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Airwin
Am Sonntagmorgen hatten die beiden brasilianischen Weltmeister und Weltfußballer Ronaldinho und Rivaldo zur Wahl von Bolsonaro aufgerufen.


:lol:


Airwin
Nilkheimer hat geschrieben:Übbrjens fällt gerade ein weiteres Land mit 200 Millionen Leuten an die Rechtswichser:

https://www.sueddeutsche.de/politik/bra ... -1.4160749

Es könnte einem glatt Angst und Bange werden.





wobei man es den brasilianern zumindest nicht verdenken kann, dass sie die linkswichser nicht mehr wollen, nachdem die sich als über alle maßen korrupt herausgestellt haben.


Plan B
Grasdaggl
Airwin hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben:Übbrjens fällt gerade ein weiteres Land mit 200 Millionen Leuten an die Rechtswichser:

https://www.sueddeutsche.de/politik/bra ... -1.4160749

Es könnte einem glatt Angst und Bange werden.





wobei man es den brasilianern zumindest nicht verdenken kann, dass sie die linkswichser nicht mehr wollen, nachdem die sich als über alle maßen korrupt herausgestellt haben.

Glaubst Du, die Rechtswichser werden weniger korrupt sein? Ich nicht.
Carpe diem.




Unter Westfalen
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Grasdaggl
thoreau hat geschrieben:Immer diese Gleichstellung von Linksextremismus und Rechtsextremismus. Als sei das in irgendeiner Weise vergleichbar... objektiv. Irgendwie.


Rechts: Rechtswichser

Links: Geistige Onanisten

Ich finde,
den Qualitätsunterschied sollte man schon deutlich herausarbeiten.
8)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

RedBlues
Halbdaggl
Ich glaube die Unterteilung ist einfach nicht treffend, also links und rechts.

Rassisten gibt es zum Beispiel in beiden Extremen. Populismus gibt es überall.

Nilkheimer
Halbdaggl
Boah, meine Fresse, was ist nur los? Dein Ernst: Fine Racism gibt es links wie rechts, also alles "gut"? Fass es nicht.
Zuletzt geändert von Nilkheimer am 8. Oktober 2018 18:37, insgesamt 1-mal geändert.
Aber das macht doch nichts.


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Meine Meinung:

Wenn die Guten die erfolgreichen Methoden der Nichtguten übernehmen,
um ihre gute Politik populär zu machen, ist das in Ordnung.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

RedBlues
Halbdaggl
Nilkheimer hat geschrieben:Boah, meine Fresse, was ist nur los? Dein Ernst: Fine Racism gibt es links wie rechts, also alles "gut"? Fass es nicht.


Ähm, nö
Ich finde es nur zu einfach zu sagen das rechts schlimmer wie links ist. In beiden Extremen wurden Millionen von Menschen in den Tod geschickt, beide Extreme sind unmenschlich.

Man sollte etwas mehr differenzieren.

Ich lehne beide Extreme strickt ab. Für mich ist es völlig egal ob es nun rechte oder Nazis sind die gegen Ausländer schimpfen und hetzen, oder linke und kommunisten.

Das Ergebnis ist das gleiche. Ob nun rot oder braun juckt nicht


Auswurf
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Grasdaggl
die frage is halt immer
- waren stalin und mao links oder nur drecksäue

was demos anbetrifft, lehne ich gewalt gegen menschen ausser aus notwehr absolut ab und mache da auch keine unterschiede von welcher seite, was das verurteilen betrifft.

Wenn es anliegen gibt, egal wie berechtigt, beschmutzt das die idee und die glaubwürdigkeit zudem.
das ist doch keine Musik

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
thoreau hat geschrieben:Immer diese Gleichstellung von Linksextremismus und Rechtsextremismus. Als sei das in irgendeiner Weise vergleichbar... objektiv. Irgendwie.


Ich bin vor einem Weilchen auf einen Artikel zu diesem Thema gestoßen, den ich sehr lesenswert fand.
Da ging es um Chemnitz, Köthen und den Hambacher Forst (#Hambi, glaube ich... egal). Und eben um Menschen, die Rechts- und Linksextremismus gerne gleichsetzen - insbesondere dann, wenn der Rechtsextremismus in hässlicheren seiner Auswüchse die medialen Themen beherrscht.

Bisschen durchs Internet gekruschtelt und - schwupps - wieder gefunden:
https://www.tagesspiegel.de/politik/rec ... 01702.html

Auszüge:
Auf eines kann man sich verlassen: Hetzt in Deutschland der rechte Mob, werden Menschen von Neonazis mit dem Tode bedroht, melden sich früher oder später Extremismusforscher zu Wort und mahnen, man dürfe aber auch die linksextreme Gewalt nicht vergessen. Diese werde in der Bundesrepublik nämlich unter-, die rechte hingegen überschätzt.

...

Die Ausführungen solcher Extremismusforscher haben einen wahren Kern, der allerdings so simpel und banal ist, dass es dafür keinen Expertenrat braucht. Nämlich: Gewalttaten gehören in einem Rechtsstaat verfolgt, ganz egal, aus welcher Richtung sie kommen.

Das ist demokratischer Konsens, eine Binsenweisheit. Und jeder, der auf linksextreme Gewalt hinweisen möchte, hat dazu 365 Tage im Jahr Zeit.

Die Frage ist, warum die mahnenden Stimmen gerade dann besonders laut werden, wenn die Öffentlichkeit über rechte Gewalt erschrickt - wenn auf der Straße sichtbar wird, wie sich aggressiver völkischer Nationalismus Raum nimmt?

...

Was seltsamerweise nie passiert: dass ein Extremismusforscher nach tagelanger Berichterstattung über linke Gewalt - etwa bei den G20-Protesten in Hamburg - ankommt und mahnt: "Wir dürfen aber die rechtsextreme Gewalt nicht vergessen!"
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

factotum
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Granadaseggl
Die Sortierung links - rechts ist irgendwie noch nie so richtig erhellend gewesen für mich.

Wenn, dann ist das in meiner Vorstellung ein geschlossener Kreis, und wo sich am unteren Ende das dunkelbraunrote , meinertshalber von links und rechts kommend, zusammenmischelt, da sind die Arschlöcher.
The shit that used to work, won`t work now.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Ebenfalls aus dem zitierten Artikel:

Eckhard Jesse, Jahrgang 1948, hatte bis vor vier Jahren einen Lehrstuhl an der TU Chemnitz inne. Er glaubt an starke Gemeinsamkeiten zwischen Rechts- und Linksextremismus. Dass ihre Vertreter "einerseits weit voneinander entfernt und andererseits dicht benachbart sind, wie die Enden eines Hufeisens". Er hat sich das mit dem Hufeisen selbst ausgedacht, die wissenschaftliche Kritik daran ist vielfältig, grundlegend und massiv. Doch seine Expertise wird auch geschätzt, zum Beispiel vom Verfassungsschutz.

Zur Vorgehensweise von Experten wie Eckhard Jesse gehört es, dass sie beteuern, Links- und Rechtsextremismus nicht miteinander gleichsetzen zu wollen, um dann genau das ausgiebig zu tun. In seinem Tagesspiegel-Beitrag hat Jesse die Taten von Chemnitz in einem Satz abgehandelt, um dann mit sechs Mal so vielen Worten die der Umweltaktivisten anzuprangern.

Er beschreibt, wie sich "teilweise angekettete" Aktivisten in rechtswidrig entstandenen Baumhäusern verschanzten, wie Polizisten mit Fäkalien beworfen wurden. Und er kommt eben nicht zu dem Schluss, dass ein Vergehen schwerer wiegt als das andere. Dass Fäkalienwürfe zwar eklig und dumm sind, aber nicht mit Morddrohungen und Übergriffen gegen Andersdenkende und Journalisten vergleichbar sind. Jesse lässt alles gleichwertig nebeneinander stehen. Genau das ist Gleichsetzung.


Gewalt gegen Andersdenkende verbietet sich von selbst.
Gewalt gegen Sachen auch.
Nur ist es manchmal schwierig, sie von zivilem Ungehorsam zu unterscheiden.
War der Bau der Baumhäuser im Hambacher Wald Gewalt?

Egal, in welche geometrische Figur man "Rechts" und "Links" bringen möchte,
man darf die historische Kausalität nicht vergessen.

Hätten die Jakobiner nach 1789 nicht eine Reihe von Adeligen einen Kopf kleiner gemacht,
würden diese vielleicht heute noch ihre Schäferspiele in den Parks treiben.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Airwin
:nod: auswurf (dem zweiten beitrag) , redblues und dem factotum kann ich da vollumfänglich zustimmen.

edit : und dem uwe auch. baumhäuser sind keine gewalt, die verteidigung derselben mit scheisse molotovcocktails und zwillen hingegen schon.

de mappes
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Spamferkel
factotum hat geschrieben:Die Sortierung links - rechts ist irgendwie noch nie so richtig erhellend gewesen für mich.

Wenn, dann ist das in meiner Vorstellung ein geschlossener Kreis, und wo sich am unteren Ende das dunkelbraunrote , meinertshalber von links und rechts kommend, zusammenmischelt, da sind die Arschlöcher.


so war/ist auch meine Definition...das kreismodell erscheint mir recht schlüssig, wenngleich es natürlich nicht jegliche politische Fragestellung befriedigend beantwortet
Don't criticize what you can't understand

Tifferette
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Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Meine Meinung:

Wenn die Guten die erfolgreichen Methoden der Nichtguten übernehmen,
um ihre gute Politik populär zu machen, ist das in Ordnung.

Jaja, der Zweck heiligt halt die Mittel, gell. Und Toleranz gibt es dann halt auch fakultativ, man hat da ja die Definitionshoheit.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
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Grasdaggl
factotum hat geschrieben:Die Sortierung links - rechts ist irgendwie noch nie so richtig erhellend gewesen für mich.

Wenn, dann ist das in meiner Vorstellung ein geschlossener Kreis, und wo sich am unteren Ende das dunkelbraunrote , meinertshalber von links und rechts kommend, zusammenmischelt, da sind die Arschlöcher.


Stimmt alles, aber es ist doch nicht der Punkt. Sonst sag mir doch mal kurz Bescheid, wenn irgendwo einen Tag nach einem Tötungsdelikt mehrere tausend Linke durch eine Stadt ziehen, davon ein erschreckend hoher Prozentsatz sogar extremstveranlagt, und hasserfüllt menschenverachtende Parolen brüllen, inklusive Angriffen auf Journalisten, ein jüdisches Restaurant, etc. Während Teile des Polizeiapparats das über Jahre hinweg herunterspielen und eine mindestens stramm linke und in Teilen linksextreme Partei in einem knappen Dutzend Länderparlamenten sitzt - und in manchen Parlamenten sogar zweitstärkste Kraft ist.

Aber vielleicht habe ich das ja verpasst. Und auch wenn die Sortierung "links" und "rechts" (besser wäre "linksextrem" und "rechtsextrem") nicht ganz trennscharf ist, so ist doch recht schnell klar, was gemeint ist.

Jedenfalls ist es DESHALB so verflucht gefährlich bzw. bei Hetzern so beliebt, immer von Links und Rechts zu sprechen. Selbstredend ist rechte und linke Gewalt juristisch das Gleiche und gehört gleich bestraft. Nur ist die politische Gefährlichkeit eine ganz andere.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

RedBlues
Halbdaggl
Also nur um das deutlich zu sagen und um nicht missverstanden zu werden, ich halte die Gefahr die von Rechtsextremisten für unseren Staat ausgeht für wesentlich größer als von linksextremismus.


cron