. Ganz egal, ob man nun für Deutschland oder das Land seiner Eltern oder Großeltern spielt - Fußball muss wieder verbinden und nicht teilen - dafür steht unser Sport! Lasst uns das niemals vergessen.


Edith meint noch: Da ich gewisse Zweifel hege, dass es bei Özil zu einem Psychologie-Studium gereicht hätte, war der Fußball vermutlich in seinem Fall durchaus die bessere Wahl. ;)
Zuletzt geändert von Strafraumgitarre am 24. Juli 2018 08:44, insgesamt 1-mal geändert.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!


Manolo
Grasdaggl
Unter Westfalen:
nochmal Muster nicht mustergültig.

alle:
Der DFB hat einfach auf ganzer Linie versagt und führt das nun fort, indem man so tut als ob Özil nicht nur Grindel, sondern den gesamten DFB (inklusiver Ehrenamtlicher) angegriffen hätte. Dabei hat man selbst seine Hausaufgaben nicht gemacht. Man hätte schon VOR dem Foto gegen rechte Angriffe vorbereitet sein müssen - auch auf solche die je nach Sichtweise auch einen tatsächliches Fehrlverhalten als Grundlage habe. Am besten hätte man auch die Mannschaft vorbereitet, wie man sich am besten in Zeiten eines aufgeheizten politischen Klimas verhält oder KLARE Regeln erlassen Es war bsp. ja weder ein Geheimnis, dass in der Türkei-Wahlen anstehen noch das Özil und Erdogan schon aufeinandertrafen. Auch weiß man, dass die meisten Kicker nicht gerade politisch interessiert und einige auf gut deutsch einfach ziemlich wenig Bildung haben.


Der größte, und wohl auch einer der reichsten Sportverbände der Welt war aber offensichtlich 0,0 vorbereitet. Ich wette im Übrigen, dass er es auch nicht auf das "Gegenstück" kafd-Foto/Meinung gewesen wäre. Auch hier lebt man wohl auch an der Spitze in einer Parallelwelt, wo man Diskussionen um das Thema Integration ausblendet.

Auch Leute, die Özil verurteilen, sollten im Übrigen wahrnehmen, dass vor allem die kafd nicht nur Özil angreift, sondern die gesamte "Migrantenelf". Auch hierzu habe ich nichts vom DFB gehört. Man ist eben gerade auch viel zu sehr damit beschäftigt seine eigene Haut zu retten.

red:
Draxler hat sich auch bei Özil bedankt.
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Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Manolo hat geschrieben:Auch Leute, die Özil verurteilen, sollten im Übrigen wahrnehmen, dass vor allem die kafd nicht nur Özil angreift, sondern die gesamte "Migrantenelf". Auch hierzu habe ich nichts vom DFB gehört. Man ist eben gerade auch viel zu sehr damit beschäftigt seine eigene Haut zu retten.
Liegt sicher nur an der schlampigen Handhabung der eigenen Muttersprache. Wenn etwa ein Gauland das Wort "Musterfall" benutzt, klingt es wahrscheinlich wie "Mustafa".
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Einverstanden.
Was Du forderst, hatte ich vor einigen Tagen auch schon angemerkt.
Die Nationalelf hat, was die Außendarstellung betrifft, den Stellenwert von großen Unternehmen.
Die haben aber alle inzwischen nicht nur eine "Corporate Identity" sondern auch "Compliance-Regeln."
Ob sich die Spieler daran halten, ist eine andere Sache. Aber dann bekommen sie eben die gelbe, notfalls die rote Karte.
Aber das ist eben das Dilemma des DFB. Nicht nur, dass er von einem Amateur und seelenlosen Apparatschick geführt wird. Grindel selbst ist ein Paradebeispiel für misslungene Integration.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Manolo
Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Einverstanden.
Was Du forderst, hatte ich vor einigen Tagen auch schon angemerkt.
Die Nationalelf hat, was die Außendarstellung betrifft, den Stellenwert von großen Unternehmen.
Die haben aber alle inzwischen nicht nur eine "Corporate Identity" sondern auch "Compliance-Regeln."
Ob sich die Spieler daran halten, ist eine andere Sache. Aber dann bekommen sie eben die gelbe, notfalls die rote Karte.
Aber das ist eben das Dilemma des DFB. Nicht nur, dass er von einem Amateur und seelenlosen Apparatschick geführt wird. Grindel selbst ist ein Paradebeispiel für misslungene Integration.


diese Regeln sind doch ein Witz, weil eben zu unkonkret. Özil würde bsp. jederzei sagen, dass Erdogan demokratisch gewählt wurde und nicht anderes wäre es, wenn ein Spieler einen Afdler unterstützen würde. Will man die schwere Diskussion vermeiden, muss man eben jeglichen Auftritt mit Politikern verbieten. Dann dürften konsequenterweise aber auch nicht mehr Merkel oder Steinmeier in die Kabine, sondern nur auf die Tribüne.
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Tifferette
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Grasdaggl
Manolo hat geschrieben:dWill man die schwere Diskussion vermeiden, muss man eben jeglichen Auftritt mit Politikern verbieten. Dann dürften konsequenterweise aber auch nicht mehr Merkel oder Steinmeier in die Kabine, sondern nur auf die Tribüne.

Das wäre zB krachend unzulässig, das würde dem DFB sofort um die Ohren fliegen. Und politisch wäre es auch nicht durchsetzbar. Das ist alles ganz schön tricky.

Je länger ich darüber nachdenke: Der DFB wird das wohl nur über präventive Ansprache und Sensibilisierung lösen können, nach dem Motto: "Leute, Ihr macht, was Ihr wollt. Ihr müsst Euch aber darüber im Klaren sein, was für eine Außenwirkung mit bestimmten Dinge wie [XYZ] erzeugt werden kann, und was das auch für Unruhe in die Mannschaft bringen kann. Und Unruhe in der Mannschaft, das wollen wir nicht." Böswillig könnte man das gerne als Drohung auffassen, aber ich halte das Vorgehen für denkbar.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Manolo
Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:
Manolo hat geschrieben:dWill man die schwere Diskussion vermeiden, muss man eben jeglichen Auftritt mit Politikern verbieten. Dann dürften konsequenterweise aber auch nicht mehr Merkel oder Steinmeier in die Kabine, sondern nur auf die Tribüne.

Das wäre zB krachend unzulässig, das würde dem DFB sofort um die Ohren fliegen. Und politisch wäre es auch nicht durchsetzbar. Das ist alles ganz schön tricky.

Je länger ich darüber nachdenke: Der DFB wird das wohl nur über präventive Ansprache und Sensibilisierung lösen können, nach dem Motto: "Leute, Ihr macht, was Ihr wollt. Ihr müsst Euch aber darüber im Klaren sein, was für eine Außenwirkung mit bestimmten Dinge wie [XYZ] erzeugt werden kann, und was das auch für Unruhe in die Mannschaft bringen kann. Und Unruhe in der Mannschaft, das wollen wir nicht." Böswillig könnte man das gerne als Drohung auffassen, aber ich halte das Vorgehen für denkbar.



Du Jurist :P von mir aus kann man es auch nur nahelegen. Präventiv ist aber das entscheidende Wort. Da MUSS man vorab darüber reden - jetzt eben hinterher, um ein nächstes Mal möglichst zu vermeiden. Ich habe aber das ungute Gefühl, dass der DFB nur den Fall Özil sieht und der ist nun ja Geschichte.

PS:
Läuft alles nach Plan ist bei der WM in Katar der Wahlkampf gerade am Anlaufen.
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de mappes
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Spamferkel
Der größte, und wohl auch einer der reichsten Sportverbände der Welt war aber offensichtlich 0,0 vorbereitet. Ich wette im Übrigen, dass er es auch nicht auf das "Gegenstück" kafd-Foto/Meinung gewesen wäre. Auch hier lebt man wohl auch an der Spitze in einer Parallelwelt, wo man Diskussionen um das Thema Integration ausblendet.


das ist eine interessante frage...ich denke nicht, dass es sonderlich gewünscht wird, dass der DFB jegliche PR-Termine der Spieler überwacht...aber ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht...wie vermutlich keiner hier drin.
Wenn sie Einblick in die Terminkalender ihrer spieler haben, dann haben sie hierbei versagt, weil man dann von vornherein hätte intervenieren können.
wenn die spieler aber solche Termine als Privatsphäre deklarieren und der DFB keinen Einblick hatte, konnte er auch nicht vorab reagieren
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Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Was ich in diesem Zusammenhang fast schon wieder schade finde, ist, dass es noch keine Fotos von Merkels Kabinenbesuchen in die Öffentlichkeit geschafft haben, wie sie Jogis Jungs beim Duschen zuschaut.
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Manolo
Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:
Der größte, und wohl auch einer der reichsten Sportverbände der Welt war aber offensichtlich 0,0 vorbereitet. Ich wette im Übrigen, dass er es auch nicht auf das "Gegenstück" kafd-Foto/Meinung gewesen wäre. Auch hier lebt man wohl auch an der Spitze in einer Parallelwelt, wo man Diskussionen um das Thema Integration ausblendet.


das ist eine interessante frage...ich denke nicht, dass es sonderlich gewünscht wird, dass der DFB jegliche PR-Termine der Spieler überwacht...aber ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht...wie vermutlich keiner hier drin.
Wenn sie Einblick in die Terminkalender ihrer spieler haben, dann haben sie hierbei versagt, weil man dann von vornherein hätte intervenieren können.
wenn die spieler aber solche Termine als Privatsphäre deklarieren und der DFB keinen Einblick hatte, konnte er auch nicht vorab reagieren


es geht doch nicht um Überwachung, sondern um eine Vorab-Sensibilisierung, dass man so etwas besser nicht macht. ganz im Griff hat man es dann natürlich immer noch nicht, daher auch der andere Teil meines Post, dass man auf immer mögliches Fehlverhalten/umstrittenes Verhalten vorbereitet sein muss.

In der Diskussion geht auch ein Aspekt völlig unter. Die Spieler sind nicht nur teilweise ziemlich ungebildet und leben in einer Parallelwelt, sondern sie leben teilweise - wie Özil - auch in einem anderen Staat mit einem eigenen politischen Diskurs. Ich kann bsp. überhaupt nicht sagen, ob Erdogan in GB auch als absoluter Unberühbarer angesehen wird. Da kann @Nice vielleicht was dazu sagen und auch wie und ob überhaupt das Foto in GB ein Thema war.
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Tifferette
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Grasdaggl
Manolo hat geschrieben:sondern sie leben teilweise - wie Özil - auch in einem anderen Staat mit einem eigenen politischen Diskurs. Ich kann bsp. überhaupt nicht sagen, ob Erdogan in GB auch als absoluter Unberühbarer angesehen wird.

Exzellenter Punkt, daran habe ich noch überhaupt nicht gedacht.

Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich das Zitat unseres Bundesaußenministers ...
Heiko Maaß hat geschrieben:Ich glaube auch nicht, dass der Fall eines in England lebenden und arbeitenden Multimillionärs Auskunft gibt über die Integrationsfähigkeit in Deutschland.

... ziemlich treffend oder ziemlich arschig oder beides finden soll.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

de mappes
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Spamferkel
Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich das Zitat unseres Bundesaußenministers ...



Heiko Maaß hat geschrieben:
Ich glaube auch nicht, dass der Fall eines in England lebenden und arbeitenden Multimillionärs Auskunft gibt über die Integrationsfähigkeit in Deutschland.
... ziemlich treffend oder ziemlich arschig oder beides finden soll.


so geht's mir auch

aber auch hier zutreffend: es gibt halt nicht die eine Wahrheit...das sollte man sich immer wieder vor augen führen auch in hitzigen Debatten...so viele facetten, so viele Meinungen...weniger hierdrin, aber v.a. in der presselandschaft...die eine Wahrheit existiert nicht. jeder hat seinen Blickwinkel auf die Geschehnisse; jeder vermengt verschiedene Aspekte der debatte ineinander...jeder hat v.a. in bezug auf Integration andere Erfahrungen im Umfeld gemacht
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de mappes
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Spamferkel
Manolo hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:
Der größte, und wohl auch einer der reichsten Sportverbände der Welt war aber offensichtlich 0,0 vorbereitet. Ich wette im Übrigen, dass er es auch nicht auf das "Gegenstück" kafd-Foto/Meinung gewesen wäre. Auch hier lebt man wohl auch an der Spitze in einer Parallelwelt, wo man Diskussionen um das Thema Integration ausblendet.


das ist eine interessante frage...ich denke nicht, dass es sonderlich gewünscht wird, dass der DFB jegliche PR-Termine der Spieler überwacht...aber ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht...wie vermutlich keiner hier drin.
Wenn sie Einblick in die Terminkalender ihrer spieler haben, dann haben sie hierbei versagt, weil man dann von vornherein hätte intervenieren können.
wenn die spieler aber solche Termine als Privatsphäre deklarieren und der DFB keinen Einblick hatte, konnte er auch nicht vorab reagieren


es geht doch nicht um Überwachung, sondern um eine Vorab-Sensibilisierung, dass man so etwas besser nicht macht. ganz im Griff hat man es dann natürlich immer noch nicht, daher auch der andere Teil meines Post, dass man auf immer mögliches Fehlverhalten/umstrittenes Verhalten vorbereitet sein muss.

In der Diskussion geht auch ein Aspekt völlig unter. Die Spieler sind nicht nur teilweise ziemlich ungebildet und leben in einer Parallelwelt, sondern sie leben teilweise - wie Özil - auch in einem anderen Staat mit einem eigenen politischen Diskurs. Ich kann bsp. überhaupt nicht sagen, ob Erdogan in GB auch als absoluter Unberühbarer angesehen wird. Da kann @Nice vielleicht was dazu sagen und auch wie und ob überhaupt das Foto in GB ein Thema war.


wir wissen aber doch nicht, ob es derartige Sensibilisierungen gibt oder nicht...finde es deswegen schwer darüber zu urteilen...vielleicht hat er es ja auch ignoriert.
und zum Thema andere welt, anderer Staat, andere denke:
dafür hat man dann seine Berater und Agenten...sollte man zumindest
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Airwin
Manolo hat geschrieben:Ich meine Ja. Weil nicht mustergültig gemeint sein dürfte. Das wäre eher Khedira. Hier war es eben erstmals der Fall, dass ein wichtiger Spieler mit ausländischen Wurzeln abseits des Platzes einen großen Fehler gemacht hat. Der Umgang damit ging dann voll in die Hose - egal wem man dafür die (Haupt)schuld gibt, dürfte das Konsens sein.



Manolo, dass hier ein "großer Fehler" von ihm begangen wurde ist vielleicht im forum konsens, aber genau genommen nicht mal da. Wenn du aber in der türkischen gemeinde - und die gehört ja auch zur deutschen gesellschaft - nachfrägst, wird dir mindestens die hälfte sagen dass özil das sehr gut gemacht hat, sowohl mit dem foto als auch mit dem rücktritt. Insofern sehe ich da keinen konsens sondern das gegenteil.

Das wäre gleich ein interessanter punkt der geforderten integrationsdebatte: Kann ein hier lebender türke integriert und erdogan-anhänger sein? mein autoschrauber sagt "ganz klar ja, ich zahl ja hier steuern".

Manolo
Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:So unberührbar ist Erdogan in Deutschland ja auch nicht, die Politik schimpft zwar gerne aber hofiert ihn trotzdem


in den Medien ist er es. geht mir dabei um den Punkt, hätte Özil wissen müssen, was kommt. Zumal, wenn er sich dafür überhaupt interessiert, in GB vielleicht nur Berichte über die politische Zusammenarbeit liest/sieht.
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Manolo
Grasdaggl
Airwin hat geschrieben:
Manolo hat geschrieben:Ich meine Ja. Weil nicht mustergültig gemeint sein dürfte. Das wäre eher Khedira. Hier war es eben erstmals der Fall, dass ein wichtiger Spieler mit ausländischen Wurzeln abseits des Platzes einen großen Fehler gemacht hat. Der Umgang damit ging dann voll in die Hose - egal wem man dafür die (Haupt)schuld gibt, dürfte das Konsens sein.



Manolo, dass hier ein "großer Fehler" von ihm begangen wurde ist vielleicht im forum konsens, aber genau genommen nicht mal da. Wenn du aber in der türkischen gemeinde - und die gehört ja auch zur deutschen gesellschaft - nachfrägst, wird dir mindestens die hälfte sagen dass özil das sehr gut gemacht hat, sowohl mit dem foto als auch mit dem rücktritt. Insofern sehe ich da keinen konsens sondern das gegenteil.

Das wäre gleich ein interessanter punkt der geforderten integrationsdebatte: Kann ein hier lebender türke integriert und erdogan-anhänger sein? mein autoschrauber sagt "ganz klar ja, ich zahl ja hier steuern".



der Konsens bezieht sich auf dem Satz, in dem er am Ende steht.
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