Unter Westfalen hat geschrieben:
War Özil wirklich ein Musterfall?
Ich meine Nein.
Aber wir und wahrscheinlich er auch haben es immer geglaubt.
Ist Özil nicht vielmehr der Funke, an dem sich die seit langem schwelende Integrationsdebatte nun in der Fläche entzündet? Vielleicht kann man das ja auch als Chance begreifen, die längst überfällige Diskussion auf allen Ebenen der Gesellschaft anzugehen. Wenn sich die Politik hier schon traditionell einen
beschämend schmalen Fuß macht...
SC hat geschrieben:Öh... Huäh?

Ich hoffe doch, dass wir jetzt keinen Diskussionsführerschein brauchen. Ansonsten ist die Brutstätte aller politischen Diskussionen in erster Linie ein Parlament, ansonsten auch gerne mal Bürgerversammlungen, Stammtische, Demonstrationen, Fußballforen (sic!), usw, usf.
Wer? Na, mit etwas Bemühung kann doch bitte jeder diskutieren. Mehr oder minder gut, aber das ist etwas, was man nur by doing lernt.
Schon klar.
Hab mich wahrscheinlich etwas missverständlich ausgedrückt.
Mir ging es um die Frage, welche Protagonisten auf beiden Seiten eine Art Stellvertreterdiskussion führen könnten, aus der unterschiedliche Perspektiven auf das Thema "Zusammenleben in Deutschland" hervorgehen? Und diese in mgl. respektvoller, konstruktiver Art und Weise beleuchten und abgleichen.
Eine Art öffentliches Panel vielleicht?
Besetzt mit prominenten, gemäßigten, intelligenten Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft, wegen mir in mehrere Teile untergliedert und zur besten Sendezeit im deutschen Fernsehen übertragen. Bewusst keine Personen die parteipolitische Interessen verfolgen - sondern an pragmatischen Lösungsansätzen interessiert sind, wie ein fried- und respektvolles nebeneinander möglich sein kann! Könnte das nicht hilfreich sein, die Diskussion auf breiter Ebene anzustoßen? Also auch und gerade dort, wo man sich von den mehrheitlich konfrontativen Streitgesprächen auf Politikebene schon längst abgewendet hat und sich anstatt dessen allzu einfache Wahrheiten strickt. Die ja nichts anderes sind als Vorurteils- und Misstrauenshaltungen, die nicht anders zufolge haben, als den gesellschaftlichen Graben immer tiefer werden zu lassen...
Zu naiv gedacht?