749 Beiträge

Mauldäschle
Seggl
Wer ist Breivik? Sollte man den kennen? Ansonsten halte dich gefälligst raus aus meinem Leben. Mit wem ich Freundschaften teile, entscheide ich noch immer selbst.

@crastro
Mache dir nicht die Mühe, den Leuten hier zu erklären, dass es auch Menschen gibt, die nicht mainstreammäßig unterwegs sind und jeden Mittag um 12 der Angela ihre Huldigung ins Handy rülpsen, es ist sinnlos, glaube es mir.

Auswurf
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Grasdaggl
ich hab grad anderes im sinn und deshalb nicht alles durchgelesen (hausi für morgen),
aber ich stimme crastro zu,
wenn er es als qualität betrachtet hier meinungseinblicke zu erhalten.
Wie würden hier vor ort nur die hälfte reflektieren, gäbe es nicht nicht den stein des anstosses.
Franky und mauldäschle sind hier freiwillig und leidenschaftlich.
Das ist die wirklichkeit und ich mag, dass wir nicht die insel der gleichsinnten werden.
Zuletzt geändert von Auswurf am 14. November 2015 22:49, insgesamt 1-mal geändert.
das ist doch keine Musik


Mauldäschle
Seggl
Auswurf

Du bist nicht mainstreammäßig, das ist mir schon klar, du bist einer der ganz wenigen, die auch differenzieren mit dem notwendigen Background.

Sorry, du bist wirklich der letzte gegen den ich etwas einwenden möchte, glaub mir.. :prost:

Vielleicht werde ich morgen mal die Zeit finden, um zu erklären, worum es MIR wirklich geht und warum ICH mir Sorgen mache um die Zukunft. Nicht um meine Zukunft, meine Lebenserwartung ist überschaubar, ich sorge mich um die Zukunft meiner Kinder und Enkel, die diese ganze Scheiße mal ausbaden müssen, die uns diese Waffen-Exporteure und daraus folgenden Flüchtlingsimporteure eingebrockt haben.
Zuletzt geändert von Mauldäschle am 14. November 2015 23:00, insgesamt 1-mal geändert.

storm
Muggaseggele
redrum hat geschrieben:Iron, hast du nice' post gelesen? Da steht nämlich, dass er sich durchaus irren kann und es seine Hoffnung sei.

Mauldäschle mach doch mit Frankie und Breivik eine Brieffreundschaft auf.


Forumsmitglieder mit einem kranken Massenmörder unschuldiger Kinder zu vergleichen ist der Höhepunkt der Niveaulosigkeit.


Auswurf
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Grasdaggl
Mauldäschle hat geschrieben:

Vielleicht werde ich morgen mal die Zeit finden, um zu erklären, worum es MIR wirklich geht und warum ICH mir Sorgen mache um die Zukunft.


dann hab ich ja noch mehr beantwortungshausaufgaben.
Ich geh noch aus.. und mal schaun wann der kater endet

das ist doch keine Musik

redrum
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Lombaseggl
storm: Hast du jemals das Manifest von Anders Breivik gelesen? Ich empfehle es dir. Du wirst in Argumentation und auch in der Wortwahl erschreckende Parallelen finden.
Nein, weder Mauldäschle noch Frankie würden jemanden umbringen, aber ihr Gedankengut ist das Selbe.


Mauldäschle
Seggl
redrum hat geschrieben:storm: Hast du jemals das Manifest von Anders Breivik gelesen? Ich empfehle es dir. Du wirst in Argumentation und auch in der Wortwahl erschreckende Parallelen finden.
Nein, weder Mauldäschle noch Frankie würden jemanden umbringen, aber ihr Gedankengut ist das Selbe.


Sorry Kerle, aber du hast sie ja nicht mehr alle, das meine ich durchaus ernst, geh mal zum Arzt.
Du erlaubst dir wirklich über das Gedankengut anderer zu urteilen? Wer bist du? Ein Guru? Ein Allwissender?

redrum
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Lombaseggl
Weder noch. Aber ich kann lesen. Und ich kann vergleichen. Und dann sehe ich Übereinstimmungen. Und auch wenn du es nicht wahr haben willst. Da sind Parallelen. Und wenn du das ändern willst, solltest du deine Argumente prüfen.



Tamasi
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Allmachtsbachel
@Franky und Mauldäschle: Ich lese euch, lest ihr im Gegenzug bitte den unten gleich verlinkten Leitartikel. Hier ein kleiner Auszug:

Es ist nötig, dass der Staat baldmöglichst weiß, wie viele Flüchtlinge hier sind, wer sie sind, woher sie kommen. Das ist nicht nur nötig, weil es die Sicherheit erhöht, sondern auch, weil sonst, je nach Fall, Integration oder Abschiebung kaum möglich sind.

Wer also eine konsequentere Durchsetzung des geltenden Rechts, sogar eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen fordert, muss nicht nur kein Rechter sein, sondern er hat auch noch recht.


Der gesamte Text ist sehr lesenswert, hier die Komplettfassung:

http://www.sueddeutsche.de/politik/pari ... -1.2737464

Danke fürs Lesen, was haltet ihr - teilweise - davon?

jagdhuette
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Halbdaggl
Ich finde die Flüchtlingsdiskussion ist unangebracht und in diesem Zusammenhang Fehl am Platze.

Menschen, die vor ähnlich barbarischen Verbrechen flüchten haben jedes Recht auf Hilfe. Nichts anderes sollte selbst dem größten Skeptiker seit gestern verdeutlicht worden sein.

Ich war gestern gleichzeitig in ähnlich "gottlosen" Umständen wie die Opfer in Paris unterwegs und fühle eine starke Verbundenheit mit den Menschen dort.

Das Alter der Täter ist ein weiterer Schock. Ich gehe davon aus und befürchte, dass das besonnene und häufig eher diplomatisch agierende Europa nun vor weitreichenden Veränderungen steht.

Die Häufigkeit, mit der Kriegsparteien im nahen Osten in den letzten Wochen in ihrem zivilen Leben angegriffen wurden: Ankara, Sinai, Beirut und Paris, ist für mich ein Indiz dafür, dass hier eine weitere Eskalationsstufe beginnt.

Dass diese Anschläge trotz NSA etc nicht verhindert werden können macht mich ebenfalls nachdenklich.

GrinsiKlinsi
Granadaseggl
@tamasi
Das ist definitiv richtig. Interessant auch ein anderer Absatz:

Sind wir in Deutschland ebenfalls von Terroristen bedroht? Ja, das sind wir, weil wir zu jenem Westen gehören, dessen Freiheiten den Barbaren des IS als todeswürdige Verbrechen gelten.


Auch das ist definitiv richtig. Leider. Das ist ein Punkt, der mir Angst macht und für mich eine neue Dimension an Zynismus und Menschenverachtung darstellt. Mehr kann ich im Moment nicht dazu sagen.

Muss man jetzt nicht erst einmal die Grenzen zumachen? Nein, denn das ist eine nur symbolische Aktion. Attentate gibt es bei offenen Grenzen (Paris 2015), und es gibt sie in Ländern mit relativ genauen Kontrollen, wie den USA (New York 2001). Es gibt sie in autoritär regierten Ländern wie Ägypten, und es gibt sie in Demokratien wie Spanien oder Großbritannien.

Ist die Terrorgefahr durch die Flüchtlinge größer geworden? Nein, denn jene Entschlossenen, die töten wollen, kommen so oder so ins Land. Die werden sich nicht auf ein wackelndes Schlauchboot begeben und dann quer durch den Balkan laufen.


Gute Idee. Dann lasse ich ab sofort meine Haustüre offen. Denn wenn ein Einbrecher in mein Haus will, kommt er so oder so rein.

Die Terrorgefahr ist größer geworden, nur zählt Deutschland nicht zu den Zielen, da es sich (bisher) nicht an militärischen Aktionen gegen die Terroristen beteiligt hat. Ausschließen kann man es dennoch nicht.
Zuletzt geändert von GrinsiKlinsi am 15. November 2015 10:55, insgesamt 1-mal geändert.

Kronenclub
Granadaseggl
Jagdhuette die Diskussion mag vielleicht auf den ersten Blick fehl am Platz sein. Laut Angaben der griechischen Polizei sind aber 2 der 8 Attentäter auf als Flüchtlinge eingereist. Finde grad nur die Quelle nicht mehr.

Tamasi der Biersmiley war unangebracht. Sorry. Es gab aber nix anderes um mit einem Smileys meine Zustimmung zu zeigen.
#verpisst euch alle#

Franky3103
@Tamasi: Volle Zustimmung zum Artikel. Ohne Wenn und Aber.

Womit ich, und das bekommen die anderen ja auch mit, ist die mglw. "gebotene Distanz" und eine "für alle passenden, den für alle Forumsteilnehmer "richtigen" Worten, für die Terroristen zu finden.

Ich frage mich allerdings, ganz nüchtern betrachtet, weil ich weiß, daß wir genau diese Diskussion hier auch schon hatten (ich meine im alten Forum), weshalb man, und die entsprechenden staatlichen Organe wie Justiz und Polizei, haben die Informationen darüber, wer ein "potentieller" Straftäter ist, bzw. der radikalen Islamistenszene zuzurechnen ist, diese Leute zum einen (in Deutschland) an der Ausreise hindern will, oder dann ausreisen lässt, dann aber nicht entsprechend konsequent registriert und eine Wiedereinreise verhindert.

Und jetzt kommen unsere (ich schlag einfach mal, und hoffe, der inhaltliche Zus.-hang ist richtig) grünen, rot-roten Gutmenschen und Sozialpolitiker, unsere Psychologen und Hilfsorganisationen zu Wort und reden von Wiedereingliederung und Sozialisation, zu Wort.

Da wird dann mit allen wirklichen möglichen und unmöglichen mitleid- und verständnisheischenden Worten und Blicken, der eigenen politischen Linie folgend, in Talkshows der eigene Arsch breitgesessen um mit (für mich dümmlichsten, wirklichkeitsverweigerndsten Mitteln) alle als "verwirrte, beeinflusste Jugendliche", die man wieder eingliedern müsse etc. pp. im Grunde genommen noch verteidigt, wo es in meinen Augen nichts mehr zu verteidigen gibt.

Wir alle wissen, daß ein einzelner Beamter, der einen potentiellen Straftäter überwacht ca. 60.000,-- € pro Jahr (oder wars Einsatz, auch egal) kostet.

Nun habe ich gestern abend ja auch noch die Diskussionen im TV verfolgt, obwohl es eigentlich unsinnig war, und bspw. in Frankreich gibt es eine derartige Anzahl von solchen Personen, wohl auch bei uns, daß eine flächendeckende Überwachung absolut unmöglich ist.

Was folgt denn daraus genau?

In aller Regel, folgt man den Denkströmen, die ja auch ich noch teilen kann (jaaa, auch ich habe Menschenverstand), DIE URSACHEN zu bekämpfen. Dann sind wir bei mangelnder Bildung, Integration, Sprache etc. pp.

Wenn wir nun zurückschauen, dazu braucht's gar nicht sehr viel, dann dürfte eigentlich allen klar sein, daß es neben denjenigen, die einfach nicht integrierbar sind, genügend gibt, die es zumindest so tun, daß es keine Gefahrenträger sind, selbst wenn Sie mangels Bildung, Sprache etc. niemals eine Gefahr darstellen werden. Einfach normale, anständige Menschen.

Die Flüchtlinge, in einen Topf mit radikalislamistisch motivierten Terroristen oder Gewalttäter in einen Topf zu werfen, ist tatsächlich zündeln. Jeder von uns würde selber or Krieg und Verfolgung flüchten.

Was ich mich allerdings schon fragen muss, ist, weshalb die Politik ständig versagt. Ja versagt. Nicht nur bei uns, sondern auch woanders.

Da gibt es dann von uns allen aber auch rein gar nichts daran zu verurteilen, wenn Länder wie vor allem die osteuropäischen EU-Mitglieder oder Beitrittskandidaten keinerlei Flüchtlinge aufnehmen wollen. Selbst wenn das im Prinzip nicht richtig ist, weil auch Fördergelder fliessen. Das ist einzig und allein deren Verantwortung und Entscheidung, das ist im grossen genau das, was es im kleinen bedeutet "wen ich in meine Wohnung lassen möchte, und zwar unkontrolliert, nur weil es mir von irgend jemand vorgeschrieben wird.

Wir kommen, wenn man nur den Beginn meines Kommentars nimmt, von den tatsächlichen Toten sehr schnell in eine ganz andere Richtung. Und hier liegt zumindest jetzt, der für Politiker und Verantwortliche für den Moment, "sehr sehr angenehme Argumentations-, Denk- und Handlungsfehler, der Ihre Verantwortung weiterschiebt. Und es Ihnen sehr sehr angenehm macht.

Das aber löst nicht das tatsächliche Problem. Gestern Abend nannte einer bei der Maischberger Sondersendung die erste Aufgabe: Die Vernichtung des IS.

Was heisst den bitte die Vernichtung/Zerstörung des IS? Kann ich Dir sagen: Einmarsch mit Bodentruppen und Krieg gegen den IS. Das heisst weiterhin Tote. Daran lässt sich nichts ändern. Das ist uns allen klar.

Allein mit "Verhaftungen, Verurteilungen etc. kann man die in den Köpfen verankerte Meinung nicht zerstören". Auch das ist allen klar. Das ist aber, natürlich in "wohlfeil" verpackten Worten, wenn man die Worte "Zerstörung, Zerschlagung und Vernichtung" des IS wählt, doch auch nichts anderes als Terroristen das "Existenzrecht" abzusprechen? Oder irre ich mich da soooo sehr?

Und zu Pegida, AfD usw. habe ich folgende Meinung:

Ich würde niemals dort mitmarschieren, die AfD niemals wählen, noch nicht mal aus Protest.

Und die wenigsten Menschen, die bei Pegida mitmachen, sind tatächlich "rechtsradikale", sie mögen ein entsprechend Ihrer Meinung zu den täglich Problemen Gedankengut haben, dass man, wenn man so wie unsere Politiker "regieren und entscheiden" beliebig in genau diese "rechte Ecke" drängen kann.

Dadurch, daß man im Osten, niemals auch nur ansatzweise gewollt, die rechten NPD-Strukturen zerschlagen hat, die Partei verboten hat (natürlich für Gesamtdeutschland), macht man es sich doch sehr einfach, oder liege ich auch hier so falsch? Man kann, wenn ein auch nur geringer Anteil der tatsächlichen Demonstrationsteilnehmer der extrem rechten Szene zuzuordnen ist, aller beliebig instrumentalisieren, in dem man sie als "ewig gestrige" abtut.

Das ist natürlich am bequemsten, wieder einmal, "wie schon weiter oben beschrieben", fernab jeglicher Verantwortung für die tatsächlichen Gründe und verantwortlichen Politiker.

Ich behaupte: Es ist schon sehr lange soweit, daß die Leute einfach die "Schnauze gestrichen voll haben" von dem was im grossen abläuft.

Keiner von uns "Kleinen" würde solche Dinge schon rein, weil er moralisch, ethisch und kulturell, dies alles nicht mit seinem Gewissen verantworten könnte, zulassen, oder akzeptieren.

Aber unsere Politiker, die dürfen es, fernab jeglicher Verantwortung.....

Ich könnte hier noch eine Episode, die ich am eigenen Leib erlebt habe, zum besten geben, die dazu führte, weil ich meine Augen aus Courage und LIebe geöffnet habe (vielleicht auch aus Dummheit und Gutmütigkeit), dazu führte, dass ich mich von der Polizei als "Stalker" abtun lassen musste und 5 geschlagene Wochen lang, mit damit rumrennen musste, ehe es dann nach diversen Telefonaten etc. hiess, alles Fehlalarm, tut uns leid... etc. pp.

Aber wirklich etwas getan, das was ich an Unterlagen habe auch nur anzusehen und zu lesen, in die eine oder andere Richtung um zu helfen (ausser mich persönlich "fertigzumachen") hat weder die Polizei, noch irgendeine Hilfsorganisation.

Wenn ich diese Story hier tatsächlich in vollem Umfang zum besten geben würde, müsste sich ein ganzes Land, und seine Volksverdummer das immer so großkotzig "von Courage und hinsehen" labert, in Grund und Boden schämen. So sehr hat sich für mich, noch niemals die Falschheit und Verlogenheit offenbart, mit der bei uns gelebt wird, offenbart.

Wer etwas sieht und helfen will, wer sieht das etwas getan werden muss, wird am Ende als der Dumme hingestellt, qua Gesetz, und Du hast keine Chance....


redrum
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Lombaseggl
Verabschiedet euch doch einmal von der Vorstellung, dass wir es nur mit verrückten schießwütigen Barbaren zu tun haben. Sie töten nicht, um des tötens Willen, sondern weil sie ein politisches Ziel verfolgen. Natürlich ist das Menschen verachtend. Aber das sind alle Kriege.

Der IS und seine Sympathisanten sind nicht verrückt. Sie befinden sich aus ihrer Sicht im Krieg. Und aus diesem Zustand heraus handeln sie rational. Ihr Ziel ist die Errichtung eines Gottesstaates, was sie teilweise schon erreicht haben und die Vertreibung der „Ungläubigen“ aus der Region, was sie militärisch nicht erreichen können. Doch gerade dieser Staat wird von den „Ungläubigen“ angegriffen. Diese sind militärisch stärker. Also greifen sie als Abwehrmaßnahme zum Terror.

Ihr Vorteil ist, dass sie Sympathisanten auf der ganzen Welt haben. In Europa, den USA, Russland und seinen Peripheriestaaten, bei den Uiguren in China, in Afghanistan, Pakistan und über das nördliche Afrika verteilt. Anders, als Al Qaida, versprechen sie kein besseres Leben im Paradies, sondern schon hier. Im Islamischen Staat hat jeder seine Aufgabe und sein Auskommen. Er bekommt eine Frau, die ihm untertan ist und es gibt auch keine Ausbeutung oder Diskriminierung unter wahrhaft Gläubigen. Die Gerechtigkeit dort ist göttlich und unfehlbar. Der gläubige Moslem lebt dort in Frieden und Sicherheit.

Insgesamt für viele sicher ein gutes Paket, dass der Islamische Staat da verspricht. Deswegen muss er verteidigt werden und deshalb erklären seine Anhänger vor allem der westlichen Welt den Krieg.
Jetzt stellt sich die Frage, ob wir dem IS den Krieg erklären wollen. (De facto haben wir das schon längst, nur zugeben tun wir es nicht.)

Aber wenn wir den Krieg erklären, dann müssen wir auch überlegen, ob wir diesen überhaupt gewinnen können. Militärisch gibt es da viele Optionen. Vom Einsatz von Atombomben, über die Entsendung von Bodentruppen oder ein weiter ausgeweiteter Drohnenkrieg. Es gibt viele Möglichkeiten, den IS in Syrien und im Irak militärisch zu zerstören. Hat man ihn damit besiegt? Hat man die Taliban in Afghanistan besiegt?
Europäische und amerikanische Truppen bleiben über einen unabsehbaren Zeitraum in diesem Gebiet. Als Besatzungsmacht. Nicht als Hilfstruppe.

Und in Europa internieren wir alle irgendwie Verdächtigen. Auf den Faröer Inseln gründen wir ein zweites Guantanamo. Damit wir auch wirklich alle Verdächtigen bekommen, bauen wir unsere Geheimdienste weiter aus, geben ihnen neue Befugnisse und finden uns mit einer Totalüberwachung der Gesellschaft durch den Staat ab. Dann noch die ganzen Syrer abschieben, die Grenzen dicht machen und alles ist erledigt.

Wirklich?

Natürlich ist das alles etwas übertrieben, aber letztendlich wird das von einigen Leuten gefordert. Aber hat man damit wirklich gewonnen? Wird der IS dann keinen weiteren Zulauf bekommen? Wenn ihr diese beiden Fragen mit „ja“ beantwortet, dann müsst ihr lautstark einen Krieg fordern. Mit der Konsequenz von vielen Toten auf beiden Seiten.

Ich denke nicht, dass der IS sich durch solche Maßnahmen besiegen lässt. Eine Utopie kann man nur scheitern lassen, das bedeutet, wir lassen dem IS sein Kalifat und schauen genüsslich zu, wie er scheitert. Vielleicht in zehn Jahren, oder in 50. Scheitern wird er, doch dieses Scheitern wird einen hohen Blutzoll fordern.

Für mich wäre das keine Option.

Wir können dem IS aber auch eine andere Utopie entgegensetzen. Eine die sich auf Aufklärung, Freiheits- und Menschenrechte stützt. Haben wir doch schon? Ich frage mich wo? Wir schieben diese Werte immer noch vor uns her, aber es sind nur noch leere Hülsen.

Frau Merkel sprach einmal von der marktkonformen Demokratie. Der „Markt“ hat aber keine humanistischen Werte, dem „Markt“ geht es nur um Geldvermehrung. Dieser Markt schafft Perspektivlosigkeit. Er schafft Hunger und Armut. Und er fördert Egoismus und damit auch so Dinge wie Rassismus und Nationalismus. Und damit fördert er auch Radikalismus und aus diesem speist sich der IS mit seinem Heilsversprechen.

Dem Markt ist das egal. Seine Aufgabe ist es nicht die Gesellschaft zu verbessern. Die Utopien der Aufklärer sind ihm nur lästig. Und so lange wir das Primat des Marktes anerkennen, werden wir diesen Krieg gegen den IS oder andere Gruppen nie gewinnen.


Franky3103
Franky3103 hat geschrieben:@Redrum: Das meinst Du jetzt aber nicht ernst? Oder hab ich da was völlig falsch verstanden?

Der IS schafft sich durch TERROR seinen eigenen Gottesstaat und vertreibt Menschen.

@Redrum:

Verabschiedet euch doch einmal von der Vorstellung, dass wir es nur mit verrückten schießwütigen Barbaren zu tun haben. Sie töten nicht, um des tötens Willen, sondern weil sie ein politisches Ziel verfolgen. Natürlich ist das Menschen verachtend. Aber das sind alle Kriege.

Der IS und seine Sympathisanten sind nicht verrückt. Sie befinden sich aus ihrer Sicht im Krieg. Und aus diesem Zustand heraus handeln sie rational. Ihr Ziel ist die Errichtung eines Gottesstaates, was sie teilweise schon erreicht haben und die Vertreibung der „Ungläubigen“ aus der Region, was sie militärisch nicht erreichen können. Doch gerade dieser Staat wird von den „Ungläubigen“ angegriffen. Diese sind militärisch stärker. Also greifen sie als Abwehrmaßnahme zum Terror.

Und Du willst diesen Terror, egal wo, zulassen (mal abgesehen davon, daß es der Westen - die USA - waren, die wegen der Ölvorkommen die Hand draufhaben wollte).

@Redrum:

Ihr Vorteil ist, dass sie Sympathisanten auf der ganzen Welt haben. In Europa, den USA, Russland und seinen Peripheriestaaten, bei den Uiguren in China, in Afghanistan, Pakistan und über das nördliche Afrika verteilt. Anders, als Al Qaida, versprechen sie kein besseres Leben im Paradies, sondern schon hier. Im Islamischen Staat hat jeder seine Aufgabe und sein Auskommen. Er bekommt eine Frau, die ihm untertan ist und es gibt auch keine Ausbeutung oder Diskriminierung unter wahrhaft Gläubigen. Die Gerechtigkeit dort ist göttlich und unfehlbar. Der gläubige Moslem lebt dort in Frieden und Sicherheit.

Ich wüsste aber nicht, dass der Westen Menschen versklavt, verkauft, geköpft hat, vor allem Frauen, die von diesen Irren dann gekauft werden... also echt unglaublich, was Du hier reinstellst...... Glauben und aufgeklärte Gesellschaft hin oder her.

Also das, was Du da schreibst klingt fast schon so, wie wenn Du IS-Sympathisant und Unterstützer bist. Also das ist schon dermassen derb, zumindest für mein Verständnis.

Denn damit "tolerierst" Du die Terroranschläge. Und mir wirfst Du ein paar Seiten vorher vor, ich sei nicht mehr ganz dicht?

Ich bitte Dich... also wirklich....


Und vermutlich glaubst Du auch noch, daß die IS-Anhänger dann diesen Gottesstaat nicht auch auf andere Länder ausdehnen wollen, oder?

In welcher "dunklen Zelle", in die kein Licht dringt, lebst Du eigentlich?

Auf die Idee, daß Paris, meinetwegen auch Frankreich, auch wegen des hohen Ausländeranteils in den Betonsiedlungen in Paris bevorzugtes Terrorziel sein könnte, um von dort aus, auch wegen der Front Nationale, die selbst und deren Anhänger mglw. immer weniger stillhalten werden, um von Paris oder Frankreich aus, den definitv DRITTEN WELTKRIEG als Glaubenskrieg anzuzetteln, bist Du noch nicht gekommen?

Ein für mich gar nicht so unrealistisches Szenario....


jagdhuette
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Halbdaggl
@redrum:
Es würde der Sachlichkeit der Diskussion dienen, wenn du auf Beleidigungen verzichten würdest.

Ich finde bspw. deinen Rundumschlag, der die Ursache des Problems in unserer Mitte sucht auch wenig überzogen. Denn nur weil wir nicht alle Revolution schreien, haben wir nicht den Tod verdient. Klar leben wir auf Kosten der ärmeren Staaten und haben eine Wirtschafts/Weltordnung, die für 7 Mrd. nicht funktionieren kann.

Andererseits haben wir aber auch erreicht, dass wir Konflikte ohne Gewalt lösen und dass Gewalt nur vom Staat ausgehen darf, zumindest in der Theorie und Rechtssprechung. Diese Werte sehe ich als fundamental an. Es gibt sicherlich viel Ungerechtigkeit, die wir anprangern können. Aber wahllose Gewalt muss eingedämmt werden, Menschen, die Opfer dieser werden - egal wo - muss geholfen werden und Täter müssen verfolgt werden.

@Franky:
Dein Frust ist zwar menschlich. Aber du solltest dir schon im klaren darüber sein, dass es kein Schwarz und weiß gibt. Wir haben das Chaos in den nahen Osten getragen und es es viel zu lange aufblühen lassen. Eine kurzsichtige Angriffspolitik wie unter Bush kann jetzt keine Lösung sein. Wir brauchen einen globalen Plan, wie wir den friedlichen Islam und andere zivilisierte Fraktionen in der Region stärken.

thoreau
Granadaseggl
Hat Mauldäschle tatsächlich das Wort "differenziert" verwendet?

@Kronenbourg
Und welchen Unterschied macht es ob 2 Personen mit den Flüchtlingen gekommen sind? Welchen? Welche Aussage lässt das über Flüchtlinge zu oder die Flüchtlingspolitik? Keine. Es hat keinerelei Aussagekraft und keinerlei Bedeutung. Es dient ausschließlich dumpfen Idioten als Scheinargumentation, die Dinge instrumentalisieren, die schon schrecklich genug sind, ohne dass sie von Vollidioten benutzt werden um ihre krude Einstellung zu rechtfertigen. Wer auf diesen Zug mit aufspringt ist ebenso dumm, plump und disqualifiziert sich für eine sachliche Diskussion. Den Tod von hunderten von Menschen zu instrumentalisieren ist widerwärtig. Sonst nichts.