Southern Comfort hat geschrieben:Anstatt sich gegen die Vorwürfe zu stellen, könnte man sich auch mal unbequemen Wahrheiten stellen. Ganz egal wie emotional überdreht die Reaktion Özils sein mag, sie dient als Standortbestimmung für die Integration. Ein vorbildhafter Fall, medienwirksam, megaerfolgreiche Integration: Zum Einen besteht eine äußerst starke Sozialisation in Richtung Herkunft seiner Eltern und es besteht eine Wahrnehmung bei ihm, dass ihm ein Verband mit Vielseitigkeitsethik feindselig gegenübertritt. Entweder man zieht das Fazit, dass Özil halt mega übertreibt und alles schon so passt... oder man muss sich eingestehen, dass man in Integrationsfragen nicht zurückgeworfen wurde (@haber), sondern nie so weit war, wie man sich wähnte.
Nein, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer... Aber wenn ein Musterfall dermaßen in die Binsen geht, mag ich mir keine einfache Antwort suchen.
So ist es. Özil wirft im übrigen keineswegs dem ganzen dfb rassismus vor ( löw und bierhoff nimmt er zum beispiel ausdrücklich aus und natürlich meint er nicht ehrenamtliche jugendtrainer). Das versucht der dfb daraus zu machen, was nicht nur frech, sondern wirklich gefährlich ist, weil sich so auch nicht angesprochene angesprochen fühlen könnten. Die faz steigt dann auch noch mit anlauf in dieses fettnäpfchen.
Noch zur Medienkritik: die halte ich für berechtigt. (Fast) alle waren da auf Klicks aus und haben dieses Thema entsprechend stark bespielt. Zumindest das müssen sich auch Medien gefallen lassen, die differenziert berichtet haben
Hier könnte ihre Werbung stehen.


von mir aus kann man es auch nur nahelegen. Präventiv ist aber das entscheidende Wort. Da MUSS man vorab darüber reden - jetzt eben hinterher, um ein nächstes Mal möglichst zu vermeiden. Ich habe aber das ungute Gefühl, dass der DFB nur den Fall Özil sieht und der ist nun ja Geschichte.