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muffinho
Quoten sind echt fürn Arsch, ich will das mal im Bereich Aufsichtsrat begründen:

Man ist heute der Meinung, dass nicht genug Frauen in der AR sitzen, also wird z. B. eine Quote von 30% eingeführt... die Büchse der Pandora ist geöffnet. Als nächstes fällt auf, dass wenig Migrationshintergründler vertreten sind, also macht man irgendwann eine Quote mit, sagen wir 20% für Bürger mit Migrationshintergrund. Als nächstes sollten wir noch die Behinderten beachten, die nächste Quote. Und noch eine Quote für Transgender, danach für die verschiedenen Religionen, eine Quote für Menschen aus sozial benachteiligten Schichten und irgendwann in 30 Jahren werden Mitglieder der AR nicht mehr nach Qualifikation ausgesucht, sondern nach benötigter Quote. So machen wir das in allen Bereichen und legen irgendwann das Land lahm, weil dann nicht mehr nach Kompetenz, sondern gesetzlicher Notwendigkeit besetzt wird...

muffinho
Airwin hat geschrieben:
Dödel raus!



wie ist das jetzt gemeint :oops: . Ich sitz grad in nem meeting :arr:


Keine Angst, der Weidel wird das egal sein, die ist eh lesbisch und hat gerade andere Sorgen :cyclops:

vivafernanda hat geschrieben:dem Chef stinkt das Thema.


Nein, nicht. Ich finde jedoch, dass zu kurz gesprungen wird: der Frauenanteil deckt sich mit der Lebenserfahrung, dass sich die Weibsbilder nicht so für Politik interessieren? Ha komm, ein bisschen methodischer darf’s schon sein. Und wenn das so ist, dann wäre die spannende Frage ja, warum das so ist.

Auch Quoten sind ein diffiziles Thema. Niemand mag Quoten, sie bringen Ärger mit sich, aber sie funktionieren halt hier und da. Eines der Ziele bei der Einführung einer Quote ist immer, dass ein Prozess in Gang kommt, der die jeweilige Quote so bald wie möglich wieder überflüssig macht.

Niedrich Fiepske
Muggaseggele
vivafernanda hat geschrieben:@Fips: Bist Du echt neu hier?


Ja, Hallöle, ich bin neu hier.

vivafernanda hat geschrieben:Und je größer der Frauenanteil in einer Partei ist, desto schwieriger wird es wohl für die einzelne Frau dort Karriere zu machen. Denn die linkeren Parteien achten auf Ausgleich.


Das ist tatsächlich eine, wenn nicht vielleicht sogar die interessante Frage im Kontext. Wird es für Frauen schwieriger Karriere zu machen, je höher der Frauenanteil einer Gruppe ist? Die klassische Antwort der Frauenbewegung wäre doch gewesen: nein! Gerade dann, wenn sich Frauen in einem männerdomminierten Umfeld behaupten müssen, haben sie kaum eine Chance, weil die Männer gerne die Führungspositionen unter sich ausmachen (Vorstandsposten in DAX-Konzernen zB). Dieser Argumentation folgend würde ein Anstieg der Frauenquote in einem sozialen Umfeld bedeuten, dass Frauen bessere Chancen haben müssten?
Das ist aus meiner Sicht gar nicht so trivial, weil beide Aspekte (der von dir genannte und der obige) fallweise eine bestimmte Rolle spielen können und es dann in der Summe sehr schwer wird zu bestimmen, welcher Effekt dominiert. Klar scheint mir, dass nur das klassische Argumentationsmuster der Frauenbewegung für Quoten spricht. Oder siehst du das anders?

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Nice Weather hat geschrieben:Eines der Ziele bei der Einführung einer Quote ist immer, dass ein Prozess in Gang kommt, der die jeweilige Quote so bald wie möglich wieder überflüssig macht.
Etwa so wie bei einem Solidaritätszuschlag.

Ein anderes Beispiel wäre auch der Sportdirektorenposten beim FC Bauern.

Nice Weather hat geschrieben:Wahrscheinlich haben die uns auch den Hitler eingebrockt seinerzeit. Der wurde ja auch gewählt.
Ja schon, aber die wurden ja nur von ihren Männern vorgeschickt, weil diese damals noch gar nicht wählen durften.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

muffinho
Ein Neuer im Politikthread? :shock:

Ich habe eigentlich darauf getippt dass der nächste "Neue" hier "Freistossgott" oder "Eckenkaiser" heisst, denn so viel Auswahl bleibt ja nicht mehr :D

Airwin
muffinho hat geschrieben:
Airwin hat geschrieben:
Dödel raus!



wie ist das jetzt gemeint :oops: . Ich sitz grad in nem meeting :arr:


Keine Angst, der Weidel wird das egal sein, die ist eh lesbisch und hat gerade andere Sorgen :cyclops:





du solltest ggf. deinen youporn-konsum reduzieren und dich wieder der gästetoilettenforensik zuwenden.


Niedrich Fiepske
Muggaseggele
Nice Weather hat geschrieben:
vivafernanda hat geschrieben:dem Chef stinkt das Thema.


Nein, nicht. Ich finde jedoch, dass zu kurz gesprungen wird: der Frauenanteil deckt sich mit der Lebenserfahrung, dass sich die Weibsbilder nicht so für Politik interessieren? Ha komm, ein bisschen methodischer darf’s schon sein. Und wenn das so ist, dann wäre die spannende Frage ja, warum das so ist.


So ist es ja auch nicht, oder? Frausein und Mannsein ist oft nur nach körperlichen Merkmalen eine eindeutige Sache. Mental sind da fließende Übergänge. Ja: nach meiner Lebenserfahrung (ich habe ja nichts anderes).

Das bedeutet dann zB, dass die tatsächlich sehr spannende Frage nach dem warum gar nicht pauschal für alle Frauen beantwortet werden kann. Die Ursache also nicht singulär ist. Banal? Nicht ganz, wie ich finde. Gehen wir bitte nochmal kurz zurück zu Tamasis Dödel. Beim Dödel ist das nämlich keine Frage der Individualität in der Ausprägung einer Anlage, sondern schlicht und ergreifend eine Frage des Y-Chromosoms. Du hast oder bist eben ein Dödel, lediglich über die Länge kann hier noch fröhlich gestritten werden. Bei der Ausprägung männlicher und weiblicher (Charakter-)Eigenschaften ist das hingegen eine sehr komplexe Angelegenheit, bei der auch (frühe) biografische Ereignisse eine Rolle spielen können und wir von einer eindeutigen Geschlechtszuordnung viel weiter entfernt sind.

Das einzige, was mir ziemlich gesichert erscheint: im Durchschnitt verhalten sich Frauen nuanciert anders als Männer und verfolgen auch andere Interessen. Eigentlich war es ja aber auch schon sehr weitgehender gesellschaftlicher Konsens, dass wir gar nicht nach Gleichheit, sondern nach Gleichberechtigung verlangen. Es sollen eben gerade nicht zwangsverordnet 50% der DAX-Unternehmen eine Frau als Vorstandsvorsitzende haben, sondern Frauen sollen in der gelebten Praxis dieselbe Chance wie ein Mann haben Vorstandsvorsitzende zu werden.

Und da ist eben dieses schwierige Detail mit dem wir alle kaum klarkommen: dieselbe Chance. Nicht gut messbar, sehr schwierig diskriminierungsfrei politisch zu fördern.

Airwin
Meeting schon vorbei? Grüße an Gauland, er und seine Krawatte sind scheiße...



nö meeting noch nicht vorbei :twisted: , gauland latürnich nicht anwesend, frauen absolut überrepräsentiert.

Grüße an die kleinen und die frau gemahlin, natürlich erst nachdem du youporn verlassen hast :P

muffinho
Airwin hat geschrieben:
Meeting schon vorbei? Grüße an Gauland, er und seine Krawatte sind scheiße...



nö meeting noch nicht vorbei :twisted: , gauland latürnich nicht anwesend, frauen absolut überrepräsentiert.

Grüße an die kleinen und die frau gemahlin, natürlich erst nachdem du youporn verlassen hast :P


Werde ich ausrichten.

Frauen überrepräsentiert? Weidel, Storch und Airwin? :arr:

Airwin
muffinho hat geschrieben:
Airwin hat geschrieben:
Meeting schon vorbei? Grüße an Gauland, er und seine Krawatte sind scheiße...



nö meeting noch nicht vorbei :twisted: , gauland latürnich nicht anwesend, frauen absolut überrepräsentiert.

Grüße an die kleinen und die frau gemahlin, natürlich erst nachdem du youporn verlassen hast :P


Werde ich ausrichten.

Frauen überrepräsentiert? Weidel, Storch und Airwin? :arr:




und dödel rein nicht vergessen :lol:

Southern Comfort
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Grasdaggl
thoreau hat geschrieben:Hihi. Der Altersgag. Hihi. Wenn es deinem simplen Gemüte hilft...

Du glaubst also wirklich ernsthaft, dass Frauen in unserer Gesellschaft in jedem Bereich die gleichen Möglichkeiten haben wie Männer? Ganz ernsthaft und aus vollster Überzeugung? Das ist überraschend. Ich dachte nicht, dass du mich noch negativ überraschend kannst.


Betrachtet man nun mal den Bereich Politik, dann ist der Zugang für alle unglaublich offen. Mit 20 neueintretenden Mitgliedern schaffst Du es mindestens mal in jedem Chauvi-Ortsverband in Oberbayern, auch die Kandidatin gewählt zu bekommen. Was auf der nächsthöheren Ebene abläuft... Nun auch da wartet eben die nächste Wahl. Immer gilt: Man muss eben Mehrheiten organisieren können. Das trifft Frauen aber genauso hart wie den Bund der Radfahrer oder jede andere Gruppe in der Gesellschaft.

Vereinfacht gesagt: Selbst in einer total blödsinnigen und turbodiskriminierenden Welt, in der Männer nur Männer, und Frauen nur Frauen wählen, muss man halt mehr Frauen als Männer an die Urne bringen. Oder in die Abstimmung des Ortsverbands der Partei, wenn es um die Nominierungen geht. Diesen Zusammenhang als Chauvi-Testosteron-schwanger abzutun, halte ich für recht gewagt. Na gut... Ich lass das mal als typische Mansplaining-Hybris durchgehen lassen? (Siehste, so blöd kommt sowas mal an...)

Solange bei Wahlen der Grundsatz gilt "Ein Kopf = eine Stimme" kann ich defintiv keine Benachteiligung und keine Diskriminierung durch das Wahlrecht erkennen.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Also,
wenn ich Toro richtig verstanden habe, geht es ihm um die allseits bekannte Benachteiligung von Frauen in vielen Bereichen.
Man muss das Stichwort ja nur in Google eingeben, um seitenlang Artikel darüber zu finden.
Beispiel:

http://www.spiegel.de/karriere/frauenta ... 96873.html

Wir Männer machen es uns manchmal doch sehr einfach. Wir lehnen uns gerne zurück, verweisen auf das GG und diskutieren dann tagelang darüber, ob es jetzt die linke oder die rechte Wade ist, die den Holgi zwickt.

Die Suffragetten gingen für die Gleichberechtigung der Frau auf die Straße und nicht selten auch ins Gefängnis. Ohne sie würden wir hier vielleicht noch darüber diskutieren, dass das Wahlrecht für Frauen die Demokratie gefährdet.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Southern Comfort
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Grasdaggl
Hab ich verstanden... Nur sei erlaubt, die Ausnahme doch mal herauszuarbeiten, insbesondere, wenn diese Ausnahme just Ausgangspunkt der Diskussion war. Hätte thoreau gefragt, ob in allen anderen Bereichen man keine systematische Benachteiligung sehen würde, hätte ich meine Klappe gehalten.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


Southern Comfort hat geschrieben:Hätte thoreau gefragt, ob in allen anderen Bereichen man keine systematische Benachteiligung sehen würde, hätte ich meine Klappe gehalten.


Hat er doch. Des war ja grad des.

vivafernanda
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Granadaseggl
@ nice,
also da bin ich froh, dass Dir das Thema nicht stinkt, denn eigentlich gehöret Du ja zu den Männern, die verstehen, was Sexismus ist.
Und auf das Thema, ob Frauen zu bequem sind, in die Politik zu gehen und deshalb keine Quote haben dürfen, bin ich nicht eingegangen, denn manches ist zu doof, als dass man es einer Antwort würdigen müsste.

@Fips:

Ich denke, ich habe es ein bisschen anders gemeint. Wenn eine Partei auf Ausgleich zwischen den Geschlechtern achtet, dann bedeutet ein hoher Frauenanteil eben auch eine Obergrenze für Frauen in den gehobenen Positionen. Rein aus innerparteilichen Quoten für beide Geschlechter.

Ansonsten ist die Quote eine Krücke und keine Feministin würde so weit gehen und behaupten (glaube ich mal), dass sie das alleinseligmachende Mittel für die Chancengleichheit ist. Aber sie hilft dabei, definitiv.

Und jetzt zu s.c.s Thema:
Also. Gehen wir davon aus, dass alle Männer immer die volle Chancengleichheit haben und nur die Frauen hier zu kurz kommen?
Das ist nicht so. In den Parteien gibt es Hierarchien, die auch Männer am Aufstieg hindern. Mehrheiten organisieren zu können, ist nicht alles. Man muss mit den richtigen Leuten am Tisch sitzen. Die Welt ist nicht gerecht oder fair, man braucht Glück, muss zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle sein.
Dann ist man eine Weile Kohls Mädchen und wenn die Zeit gekommen ist, schickt man den Chauvi zur Tür raus. Aber wenn die Merkel keine Strategin, keine eiskalte Kämpferin wäre, hätte sie es nie geschafft, weder ins Amt zu kommen, noch darin zu bleiben. Und sie war auch schon die zweite Generation. Frau Schmid oder Frau Süssmuth erzählen interessante Dinge über ihre Zeit im Bundestag und den Alltagssexismus dort.
Bei den Grünen und Linken ist es einfacher, denn diese Parteien sind jung und haben von Anfang an viele Frauen gehabt und es wird definitiv besser.
Es geht nicht nur darum, wie leicht oder schwer es ist, als Frau zu politischem Amt und Würden zu kommen. Es geht um offene Augen, ums hinschauen und reden. Im besten Falle profitieren beide Geschlechter von mehr Transparenz und respektvollem Umgang. Das wäre mir am liebsten. Bis dahin muss man wenigstens ab und zu über die Quote reden, damit nicht Alltag bleibt, was abgeschafft gehört und eigentlich illegal ist: die Benachteiligung aufgrund von Rasse, Herkunft und Geschlecht.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.

Plan B
Grasdaggl
Jetzt hast du mich aber komplett bestätigt, dass es Frauen bei Linken und Grünen leichter haben. Und deswegen werden dort eher mehr Frauen sein, deren Ellenbogenmentalität nicht so ausgeprägt ist.
Carpe diem.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Southern Comfort hat geschrieben:Hab ich verstanden... Nur sei erlaubt, die Ausnahme doch mal herauszuarbeiten, insbesondere, wenn diese Ausnahme just Ausgangspunkt der Diskussion war. Hätte thoreau gefragt, ob in allen anderen Bereichen man keine systematische Benachteiligung sehen würde, hätte ich meine Klappe gehalten.


Isch scho en Ordnung.
I hans jao au em Guada gsaggd.
;)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai